von Peter Boehringer (Goldseitenblog.com)

Mit allen Mitteln der Rhetorik, der medialen Subkultur, der Forenmanipulation und sogar der Bedrohung wurde ich damals von „interessierter“ Seite bedacht – nur weil ich es öffentlich wagte, als „Laie“ Fragen zur technischen, politischen und wirtschaftlichen Sinnhaftigkeit dieses Prototyps eines „vollpolitisierten“ und politisch-vollkorrekten Projekts zu stellen. Die intensive und heute noch unbedingt lesenswerte Diskussion schlug im Kommentar-Bereich so hohe Wellen, dass sogar der damalige und noch immer amtierende Desertec-/Dii-Chef Paul van Son meinte, höchstpersönlich mitkommentieren zu müssen – immerhin war er dabei im Ton jovial und höflich.

Die allermeisten gestellten Fragen hat jedoch auch er nicht beantwortet – damals nicht und 2013 noch immer nicht. Heute steht nun aber doch die jahrelang von Desertec vehement geleugnete Wahrheit im Handelsblatt, die seit vielen Jahren für unabhängige Beobachter klar war:

„Lieferungen nach Europa spielen keine Rolle mehr. … Niemand spricht mehr von einem wesentlichen Beitrag von Desertec für die [Solar-]Stromversorgung zwischen Sizilien und Lappland.“

Genau diese Vision aber war vor vier Jahren die ideelle polit-ideologische Grundlage dafür, Desertec überhaupt erst ins Leben zu rufen!

Ich meine, es gibt dem Artikel von damals fast nichts hinzuzufügen. Fast alle darin aufgeworfenen Fragen sind weiterhin aktuell und unbeantwortet, weswegen der Artikel unten noch einmal 1:1 veröffentlicht wird. Sogar die politische Gefahr eines fundamental-islamisch regierten Nordafrikas hatten wir schon 2010 -also noch vor Beginn des „arabisch-afrikanischen Frühlings Winters“ seit 2011- vorausgeahnt. Lesen Sie unbedingt im Original-Link von 2010 auch die Kommentare durch – in denen die ganze systemmedial-aggressive Ablenkungsmaschinerie dokumentiert ist, die damals wie heute jede „unqualifizierte“ Laienkritik an vollpolitischen, planwirtschaftlichen und politisch-korrekten „visionären“ und meist steuersubventionierten und/oder falschgeldfinanzierten Großprojekten begleitet. Vom Flughafen Berlin über das Pet-Projekt des Weltregierungs-Lobbyisten Fischer „Nabucco“ [R.I.P.] über Tausende von Großprojekte in aller Welt bis eben auch hin zu Desertec.

=> In einer freien Marktwirtschaft mit freiem Geld und ohne politische Einflussnahme könnten solche Projekte niemals auch nur über die „Visions“-Phase hinauskommen – oder würden wenigstens vernünftig geplant und schadenminimierend umgesetzt. Wir erleben dagegen fast täglich das Gegenteil: die Folgen vollpolitisierter Ökonomie.

=> Beim Berliner Flughafen kostet der Spaß den Steuerzahler 40 Mio Euro. Pro Monat, zeitlich unabsehbar lange und weiterhin ohne funktionsfähigen Flughafen. Bei Desertec haben inzwischen 17 der ehemals 35 Konsortiumsmitglieder genug von der „Polit-Compliance“ – denn sie müssen sich bei ihren Aktionären in Summe für Milliardenverluste verantworten. All dies war schon vor Jahren absehbar – lesen Sie daher nochmals den Re-Blog unten. Nicht nur wegen Desertec. Sondern vor allem als ganz typisches und warnendes Beispiel für die Folgen des „Teufelskreises der Markt- und Gesellschafts-Manipulation“, in die uns die EU-Makroklempner und die Welt-Gottspieler zunehmend führen! Beide Begriffe wurden übrigens von Roland Baader geprägt, dessen Gedanken posthum aktueller denn je werden – und den wir im Rahmen der 4. Hamburger Mark Banco Anlegertagung nochmals würdigen werden [Abendveranstaltung am 31. Mai öffentlich frei zugänglich; Anmeldung zur kostenpflichtigen, hochkarätigen Tagung am 31. Mai / 1. Juni hier].

