Sicherheit Technologie

Polizei rekrutiert Besitzer von Internetcafés um Surfer auszuspionieren

Im Zuge des Voranschreitens in Richtung der Art von Gesellschaft, von der wir dachten sie korrespondiert mit den dunkelsten Tagen des 20. Jahrhunderts, folgt nun die Schlagzeile, dass die Polizei mit Besitzern von Internetcafés zusammenarbeitet um Nutzer aufzuspüren, die „extremistische Webseiten“ besuchen.

„Die Initiative ist Teil des präventiven Unterfangens der Regierung in ihrer Anti-Terror-Strategie, welche darauf abzielt, Radikalisierung durch einen Sieg „in der Schlacht um Ideen“ zu verhindern. Besitzer von Internetcafés wurden aufgefordert, selbst darüber zu urteilen was als extremistisches Material zu werten sei,“

berichtet The Register. Natürlich wird, nachdem die Polizei die Öffentlichkeit darauf konditioniert hat, dass das Benutzen von Bargeld, das Schließen der Vorhänge oder das Genießen der eigenen Privatsphäre Kennzeichen eines potentiellen Terroristen wären, die Definition von „extremistischem Material“ auch zweifellos politische Anti-Establishment-Webseiten umfassen wie z.B. die welche sie gerade lesen. Tatsächlich zensieren bereits wichtige Verkehrsknotenpunkte in Großbritannien wie London St. Pancras Seiten wie Prisonplanet.com und sogar mildere politische Webseiten, um damit ihre Nutzer davor zu schützen, „extremistische“ Informationen zu bekommen, welche es wagen die Motivation unserer illustren Führer und die wahre Agenda hinter ihrem Krieg gegen den Terror in Frage zu stellen. Arun Kundnani vom Institut für Rassismusforschung beschrieb die Initiative als „gefährlich“:

„Sie… kriminalisiert möglicherweise Menschen dafür, dass sie Material beziehen welches zwar legal ist, das aber religiöse und politische Meinungen vertritt, die Polizisten als inakzeptabel erachten,“

Und genau das ist der Punkt. Es wird eine Atmosphäre der Angst geschaffen, in der Menschen sich davor fürchten ihre abweichende Meinung zum Ausdruck zu bringen, oder auch nur darüber zu lesen wie andere Menschen ihre Meinung ausdrücken, aus Angst davor als Terrorist gebrandmarkt zu werden und von der pflichtbewussten Gedankenpolizei zum nächsten Polizeirevier verfrachtet zu werden. Die Einbeziehung von Internetcafébesitzern zum Ausspionieren der Surfgewohnheiten ihrer Kunden ist nur ein weiterer Punkt des gigantischen Programms des britischen Inlandsgeheimdienstes MI5, mit dem 60.000 britische Bürger trainiert werden sollen, ein ziviles Antiterror-Spähnetzwerk zu werden. Wie wir letztes Jahr berichteten, wurden Mitarbeiter der Eisenbahnen, an Flughäfen, in Einkaufszentren, in öffentlichen Gebäuden, Hotels und Sportstätten vom MI5 und der Polizei trainiert, „verdächtiges Verhalten“ zu beobachten und an die Behörden zu melden. Ein weit verbreitetes Missverständnis über Nazideutschland ist, dass der Polizeistaat allein die Kreation der Behörden und die Bürger lediglich die Opfer waren. Ganz im Gegenteil zeigen Gestapoakten jedoch, dass 80% aller Untersuchungen der Gestapo als Reaktion auf Informationen, welche „gewöhnliche“ Deutsche durch Denunziation lieferten, gestartet wurden.

„Es gab relativ wenig Geheimpolizei und die meisten von ihnen bearbeiteten eingegangene Informationen. Ich entdeckte eine schockierende Tatsache. Es war nicht die Geheimpolizei, welche diese alles umspannende Überwachung durchführte und sich hinter jeder Straßenecke verbarg. Es waren die gewöhnlichen Deutschen, die Informationen über ihre Nachbarn lieferten,“

schrieb Robert Gellately, von der Florida State University. Gellately fand heraus, dass diejenigen die Informationen über ihre Nachbarn lieferten, vor allem durch banale Faktoren motiviert wurden – „Gier, Neid und unbedeutende Meinungsverschiedenheiten“, und nicht etwa durch eine echte Sorge um Verbrechen oder Gefahren.
Gellately „entdeckte Fälle, in denen Geschäftspartner sich verbündeten um alles an sich zu reißen; eifersüchtige Freunde einen Nebenbuhler meldeten, Nachbarn ganze Familien verrieten die dauernd die Gemeinschaftsbäder schmutzig hinterließen oder die begehrenswerten Wohnungen bewohnten.“

„Und dann gab es noch diejenigen, die jemanden meldeten, nur weil zum ersten Mal in ihrem Leben jemand in den Behörden ihnen zuhörte und das was sie sagten zu schätzen wusste.“

Gellately betont die Tatsache, dass diejenigen Deutschen welche die Behörden auf ihre Nachbarn hetzten, sehr wohl über die Konsequenzen, welche die Opfer erwarteten, wussten – auseinandergerissene Familien, Folter, Internierung in Konzentrationslagern und schließlich in vielen Fällen der Tod – dennoch taten sie es ohne Skrupel, da die ausgezahlten Fangprämien und der reine Vorteil ihnen wichtiger war. Jeder, der es wagt die Wahrheit auszusprechen, wird augenblicklich vom Establishment als ein verrückter Verschwörungstheoretiker oder gefährlicher Extremist marginalisiert. Regierungen haben inszenierte Terrorattacken wie den 11. September und die Londo-Attentate fieberhaft ausgenutzt um eine Säuberung der Gesellschaft von den Unzufriedenen zu beginnen, mit dem Ziel das einzige Hindernis für ihre Agenda aus dem Weg zu räumen. Sie tun dies durch die Schaffung einer Armee von tratschenden Informanten, die begierig Menschen aus ihrer eigenen Mitte ausspionieren und melden; unter der Wahnvorstellung, sie täten ihre patriotische Pflicht, doch in Wahrheit ebnen sie den Weg für eine Wiederholung des Horrors, der historisch zwangsläufig folgt, wenn es dem Staat gelingt die Menschen auf so extreme Weise gegeneinander aufzubringen.

Paul Joseph Watson
PrisonPlanet.com
Donnerstag, 25. März 2010

[Übersetzer: Shapy]

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