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Iran richtet Terrorführer und CIA-Partner Abdolmalek Rigi hin

Der sunnitische Terrorführer und CIA-Partner Abdolmalek Rigi trat am Sonntag seinen letzte Gang zum Galgen an. Der Anführer der Jundullah-Organisation wurde im iranischen Evin-Gefängnis erhängt, nachdem ein iranische Gericht geurteilt hatte, dass er ein “Feind Allahs” sei. Im Februar zwangen iranische Flugzeuge eine Maschine von Dubai nach Kirgisistan, unter deren Passagieren sich Rigi befand, zur Landung. Laut anderslautenden Meldungen wäre er im Iran oder in Pakistan verhaftet worden.

“Wir haben aussagekräftige Dokumente welche beweisen, dass Rigi mit amerikanischen, israelischen und britischen Nachrichtendiensten kooperiert hat,”

verlautbarte Irans Minister für die Nachrichtendienste Heydar Moslehi nach der Verhaftung. Rigi hätte sich 24 Stunden vor seiner Verhaftung auf einer US-Militärbasis aufgehalten und einen afghanischen Pass bei sich getragen, der ihm von den Vereinigten Staaten ausgestellt wurde.

“Nachdem wir uns mit den US-Funktionären vor vier Jahren in der US-Botschaft getroffen hatten, versprachen sie [die US-Funktionäre] uns, mit allem zu helfen was wir brauchen,”

erzählte Abdolmalek Rigis Bruder Abdolhamid Reportern im Jar 2009.

“Wir erhielten Geld und Waffen als Unterstützung von den Vereinigten Staaten.”

“Wir bekamen Aufträge von ihnen,”

meinte er über die angeforderten Terroranschläge im Iran. Von 2005 an hätte Malik in Karatschi und Islamabad mehrere “vertrauliche” Treffen abgehalten mit FBI- und CIA-Agenten. 2007 enthüllte ein Bericht des Sunday Telegraph, dass die Jundullah von der CIA geschaffen worden war um mit Hilfe von Terroranschlägen einen “Regimewechsel im Iran” herbeizuführen. Ein Bericht von ABC warf Funktionären in Washington vor, Terroristen der Jundullah angewiesen zu haben, “tödliche Guerilla-Aktionen in der Islamischen Republik auszuführen, iranische Funktionäre zu entführen und vor laufender Kamera hinzurichten”. Ein ehemaliger ranghoher CIA-Funktionär sagte dem Sunday Telegraph nach einer Serie von Bombenanschlägen und Attentaten gegen iranische Soldaten und Regierungsfunktionäre:

“Die jüngsten Anschläge im Iran passen zu den Bemühungen der USA, die ethnischen Minderheiten im Iran zu beliefern und auszubilden um das iranische Regime zu destabilisieren.”

2005 griff die Jundullah Mahmoud Ahmadinedschads Fahrzeugkolonne in der iranischen Balochistan-Provinz an, tötete dabei mindestens einen Leibwächter und verletzte weitere. Im folgenden Jahr tötete die Terrorgruppe 21 Zivilisten, darunter einen 13-jährigen Schüler in der Nähe von Tasuki. 2007 griff die Jundullah einen Bus an und tötete dabei 18 Mitglieder des Corps der Iranischen Revolutionsgarde. Die von der CIA unterstützte Organisation hat ebenfalls massenhaft Zivilisten und Polizisten entführt. 2009 verübte man einen Bombenanschlag auf eine Moschee in der iranischen Stadt Zahedan, während Gläubige der Tochter des Propheten gedachten. Amerikanische Neokonservative unterstützen begeistert die Bemühungen der CIA: 2009 forderte der ehemalige Sprecher des US-Repräsentantenhauses Newt Gingrich von der Obama-Administration, Irans Öl- und Gasindustrie zu “sabotieren” um eine Wirtschaftskrise auszulösen.