Schon wieder ein „alternativloses“ Geldgrab: „Desertec“

[Re-Blog 2013 – Kommentare seit 2010 bitte unter dem Originalartikel lesen]

Szene 1: München, 7. Juli 2010:

In der gediegenene Atmosphäre des aufwendig sanierten Altbaus der HVB-Zentrale berichtet der „Leiter Corporate Climate Center“ der Munich Re -und damit ein hoher Vertreter von „Desertec“- in schillernden Farben nicht etwa über das Betriebsklima der Munich Re [wie man aufgrund seines „Corporate Climate“-Titels vermuten könnte…], sondern über das „Desertec“-Projekt, das noch im laufenden Jahrzehnt riesige Mengen an Solarstrom aus der Sahara zu uns bringen und große Teile unseres mittel-europäischen Energiebedarfs decken solle.

Es ist ein wirtschaftliches Megaprojekt, in dem sich viele politisch korrekten (Un)Wahrheiten zum Plan eines absurden neuen EUropäischen Turmbaus zu Babel vereinigen und konkretisieren:

  • – „Wir können technisch alles lösen [think: „Supraleiter“] …
  • – … ebenso umwelttechnisch [think: „Querung des Mittelmeers mit Hochspannungsleitungen“] …
  • – … ebenso diplomatisch [think: „Libyen / Algerien / Ägypten / Türkei als Transitländer] …
  • – … notfalls mit genügend politischem Druck …
  • – … denn wir brauchen günstigen und umweltfreundlichen Strom …
  • – … gegen die CO2-bedingte Klimaerwärmung …
  • – … aus den mit uns befreundeten islamischen Ländern;
  • – … koste es was es wolle! „

Auszug aus Desertecs „Globalem Mission Statement“:

„Die Menschheit steht vor gewaltigen Herausforderungen: Bevölkerungswachstum und zunehmende Industrialisierung lassen den weltweiten Energiebedarf rasant ansteigen. Gleichzeitig muss der globale CO2-Ausstoß innerhalb weniger Jahre drastisch reduziert werden, um einen katastrophalen Klimawandel zu vermeiden.“

=> „Bevölkerungswachstum“ ist in Afrika und im Nahen Osten und in Südasien leider traurige, verantwortungslose (und von Desertec nicht kritisch hinterfragte) Realität. Über die „zunehmende Industrialisierung“ kann man post PeakOil zwar streiten – aber das lassen wir heute mal sein. Und über die „CO2“-Religion lästern wir hier und heute ebenfalls nicht schon wieder – siehe dazu erst den vorigen Blogeintrag.

=> In jedem Fall aber hat dieses Desertec-Mega-Projekt alle Merkmale einer gigantischen Fehlallokation von Ressourcen, Kapital und menschlichem Geist, wie sie nur in politisch-zentralistisch statt marktwirtschaftlich gesteuerten Systemen des keynesianischen Sozialismus und des ungedeckten Papiergelds vorkommen kann.

Dennoch herrschte bei der o.g. Präsentation vor anwesenden potenziellen FREMDkapitalgebern (= Bankern), Fremdkapitalverwaltern (= Hedge Fonds Managern), Gelddruckern (= Zentralbankern) und Politikern (= verantwortlich allen eben Genannten) eine gute Stimmung, denn der Lunch und der Wein waren gut, das Wetter schön, der Vortrag davor sehr unterhaltsam wenn auch leicht systemkritisch (HVB-Analyst Purps zur Zukunft des EUros). Und selbst die der anwesenden GoldSilber-Bug war´s zufrieden, denn der präsentierende Vertreter des Desertec-Konsortialführers Munich Re erklärte in ruhigen und sonor-gesetzten Worten, dass eine staatliche Anschubfinanzierung des Mega-Projekts NICHT erforderlich sein würde! Man habe bereits mehrere Dutzend sehr potente Konsortiumsmitglieder und Partner. Und außerdem würde nun erst einmal eine Machbarkeitsstudie erstellt, so dass sicherlich kein Kapital verschwendet werden würde – schon gar kein Steuergeld.

=> Soweit so gut. Auch der bzgl. Desertec etwas skeptische GoldSilber-Bug im Publikum ließ es gut sein, denn was soll man gegen ein rein privatwirtschaftlich finanziertes Projekt auch sagen? Entweder es würde funktionieren – dann wunderbar für alle Aktionäre der Mitglieder des Desertec-Konsortiums. Oder es würde nicht realisierbar sein: dann würde das Projekt nach der Machbarkeitsstudie abgebrochen – und diese versenkten Millionen werden von den Aktionären der Mitgliedsunternehmen zu tragen sein, die schon deshalb ihren CEOs streng auf die Finger schauen würden.

