Marc Dutroux, der Logistiker für bestellte Kinder, will Freilassung

Foto: Own Work, IIVQ/Tijmen Stam/CC 3.0 Share Alike Ein Kommentar von Alex Benesch Der Auftrags-Kinderfänger und Logistiker für einflussreiche Horrorbonzen will nicht länger im Gefängnis sitzen. Für diejenigen, die...

Foto: Own Work, IIVQ/Tijmen Stam/CC 3.0 Share Alike

Ein Kommentar von Alex Benesch

Der Auftrags-Kinderfänger und Logistiker für einflussreiche Horrorbonzen will nicht länger im Gefängnis sitzen. Für diejenigen, die es gewohnt sind, Kids wie Pizza zu bestellen und in ihren Kellern einzulagern wie exklusive Flaschen Wein, ist Marc Dutroux unfinished Business.

Hier ein Filmtipp für die Mainstream-Eltern da draußen, die die Dutroux-Saga für eine Verkettung polizeilicher Fuck-Ups halten: Ein uralter und in Deutschland immer noch verbotener und deshalb ungenannter Streifen des in Psychologie studierten Horrorregisseurs Wes Craven, in dem die Strafverfolgungsbeamten in Slapstickmanier in der Gegend herumstolpern und trotz solider Hinweise nicht verhindern, dass ein Trio zwei Mädchen vergewaltigt und tötet. Sind diese Polizisten akzeptabel? Geben sie ihnen das Gefühl von Sicherheit?

Zufällig landen die Killer ausgerechnet bei den Eltern eines der Opfer und tragen die Maske der Normalität, sobald ihre Deckung jedoch auffliegt, greift der Vater zur Kettensäge.

Was wohl die Angehörigen von den Dutroux-Opfern Julie und Melissa von Mr. Langlois und dessen Ermittlungen halten? Wo er sich sogar weigerte, DNA-Tests von 6000 Haaren aus dem Folterkeller vorzunehmen? Melissas Mutter nannte ihn Belgiens Adolf Eichmann. Die Israelis verwendeten für das Todesurteil an Letzterem keine Kettensäge. Zumindest nicht offiziell.

Belgien ist eines der unbeliebtesten Länder Europas. Das Wahrzeichen von Brüssel ist nach wie vor ein pinkelnder nackter Junge.

Dutroux war kein stereotyper verschrobener Jedermann, der zufällig zum Killer wurde. Er erzielte früh ein beträchtliches Einkommen mit dem Handel gestohlener Fahrzeuge und junger Prostituierter in Polen und der Slovakei. Er besaß nicht weniger als siebem Häuser in Belgien, die meisten davon leerstehend oder nur für die Logistik junger Mädchen und illegaler Pornovideos betreffend.

In einem dermaßen winzigen Land (ist Belgien überhaupt ein Land?) hätte er in den 90er Jahren nach dem Verschwinden von Kindern sofort als einer der Top-Verdächtigen gelten müssen, immerhin war er 1989 schon verurteilt für den Missbrauch von 5 Kindern. Justizminister Wathelet hatte aber ein Herz für die belgischen Pädos und so kam Dutroux nach 3 Jahren einer 13-jährigen Strafe auf freien Fuß.

Ein Informant stieß 1993 auf null Interesse, obwohl ihm Dutroux umgerechnet bis zu 5000 $ angeboten hatte für das Entführen junger Mädchen. 1995 wandte sich sogar seine verdammte Mutter ohne erfolg an die Behörden. Der Tippster von 1993 meldete zwei Jahre später dass Dutroux einen geheimen Kellerraum gebaut hatte.

Dutrouxs zweite Frau Martin und der Geschäftsmann Nihoul gestanden die Organisation einer Sexparty für enorm einflussreiche Figuren. Als Dankeschön für die untätigen Behörden bekam die politische Klasse EUROPOL. Belgiens König Albert forderte „Reformen“.

Im April 1998 konnte Dutroux seinen bewachenden Polizisten überwältigen, ihm die Waffe entwenden und für drei Stunden fliehen.

Liebe Eltern, ölen sie vorsorglich schon mal ihre Kettensägen.

