Markus Bechtel (Goldseitenblog.com)

Kennen Sie noch den guten alten Euro-Scheck? [2] Wenn ja, dann können Sie sich bestimmt noch daran erinnern, wie Sie das Euro-Scheckformular Ihrer Bank aus der Tasche und Ihre Euro-Scheckkarte Ihrer Bank aus dem Portemonnaie genommen haben. Anschließend haben Sie auf dem Euro-Scheck Ihre Kartennummer und den Geldbetrag eingetragen und schließlich den Euro-Scheck unterschrieben. Auf dem Scheckformular waren bereits die Daten Ihrer Bankverbindung eingetragen. Den fertig ausgefüllten Euro-Scheck haben Sie dann mit Ihrer Scheckkarte der Kassiererin zum Abgleich ihrer Daten und Ihrer Unterschrift gegeben. Wenn die Kassiererin daran nichts zu beanstanden hatte, dann akzeptierte sie den Scheck an Stelle von dem eigentlich zu zahlenden Betrag an Bargeld. Später hat Ihre Bank dann Ihr – hoffentlich gedecktes! – Bankkonto mit dem entsprechenden Betrag belastet.

Haben Sie sich eigentlich jemals gefragt, was Sie da gerade gemacht haben? Haben Sie sich jemals Gedanken über die rechtliche Bedeutung des Bezahlvorganges mit einem Scheck gemacht? Vermutlich nicht. Um das Ergebnis vorwegzunehmen: Sie haben damit gerade Geld geschöpft!

Der Euro-Scheck stellte bis zu einer Höhe von 400 D-Mark gewissermaßen ein Blanko-Scheck dar. Die Bank gab Ihnen bis zu dieser Summe eine Deckungszusage, auch kurz „Deckung“ genannt. Durch diese Deckungszusage war diese durch den Euro-Scheck verkörperte Geldforderung genauso sicher, wie eine Forderung gegen die Bank selbst. Der Inhaber konnte sich daher sicher sein, den ausstehenden Geldbetrag zu erhalten. Bei einem normalen Schuldschein hätte der Händler Ihr Insolvenzrisiko tragen müssen. Beim Factoring (engl., Forderungsabtretung zum Zwecke der Finanzierung) eines normalen Schecks hätte er bei der finanzierenden Bank einen sehr hohen Sicherheitsabschlag (das Pendant zum Überziehungszins) hinnehmen müssen. Durch die Deckung der Bank mußte der Händler bei dem Euro-Scheck nur noch das Insolvenzrisiko der Bank tragen. Und dieses Risiko war – Oh selige Zeit, wohin bist Du entschwunden? – recht gering.

Deshalb wurde ein Euro-Scheck auch wie Bargeld behandelt. Wenn man nicht gerade die Rückseite des Euro-Schecks durchgestrichen und so die Abtretung der in dem Scheck verkörperten Forderung ausgeschlossen hatte – die Händler haben immer böse geschaut, wenn ich die Rückseite durchgestrichen hatte –, dann konnte dieser Scheck beliebig oft abgetreten werden, bevor er schließlich bei der Bank eingelöst wurde. Dieser ursprünglich von Ihnen für Ihre eigene Verbindlichkeit in den Rechtsverkehr gebrachte Euro-Scheck ist damit zu Geld geworden. Deshalb werden derartige Schecks auch der Geldmenge M2 bzw. M3 zugerechnet. Dieses Geld hat heute eine wesentlich größere Bedeutung als die umlaufende Bargeldmenge M1 der Zentralbank. Die Bargeldmenge M1 ist dagegen sprichwörtlich nur „Peanuts“.

Dieses System würde also auch dann funktionieren, wenn es überhaupt keine Zentralbank und folglich auch kein Zentralbankgeld (Dollar, Euro etc.) gäbe. Dieses System funktioniert mit ungedeckten Euros genauso, wie mit der goldgedeckten Reichs-Mark, mit Tulpen-Zwiebeln genauso, wie mit Goldstücken. Am Ende haben alle immer das bekommen, was sie vereinbart hatten. Entscheidend ist lediglich, daß sich die Gläubiger und die Schuldner auf ein bestimmtes Entgelt geeinigt haben.

Warum erzähle ich Ihnen das? Nun, dieser Tage hatte ich wieder einmal das zweifelhafte Vergnügen, einen Artikel von zwei mir besonders ans Herz gewachsenen esoterischen bzw. sozialistischen Wirtschaftskritikern zu lesen. Was würden Sie, eingedenk meiner vorherigen Ausführungen zum Euro-Scheck, zu folgenden Zeilen sagen?

„Das unglaubliche Privileg, daß private Institutionen Geld herstellen und gegen Zins verleihen dürfen, wird durch dieses Modell [MB: Gemeint ist hier das „Fließende Geld“ der Autoren] beendet. Das Geldschöpfungs-Monopol wird sozialisiert [MB: SOZIALISIERT!], und die in Umlauf gebrachte Geldmenge von der Zinsbelastung befreit.“ [MB: Wer trägt dann das Insolvenzrisiko?] [3]

Was soll man dazu sagen? Diese zwei esoterischen bzw. sozialistischen Wirtschaftskritiker verkaufen uns hier offensichtlich Äpfel für Birnen. Dabei haben sie die Äpfel vorher „sozialisiert“, also uns gestohlen.

Das Recht der Geldschöpfung ist bereits – wie Sie am Beispiel des Euro-Schecks gesehen haben – ein Allgemeingut. Es bedarf also überhaupt keiner Sozialisierung. Im Gegensatz dazu bedeutet die Sozialisierung der Geldschöpfung, daß uns Bürgern dieses Recht genommen, auf eine geldsozialistische Staatsbank übertragen und anschließend wieder nach politisch korrekten Maßstäben, also in sozialistischer Planwirtschaft zugeteilt wird. Das ist gewissermaßen Diebstahl, Betrug und Hehlerei in einem. Die Sozialisierung der Geldschöpfung ist daher nichts anderes als sozialistische Staatshehlerei.

Dabei ist es auch völlig gleichgültig, ob diese Sozialisierung der Geldschöpfung von einer staatlichen Zentralbank, also vom Staat selbst, oder von einer privatisierten Zentralbank, wie etwa der amerikanischen „Federal Reserve“, geschieht. Es ist vollkommen gleichgültig, ob Sie von einem staatlichen oder einem privaten Mafiaboss ausgenommen werden. Diebstahl bleibt nun einmal Diebstahl, Betrug bleibt Betrug und Hehlerei bleibt Hehlerei.

Dieser Betrug wird Ihnen spätestens dann klar, wenn Sie sich das „Fließende Geld“ dieser zwei Wirtschaftskritiker vergegenwärtigen:

„Auf dem heutigen Stand der Technik und Produktivität würde sich dieses Modell noch leichter verwirklichen lassen. Die technische Umsetzung eines Umlaufimpulses von beispielsweise 0,8 % pro Monat [MB: also 9,6 % pro Jahr] erfolgt bei Bargeld über aufgedruckte Wertetabellen bzw. integrierte Mikrochips [MB: Nachtigall, ick hör Dir trapsen!] und bei Bankkonten über automatische Kleinstabbuchungen [MB: Zypern läßt grüßen!]. Damit die Geldmenge dabei nicht ständig abnimmt (Deflation), wird der Umlaufimpuls [MB: früher auch als Kalaschnikow-Impuls bekannt] permanent von der gemeinnützigen Zentralbank [MB: der ungemein nützigen Zentralbank] neu erzeugt. Dieses Geld fließt anstelle von Steuern direkt an den Staat (sowie im Rahmen des Plan B als bedingungsloses Grundeinkommen an alle Bürger).“[MB: Und wenn Marx nicht gestorben ist …]

Haben Sie gemerkt, daß Sie von diesen Wirtschaftskritikern gerade vollständig geleimt geworden sind? Das ging gewissermaßen durch den Rücken durch die Brust ins Auge.

Dieser Umlaufimpuls ist eine Vermögenssteuer bzw. Geldverkehrssteuer. Während die Geldschöpfung mit dem Euro-Scheck noch freiwillig erfolgte – Sie hätten ja genauso gut auch bar bezahlen können – so erfolgt diese Geldschöpfung zwangsweise. Sie werden zum einen gezwungen, dieses Geldsystem überhaupt zu verwenden. Sie werden weiterhin gezwungen, zusätzlich zu dem ursprünglich vereinbarten Geldbetrag noch eine Geldmaut zu leisten. Sie werden damit gezwungen, sich zusätzlich zu verschulden. Dabei handelt es sich um eine Enteignung der Bürger. Dieses Geld wird nämlich nicht aus dem Geldkreislauf heraus genommen, sondern durch eine „gemeinnützige Zentralbank“, also durch die Hintertür, wieder dem Geldkreislauf hinzugefügt. Natürlich nur zur Bekämpfung der bösen Deflation. Dieser Umlaufimpuls ist daher nichts anderes als eine Geldenteignungsgebühr. Wirtschaftlich betrachtet läuft es immer auf dasselbe hinaus.