Szenenwechsel, Frankfurt 23. Oktober 2010:

Seit gestern, 23. Oktober, aber ist bei Desertec ALLES anders: Paul van Son, Geschäftsführer der „Desertec Industrial Initiative“, forderte via FAZ-Interview implizit -aber eindeutig und öffentlich und entgegen bisherigen Plänen- STEUERMITTEL für sein -zudem noch „alternativloses“- superteures Projekt !

„Dem deutschen Steuerzahler kann man versprechen, dass die Investitionen der ersten 15 Jahre in den zweiten 25 Jahren zurückverdient werden“.

Und da wir uns nicht wie die Demonstranten von zB Stuttgart 21 vorwerfen lassen wollen, wir hätten zu spät den Mund aufgemacht, nachfolgend nur eine erste, garantiert noch unvollständige Frage- und „Issue“-Liste an die Desertec-Verantwortlichen. Seit gestern nämlich sind diese Herren UNS ALLEN (= der Öffentlichkeit und auch allen Lesern dieses Blogs) verantwortlich. Erstens darf in dieser Welt -speziell am BEGINN eines Projekts- NICHTS „alternativlos“ sein. Und schon gar nicht bei einem Projekt, von dem sogar der Geschäftsführer selbst sagt, dass praktisch alle wichtigen Fragen zu technisch-geographisch-politischer Machbarkeit und auch zur ökonomischen Machbarkeit „bestenfalls im Ansatz“ beantwortet werden können [sic] :no: . Und zweitens sind wir seit gestern ALLE Auftraggeber des Desertec-Projekts, denn offenbar trauen sich die „18 Gesellschafter und 32 assoziierte Partner aus Nordafrika, aus dem Mittleren Osten und aus Europa“ die Umsetzung ihrer „Vision“ schon a priori nicht PRIVATwirtschaftlich zu, sondern rufen schon heute (!) nach uns allen, also nach dem Staat und seinen Steuerzahlern und seiner Kreditgeld-Druckerpresse…

=> Warum aber sollten wir Herrn van Son nach all den alternativlosen und superteuren Bankenrettungen und nach all den staatlichen Fehlprojekten der letzten Jahrzehnte auch nur ANSATZWEISE glauben, wenn er im Interview über ein schon nach ersten (immer viel zu geringen) Schätzungen 400 Mrd. EUR teures Projekt ernsthaft sagt:

„Dem deutschen Steuerzahler kann man versprechen, dass die Investitionen der ersten 15 Jahre in den zweiten 25 Jahren zurückverdient werden.“ ?

=> Welche Glaskugel zur Welt in 2025 bzw. 2050 hat Herr van Son? Ich fordere neben der Öffentlichkeit auch die Aktionäre aller deutschen Konsortiumsbeteiligten [Munich Re, Deutsche Bank, RWE, Eon, Siemens sowie weitere] auf, ihren Vorständen auf HVs und auf anderen Wegen RECHTZEITIG mindestens die nachfolgenden Fragen zu stellen und auf BELASTBAREN Antworten zu bestehen! Es ist UNSER Steuergeld. Und selbst wenn es „nur“ Geld aus der keynesianischen Fehlallokationsmaschine der staatlichen Gelddruckerpresse sein sollte: es ist UNSER Inflationsschaden, für den schon in den kommenden Monaten bis 2012 („Spatenstich Anfang 2013“) unwiderruflich der Startschuss gegeben werden soll… Hier also eine erste Frageliste an die Politik und an den Desertec-Manager van Son zu „unserem“ neuen Staats- und Bürgerprojekt „Desertec“ :

1. Technologische Machbarkeit

  • – Wie soll Strom unter noch akzeptablen Verlusten über Tausende von Kilometern transportiert werden?
  • – Hat „Desertec“ die Supraleitung technisch perfektioniert und in der Realität einsatzfähig gemacht?
  • – Wird mit Wechsel- oder Gleichstrom gearbeitet? [in BEIDEN Fällen techn. Nachteile und/oder Schwierigkeiten]
  • – Von welchen Verlustraten wird über mehrere Tausend km Transportweg ausgegangen?
  • – Wie genau werden die bislang bekannten extrem geringen Verluste technisch realisiert?
  • – Welche Mittelmeerquerungen sollen (zuerst) realisiert werden?
  • – Wie viele km Umweg erbrächte zB der einzige Weg ohne Mittelmeerquerung über Ägypten, Suezkanal, Israel/Syrien, Türkei, Bosporus ggü. der Variante Gibraltar-Meerengen-Querung, ggü. der der Sardinien-Variante, ggü. der der Sizilien / Straße von Messina-Variante oder ggü. der Kreta-Griechenfestland-Variante??
  • – Wie viele kritische geographische Engstellen oder auch herausfordernde Meeres-km sind jeweils zu überwinden und wie soll das geschehen?
  • – Usw. usw.?