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Sicherheit
12 Comments on this post.
  • Agent Orange
    5 Februar 2013 at 20:18
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  • Agent Orange
    5 Februar 2013 at 20:02
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  • ein mensch
    5 Februar 2013 at 18:46
    Leave a Reply

    interessanter verweis auf den wes craven film ;-)…um jetzt nicht den titel zu nennen, es gab 2009 ein remake bei dem wes craven an der produktion beteiligt war, das original war von 1972 und mal grad sein zweiter film, das remake wurde 2010 indiziert,

    • ein mensch
      6 Februar 2013 at 18:23
      Leave a Reply

      ich vergaß noch zu erwähnen dass selbst der wes craven film auch nur ein remake war, das original ist ein schwedischer film von 1960 „die jungfrauenquelle“ von ingmar bergmann

  • benjamin
    4 Februar 2013 at 21:52
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    das krasse ist ja, dutroux war ja wirklich zwischendurch auf freiem fuß!
    wenn dieser „pöbel“ (der souverän) nicht lautstark protestiert hätte, wäre er immer noch „entlaufen“ (gelassen)

    die ganze dutroux-sache stinkt zum himmel; ein ehemaliger stricher auf stütze mit zitat „mehreren“ häusern!
    wievel häuser habt ihr denn so?

    wer hat die macht polizeibeamte und staatsanwälte zu verselbstmorden?? mafia? verarschen kann ich mich alleine..
    das geht bis GANZ NACH OBEN! mehr sag ich nicht..

    vllt noch zu einem „selbstgemorderten“ ermittler namens GUY GEUBELS

    http://www.imagebanana.com/view/0l2pw4o1/guygeubelsjosephgoebbels.png

    es gibt kein einziges bild von ihm (!) auf google! (ist ein screenshot aus der doku „dutroux und die toten zeugen“)

    gruselig oder??

    ich glaube es gibt da etwas unterhalb der obefläche des maintreams was noch dreckiger ist, als wir (halbwegs normale) uns vorstellen können D:

  • Ingo
    4 Februar 2013 at 18:29
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    Übrigens kam letztens in der Glotze ein krasser Film über dieses Thema mit den Namen „Operation Zucker“
    Schaut den mal an!

    Finde es nur interessant das man solcherlei Filme zeigt, aber als „Justizia“ nicht seinen Job erledigt und diese Typen zur Hölle schickt!

    • beewhyz
      4 Februar 2013 at 19:13
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      vielleicht weil es einer weiterer kleiner Faktor ist, der die Menschen noch weiter in die Apathie drängt.

      Es ist doch so, dass eigentlich bald der letzte Esel in D. weiss was abgeht, lies einfach mal die Kommentare unter den Spiegel propaganda texten im netz… das bedeutet noch lange nicht dass irgendwer etwas macht.

      Tagtäglich Horror um uns und kein ‚großer Retter‘ und die Leute bekommen tunnelblick :-/

    • ein mensch
      6 Februar 2013 at 10:42
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  • Ingo
    4 Februar 2013 at 18:24
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    Sogar ein Kettensägengemetzel wär noch zu Milde für diese Typen!

    • Duderich
      6 Februar 2013 at 8:41
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      Achherje. Geht auch einfacher. Ab in einen Kerker und Schlüssel einschmelzen. Bzw. ab ins Verlies mit einem Eingang an der Decke. Denn so wie bei Dutrouxs altbekannten Freund Freddy Krueger, der ja auch aus Wes Cravens Filmfeder stammt, werden die inneren Traumdämonen ihn schon beschäftigen. ‚Tätätätätä‘.

      Warum gibt es eigentlich so viele sich ähnenlnde Fortsetzungen, wo das böse immer wieder aufersteht? Reicht es nicht eine Geschichte einmal zu erzählen? Kann für Holy Wood doch nicht nur ums Geld gehen.

      Und warum kann man mittlerweile schon seit längeren Filme, die mit einem roten altersangabe kennzeichen makiert sind im öffentlichen Handel in den Regalen frei beworben sehen? Und das sogar an der Kasse auf Knie bzw, Kinderaugen höhe? Wo diese vor zehn Jahren etwa, wenn entweder in einer Ecke wo kaum jemand hinblickte in einer Vitrine gehalten wurden, oder aber in Videotheken standen wo Kinder keinen zu tritt zu haben? Hat sich wohl einiges geändert mit der Zeit. Homo Decadencia.

      • ein mensch
        6 Februar 2013 at 10:34

        das geld ist nur nebensache, die zutiefst penetrant nervenden ewigen neuauflagen dienen nur dazu um programmierung zu festigen…man kann davon ausgehen dass ca. 90-95% aller produktionen programmierung sind…die restlichen 5-10% sind dann mal vielleicht wirklich unterhaltung oder im positiven sinne „erziehung“ wie z.b. mal eine gute james fenimore cooper- oder karl may verfilmung….ähliches bei serien wie z.b. die waltons oder unsere kleine farm (welche beide auf tatsächlichen persönlichen erlebnissen basieren)…

        auf neuauflagen dieser art kann man bis zum st. nimmerleinstag warten da eine „programmierung dieser art“ nicht den interessen der elite dient ;-)…

        hier noch eine recht gute doku über die eigentliche funktion von holy wood https://www.youtube.com/watch?v=yhvFHd9hBaQ

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