Damit sich diese Vermögensumschichtung nicht so dramatisch anhört, sprechen diese Wirtschaftskritiker von „nur“ 0,8 % pro Monat. Tatsächlich bedeutet dies eine zusätzliche Besteuerung des Jahreseinkommens von rund 10 %. Das hört sich dann doch gleich ganz anders an, oder? Die einmalige Finanzmarkttransaktionssteuer (0,1% eines Firmenanteils) wäre geradezu „Peanuts“ dagegen! Diese konnte man wenigstens noch mit den entgangenen Grundsteuern begründen. Und den Kosten der Bankenrekapitalisierung.

Diese 10%ige Geldumsatzsteuer wäre auch bei weitem nicht ausreichend, um jedermann ein bedingungsloses Grundeinkommen (BGE) in Höhe von 10.000 Euro pro Jahr zu zahlen. Wenn jeder ein BGE von 10.000 Euro p.a. erhalten soll, dann müßten Sie bei jeder Geldzahlung mit einem Aufschlag von etwa 30 % rechnen. Denn 10.000 Euro jährlich für jeden sind etwa 30 % des jährlichen Bruttosozialproduktes.

An dieser Stelle fällt auf, daß sich diese Wirtschaftskritiker zwar für die Erhaltung unserer Lebensgrundlagen, also für die Einhaltung der Naturgesetze einsetzen. Wenn es aber um die arbeitsteilige Wirtschaft geht, dann scheinen diese Naturgesetze dann ganz schnell vergessen zu sein. Eines der grundlegendsten Naturgesetze ist das Gesetz von Ursache und Wirkung, dem Kausalgesetz. Im Wirtschaftsrecht sprechen die Juristen ganz genauso von der „Causa“, dem Rechtsgrund für einen wirtschaftlichen Leistungsaustausch. Diese Kausalität ist in einem freiheitlichen bürgerlichen Kapitalismus ein vertraglicher Anspruch, eine einvernehmliche und gegenseitige „Verbindlichkeit“. Nur ganz ausnahmsweise fingiert der freiheitliche bürgerliche Gesetzgeber eine solche Verbindlichkeit. In einem autoritären sozialistischen Kapitalismus ist es genau umgekehrt. Im sozialistischen Kapitalismus ist die gesetzlich vorgegebene „Causa“, also der gesetzliche Zwang, die Regel und die vertraglich begründete „Causa“ die Ausnahme. Ein BGE von 10.000 Euro p.a. erzwingt eine permanente Leistungsbereitschaft und eine kontinuierliche Leistungsfähigkeit der Wirtschaft in entsprechender Höhe. Eine solche „bedingungslose“ Wirtschaft gibt es jedoch nicht. Die Bürger würden sich diesem Geldsozialismus durch eine Rückkehr zum Realgütertausch und damit zu Gold und Silber entziehen. Eine natürliche Wirtschaft ist weiterhin eine zyklische (siehe Jahreszeiten!) und damit bedingte Wirtschaft. Das BGE wäre daher bei einem Wirtschaftscrash der finale Todesstoß des deutschen Mittelstandes. Daraus folgt, daß das bedingungslose Grundeinkommen (BGE) ein erzwungener Geldsozialismus ist, der gegen die grundlegendsten Naturgesetze verstößt.

Der eigentliche Denkfehler dieser Wirtschaftskritiker ist allerdings noch viel grundlegender. Sie glauben, daß Inflation bzw. Deflation eine Funktion der Geldmenge sei. Daß also die Summe der zukünftig am Markt verfügbaren Waren und Dienstleistungen eine Funktion der heutigen Geldmenge sei. Die Geldmenge ist aber nicht die Summe der bereits vorhandenen, sondern lediglich die Summe der noch zu leistenden Waren und Dienstleistungen. Der Preis der zukünftigen Waren und Dienstleistungen hängt aber nicht (nur) von der heutigen Geldmenge, sondern auch von vielen anderen Faktoren ab. Bei einer Mißernte werden die Getreidepreise eben steigen. Trotz gleichbleibender Geldmenge.

Hier zeigt sich wiederum das Zeitproblem des Kapitalismus. Dieses Zeitproblem ist damit eigentlich ein unlösbares Problem. Auch ein noch so ausgeklügelter planwirtschaftlicher Zentralbank-Sozialismus kann dieses Zeitproblem nicht lösen. Das ist eben die zentrale Lebenslüge des Marxismus. Der Sozialismus kann das allgemeine Lebensrisiko nicht lösen!

Wirtschaftlich betrachtet geht es bei dem BGE um eine Vermögenssteuer bzw. Geldverkehrssteuer, also um eine Enteignung der Bürger. Und was wird damit wieder finanziert? Die gemein nützigen Staatsausgaben natürlich! Gemein nützig natürlich nicht für die normalen Bürger. Gemein nützig natürlich nur für eine ungemein nützige Nomenklatura und deren ungemein nütziges Fußvolk. Diese Nomenklatura wickelt ihren Zahlungsverkehr auch weiterhin über die „City of London“ oder andere Offshore-Inseln ab – natürlich ohne derartige „Umlaufimpulse“. Der ungewaschene Pöbel soll sich dagegen das Geld aus der rechten Tasche ziehen lassen, um dann ein Paar BGE-Brosamen in die linke Tasche gesteckt zu bekommen. Damit dann alles so bleibt, wie es schon immer war. Das Ganze nennt diese Nomenklatura dann auch noch ganz marxistisch „revolutionär“ oder „Revolution“. Wenn es nicht so bitter wäre, dann könnte man darüber lachen. Es ist jedoch regelmäßig blutiger Ernst daraus geworden.

Mal ehrlich! Würden Sie bei einem solchen Spiel freiwillig mitmachen? Da müßten Sie ja völlig besoffen oder gepudert sein! Das geht nur unter staatlichem Zwang!

Das bedingungslose Grundeinkommen (BGE) mag von ihren Initiatoren ja gut gemeint sein. Gut gemeint ist aber oft das Gegenteil von gut!

© Markus Bechtel 2013. Alle Rechte vorbehalten.

***

Anmerkung: Die Kommentare von Pseudonymen werden nicht bearbeitet. Ich bitte insoweit um Verständnis.

[1] Lukas 23, 34; http://www.bibel-online.net/buch/luther_1912/lukas/23/#34

[2] https://de.wikipedia.org/wiki/Eurocheque bzw. https://de.wikipedia.org/wiki/Scheck

[3] Andreas Popp, Rico Albrecht, „Fließendes Geld“, in: compact 6/2013, Seite 48 ff., https://www.compact-magazin.com

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46 comments

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Noname 3. August 2013 at 11:25

Ein Geldsystem mit Inflation ist übrigens noch viel mehr Schwundgeld, da man diesem Schwund (=Zwangshafte Enteigung der Menschen) nicht entkommen kann.
Bei der Freigeld-Theorie schwindet es nur so lange bis man es bei der Bank anlegt, hier liegt als keine zwangshafte Enteignung vor über Inflation und über Zinsen in den Preisen, die an die oberen 10% fließen (ohne dass sie es eigentlich wissen).
Komisch, dass es in der Schule kein Fach namens “Geldwesen” gibt, oder?

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cupfer 23. Juni 2013 at 9:24

Wenn es erlaubt ist, hier ein paar Anmerkungen zur obigen Diskussion im Nachhinein:
In der Regel erheben sich nach derlei Meinungsstreitigkeiten zwei unbezwingbare Türme aus dem morgendlichen Dunst nach der Schlacht!

Turm 1: Akzeptiert man die Prämisse, dass die über hundertjährige private Geldschöpfung der Geschäfts- und Zentralbanken den Kern des Übels, sozusagen die Täterwaffe zur Aneignung der Schätze dieser Welt und der Früchte der Arbeit der Massen, ausmacht, erhebt sich die Frage, wie man diesen Ungeheuern in Menschengestalt ihr Diebesgut, dass wahrscheinlich inzwischen die Hälfte des Planeten umfasst, wieder entreißt.Sie werden es kaum freiwillig wieder hergeben! Gewalt ist nun mal keine Option,denn sie befehligen das Pentagon mit CIA/NSA und Regierungen sind ihre Diener. Aber: Die Kabale der Geldvampire scheut das Licht und lebt vom Geheimnis.