2. Rohstoffkosten

  • – Kommt „Desertec“ ohne Silber in den Leitungen aus? Silber für Supraleiter könnte teuer werden.
  • – Kommt Desertec ohne Kupfer in den Leitungen und Umspannwerken und Trafo-Stationen aus? Kupfer ist schwer und wird langfristig sehr teuer werden.
  • – Falls Kupfer/Silber benötigt werden, wie viel und zu welchen Kosten pro Unze bzw. Tonne ist der Business Case kalkuliert? Und bitte den enormen Querschnitt der erforderlichen Leitungen berücksichtigen, den man benötigt, um einigermaßen erträgliche Widerstandswerte zu erreichen!
  • – Welche Dimensionen und Kosten werden dann die Trägermasten aus Stahl haben?

3. Gesamt-Kosten

  • – Was kostet „der Spaß“ insgesamt?
  • – Wie wird sichergestellt, dass ausgerechnet DIESMAL die tatsächlichen Kosten NICHT wie sonst immer bei Großprojekten um mind. 100% nach oben korrigiert werden – und damit die Steuerbelastungen?
  • – Wie hoch ist die Anschubfinanzierung bis zum CashFlow Breakeven?
  • – Wie viel des Invests stemmt die Privatwirtschaft?
  • – Garantiert der Staat wieder einmal diese Investitionen (wie er auch toxische Wertpapiere der Banken in Mrd-Höhe garantiert)?
  • – Wann muss wie viel Steuergeld für die Desertec-Anschub-Subventionen fließen?
  • – Wie ist die Länderaufteilung dafür zwischen D, F, anderen Ländern in EU, afrikanischen Ländern, Ländern des Nahen Ostens, Türkei??
  • – Wer garantiert den Steuerzahlern, dass die Kosten und die Kostenaufteilungen eingehalten werden?
  • – Warum kann nun plötzlich NICHT mehr alles PRIVATwirtschaftlich gestemmt werden ?
  • – Spielen die Aktionäre der mehreren Dutzend Projektbeteiligten Unternehmen nicht mehr mit?
  • – Wie viel Cent wird die (unsubventionierte) kWh an afrikanischem Wüstenstrom den Verbraucher in zB Berlin einstmals kosten …?
  • – … die Vollkosten-Rechnung dazu hat bitte ALLE über AfA-Beträge umgelegten Investitionskosten zu umfassen; samt Steuersubventionen, „Incentives“ für lokale Politiker und Kreditgeschenken …
  • – … und auch ALLE gesellschaftlichen Kosten der politischen Kuhhandel, die man zur Umsetzung eingehen muss (EU-Beitritt der Türkei usw.)!
  • – usw usw.

4. Zeitplan

  • – Bis wann soll TROTZ all dieser völlig offenen oder in geradezu prohibitiver Weise NICHT beantwortbaren Fragen der endgültige Startschuss zu Desertec fallen?
  • – Dies gilt auch für EINZELNE „Vorzeige“- und „Referenz“-Projekte wie zB das gerade verhandelte mit Marokko?
  • – Wann ist der „point of no return“ erreicht?
  • – Wieso werden über Referenzprojekte Fakten zu Lasten der (deutschen) Steuerzahler geschaffen, wenn die Sinnhaftigkeit und Umsetzbarkeit des Gesamtprojektes VÖLLIG offen ist und mit extrem guten Argumenten bezweifelt werden kann?
  • – Bis wann soll die endgültige technische Machbarkeitsstudie mit allen Umsetzungsdetails vorliegen?
  • – Bis wann steht das „Planfeststellungsverfahren“ über vorauss. 30+ beteiligte Länder?
  • – Welche Einspruchsmöglichkeiten haben betroffene Bürger, Umweltorganisationen und Landeigentümer [Stichwort neue Starkstrom-Korridore in ganz Süd- und Mitteleuropa!]?
  • – Welche Meilensteine sind wann zu erwarten: zB erste Ankunft afrikanischen Solarstroms in Madrid / Marseille / Rom / Athen / Kairo / Tel Aviv / Istanbul oder am Ende sogar Berlin?
  • – usw. usw.

