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Die Abgeordneten im Bundestag befürworten eine Zulassung von „Mais 1507“. Als Lebens- und Futtermittel ist der Gen-Mais von DuPont bereits zugelassen. Im Februar wird im EU-Ministerrat über die Anbau-Genehmigung abgestimmt.

Bundestag stimmt für Zulassung von Gen-Mais

Die „Welt“ nennt die Besorgnis über Gen-Nahrung eine „esoterische Luxusangst die über Leichen geht„. Man hängt den Gentechnik-Gegnern prompt Massentod an:

Die Gentechnikgegner aus den wohlhabenden Ländern sind bereits heute mitverantwortlich dafür, dass in den vergangenen zehn Jahren zwischen zweieinhalb und fünf Millionen Kinder erblindeten und die Hälfte davon starben.

Es geht um den nutzlosen „goldenen Reis“, der viel effektiver durch billige Vitaminpräparate ersetzt werden könnte. Für die „Welt“ ist die Gentechnikindustrie auf einnmal der unterdrückte Underdog:

Die beiden Forscher, Ingo Potrykus und Peter Beyer, wurden und werden ausgebremst durch eine finanziell übermächtige Lobby von Gentechnikgegnern, gesponsert von Gruppen aus dem reichen Norden.

Peter Boehringer kommentierte:

Nur wenige Wochen nach Abzeichnung des (angeblich und rhetorisch) Gentechnik-kritischen Koalitionsvertrags – und nur wenige Tage, nachdem der SPD-Parteitags-Delegierten in Übereinstimmung mit einer riesigen Mehrheit der Bürger GEGEN die Zulassung von Genmais gestimmt hatte, machen nun „ihre“ SPD-Minister exakt das Gegenteil.

Union und SPD stimmten fast einstimmig gegen den Antrag (451 Ja-Stimmen, 5 Nein-Stimmen, 18 Enthaltungen). Linke und Grüne stimmten geschlossen dafür, die EU-weite Zulassung zu verhindern.
Verboten werden kann der Anbau auf EU-Ebene nur noch, wenn ein EU-Rat vor dem 12. Februar das Genehmigungsverfahren stoppt. Der eigentlich zuständige Agrarministerrat tagt demnach erst wieder am 16. Februar und damit zu spät, um noch ein Verbot zu beschließen.

Die gegen bestimmte Pflanzenschutzmittel und Mottenlarven resistente Pflanze wurde von DuPont und Dow Chemical entwickelt und soll nach dem Wunsch der Agrarriesen in der EU zum Anbau zugelassen werden. Wenn sich bis zum 12. Februar im Ministerrat der EU keine qualifizierte Mehrheit gegen den Gen-Mais bildet, wird die Gen-Pflanze automatisch zugelassen.

Man muss sich überhaupt nicht prinzipiell entscheiden zwischen Technologiefeindlichkeit und blindem Vertrauen in Monsanto & Co. Die moderne Wissenschaft ist heute jedoch in einem katastrophalen Zustand und wir dürfen uns und unser Ökosystem heute nicht zu Versuchsobjekten machen lassen.

Jon Rappoport schrieb kürzlich über die verlogene Kontroverse um die Seralini-Studie:

Der Forscher Gilles-Eric Seralini veröffntlichte 2012 eine Studie über Tumore in Ratten, die mit gentechnisch veränderter Nahrung gefüttert wurden und startete damit eine Kontroverse. Er verfütterte Monsantos Roundup Ready Mais an Ratten, die Tumore entwickelten. Manche davon starben. Die Studie erschien im Journal Food and Chemical Toxicology.

Es folgte eine Welle an Kritik aus der Biotech-Industrie. Der Druck wurde stärker. „Experten“ behaupten, die Studie hätte in hohem Umfang wissenschaftliche Standards verletzt, unprofessionelle Methoden seien zum Einsatz gekommen und Seralini hätte von Anfang an Vorurteile gegenüber genveränderten Lebensmitteln gehabt.

Das Journal, welches die Studie veröffentlichte, gab nach und brachte eine Gegendarstellung. Warum? Nicht weil Seralini etwas Unethisches getan hätte, sondern weil er Ratten benutzte die angeblich eine höhere Anfälligkeit hatten für Tumore und weil er nur 10 Ratten verwendete.

Das Verblüffende: 8 Jahre vor Seralini führte Monsanto selbst eine Rattenstudie über Tumorbildung und Genfutter durch und veröffentlichte diese im selben Journal. Monsantos Studie schlussfolgerte mit dem Ergebnis, dass es keine Tumore bei den Ratten gab. Der Konzern benutzte dieselbe Art von Ratten und auch die gleiche Anzahl. Niemand beschwerte sich.