“[Wir] sollten verdeckte Operationen benutzen, um eine Treibstoffkrise zu schaffen um das Regime auszutauschen,”

sagte Gingrich zu UPI. Der demokratische Abgeordnete und Vorsitzende des Komitees im Repräsentantenhaus für Veteranenangelegenheiten Bob Filner forderte, dass die Vereinigten Staaten Terrorgruppen unterstützen wie Jundallah und die Mujahedin-e-Khalq. Im Februar berichtete der Investigativreporter Wayne Madsen aus D.C., dass Rigi sich mit Richard Holbrooke treffen werde, Obamas Sonderabgesandter für Afghanistan und Pakistan. Der gefeierte Journalist Seymour Hersh berichtete im Jahr 2008 über die US-Kampagne zur Destabilisierung des Irans. Hersh führte aus, wie die CIA und die US-Spezialeinheiten seit langem Beziehungen unterhalten zur PEJAK, der verbotenen Splittergruppe der PKK-Terroristen im Iran, sowie zu anderen sunnitischen Fundamentalisten die laut ehemaligen Geheimdienstfunktionären “auch als al-Kaida beschrieben werden können”. Das Unterfangen wurde von der Bush-Administration gestartet und erhielt Unterstützung im Kongress. Hersh schrieb für The New Yorker:

“Geheimoperationen gegen den Iran sind nichts Neues. US-Spezialeinheiten haben seit [2007] mit Genehmigung des Präsidenten die Grenze vom südlichen Irak aus überschritten für Operationen.”

“Darunter waren Entführungen von Mitgliedern der al-Kuds, der Eliteeinheit der iranischen Revolutionsgarde, und deren Verschleppung in den Irak für Verhöre.”

Hersh berichtete, dass “die Größenordnung und der Umfang der Operationen im Iran, an welchen die Central Intelligence Agency und das Joint Special Operations Command (JSOC) teilhaben, inzwischen bedeutend ausgeweitet wurden, wie derzeitige und ehemalige Funktionäre berichten.” Am Samstag wurde berichtet, dass die USA und Israel eine Armada an Kriegsschiffen über den Suezkanal in Richtung Iran bewegt haben. An der diesjährigen elitären Bilderberg-Konferenz gab es laut Insiderquellen einen signifikanten Konsens zu Gunsten eines Militärschlages.

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14 comments

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AvniSinanoglu 22. Oktober 2010 at 21:21

Ich würde mir wünschen, dass man auch zum Thema PKK-Terror einige Erkundungen macht. Zur Zeit sind die Israelis damit beschäftigt, der PKK-Organisation militärisch und materielle Unterstützung zu liefern, es wurden zig Mossad Agenten in den hohen Kadern der PKK/Pejak bekannt. Diese Terrororganisation wird gezielt gegen Iran und Türkei verstärkt. Um es zu begreifen auf den o.g. Beispiel, diese Terroristen sind die Waffen der USA und Israel um Ihre Ziele zu verwirklichen. Nun sind die Amis in der Türkei mit Erkundungen nach Erdöl und Erdgas beschäftigt wie lange wollen Sie noch ein Land destabilisieren indem Sie selbst die Ölfelder bereits beschlagnahmt haben. In Sirnak und Diyarbakir sind die Ölquellen genauso viel wie in Irak. Daher gibt es seit 30 Jahren Krieg gegen die Türkei Die Drahtzieher sind wie immer die CIA, Gladio und Mossad. Wo Kurden flüchteten wurden die Länder an die Israelis verkauft und die Ölfelder an die US Petrofirmen. Kaum eine internationale Mediengesellschaft sieht diese Tatsache. Hintergrund, man gönnt diesen Reichtum nicht den Muslimen, die Jahrtausende brüderlich zusammengelebt haben und zusammenleben wollten. Deutsche, englische und französische Politiker unterstützen die PKK nicht nur auf medialer Ebene, die USA und Israel auf militärischer Ebene. Die meisten ferngesteuerten Minen der PKK stammen aus Israel und USA. Man hat sich sogar noch nicht einmal die Mühe gemacht Made in USA wegzukratzen!

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Enrico 2. Juli 2010 at 6:05

Ich komm leider nicht richtig auf eure Seite drauf, woran kann das liegen? Bin jetzt von einem anderen Rechner hier… mit meinem bleibt der Browser einfach stehen?!

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Fashionspion 30. Juni 2010 at 7:05

Hab ich ueber Google gefunden… Danke fuer den interessanten Artikel

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Deimos 29. Juni 2010 at 23:16

Liebe Leutchen,

wieviele Gänge zum Galgen hatte dieser Mensch denn, wenn es der “letzte Gang zum Galgen” war? -Etwas üben im Ausdruck bitte.