5. Sinnhaftigkeit generell?

  • – Warum ist das Projekt „alternativlos“?
  • – Was hätte die Welt dann ohne diese erst 2009 erdachte „Privatinitiative“ (u.a. des Club of Rome) gemacht??
  • – Kann das Projekt die Folgen von „Peak Oil“ beseitigen oder lindern? Vorweggenommene Antwort: „So gut wie nicht!“; Strom ist kein Benzin; selbst wenn er aus afrikanischer Wüstensonne je bei noch erträglichem Preis in Europa ankommen SOLLTE.
  • – Wurden Solaralternativen vor Ort in D geprüft? Wie viele Haushalte könnte man zu den Desertec-Kosten auch LOKAL energieautark machen?
  • – Sind die Gerüchte korrekt, wonach „ein Großteil“ des in Afrika unter massiver Zuhilfenahme europäischer Steuergelder erzeugten Stroms auch IN AFRIKA und im NAHEN OSTEN verbraucht werden soll – also nie für EUropa gedacht war [was die Ignorierung des Transportproblems erklären könnte…] ?
  • – Wie kann Tageszeiten-, Jahreszeiten- und Wetter-abhängiger Solarstrom die für Europa so wichtige GRUNDlast der Energieversorgung sichern?

6. Umweltverträglichkeit

  • – Welche Transitstrecken für die Starkstromleitungen sind vorgesehen / genaue Landkarte!?
  • – Was sagen Militärs und Anwohner zu den Aussichten einer Querung der Straße von Gibraltar mit einer überirdischen Starkstromleitung?
  • – Was die Meeresbiologen zu einer UNTERseeischen?
  • – Wie heißen [analog zum „Juchtenkäfer“ im Stuttgarter Stadtpark / „S21“] die gefährdeten Tierarten und Biotope in der Straße von Messina? Im Suez-Kanal? …?
  • – Ist heute schon ein „Schlichter“ bekannt, der die vermutlich 100.000 Streitigkeiten schlichten wird, die dieses Projekt aufwerfen wird. Darunter mehrere Tausend berechtigte und erbittert geführte?
  • – Gibt das Jesuitenkolleg überhaupt einen weiteren solchen Übermenschen wie den käuflichen Selbstdarsteller „S21-Geissler“ her?
  • – Nach dem Recht welchen Landes werden Streitigkeiten juristisch verhandelt?
  • – Welche Generalabsolutionen müssen Sarkozy und der Nachfolger von Bundeskanzler Steinbrück dem Desertec-Konsortium ab ca. 2017 erteilen, damit alle laufenden Rechtsstreitigkeiten per ordre de mufti beiseite gewischt und für „erledigt“ erklärt werden können?

7. Politische Sinnhaftigkeit?

  • – Wird das Desertec-Transit- und Energieproduktionsland Algerien ab 2013ff (Desertec-Start) keine Militärdiktatur mehr sein?
  • – Wird das Desertec-Transit- und Energieproduktionsland Libyen ab 2013 nicht mehr von einem verrückten Diktator oder alternativ von fundamentalen Moslems geführt werden?
  • – Wird das Desertec-Transit- und Partnerland Ägypten post Mubarak noch immer diktatorisch regiert – oder doch eher zum moslemischen Gottesstaat der dort sehr starken Muslimbruderschaft mutieren?
  • – Wird Erdogans AKP nach 2013 im Desertec-Transit- und Partnerland Türkei die Scharia zum alleinigen „Recht“ machen? Oder werden Bundesimam Wulff und Barroso und Westerwelle und Özdemir vorher EUropa der Türkei zu Füßen legen und die Einführung der Scharia in EUropa noch ein paar Jahre über 2020 hinaus verhindern?
  • – Warum traut man islamischen Ländern als Durchleite-Ländern mehr Stabilität und Zuverlässigkeit zu – als zB Russland? [gleiche Frage übrigens bei den konkurrierenden Gaspipelines „South Stream“ über Russland und Bulgarien versus „Nabucco“ über die fundamental-gläubige AKP-Türkei?]
  • – Wollen wir ernsthaft komplett erpressbar werden von moslemischen Führern, Militärdiktatoren und Verrückten?
  • – Müssten diese Führer in einer „Desertec“-Welt nicht buchstäblich nur einen Schalter umlegen, um in Europa alle Lichter ausgehen zu lassen? Ohne jede Möglichkeit EUropas, irgendetwas dagegen zu tun! Wäre das nicht vorauseilende Selbstausgabe und Kapitulation eines Kontinents?!
  • – Ist es Zufall, dass die Sonnenkollektoren in der oben abgebildeten Landkarte von der Desertec Homepage wie der mohammedanische Halbmond aussehen? Und dass der rote Hintergrund die Assoziation zur türkischen Flagge geradezu heraufbeschwört? Ist das wirklich reine Paranoia provinzieller und dumpfer Islamkritiker?
  • – Welche konkreten „Anti-Terror“-Maßnahmen gegen Sabotagen des Stromtransports durch Terroristen oder aufgebrachte lokal-afrikanische Bürgerwehren und Umweltschützer haben die beteiligten ca. 30 Länder über die geschätzten 20.000km Gesamt-Leitungsstrecke ins Auge gefasst? Kosten und Umsetzungschancen??