Turm 2: Wie kann ein stabiles und nachhaltiges Geld-Wirtschaftssystem der Zukunft aussehen? Hier scheiden sich die Geister: Sozial (zwischenmenschlich), liberal (Freiheit des Individuums) oder national (Zusammenhalt und Kontinuität der Generationen), wie soll die Gesellschaft aufgebaut sein? Hier wird in der Diskussion meist verdrängt, dass die Bankendynastien- oder wer auch immer die wahren Hintermänner sind- sich bewußt seit langem sowohl die Medien als auch hunderte Thinktanks gekauft haben. Jede positive Massenbewegung oder politische Emanzipation der Menschheit wird mithilfe ihrer Schattenseiten von in Denkfabriken fabrizierten Meinungen unterwandert, und in eine für die Gierigen profitable Richtung oder, ohne Umwege, gleich zum Krieg hin gelenkt (George Soros hat über 1000 NGO’s auf seiner payroll). Alle politischen Systemansätze, wie z.B das liberale Denken über die Fassade Mont Pelerin Society, werden radikalisiert, dogmatisiert und so diskreditiert (das gilt für sozial und national in gleichem Maße ) um von einem entscheidenden Punkt abzulenken: Der Markt (also die Volkswirtschaft als Quelle des materiellen Auskommens) ist historisch im Wechselspiel zwischen Politik und freier Wirtschaft entstanden. Und ist in der Folge zum System geworden, dass am besten im Gleichgewicht funktioniert- trotz vieler Ökonomen, die das in Frage stellen. Keine soziale (zentralistische Planwirtschaft) liberale (allzu freier Markt) oder nationale ( Volksheim und Korporatismus) Ideologie kann es allein mit den raffinierten Gelddabschöpfern, die sogar ihre Opposition finanzieren, aufnehmen. Es sind alles auf die Spitze zum Zweck des teilen und herschen getriebene Radikalpositionen, die ablenkend den Weg zu der Erkenntnis verbauen, dass nur der systemische Mittelweg die Lösung und erst die richtigen politischen Rahmenbedingungen für die Entfaltung der Realwirtschaft und der Menschen (!), die in und von ihr leben, setzt.
Am besten hat dies in meinen Augen die Ostberlinerin Samirah Kenawi in ihrem Buch: Falschgeld dargestellt.
Das wäre die Empfehlung des Tages!

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off 22. Juni 2013 at 22:08

Allem “Erwachen” zum Trotz, scheint auch dieses Forum von einer Diskusion, die mit Argumenten arbeitet!, mehr und mehr abzukommen. Hier wird auf der Basis von Dogmen und Glaubensgrundsätzen die eigene Meinung verteidigt ohne dabei selbst über die anderen Positionen nach zu denken.
Natürlich gibt es auch positive Ausnahmen, aber der Umgangston ist hier wirklich weit unterhalb jedes Grundschulniveaus, warum bitte beleidigt man sich hier gegenseitig???

Will hier wirlich jemand “unser” heutiges Wirtschafts”leistungs”system am Leben halten?
Das BGE ist nur ein Teil des Plan B, der auch seine Schwächen hat, aber dann bitte sachlich kommunizieren und nicht diesen Mist hier abziehen!
Wenn hier Monopole als etwas Gutes dargestellt werden, kann ich nicht mehr als mit dem Kopf schütteln, da fehlen mir die Worte…

Das ist schon ziemlich bezeichnend und zeigt doch, wie einfach man durch Teile und Herrsche jede Gruppe kontrollieren kann.
Mein Respekt geht an die Rothschilds. Ihre Pläne sind zwar menschenverachtend, aber es gibt ja die “Kausalität”, also selbst schuld, oder wie?

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Stephan Goldammer 22. Juni 2013 at 17:12

@Alex

Wie gesagt, ein realistisch finanzierbares BGE liegt bei etwa 700 Euro, für Kinder die Hälfte. Das sind in Summe 2.100 Euro Grundeinkommen für eine 4-köpfige Familie.

Falls tatsächlich “niemand” mehr Arbeiten geht, dann sinkt automatisch das Grundeinkommen, da es prozentual an das BIP bzw. Volkseinkommen gekoppelt wird. Produzieren wir mehr Waren und Dienstleistungen steigt das BGE (für alle), produzieren wir weniger, sinkt das BGE (auch für alle, was dann, nach einer “Arbeitsanreizlogik” automatisch zu mehr Beschäftigung führt).

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Stephan Goldammer 22. Juni 2013 at 16:12

@Alex

Hartz IV Empfänger zahlen ab 100 Euro Lohn einen Steuersatz von 80 (!) Prozent. Ein „Arbeitsanreiz“ ist das mit Sicherheit nicht. Wenn wir wirklich „Arbeitsanreize“ schaffen wollen, können wir nicht solche absurden „Hinzuverdienstgrenzen“ konstruieren. [Oder anders formuliert, nach heutiger „Logik“: Ein Hartz IV Empfänger ist der „Leistungsträger der Gesellschaft“, denn er zahlt den Spitzensteuersatz von 80%.]

Heute beginnt der Lohn bei 0 und geht z.B. bis 500. Reicht nicht zum Leben, also wird „Aufgestockt“ vom Amt. D.h. je geringer die Löhne werden, die die Unternehmer zahlen, desto mehr wird staatlich aufgestockt. Das sogenannte Kombilohnmodell. Erst Lohn, danach die staatliche Aufstockung.

Ein BGE funktioniert genau umgekehrt. Erst 700 Euro Grundeinkommen und danach kommt jeder Lohn in beliebiger Höhe obendrauf, ohne Anrechnung/Umrechnung/Verrechnung mit „Sozialhilfen“. Ein bürokratiefreies, bedingungsloses Grundeinkommen ist eine Deckelung nach unten, auf die man beliebig „obendrauf“ packen kann.

Ein 1 Euro Jobber, der vom Amt in Bereiche geschickt wird, wo andere noch vernünftige Löhne haben, wird natürlich vom Unternehmer mit Kusshand genommen. Der Unternehmer entlässt daher die (noch) gutverdienenden Arbeitskräfte, diese fallen in Hartz IV, und werden vom Amt wieder in die alten Unternehmen zurückgeschickt, nur jetzt für 1 Euro. Ein Teufelskreis. [Ich habe es etwas überspitzt dargestellt, aber so funktioniert unser „Sozialsystem“. Dazu kommt der ganze Kontroll-, Überwachungs- und Verwaltungsapparat.]

Zum Thema: „machen stattdessen Kinder“. Ja, theoretisch wäre das möglich. Bei 700 BGE und Kindern die Hälfte, hätte eine Mutter für 10 Kinder 3.500 Euro BGE. Dieses „Kinder-Machen-Gegenargument“ gab es tatsächlich (z.B. von Sarrazin), als die öffentliche BGE Diskussion vor einigen Jahren in Deutschland Fahrt aufgenommen hat. Sie sind der Erste von dem ich dieses Argument zum ersten Mal seit langem wieder gehört habe. Ob es ein realistisches Argument ist? Warum nicht mal eine Frau fragen?

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alex 22. Juni 2013 at 16:44

Das BGE wird nicht besser nur weil du es dem derzeitigen Wust gegenüberstellst, ich halte beides für katastrophal.

Wenn du wirklich denkst dass bei 4-köpfigen Familien mit zusammen 3000 € Grundeinkommen noch viele Arbeiten gehen werden, dann lebst du wohl auf einem anderen Planeten als ich.

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Stephan Goldammer 22. Juni 2013 at 11:38

@Alex

Das Modell wurde in ähnlicher Form bereits in den 60ern von Milton Friedman vorgeschlagen und wird „Negative Einkommensteuer“ genannt. Jeder zahlt einen festen (prozentualen) Steuersatz und Jeder erhält einen festen Grundeinkommensbetrag.

Die Steuer wir auf alle Einkommen gezahlt, also Löhne, Zinseinkommen etc. Diese Einkommen ergeben in Summe das Volkseinkommen, derzeit ca. 2.000 Milliarden.

Rechenbeispiele (der Einfachheit halber mit 1.000 Euro):

Arbeiter hat 4.000 Euro Bruttolohn, zahlt 50% Steuer, hat dann 2.000 Netto, und erhält 1.000 BGE. Auf der Hand hat er also 3.000 Euro.

Millionär verdient 1 Million Brutto, zahlt 50% Steuern, hat dann 500.000 Netto, und erhält 1.000 BGE. Auf der Hand hat er also 501.000 Euro. [Hinweis: Aus dem Rest seiner Steuerzahlung, also 499.000 Euro, werden die BGEs von 499 anderen Menschen bezahlt.]

Student hat 0 Euro, zahlt 50% Steuern hat dann 0 Netto, und erhält 1.000 BGE. Auf der Hand hat er also 1.000 Euro.

Oder anders gesagt: Wer 2.000 Brutto verdient, hat effektiv einen Steuersatz von 0%, Wer 4000 Brutto verdient, hat effektiv einen Steuersatz von 25% und wer 1 Million Brutto verdient, hat effektiv einen Steuersatz von 50%. Das ist die “Progression”, die sich hier automatisch einstellt. Je mehr ich verdiene, desto mehr Steuern zahle ich.

Ein realistisch finanzierbares Grundeinkommen liegt (heute) in etwa zwischen 700 – 900 Euro, die Zahl 1.000 Euro verwende ich, um Überschlagsrechnungen zu erleichtern.

