Im Deutschen ist statt dem Begriff “Contractor” eigentlich nur das Wort “Söldner” in Gebrauch, obwohl ein großer Unterschied zwischen den beiden Begriffen besteht. Die meisten Menschen haben von exakt einer einzigen “Söldner”-Firma und deren Skandalen schon einmal gehört: Blackwater. Es gibt allerdings viele weitere Firmen für Sicherheitsdienstleistungen auf der Welt und die Contractors sind beileibe nicht nur in Kriegsgebieten tätig, sondern übernehmen eine breite Reihe an Aufgaben.

Zuallererst sollten sie das mittelalterliche Wort Söldner vergessen; statt Söldner heißt es “Contractor”, also Vertragsnehmer oder Vertragsarbeiter. Was hat im Vergleich dazu der staatliche Soldat oder Polizist unterschrieben? Genau, auch einen Vertrag. Der große Nachteil dabei ist, dass der Staat als direkter Arbeitgeber gleichzeitig die Justiz kontrolliert.

Contractors bewerben sich für Verträge mit einer Laufzeit von 3 Monaten (selten) bis 1 Jahr (die Regel). Die Aufgabengebiete sind verschieden und involvieren nicht pausenlos epische Feuergefechte: Personenschutz, Leute finden, usw. Für einen Contract gibt es zwischen 60.000 und über 300.000 $ steuerfrei plus Versicherung und Krankenkasse plus bezahltem Urlaub von bis zu 3 Monaten im Jahr; Neulinge starten meist bei 80.000. Ka-Ching!

Das mit dem großen Reibach stimmt also. Wer einmal vor seiner Contractor-Karriere bei irgendeiner Spezialeinheit war, der hat natürlich gute Chancen um in die private Industrie einzusteigen. Wer allerdings 5 Jahre lang oder länger bereits aus regulären Streitkräften ausgeschieden ist und seitsem nicht trainiert hat, der hat wesentlich schlechtere Karten als Polizisten und Mitglieder von Polizei-Sonderkommandos. Denn diese sind es gewohnt, den ganzen Tag lang auf der Hut zu sein inmitten einer belebten Welt voller versteckter Risiken. Auch beliebt: Sanitäter die schießen können und Erfahrungen mit Schussverletzungen haben. Frauen sind zwar nur im Verhältnis von 1 zu 100 im Vergleich zu Männern als Contractor tätig, dennoch dienen sie erfolgreich meist weiblichen Kunden, die nach den Sitten und Gesetzen bestimmter Länder beispielsweise nicht in den privaten Raum hinein von männlichen Bodyguards begleitet werden dürfen. Auch bei Frauen können meist diejenigen einen Contractor-Job ergattern, die zuvor im Polizeidienst tätig waren. Schlechte Karten haben Personen, die nichts dergleichen vorzuweisen haben, Träumer, Fantasten und Schwindler, denn es gibt ziemlich rigorose Hintergrundprüfungen.

Ein guter Einstieg ist das Buchen von Contractor-Ausbildungskursen, denn erstens erwirbt man damit anerkannte Ausbildungszertifikate und Skills, zweitens lässt es sich dort mit Leuten aus dem Contractor-Business netzwerken. Aber Achtung: Es gibt keine einheitlichen Titel die man erwerben kann und die jemandem garantiert Aufträge einbringen. Einige Ausbilder zocken ihre Kunden ab mit minderwertigem, überteurerten Training und übertriebenen Versprechungen.

James Yeager erklärt, wie man eine Karriere startet, ohne in tiefe Gruben hineinzufallen. Hat man diverse Kurse wie CQB (Close Quarters Battle) abgeschlossen, jagt man nach Aufträgen die wiederum von Firmen vergeben werden. Auch hier finden sich die schwarzen Schafe, die Neulinge abzocken und bei Problemen im Regen stehenlassen wollen.

Hier klicken zum Weiterlesen auf Recentr PREP 

prep-728-b

Liked it? Take a second to support AlexBenesch on Patreon!

Related posts

James Yeager empfiehlt 5.11 Tactical

AlexBenesch

Compilation: Verteidigung von Polizei und Zivilisten gegen Messerangriffe

AlexBenesch

Der Staat weiß seit mindestens 10 Jahren, wie schlecht die Bürger vorbereitet sind

AlexBenesch

Leave a Comment

Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie einverstanden sind, benutzen Sie die Seite weiter und klicken auf „OK“. Erfahren Sie mehr in unserer Datenschutzerklärung. OK Datenschutz