Wo war der große Unterschied zwischen den beiden Studien? Monsanto beendete seine Studie bereits nach 3 Monaten, während Seralini zwei ganze Jahre den Ratten Genmais fütterte. Die Europäische Komission will nun 3 Millionen € ausgeben, um Seralinis Studie mit 50 oder mehr Ratten und einer Laufzeit von 2 Jahren zu wiederholen.

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16 comments

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Guido 5. Februar 2014 at 0:20

„Es geht um den nutzlosen “goldenen Reis”, der viel effektiver durch billige Vitaminpräparate ersetzt werden könnte.“

Versteckte libertäre Gehirnwäsche. Das klingt ja so, als wenn der goldene Reis irgendwas tolles wäre. Wirkliche Gentechnikkritik sieht anders aus. Und was Vitaminpräparate angeht, so würde ich Obst und Gemüse vorziehen.

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Killuminati 4. Februar 2014 at 0:22

Diese Aktion ist echt nen herber furz in unser aller Gesicht, nur das dieser furz uns alle vergiftet und abhängig macht von den furzknoten in den oberen Etagen.

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JaneDoe 3. Februar 2014 at 18:12

Ist Hetze gegen Genfood nicht ein klassisches Thema der links-grünen Kontrollfreaks?? Ähnlich wie die Angst vor dem Klimawandel.

So sieht es zumindest CFACT, die wirtschaftsliberale Nicht-Regierungsorganisation hinter dem klimaskeptischen EIKE-Institut.
eike-klima-energie.eu/

Ein CFACT-Bericht über linken herzlosen Ökoterroristen von Greenpeace.
cfact.org/2013/10/05/has-greenpeace-lost-its-moral-compass/

http://www.cfact.org/tag/food/

Fazit der wirtschaftsnahen Klimaskeptiker: Genfood ist sicher, natürliches Gemüse gesundheitlich bedenklich und der Klimawandel ist nie und nimmer menschengemacht.

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Freigeist 3. Februar 2014 at 18:27

Es gibt in dem ganzen Thema Umwelt soviel nachzuholen und aufzuarbeiten weil die Themen in den „alternativen Medien“ gerade von Idioten besetzt sind die nicht wissen was ein Pestizid ist und dann vom Bienensterben dummquatschen und eigentlich garnichts wissen. Gäbe es keine linksgrünen Idioten müsste Monsanto diese erfinden.

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JaneDoe 3. Februar 2014 at 21:32

Klingst ähnlich wie jene die (mit Recht?) behaupten der Durchschnittbürger wisse doch gar nicht was genmanipulierte Lebensmittel genau sind und könne die gefahren nicht realistisch einschätzen.

Mag sein, dass Monsanto-Pestizide und das Ausbleiben natürlicher Bestäubung für dich kein wirtschaftliches und ökologisches Problem sind. Es gibt nicht nur Linke, die sich daran stören.

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Jefferson 3. Februar 2014 at 15:56

Wird GMO-Fraß also nun in der Bundestags-Kantine serviert?

Hmn?

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Mephistopheles 3. Februar 2014 at 16:16

Ja, möglichst schnell und ich werde der Koch sein!

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Freigeist 3. Februar 2014 at 18:08

Du kannst doch nichtmal nen Kabelsalat machen.

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Soma 3. Februar 2014 at 15:26

Theoretisch ließen sich solche Felder schnell in einen anderen Agregatzustand verwandeln.
Transformation die Sinn macht…hmm…

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Chris 3. Februar 2014 at 14:24

Arrrrgh wie kann man nur so dumm sein? in der Kommentar-Sektion von der Welt finden sich Zombies die Genfood lautstark verteidigen!!!!

Das tut echt weh….

Dann der Spiegel Artikel:
http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/gentechnik-studie-entfacht-debatte-um-monsanto-mais-a-856823.html

Das ist eine 100% eindeutige Studie und sogenannte Experten kommen an und Reden nur Blödsinn. Nebenbei ging die Studie nur über die erste Generation. Was für Missbildungen werden die Ratten wohl in der 3, 4 und 5 Generation wohl haben?

Wie können die Leute nur so verdummt worden sein, ich kann es nicht glauben.

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CitizenOfPlanetEarth 3. Februar 2014 at 13:10

Wenn die so weiter machen, werden bald mit Flammenwerfern bewaffnete, GVO Maisfelder bearbeiten 😀

Das kann nicht die Lösung sein, es soweit kommen zu lassen … Sollen die Verantwortlichen unter notarielle Kontrolle, diese Sch …. e 2 Jahre lang selber fressen !

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Wahnuel 3. Februar 2014 at 12:53

Freßt Scheiße! Milliarden Fliegen können nicht irren!

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Der Duderich 3. Februar 2014 at 15:28 Reply
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Toxi1965 3. Februar 2014 at 12:42

Ich könnte sowas von abkotzen !!
Diese verdammten Verbrecher .