Um die eingesparte Verwaltung und Bürokratie zu verdeutlichen: Es fällt weg => Hartz IV, Wohngeld, Kindergeld, BAföG, Studienkredite, „Herdprämien“, Betreuungsgeld, Elterngeld, „Tafeln“, Midi-Jobs, 400-Euro-Jobs, Aufstocker, Kombilohn, Finanzielle Existenzängste bei Trennung/Scheidung, Staatliche Unterhaltszahlungen, Renten-Aufstocker unter Hartz IV, Sozialhilfe, Essens-Gutscheine… [Ich könnte endlos so weitermachen] – Kurz: Alle Bürokratie unterhalb des BGE wird abgeschafft. Oberhalb BGE wird natürlich weitergezahlt, aber (wie bisher) auf Antrag, z.B. Schwerbehinderte/kranke. [=> Alte Rentenansprüche oberhalb BGE werden natürlich auch weitergezahlt, für eine Übergangsphase gibt es zwei Systeme parallel]

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alex 22. Juni 2013 at 13:45

Resultat: Millionen Leute hören auf zu arbeiten und machen stattdessen Kinder die auch nichts arbeiten werden. Goodbye Volkswirtschaft.

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Stephan Goldammer 22. Juni 2013 at 1:10

Eine “Geldverkehrssteuer” zur Gesamt-Finanzierung eines BGE halte ich für eine theoretische Kuriosität. Warum haben Sie sich ausgerechnet diesen absurden Finanzierungs-Spezialfall herausgesucht?

Viel einfacher kann man es so erklären (grober Anhalt):

Volkseinkommen 2.000 Milliarden, 50% Steuer (=Staatsquote), d.h. 1.000 Milliarden Steuereinahmen => 1.000 Euro Grundeinkommen.

Jeder zahlt 50% Steuer und jeder bekommt 1.000 Euro Grundeinkommen. Damit ist unser gesamtes Steuer- und Sozialsystem in einem Satz zusammengefasst. Der Staat funktioniert wie eine “Durchreichestation”. 50% Steuer rein => 1.000 Euro Grundeinkommen raus.

Für Überschlagsrechnungen: 1 Euro Grundeinkommen kostet etwa 1 Milliarde Euro.

Gesundheit, Bildung, Infrastruktur und Justiz kosten ca. 300 Milliarden (wieder nur grobe Überschlagsrechnung) und müssten vom BGE abgezogen werden, also 700 Euro BGE. Für Kinder die Hälfte. Die staatliche Rente würde abgeschafft. Alte Ansprüche werden natürlich weitergezahlt.

Zum Verständnis: Ein BGE kommt nicht obendrauf und durch ein BGE ist insgesamt nicht m e h r Geld vorhanden, auch nicht innerhalb eines Unternehmens. BGE ist kein Kombilohnmodell, wird also nicht mit „Sozialhilfen“ verrechnet, sondern jeder erarbeitete Euro kommt sofort obendrauf.

Der Effekt eines BGE basiert darauf, dass der Niedriglohnbereich auf einmal “Nein” sagen kann.
Wenn der einfache Bankangestellte nicht mehr bei der Arbeit erscheint, hat Herr Ackermann kein Gehalt von 10 Millionen, sondern von genau Null Millionen. BGE bedeutet, dass die absurden Spitzengehälter der Vorstände automatisch sinken. Das was unten erhöht wird, kommt oben runter. Die Schere geht zusammen. Herr Ackermann hat dann statt 10 Millionen, z.B. nur noch 5 Millionen und die Angestellten endlich einen anständigen Lohn, da die 5 Millionen unten als Lohnerhöhung ankommen. Falls Herr Ackermann sagt: „Das mach ich nicht mit“, dann würde er entweder entlassen und man stellt jemanden ein, der seinen Job für 5 Millionen macht [Da finden sich genug, keine Sorge…], oder, falls er auf 10 Millionen beharrt, dann ist das Unternehmen schlichtweg insolvent, denn ohne Mitarbeiter kann sein Gehalt nicht erwirtschaftet werden.

Der Einwand, dann gibt es Preiserhöhung, kann folgendermaßen beantwortet werden:

1. In einem Markt mit Konkurrenz können Unternehmen nicht die Preise erhöhen, das kann nur ein Monopol (dann aber heute schon, auch ohne BGE)
2. Durch ein BGE ist nicht m e h r Geld da, wenn die Unternehmen (in Summe) ihre Preise trotzdem erhöhen, bleibt ihnen schlichtweg die Ware liegen.

Das BGE ist Staats-Schuldenfrei. Es wird n i c h t durch die Aufnahme neuer Staatsverschuldung finanziert, sondern durch Steuereinnahmen aus dem laufenden Bruttoinlandsprodukt bzw. Volkseinkommen. Durch die prozentuale Koppelung steigt das BGE automatisch bei Wachstum, sinkt aber auch bei Schrumpfung. Hohe Wirtschaftsleistung => Hohes BGE. Kleine Wirtschaftsleistung => Kleines BGE.

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alex 22. Juni 2013 at 8:06

Es zahlt aber NICHT “jeder 50% Steuer” weil längst nicht jeder arbeitet. Aber jeder soll 1.000 Euro Grundeinkommen bekommen. Der Niedriglohnsektor würde massenhaft NEIN sagen weil ihnen “solche Arbeit nicht gefällt”, nur extreme und unrealistische Lohnsteigerungen würden Leute wieder zum Arbeiten bewegen. Das heißt dass Millionen Menschen, die immerhin noch arbeiten, zu den Millionen Arbeitslosen dazustoßen, auch wenn sie sich nicht unbedingt als arbeitslos bezeichnen: Praktisch jeder sieht sich dann als Künstler, eagl ob Musiker oder Schreiber. Folglich sinkt die Wirtschaftsleistung und und das eigene BGE kann weniger Waren bezahlen.

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Dr_Schnackels 9. Juni 2013 at 12:45

Jeder wo Zwang auf andere Menschen ausüben will ist ein böser Depp. So einfach ist die Situation.
Staatl. Geldmonopol oder Marktgeld ist ein Meilenweiter unterschied. Wer entscheidet, bei einer Marktgeldsituation, ob alle Menschen “Bankengeld” annehmen müssen? Niemand!
Die derzeitigen Monopole oder Oligarchien verdanken wir dem derzeitigen Zentralstaat wo mit Gesetzen, Verordnung und Subventionen die Konkurrenz klein und überschaubar hält. Kein sich einmischender Staat und die Großen fallen innerhalb von Jahren bzw. zerfallen. VW ist z.B. ein teilstaatliches Unternehmen, schon gewusst?
Die großen Stromunternehmen kassieren ebenfalls Subventionen und diverse Gesetze (Stromeinspeisungsgesetz) verhindern die Entstehung von Konkurrenz.

Letztendlich müssen aber die Menschen in einer freien Marktwirtschaft selber mehr mitdenken und entsprechend handeln. Vor der eigenen Dummheit kann dich auch kein sozialistischer Zentralstaat retten, im Gegenteil, er profitiert davon!

Wem die eigene Freiheit Angst macht soll zurück in seinen goldenen Käfig, aber er hat kein Recht andere ebenfalls darin einzusperren.

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Alexander Mayer 9. Juni 2013 at 9:32

@Liane und Sinus:

Zunaechst danke fuer den Hinweis zur Privatrechtsgesellschaft, klingt interessant. Habe mir einen Link gesetzt, aber jetzt kann ich dazu noch nichts sagen, der Text ist zu lang als das ich schon Zeit gehabt haette ihn zu lesen.

Ich moechte aber schon festhalten, dass euer Einwand ueber den im Artikel weit hinausgeht. Da ist von Sozialismus die Rede, nicht von, “Auch die Freigeldler wollen nicht den Staat abschaffen.

Dass Grosse den Markt besser bedienen koennen mag durchaus sein, aber was aendert das daran, dass die doppelte Übereinstimmung den Wettbewerb unterminiert? Und was nuetzt es, wenn es theoretisch weiter Wettbewerb geben koennte, die doppelte Uebereinstimmung ihn aber praktisch unterminiert?

Die Monopolstellung des Staates ist natuerlich sowohl historisch aus dem Recht des Staerkeren hervorgegangen als das auch bis heute geblieben. Das ist ja die ganze Idee der Aufklaerung, das so weit wie moeglich aendern zu wollen. Und selbstverstaendlich gibt es insofern Potential als die Staaten heute von Plutokraten gelenkt werden, was in erster Linie mit dem herkoemmlichen Zinssystem, das von vielen zu wenigen umverteilt, zu tun hat und zusaetzlich mit dem Fractional Reserve Banking. Sowie mit mangelnder Verantwortlichkeit von Richtern gegenueber der Oeffentlichkeit, mangelnder Gewaltenteilung und mit durchgaengig die Gewaltenteilung unterminierenden Wahlmodi.