Als nächstes, es heißt weder “Kirgistan”, noch “Kirgisistan”, – es heißt und hieß schon IMMER schlicht: Kirgisien. Und das schon lange vor Zeiten des ZDF und der ARD, und bevor dieses Ländchen politisch “wichtig” wurde.

Bitte dem Neusprech entsagen, auch wenn “Kirgisistan” oder von mir aus auch “Kirgisisisisisisisistan” euch intellektueller vorkommt. Die Tschechei bleibt sie auch trotzdem man sie heute “Tschechien” nennt. Wann wird Polen zu “Polien” und Deutschland zu “Deutschien”?!

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graubartnr 27. Juni 2010 at 9:08

Mit welchen Mitteln der Gehirnwäsche,
ich rede hier von
Psychoaktiven
Substanzen,
die Agenten der CIA behandelt wurden,
um diese babylonischen
Aufträge auszuführen,
Aufträge die nur darauf
provozieren aufgedeckt
zu werden und zu
Ärgenissen zwischen
Nationen führen,
ist fraglich aber keinen Falls auszuschliessen.

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Michael 24. Juni 2010 at 21:41

Todesstrafe ist zwar nicht der richtige Weg aber mit dem tod werden in Amerika ebi weitem mehr Menschen bestraft als im Iran. Jemand der sein Land verkauft muss jedenfalls damit rechnen…hüben wie drüben.
Lang lebe die Freiheit

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JoeDoe 24. Juni 2010 at 8:20

Das monetäre Versklavungs System ist dem Untergang geweiht!

Alles was einen Anfang hat, hat auch ein Ende!

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AlbrechtD 24. Juni 2010 at 7:15

Gesetzlose Hochverräter werden eben hingerichtet. In Afghanistan werden Zivilisten von den USA „einfach so“ ausgebombt. Der Irak-Krieg wurde wider alles Völkerrecht von den USA begonnen. Und nun möchten die USA (mit Hilfe von Israel) in die Steinzeit zurückzwingen, damit sie sich das iranische Erdöl sichern. Harte Worte – gewiß. Aber es sind wahre Worte.

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Rufer 24. Juni 2010 at 4:18

Hoch lebe der Iran.
Das Land hat das Recht und die Pflicht sich selbst zu verteidigen. Es ist, im Gegensatz zu Deutschland, ein souveräner Staat.
Ich wünsche den Menschen dort alles Gute und eine friedliche Zukunft

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Fraitak 23. Juni 2010 at 23:25

Schön das bald wieder irgendwo in der vermeintlich zivilisierten Welt, Menschen ihr leben lassen müßen damit ein Krieg im Namen der Menschenrechte geführt
werden darf. Was ist bloß der Antrieb jener Soldaten sich einem solchen US Amerikanischen Regime zu unterwerfen, welches nur aus dem Gründen der nationalen Sicherheit interveniert”?”.
Was wäre wenn das amerikanische Volk den Krieg ablehnt, zündet man dann eine A-Bombe?
Wenn das auf geheiß der 300, oder wie diese Menschen auch immer sein mögen passiert, wäre doch klar wer dann bald zum Weltfeind Nummer eins wird.
Welche Agenda steckt dann wohl dahinter.
Was macht ein Volk das von seinen eigenen Machthabern verkauft wird, es versinkt im Chaos. Amerika meets Laos.

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Schmull 23. Juni 2010 at 21:37

Nix für ungut aber wie immer trift es die Falschen.

Und aus der Todesstrafe kann keiner etwas Lernen, außer Terror.
Ich denke sie hätten eher doppelterrorist/informant aus ihm machen sollen, vieleicht hätte mann ja ein par Puppenspieler gefunden, oder so.

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Tweets that mention http://208.64.123.254/~infokrie/wordpress/?p=193utm_sourcepingback -- Topsy.com 23. Juni 2010 at 20:02

[…] This post was mentioned on Twitter by . said: […]

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ecco1347 23. Juni 2010 at 19:35

damit musste er rechnen.
ich bin zwar nicht für die todesstrafe aber solche typen sind gesetzlose hochverräter die alles für geld machen was es gibt.
ich heul ihm keine träne nach.
das der iran in der heutigen lage und situation aufsolche typen gereizt reagiert kann ich mir sehr gut verstellen.

naja machs gut Abdolmalek.
pech gehabt.

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