Wenn es jetzt ein Volksentscheid geben dürfte/könnte ….aber ach, wovon träume ich .

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Der Duderich 3. Februar 2014 at 12:40

Ohjemine: *Schluck*

„Aussagen von Wissenschaftlern selbst belegen, dass 95% der Forscher im Bereich Gentechnik von der Industrie bezahlt werden. Nur 5% der Forscher sind unabhängig.“

http://www.youtube.com/watch?v=GAsyssy4XR0

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Der Duderich 3. Februar 2014 at 14:14

Hab hier noch nen kleinen Nachtrag. Also, dass das mit dem Welthunger in dem Fordergrund gestellt wird ist absolut perfide. Zwei Dinge möchte ich deswegen Anfügen.

Zum einen hat schon der Meeresbiologe und Gründer des gegenstücks zum Club Of Rome, dem Club Of Vienna, Rubert Riedl, im Jahr 1987 in seinem Buch „Kultur: Spätzündung der Evolution? Antworten auf Fragen an die Evolutions- und Erkenntnistheorie“ geschrieben:

“Die Selbsttranszendens, also seine eigene Anpassungsmängel zu erkennen, kann in die Supertranszendenz einmünden, selbst seine Anlagen verbessern zu wollen. Die kleine Utopie der Selbsterkenntnis kann von der Riesenutopie der Selbstverbesserung überannt werden. Ja, in dem Augenblick, da ich die kleine Abklärung zu predigen beginne, so ganz allein mit mir, hat eine ungeheure Maschinerie der Mächtigen längst mit einer Riesenmanipulation begonnen. Längst besitzen wir jene chemischen Scheren, um (unser Erbgut) auseinder zu schneiden. Schon vermag man etwas wegschnipseln, versuchsweise zunächst und bei einfachsten Organismen. Selbst Stückchen fremden Erbgutes zu übertragen ist bereits gelungen. Die Manipulation unserer eigenen Zusammensetzung ist also nur mehr eine Frage der Zeit. Ahnt man, was da kommen mag. Muß es kommen? Kann man es verbieten? Nichts läßt sich hier aufhalten oder verbieten! Denn wenn es darum gehen wird, sagen wir, einer verhungerden Weltbevölkerung durch Genmanipulation des Getreides den Ertrag zu verdoppeln: wird man es nicht tun? Und wenn es später darum gehen wird, dem Menschen die Anlagen einer tödlichen Erbkrankheit aus den Genen zu schneiden, wird uns die Humanität nicht vorschreiben, diesen Schritt vorzunehmen? Selbstredend wird man es tun, und man wird es mit Rieseninstituten, Forschungspolitik und Ehrungen auf das massivste fördern. Allein die Angst der großen Mächte voreinander wird dieses Geschäft betreiben, selbst (wenn nötig) im geheimen!“

Und zum anderen bräuchte man gar keinen gelben Reis oder sonst was künstlich verändertes, um den Welthunger zu bekämpfen, sondern könnte einfach nur Hanfsamen verwenden, die gar keinen Wirkstoff enthalten. Dafür aber eben andere für den menschlichen Leib nützliche Dinge.

Was es in dem gradiosen Buch von Jack Herer, „Die Wiederendteckung der Nutzpflanze Hanf“ heisst, – welches sich mit den einflußreichen Namen Rockefeller von Standart Oil, Rothschild von Shell, sowie auch u.a. Hearst und Anslinger, mit dem vergehen mit rassistischer Propaganda gegen ein Kulturerbe der Menschheit gehandelt zu haben (wobei einer Pflanze der Krieg erklärt wurde), wie ein offener Krimi liest, ist folgendes. Unter der Überschrift „Das Schreckgespenst einer weltweiten Hungersnot“: „In aller Welt sterben Kinder, weil sie unterernährt sind und an Eiweißmangel leiden. Proteinreiche Hanfsamen als Nahrungsmittel könnte vielen dieser Kinder das Leben retten. Man schätzt, daß 60 Prozent aller in der Dritten Welt geborenen Kindern verhungern, bevor sie das fünfte Lebensjahr erreicht haben, Jahr für Jahr zwischen 12 und 20 Millionen. Und die Zahl der Menschen, die aufgrund ihrer schlechten Ernährung eine sehr kurze Lebenserwartung haben und/oder Hirnschäden davontragen, dürfte um ein Vielfaches höher sein. Erinnern wir uns, daß Hanf eine ausgesprochen anspruchslose Pflanze ist, die auch unter ungünstigen Umweltbedingungen fast überall gedeihen kann. Die Bevölkerung Australiens konnte im 19. Jahrhundert zwei lang andauernde Hungerskatastrophen überleben, indem sie sich auch mit Hanfsamen und -blättern ernährte.“

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