Jetzt noch meine Frage zur Deflation:

Geldvermoegen und Verschuldung (jeweils der gesamten Volkswirtschaft) wachsen exponentiell oder Geld wir der Realwirtschaft entzogen. Dss Preisniveau passt sich aber nicht INSTANTAN an die veraenderte Geldmenge an. Es fehlt damit Geld fuer den Absatz des gesamten Sozialprodukts. Das ist wohlgemerkt etwss anderes als das Pleite gehen einzelner Unternehmer, denn es waere sogar dann richtig, wenn alle Unternehmer maximal effizient produzierten. Die Folge ist eine deflationaere Abwaertsspirale, also eine prozyklische Versaerkung des urspruenglichen wirtschaftlichen Einbruchs. Dem wird dann mit Inflationierung entgegen zu wirken versucht (Keynes). Dass dss nicht funktioniert, brauche ich euch ja nicht erklaeren.

Zum an einen ander Poster vorgebrachten Argument

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Sinus 8. Juni 2013 at 8:06

“Alexander Benesch klagte neulich, dass die Leute Videoseiten weniger nutzen, wenn sie ein wenig anders aissehen als youtube und dass er Einbussen hinnehmen müsste, wuerde er Alternativen zu den Internetgiganten wie youtube verwenfen wuerde. Beim “freien” Geldmarkt waere das ganu genauso. Benutze das Geld der Großen oder geh pleite.”

Die Großen bedienen im freien Markt die Bedürfnisse ihrer Kunden am besten und sind damit im Gegensatz zu den Großen in den heute (offen oder versteckt) durchregulierten Märkten zurecht groß. Youtube = Google ist eben gerade nicht durch einen freien Markt, sondern unter kräftiger Mithilfe des Staates so groß geworden.

Auch du forderst aus Angst vor angenommenen bösen Monopolen direkt das Staatsmonopol in der Annahme das wäre irgendwie besser als Freiheit.

“Zum Staat: Wer ihn nicht will, muss erlauetern, wie Recht durchgesetzt werden soll, ohne dass es in das Recht des Staerkeren ausartet.”

Stichwort Privatrechtsgesellschaft, Hoppe legt das Prinzip z.B. ganz gut dar.

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Liane 8. Juni 2013 at 8:19

Danke für das Stichwort ‘Privatrechtsgesellschaft’. Vielleicht damit kann er vielleicht sehr viel mehr anfangen. 🙂

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Sinus 8. Juni 2013 at 8:40

Warten wirs mal ab 😉

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Alexander Mayer 8. Juni 2013 at 0:18

@Liane:”die Bildung eines Oligopols ein Zeichen dafür, dass diese Marktnische optimal ausgefüllt und bedient wurde.”

Sie spielen auf Skaleneffekte an, die durch wenige Anbieter = groessere betriebswirtschaftliche Einheiten bei Oligopolen erzielt werden. Der Geldmarkt ist aber weder ein Nischenmarkt, noch loesen Skaleneffekte das Problem mangelnden Wettbewerbs auf.

“Die Möglichkeit besteht allerdings im Gegensatz zur Existenz des Staates dahingehend, dass durch negativer Ausnutzung seiner Marktstellung, aufgrund vom freien Marktzugang, keiner Regulierung o.Ä. diesen Marktbereich wieder im positiven Sinne seiner Zielgruppe, Akteure und Profiteure – den Kunden, zu bringen.”

Ziemlich verschwurbelt. Auf deutsch: Der Wettbewerb bricht das Oligopol auf, wenn es seine Marktmacht zum Schaden der Kunden ausnuetzt. Der Wettbewerb funkioniert aber wie gesagt auf Grund der oben erlaeuterten “doppelten Übereinstimmung” nicht. Alexander Benesch klagte neulich, dass die Leute Videoseiten weniger nutzen, wenn sie ein wenig anders aissehen als youtube und dass er Einbussen hinnehmen müsste, wuerde er Alternativen zu den Internetgiganten wie youtube verwenfen wuerde. Beim “freien” Geldmarkt waere das ganu genauso. Benutze das Geld der Großen oder geh pleite.

Zum Staat: Wer ihn nicht will, muss erlauetern, wie Recht durchgesetzt werden soll, ohne dass es in das Recht des Staerkeren ausartet. Die Problematik des Gewaltmonopols – geschenkt, aber wo sind Ihre Alternativen? Und abgesehen davon, ist jeder, der den Staat nicht abschaffen will? ein Sozialist? Selbst bei Befuerwortung eines sehr schlanken Staates? Wenn ja, warum wird das in dem Artikel nicht offen gesagt, sondern dem Freigeld angelastet, dass es bei hoher Schätzung EIN Prozent Abgabenquote verursacht. Wobei der Autor zugegebenermaßen fälschlicherweise suggeriert ed waeren 10%. Abet vielleicht ist det Autor ja auch eim Kommunist, weil er sich nicht fuet fie Abschaffung des Staates ausspricht?

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Liane 8. Juni 2013 at 7:52

Das Problem mit der Definition von ‘Wettbewerb’ ist der Prozess des Wettbewerbes ansich auf der einen Seite, und das Produkt mit dem beworben werden soll auf der anderen Seite. Beim Geldmarkt ist der Prozess des Wettbwerbes nach wie vor aktiv, nur warum sollte eine Währung permanent “neu erfunden/entwickelt” werden? Die Leute entscheiden sich für ein Geld, was alle Definitionen von Geld inkl. seiner Funktionen erfüllt. Es gibt dann ein allgmein akzeptiertes Tauschmittel – bspw. Gold. Wettbewerb gibt es dann auf Seiten der Banken unter sich um die Kunden und vielleicht bei Prägungen o.Ä.
Erst maulen Sie, dass es angeblich zu viele Währungen gäbe (doppelte Übereinstimmung) und jetzt sprechen Sie von Oligopolen.???? Und seit wann wäre ‘Freigeld’ keine Monopolstellung????

“Zum Staat: Wer ihn nicht will, muss erlauetern, wie Recht durchgesetzt werden soll, ohne dass es in das Recht des Staerkeren ausartet.”

Was ist ‘Recht des Stärkeren’? Erläutern Sie, wie die Monopolstellung des Staates in seiner Herrschafts- u. Gewaltausübung nicht schon a priori das ‘Recht des Stärkeren’ darstellt. Der Starke braucht keine Rechte, um sich das zu nehmen, was er will – er verletzt sie vielmehr grundlegend.

“Die Problematik des Gewaltmonopols – geschenkt, aber wo sind Ihre Alternativen?”

Nichts geschenkt. Alternative? Kein Staat.

“Und abgesehen davon, ist jeder, der den Staat nicht abschaffen will? ein Sozialist? Selbst bei Befuerwortung eines sehr schlanken Staates?”

Man streitet darüber, ob nicht jede Form eines Staates schlußendlich zum Sozialismus führt. Per Definition sind Minimalstaatler aber keine Sozialisten, weil Sozialismus die Verstaatlichung sämtlicher Produktionsmittel bedeutet.
Noch dazu sind die philosophischen Fundamente der beiden konträr zueinenader. [Individualismus vs. Kollektivismus]

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Bachforelle 7. Juni 2013 at 15:23

Wenn private Euro-Geldschöpfung möglich ist

..warum fehlt dann überall Euro-Geld? Wir müssten mehrstellige Inflationsraten haben, wenn die ganzen privat-geschöpften Euro-Massen auf das Güterangebot prallt.

Bei der gegenwärtigen europaweit anlaufenden Deflation, scheint also irgendein Detail von unserm Schöpfungs-Experten übersehen worden zu sein, oder?

Noch dazu hat er sich nicht wirklich mit dem Thema Freigeld auseinandergesetzt. In dem Auszug kritisiert er die ULG, sie soll das Jahreseinkommen mit angeblich 10% zusätzlich besteuern:

Damit sich diese Vermögensumschichtung nicht so dramatisch anhört, sprechen diese Wirtschaftskritiker von „nur“ 0,8 % pro Monat. Tatsächlich bedeutet dies eine zusätzliche Besteuerung des Jahreseinkommens von rund 10 %. Das hört sich dann doch gleich ganz anders an, oder? Die einmalige Finanzmarkttransaktionssteuer (0,1% eines Firmenanteils) wäre geradezu „Peanuts“ dagegen! Diese konnte man wenigstens noch mit den entgangenen Grundsteuern begründen. Und den Kosten der Bankenrekapitalisierung.

Freigeld kostet dem Durchschnittsverdiener 3€/Monat. Das heutige Geld über 900€ Netto (Dank Zins und Inflation).

330 Milliarden € an Liquiditätsverzichtsprämien + 120 Milliarden € an Eigenkapitalrenditen (sind in den Preisen, Steuern) = 500Mrd. müssen von 38 Mio Beschäftigten erwirtschaftet werden. [b]Das sind nur die Zinsen. Dazu kommt noch die Inflation. Diese Kosten müssen die Produktivkräfte aufbringen.
So muss heute jede Produktivkraft auf ca. 1100 € im Monat verzichten.

Die Zahlen sind aber nur bedingt ermittelbar, deswegen die Korrektur nach unten.
Freigeld läuft min. 10mal schneller um als das heutige Geld.