Fazit

Diese größenwahnsinnige Fata Morgana namens „Desertec“ bzw. diese Morgengabe des Abendlandes an das moslemische Morgenland und diese megalomanische Fehlallokation von Kapital wäre unter einem Goldstandard nicht einmal andenkbar gewesen!

Keynes argumentierte zwar einstmals ernsthaft, sogar das Grabenlassen von Löchern und das Wiederzuschütten sei sinnvoll, denn es brächte ja Arbeit und Arbeitsplätze. Aber nur weil dieser geadelte Mega-Verbrecher des 20. Jahrhunderts so etwas postulierte, heißt das nicht, dass Desertec, die Deutsche Regierung und wir alle sklavisch diesem absurden Diktum auch heute noch folgen müssen!

=> Bestehen Sie auf Antworten auf die oben nur bruchteilig angerissenen Fragen – die im Kommentarbereich unten gerne noch ergänzt werden können. Wir sind Laien – also formulieren wir die Fragen laienhaft und stichwortartig. Weitere Nachfragen behalten wir uns explizit vor. Wir tun dies NICHT wie bei S21 erst nach 17 Jahren, sondern hier und heute. Die Desertec-Verantwortlichen müssen uns dankbar sein für unsere frühzeitigen Fragen! Die Antworten der technischen und betriebswirtschaftlichen Managerprofis von Desertec dazu müssen professionell und umfassend und belastbar sein! Wir sind die Steuerzahler und seit gestern Desertec-Finanziers:

Ich fordere neben Lesern des Blogs und neben der Öffentlichkeit und den unabhängigen Aktionären der o.g. Desertec-Konsortiums-Mitglieder natürlich auch die Massenmedien dazu auf, dieses Projekt von Anfang an höchst kritisch zu begleiten – und auch medial Antworten auf die o.g. Fragen einzufordern! Tun die Massenmedien in dieser Sache ihren Job nicht, dann bestätigen Sie mal wieder „glorios“ die Einschätzung, die das „Schweizmagazin“ erst vor 2 Tagen in klaren Editorial-Worten wie folgt zusammengefasst hat:

„Die deutschen Massenmedien haben den Einfluss auf ihre Leserschaft endgültig verloren. Kaum noch ein Beitrag der den Redakteuren nicht links und rechts um die Ohren gehauen wird.
Für die Massenmedien Deutschlands beginnt eine neue Zeitrechnung. Ihre über Jahre manipulierte und gelenkte Leserschaft folgt ihnen nicht mehr. Bild, Spiegel, Stern oder Focus und viele andere Publikationen sind in ihren Meinungen isoliert und verlieren immer weiter an Boden. Mittlerweile werden fast sämtliche Artikel durch die Leser in den Foren oder Kommentarfeldern verrissen, sofern man sich noch traut Kommentare zuzulassen. Dies unterbleibt aber immer häufiger bei brisanten Themen. [:!:] Dort wo Leser-Kommentare noch zugelassen sind, werden Artikel derart ins Lächerliche gezogen, dass man sich wahrlich wundern muss. Egal ob es um die Themen Integration, Wirtschaft, Innen und- Aussenpolitik und viele Weitere geht, die Macht der Massenmedien ist zerbrochen und man steht in den Sendeanstalten und Verlagshäusern ziemlich isoliert da. Die über Jahre stetig gesteigerte Abkehr vom Volk kann kaum wieder aufgeholt werden und zeigt den Wunsch nach neuen Medien, die das Sprachrohr der Bürger sein sollen.“

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