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Neues Buch von Jürgen Roth: Smolensk, MH17 und Putins Krieg in der Ukraine

PolitikNeues Buch von Jürgen Roth: Smolensk, MH17 und Putins Krieg in der Ukraine

Das Thema des neuen Enthüllungsbuchs von Jürgen Roth sollte bis zum Erscheinen Anfang April geheim bleiben. Auf der Seite der Ullstein Buchverlage heißt es nur „Verschlussakte S“. Auf amazon ist nun der gesamte Buchtitel gelistet:

Verschlussakte S: Smolensk, MH17 und Putins Krieg in der Ukraine

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Der Erscheinungstermin wurde bereits zwei Mal verschoben; möglicherweise um die neuesten Entwicklungen in der Ukraine und in Russland miteinzubeziehen.

Für Donald Tusk und Angela Merkel war das Flugzeugdesaster in Smolensk nur ein Unfall. Für die beiden beseitigte der tragische Fall wichtige politische Hindernisse in Europa. Interessanterweise gibt es zwischen den beiden eine alte Verbindung, die weit in die sowjetische Vergangenheit reicht.

Vor vier Jahren verstarben der polnische Präsident Kaczynski, seine Ehefrau sowie 95 Angehörige der Elite des Landes auf dem Weg zu einer Gedenkfeier des sowjetischen Massakers an tausenden polnischen Offizieren in Katyn. Polens neues Selbstbewusstsein, der antirussische Kurs sowie die Distanz zu der EU starben gleich mit. Fast wäre Jaroslaw Kaczynski auch noch an Bord gewesen, zusammen mit seinem Zwillingsbruder. Bis heute protestiert seine Partei „Recht und Gerechtigkeit“ erneut gegen die ihrer Meinung nach manipulativen Ermittlungen in dem Fall von Seiten der Russen und der Regierung des Präsidenten Donald Tusk.

Die Russen hielten Beweise zurück, ließen sich nicht in die Karten schauen, brachen dadurch Abkommen. In Polen will man das Thema endgültig erledigt sehen. Kaczynski wird in den Medien präsentiert als ein Verschwörungstheoretiker, der aus politischen und privaten Motiven nicht loslassen möchte.

Die Feindschaft zwischen Tusk und Kaczynski reicht weit zurück.

Tusk durfte im sowjetischen Polen Geschichte studieren und wurde schnell zu einer Führungsfigur der Studentenbewegung der 1980er Jahre. Tolle Berufsaussichten gab es bei solchem Quertreibertum offiziell nicht, allerdings berichteten sowjetische Überläufer 1984 bereits von einem kommenden, inszenierten Fall der Sowjetunion. Die Geheimdienste der UdSSR waren sehr geschickt darin, Agenten die Rolle von Oppositionellen spielen zu lassen, um zu spionieren und um den Spionen später eine Karriere im postsowjetischen Parlamentarismus zu ermöglichen.

Tusk beharrte darauf, dass Kaczynski das Verhältnis Polens zu Deutschland und Russland schwer beschädigt hätte. Mit Tusk an der Spitze Polens waren die Russen bereit, Importverbote für diverse polnische Produkte aufzuheben. Außerdem revidierte Tusk den Standpunkt Polens, eine engere Partnerschaft zwischen der Europäischen Union und Russland, abzulehnen. Ein eurasischer Megastaat von Lissabon bis Wladiwostok ist ein Traumprojekt von Wladimir Putin und einflussreichen Brüsseler Bürokraten. Ohne Polen und andere benachbarte Länder könnte man dieses Projekt begraben.

Desweiteren ließ Tusk durchscheinen, dass er gegen die Stationierung von NATO-Abwehrsystemen zum Schutz vor russischen Atomraketen ist. Unter dem internationalen Druck stimmte er dem Kompromiss eines stark verkleinerten Abwehrschildes in Polen zu.

Es existieren bisher unbestätigte Vorwürfe, Tusk sei unter dem Decknamen OSCAR ein Agent der ostdeutschen Stasi und ein Agent des polnischen SB gewesen und hätte Leute aus der Bewegung Solidarnosc verraten. Wenige Monate nach den August-Streiks 1980 begann Tusk eine Tätigkeit als Journalist und wurde zum Vorsitzenden des Betriebskomitees der Solidarnosc in dem herausgebenden Verlag in Danzig gewählt. Die große Solidarnosc-Bewegung war der kommunistischen Partei ein Dorn im Auge und wurde in den 70er und 80er Jahren Jahren Ziel von Spionage und Unterwanderung durch die Behörden.

In einem Interview von 2014 in RecentR TV über sein letztes Buch erklärte Jürgen Roth, als nächstes über den Fall Smolensk schreiben zu wollen.

 

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