Die Geldmenge beträgt ca. 180 Milliarden € , Bruttoinlandsprodukt (BIP) von 2,5 Billionen € => Umlaufgeschwindigkeit 13,8

Bei Freigeld würde demnach eine Geldmenge von 18Mrd ausreichen, um 2500 Mrd BIP zu erzeugen. Auf diese Geldmenge fällt im Jahr 8% Gebühr an.

Das wären bei nur 38 Mio (sind eigentlich mehr, da Vollbeschäftigung herrscht) Produktivkräften 37,90 Euro im Jahr oder 3,15 Euro im Monat an Umlaufgebühren, welche ja nur auf Bargeld fällig werden.

Der Zinsanteil an den Lebenshaltungskosten liegt inzwischen bei rund 40 Prozent. Er verbirgt sich vor allem in der Miete, aber auch in den Steuern und Abgaben sowie in allen Preisen für Verpflegung, Gesundheit, Kleidung, Bildung, KFZ-Kosten und in allen sonstigen Ausgaben.

Eine Familie, die nur etwa 18.000 Euro pro Jahr für ihren Lebensunterhalt ausgibt, bezahlt dabei rund 7.200 Euro Zinsen. Weitere ca. 3.000 Euro Zinsen stecken in den Steuern und Abgaben, die sie für die 18.000 Euro Netto-Einkommen zu entrichten hatte. So bezahlt schon eine schuldenfreie, bescheiden lebende Familie – ohne es zu bemerken – jedes Jahr rund 10.000 Euro Zinsen.

Die ULG erhöht also selbst bei äußerst vorsichtiger Rechnung, unter ausklammern vieler Schwerpunkte, (neutralisieren der Monopole, Bodenreform, aus Kapitalinteressen zurück gehaltene Patente..) das durchschnittliche Arbeits-Einkommen beträchtlich.

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Alexander Mayer 7. Juni 2013 at 13:09

@Liane:

Ein Oligopol ist schon fuer sich eine Annaeherung an ein Monopol und zusaetzlich anfaellig fuer Kartellbildung. Der fuer den freien Markt essentielle Wettbewerb wird unterminiert, sogar schon ohne Kartellbildung, weil schon quasi “stille Absprachen” ueber die Preisbildung stattfinden – was eben nur bei wenigen den Markt beherrschenden Anbietern moeglich ist.

Gerechnet wird wohl von Anfang an in eine weit verbreiteten Einheit, wenn der Ausgangspunkt viele etwa gleich grosse Waehrungen waeren, dann in der staatlichen Vorgaengerwaehrung.

Dass Janich ein Anrcbist ist, ist mir neu, aber egal, im
Libertaerismus wird ein Ministaat befuerwortet, nocht gar kein Staat wie beim Anarchismus, der, so sympathisch er auch ist, nicht durchfuehrbar ist. Auch beim Paradebeispiel praktisch angewandten Anarchismuses – im Spanischen Buergerkrieg – hat es staatliche bzw. quasistaatliche Organisationsformen gegeben.

Ob ich Freigeld s hma khaft machen will. Ja, es ermoeglicht mehr Wettbwerb durch einen minimale n staatlichen Eingriff. Beim Free Ba king wird mit dem Finger an xef Geldscboepfung nach und nach der Wettbwerb in immer mehr Bereichen unterminiert.

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Liane 7. Juni 2013 at 20:40

“Ein Oligopol ist schon fuer sich eine Annaeherung an ein Monopol und zusaetzlich anfaellig fuer Kartellbildung. Der fuer den freien Markt essentielle Wettbewerb wird unterminiert, sogar schon ohne Kartellbildung, weil schon quasi “stille Absprachen” ueber die Preisbildung stattfinden – was eben nur bei wenigen den Markt beherrschenden Anbietern moeglich ist.”

Der Blick auf den Gewaltmonopolisten “Staat” scheint hier wieder entweder als selbstverständlich gegeben in seiner Existenz zu sein, oder dieser Blick auf den Staat fehlt schlicht.

Auf einem freien Markt ist die Bildung eines Oligopols ein Zeichen dafür, dass diese Marktnische optimal ausgefüllt und bedient wurde. Die Möglichkeit besteht allerdings im Gegensatz zur Existenz des Staates dahingehend, dass durch negativer Ausnutzung seiner Marktstellung, aufgrund vom freien Marktzugang, keiner Regulierung o.Ä. diesen Marktbereich wieder im positiven Sinne seiner Zielgruppe, Akteure und Profiteure – den Kunden, zu bringen.

Es besteht kein Zwang bspw. eine Goldwährung anzunehmen. Der Wettbewerb ist dann unterminiert, wenn er durch den GewaltMONOPOLISTEN (das Böse M-Wort,… bitte sehr, keine Ursache) Staat unter Androhung und Anwendung von Gewalt…. nunja gewaltsam verbietet wird.

“Gerechnet wird wohl von Anfang an in eine weit verbreiteten Einheit, wenn der Ausgangspunkt viele etwa gleich grosse Waehrungen waeren, dann in der staatlichen Vorgaengerwaehrung.”

Ja und? Ist deine Alternative jetzt eigentlich wirklich nur die, man müsse den Menschen vorschreiben, ob sie ein Geschäft machen oder nicht? Könnten und sollten DIE das nicht entscheiden dürfen? Was soll das?!

“Dass Janich ein Anrcbist ist, ist mir neu, aber egal, im
Libertaerismus wird ein Ministaat befuerwortet, nocht gar kein Staat wie beim Anarchismus,”

Gibt halt zwei irgendwie zwei Richtungen im Libertarismus. Die Minimalstaatler und nicht Nicht-Staatler. Ersteres ist für mich sowieso ‘pseudo’ und würde es als Liberalismus bezeichnen, aber nur meine Meinung, aber für dich ein Fakt, dass Libertarismus nicht gleich “Minarchismus” ist.

“der, so sympathisch er auch ist, nicht durchfuehrbar ist.”

Aha, da bin ich aber enttäuscht. Gut zu wissen.

“Auch beim Paradebeispiel praktisch angewandten Anarchismuses – im Spanischen Buergerkrieg – hat es staatliche bzw. quasistaatliche Organisationsformen gegeben.”

Ergo – der Staat ist des Menschen natürliche Gesellschaftsform. Auch hierfür vielen Dank für diese Erkenntnis.

“Ob ich Freigeld s hma khaft machen will. Ja, es ermoeglicht mehr Wettbwerb durch einen minimale n staatlichen Eingriff. Beim Free Ba king wird mit dem Finger an xef Geldscboepfung nach und nach der Wettbwerb in immer mehr Bereichen unterminiert”

Aha, ach komm nerv nicht. Und Gold bspw. kann man nicht “Geldschöpfen”, Goofy.

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Liane 7. Juni 2013 at 20:47

“Gibt halt zwei irgendwie zwei Richtungen im Libertarismus. Die Minimalstaatler und nicht Nicht-Staatler.”

Natürlich sollte es heißen:
Gibt halt irgendwie zwei Richtungen im Libertarismus. Die Minimalstaatler und die Nicht-Staatler.

Wie peinlich, Sonnenstich?

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Guido 7. Juni 2013 at 22:32

” Auf einem freien Markt ist die Bildung eines Oligopols ein Zeichen dafür, dass diese Marktnische optimal ausgefüllt und bedient wurde. ”

Diesen freien Markt gibt es nicht. Hinter der Fassade bilden sich immer Strukturen, welche einen wirklich freien Markt verhindern. Preisabsprachen sind hier noch harmlos. Unterdrückung von Technologie ist da schon schwerwiegender. Man kann sich verdeckte bzw. mafiöse Strukturen auch als Macht vorstellen, welche auf die Unternehmen einwirkt, so dass die scheinbar vielen Unternehmen in Wahrheit zu einem Monopol verschmelzen.

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Sinus 8. Juni 2013 at 7:52

“Diesen freien Markt gibt es nicht. Hinter der Fassade bilden sich immer Strukturen, welche einen wirklich freien Markt verhindern. Preisabsprachen sind hier noch harmlos. Unterdrückung von Technologie ist da schon schwerwiegender. Man kann sich verdeckte bzw. mafiöse Strukturen auch als Macht vorstellen, welche auf die Unternehmen einwirkt, so dass die scheinbar vielen Unternehmen in Wahrheit zu einem Monopol verschmelzen.”

Du forderst also aus Angst vor einem etwaigen Monopol innerhalb eines freien Markts gleich direkt das (Staats-)Monopol und damit einen nicht freien Markt nach dem Motto “was in meiner Vorstellung entstehen könnte verhindere ich dadurch dass ich es gleich selbst erschaffe”.

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Alexander Mayer 6. Juni 2013 at 22:12

Fragen an die Libertären:
2 Menschen haben sich auf einen Deal verständigt. Der eine gibt dem anderen ein Gut, der dafuer mit einer bestimmten Kaufkraft zahlen muss. Der Deal steht. Jetzt gibt es einen Geldmarkt, sie müssen sich also noch auf das zu verwendende Geld einigen. Es ist also eine doppelte Übereinstimmung notwendig.

Jemand mit einem Geschäft wird ein weit verbreitetes Geld akzeptieren, um Geschäfte nicht an der doppelten Übereinstimmung scheitern zu lassen. Ganz allgemein wird es für alle bequemer sein nach erfolgtet Übereinstimmung über einen Deal nicht auch noch über das zu verwendende Geld zu verhandeln. Jemand, der sich von vielen potentielle Kunde nachsagen lassen muss, “Mensch, der akzeptiert ja nicht einmal XY-Geld, kann zusperren. Es wird sich daher kein florierender Geldmarkt einstellen, sondern einige wenige Grossbanken werden den Geldmarkt dominieren das Ergebnis ist kein florierender Markt, sondern ein Oligopol.

Frage 1: Was ist an obiger Überlegung falsch?

Die Umlaufgebühr wird in Nähe zum Sozialismus gebracht. Selbst wenn sie 10% per annum beträgt, was mehr ist, als die meisten Freigeldbefürworter vorschlagen, macht das bei einer Geldumlaufgeschwindigkeit von 10, was eine niedrige Anahme ist, für sich genommen eine Steuerquote von 1% aus. Oliver Janich hat in einem Interview mit Alex Benesch eine Abgabenquote von 10% befürwortet.

Frage 2: Ist Oliver Janich 10 mal sozialistischer als Freigeld?

Zur Deflation hätte ich auch noch eine Frage, aber mit der Beantwortung der ersten beiden dürftet ihr schon eine Weile zum Grübeln benötigen.

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Liane 7. Juni 2013 at 8:40

“2 Menschen haben sich auf einen Deal verständigt. Der eine gibt dem anderen ein Gut, der dafuer mit einer bestimmten Kaufkraft zahlen muss. Der Deal steht. Jetzt gibt es einen Geldmarkt, sie müssen sich also noch auf das zu verwendende Geld einigen. Es ist also eine doppelte Übereinstimmung notwendig.”

->
Klingt so als hätten die sich doch schon geeinigt.
In dieser “bestimmten Kaufkraft” muss doch auch gerechnet werden können um sie überhaupt zu ermitteln und von einem Deal zu sprechen.

“Frage 1: Was ist an obiger Überlegung falsch?”

->
1. Ein Oligopol ist kein Widerspruch zu einem freien Markt.
2. Wechselkurse ?!
3. Im “free-banking” treten Banken als Verwahrer, und wenn gewünscht, als Verleiher auf. Was sollen die ohne Staat dominieren?
4. Freier Geldmarkt bedeutet nicht tausende von gleichzeitig existierenden verschiedenen Währungen, sondern die freie Wahl der Menschen. Wenn die überwiegende Mehrheit sich auf ein Tauschmittel geeinigt haben und sich somit eine Art Oligopol bildet, ist das vollkommen im Sinne eines freien Marktes bzw. zum Besten der Marktteilnehmer.

“Oliver Janich hat in einem Interview mit Alex Benesch eine Abgabenquote von 10% befürwortet.

Frage 2: Ist Oliver Janich 10 mal sozialistischer als Freigeld?”

->
Ja, im Sinne einer “Übergangsphase” vom jetztigen maroden System befürwortet die PdV eine 10% Steuer.
Oliver Janich ist persönlich Anarchist/Anarchokapitalist/Anarcholibertarist… wie auch immer. Und vorallem soll kein “Freigeld” oder sonstiges vom Staat herausgegeben werden.

Geld unterliegt wie jede andere Ware dem Prinzip von Angebot und Nachfrage.

Willst du uns Freigeld schmackhaft machen, ja?

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Dr_Schnackels 5. Juni 2013 at 21:35

Herrschaft von Menschen über Menschen hat nichts mit Demokratie oder einer freien Gesellschaft zu tun. Was bringt es wenn 51% uninformierte Konsumzombies einen auf “Wahlvolk” machen?
Sowas nennt man die Tyrannei der Massen!
Freie Marktwirtschaft und freies Geld, alles andere kann mir gestohlen bleiben. Unsere Sozen und Scheindemokraten können ja “Sozialdemokraten-Vereine” gründen und dort ihre Hirngespinste von einer besseren Welt weiter verfolgen, aber räumt dann eure Leichen selber weg. Wer alle Menschen in Geiselhaft nimmt, unter dem Vorwand eine “bessere Welt und einen besseren Menschen” zu erschaffen, und in ein Zwangssystem sperrt,ist ein verdammter Soziopath!

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Headache 4. Juni 2013 at 21:37

Der Plan B und das BGE sind ein Witz. Ich mag den Herrn Popp und einige seiner Statements keine Frage aber was Ökonomie und Finanzen angeht da sollte er sich besser raushalten! Im Grunde genommen egal was er fordert und wem das gefällt, solange ich nicht gezwungen werde da mitzumachen!!!

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Guido 3. Juni 2013 at 22:58

Typische Arroganz eines ‘liberären’ vom System gesteuerten Dogmatikers/Gehirnwäschers.
Immer wieder dieser ideologische Mumpitz hier, der zwischen vernünftigen Artikeln eingestreut wird.
Ob staatlich oder privat, ob Sozialismus oder Kapitalismus, ob BGE oder nicht, ob Zentralbank oder nicht, ist alles einerlei. Entscheident ist am Ende nur, ob das Volk die Macht hat oder nicht. Genau davon versucht der ‘libertäre’ Systemagent abzulenken.

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Freigeist 4. Juni 2013 at 2:57

Warum hängst du hier rum und langweilst uns mit deiner roten Rhetorik? Häng ich vielleicht bei der Jungen Welt rum? Mach dir ein Leben du Loser.

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Guido 4. Juni 2013 at 9:36

Woraus geht die rote Rhetorik hervor? Oder streichst Du nur richtige Gedanken rot an, um sie zu diskreditieren?

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Headache 4. Juni 2013 at 21:51

Was`n das für ein Schmu?? “Entscheidend ist am Ende nur, ob das Volk die Macht hat oder nicht.”
Du scheinst es nicht verstanden zu haben. Ich scheiß auf Eure Demokratie (Herrschaft des bescheuerten Pöbels) 51% reichen aus um 49% zu unterdrücken!!
Man ich habs so satt über so einen Mist zu debattieren.
Ach ja und jetzt frag dich nochmal wo die rote oder auch braune (sozialistische) Rhetorik herkommt…

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Liberty 5. Juni 2013 at 8:20

Nicht aufregen, Guidolein streunt hier nur als debiler Recentr-Troll durch die Seite, der ab und an halt seine Sprüchlein zu Besten gibt um Frust abzubauen.

Stimmt’s Osterwelle!?!? Grüße ins Auswärtige Amt. 😀

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Guido 5. Juni 2013 at 11:04

@Headache
Kommunale Selbstverwaltung wird im Parteiprogramm der libertären PDV gefordert. Das geht schon in die richtige Richtung, was WAHRE Demokratie angeht. Bist Du kein Libertärer?

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Guido 5. Juni 2013 at 12:18

@Headache
WAHRE Demokratie heißt nicht, dass 51% über 49% herrschen. Sondern es heißt, dass die 95% antändigen Menschen die 5% Soziopathen unter Kontrolle haben und nicht umgekehrt. Soziopathen scheint es aber in diesem Forum überproportional viele zu geben.

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abgelehnt83 5. Juni 2013 at 18:49

Wer ist das Volk? Wer sind diese 90 % (die 10 % sollten wirklich als das bezeichnet werden, was sie sind!)?

Es sind wohlmeinende Leute, die ihren Job machen und solange alles gut läuft (oder danach aussieht) wie in D-Land zwischen Wirtschaftswunder und den 1990ern, solange ist alles in Butter..
Wenn aber eine einflussreiche Gruppe die psychischen Abgründe, all die Neurosen und andere inneren Konflikte ausnützt und diese als gewaltige Kraft gegen das Volk einsetzt, zerbricht man es – und baut es neu auf und zwar auf eine Weise, die man zwar irgendwie aus dem Volk ableiten kann und die auch “legitimiert” ist aber wahrscheinlich unbeliebt ist. Kommt einem bekannt vor, gell.
Und bis jetzt ist nicht einmal was erwähnt worden? RICHTIG. Keine Achtung von Leben, Freiheit und Eigentum.

In einer Demokratie kannst du über Leben und Tod abstimmen lassen und immer daran denken, nach 9/11 waren fast alle Amis auf Seiten Bushs mit seinem Kriege “gegen” den Terror! Demokratie über das republikanische Prinzip ist im dümmsten Fall -und wann läuft es nicht dumm- das Abstimmen von zwei Füchsen und einer Gans darüber, was es heute zu Essen gibt.
Noch perverser: in unserer Gesellschaft halten sich manche Gänse für Füchse. Am Abstimmungsverhalten ändert das Wenig.

Deshalb ist es wichtig zu erreichen, dass die halbwegs vernünftigen und ECHTEN Leistungsträger einer Gesellschaft (lt. Benesch 30 %) auf den Trichter kommen UND DIESE DANN (als Arbeitgeber der sonstige Honoratoren) die restlichen 60 % mitreißen und zwar in einem freiheitlichen Geist: Leben, Freiheit, Eigentum für eine ECHTE Verfassung (und keine auszuhöhlende Melone!)
und: Menschenkenntnis, damit 10 % A… und V… von jeglicher Macht ferngehalten werden und für sich abspacken können.

Das sollten die Ziele sein, von “Revolutionen” von “unten” d.h. von OBEN mit Psychotricks halte ich nichts, dann werden nämlich die 30 % die man braucht um wirklich fundiert eine freie Gesellschaft zu schaffen überrannt von den ganzen Problemen der anderen 60 %! Genau so der nächste Versuch irgendwelche Räte einzuführen… oder was weiß ich.

Ohne Fundament ist alles ein Scheißhaus reif für den Abriss

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abgelehnt83 5. Juni 2013 at 18:52

*ODER sonstige Honoratoren… herrje

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Guido 5. Juni 2013 at 21:07

” In einer Demokratie kannst du über Leben und Tod abstimmen lassen und immer daran denken, nach 9/11 waren fast alle Amis auf Seiten Bushs mit seinem Kriege “gegen” den Terror! ”

Wenn eine Machtelite ein Volk zuerst desinformiert und dann abstimmen lässt, so hat das nichts aber auch gar nichts mit WAHRER Demokratie zu tun. Ich verwende den belasteten Begriff ‘Demoktratie’ auch nur deshalb, weil ich keinen anderen Begriff kenne, um das auszudrücken, was ich meine. Wenn sich das Volk in geeigneter Weise organisiert, so dass es nicht möglich ist, das die 5-10% A… die Gesellschaft offen oder verdeckt dominieren, dann würde ich das als Demokratie oder als ‘das Volk ist an der Macht’ bezeichnen.

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Liane 6. Juni 2013 at 8:06

“Ich verwende den belasteten Begriff ‘Demoktratie’ auch nur deshalb, weil ich keinen anderen Begriff kenne, um das auszudrücken, was ich meine. Wenn sich das Volk in geeigneter Weise organisiert,”

->Das ist wohl dein Problem. Du WILLST dich an einer “wahren” Demokratie festhalten, ohne vielleicht mal zu realisieren, dass demokratische Regierungsbeschlüsse gar nicht so toll sind, wie man das immer meint.

Und da du von “organisieren” sprichst. Erkläre mir doch einmal, wie es abstraktes (!) Kollektiv [e.g. ‘Volk’] sich selbst organisieren/verwalten soll, ohne auf ganz konkrete (!) Organisatoren/Verwalter zurückzukommen. Deine Gleichsetzung von einem Abstraktum mit einem konkreten Entscheidungsprozess ist schwachsinnig.
Individuen treffen Entscheidungen.

“so dass es nicht möglich ist, das die 5-10% A… die Gesellschaft offen oder verdeckt dominieren, dann würde ich das als Demokratie oder als ‘das Volk ist an der Macht’ bezeichnen.”

-> Ja. In einer Staatsform eingebetteten “wahren” Demokratie wird die Gesellschaft gar nicht dominiert. xD

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Guido 6. Juni 2013 at 20:42

” Erkläre mir doch einmal, wie es abstraktes (!) Kollektiv [e.g. ‘Volk’] sich selbst organisieren/verwalten soll, ohne auf ganz konkrete (!) Organisatoren/Verwalter zurückzukommen. ”

Organisatoren/Verwalter oder irgendwelche Funktionsträger kann es geben. Diese haben aber keine Macht über das Volk. Es sind nur Volksvertreter, die jederzeit ausgewechselt werden können.

” -> Ja. In einer Staatsform eingebetteten “wahren” Demokratie wird die Gesellschaft gar nicht dominiert. ”

In einer wahren Demokratie herrscht der Staat nicht über das Volk.

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Liane 7. Juni 2013 at 8:50

“Organisatoren/Verwalter oder irgendwelche Funktionsträger kann es geben. Diese haben aber keine Macht über das Volk. Es sind nur Volksvertreter, die jederzeit ausgewechselt werden können.”

Sie kann es nicht geben, es wird sie geben. Ein Abstraktum kann sich nicht selbst verwalten.
Übrigens hast du die auswechselbaren Volksvertreter doch heute schon. Aber wahrscheinlich kannst du dir überhaupt nicht vorstellen, dass der Staat und seine Bediensteten nicht für dein Wohl da sind. “Was? Volksvertreter lügen”?

“In einer wahren Demokratie herrscht der Staat nicht über das Volk.”

Der Staat herrscht de facto und de jure über die Menschen. Man, wie bei einem Kind komme ich mir gerade vor.

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Guido 7. Juni 2013 at 21:17

@Liane
Wenn Du mich unbedingt missverstehen willst, dann kann ich auch nichts machen. Aus meinen Kommentaren geht klar hervor, dass ich WAHRE Demokratie meine und nicht die heutige sogenannte ‘Demokratie’, die den Namen nicht verdient. Wozu schreibe ich das Wort ‘WAHR’ extra groß? Damit Du es trotzdem missverstehst? In einer WAHREN Demokratie sind die Volkvertreter tatsächlich Volksvertreter und nicht in Wahrheit Vertreter einer Machtelite, wie wir das heute haben. Und in einer WAHREN Demokratie kann auch kein Staat oder sonst irgendwas über das Volk herrschen. Sonst wäre es keine WAHRE Demokratie.

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Liane 7. Juni 2013 at 22:16

Ich habe das mit der “wahren” Demokratie schon registriert. Ich habe es ja auch in meinen Sätzen festgehalten, wie man ganz leicht nachprüfen/lesen kann.

Die Kommunikationsbarriere zwischen uns rührt daher, dass du im Gegensatz zu mir der Ansicht bist, dass eine “falsche” Demokratie ein Übel sei, und nicht, dass Demokratie ein Übel sei.

Ich habe deine wahre Demokratie schon wahrgenommen, halte sie nur für schwachsinnig.^^
Genauso wie wahren Sozialismus und so weiter. Wahren Libertarismus hingegen würde ich echt knorke finden.

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Liane 7. Juni 2013 at 22:32

Und weisst du Guido. Meine Existenz, meine Freiheit, mein Libertarismus… – kann man ja hassen, aber es geht einem nichts an. Man kann es nicht legitimerweise begründen in meine Freiheit einzugreifen, als mit purer hässlicher initiierender Gewalt, nicht seine Ansprüche, sondern Anforderungen (!) durchszusetzen. Beim Staatswesen und seiner demokratischen Regierungsform ist das aber ganz grundlegend anders. Volksentscheide gehen mich und jeden anderen de facto (!!!) etwas an. Sie greifen gewaltsam in die Eigentumsrechte der Menschen ein. Sie wollen etwas von mir, sie stellen Ansprüche an mich, sie wollen mich bestimmen – notfalls mit Gewalt. Ich will nichts “vom Volk” – das ist ja auch absurd etwas vom imaginären Freund zu wollen. Aber diese kollektive Gebilde ‘Volk’ soll dazu dienen, etwas von mir wollen zu dürfen/müssen.

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abgelehnt83 3. Juni 2013 at 19:50

Wie schon mal an anderer Stelle gesagt; das BGE ist süßes Gift.
Ein Armutszeugnis für dieses VERplante System in dem die Leute liebe aufs Amt gehen würden, statt sich das Geld zu verdienen und zu hoffen, dass es irgendjemand verdient.. Wer denn?! Irgendwelche Roboter und dann haben wir die totale Herrschaft der Maschinen und wie nötig sind dann noch Menschen? Eben.
Es ist nun mal so, Menschen die schon immer gearbeitet haben können jetzt nicht so einfach der Muse nachgehen und Künstler werden, die hängen doch dann rum und gehen aus dem Leim – es ist Teil der Ideologie des Todes.

In V wie Vendetta haben wir ein Faschosystem in dem ein Computer herrscht! Sowas wollen die BGE-Befürworter?? Denn ohne Technokratie langfristig, wird keiner so dumm sein noch zu arbeiten.. !

Aber das ist gewollt und zwar seit Jahrhunderten hat man die Abgründe der Menschen erforscht und Philosophien aufgebaut und Ideale und Flausen in den Kopf gesetzt und das Ergebnis ist diese BGE-Gesellschaft. Die “Lösung” auf all die GEWOLLTE Probleme wie Misswirtschaft und Unterdrückung

Wie passend, dass die Piraten das fordern.

Die echten Piraten waren auch demokratisch
Die echten Piraten haben auch das Geld anderer geteilt
Die echten Piraten dienten dem Empire.

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abendbrot 3. Juni 2013 at 15:58

gut gebrüllt Herr Bechtel!

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xen0m0rph83 3. Juni 2013 at 15:54

Ich habe mal etwas von Andres Popp gehalten. Aber mittlerweile zweifele ich an seine Ideen.

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