Sicherheit Technologie

Cyberkrieg-Drills sollen das Ende des freien und offenen Internets einleiten

Am 1. März beschuldigte Ryan Singel, ein Autor bei „Wired“, die Regierung der Absicht, das offene und freie Internet zu zerstören. Leser von Seiten wie Infokrieg, Infowars und PrisonPlanet wussten dies schon seit geraumer Zeit, aber es ist aufmunternd zu sehen, wie gewöhnliche Medien vermehrt die Wahrheit verbreiten und die Leser vor der Gefahr warnen.

„Die größte Bedrohung für das offene Internet sind nicht die Hacker der chinesischen Regierung oder gierige Internet-Provider ohne Rücksicht auf Netzneutralität, sondern jemand wie Michael McConnell, der ehemaliger Direktor der nationalen Geheimdienste,“

schreibt Singel.

„McConnell ist nicht etwa gefährlich, weil er SQL-Injektionshacks beherrscht, sondern weil er sich auskennt mit Social Engineering. Er ist der nett erscheinende Typ, der gewillt und fähig ist, Angstmanipulation einzusetzen um die Bundesbürokratie für seine Zwecke einzuspannen, während er selbst für die Unwissenden wie ein Held erscheint.“

Der frühere Geheimdienstchef und jetzige Vizepräsident der gespenstischen Booz Allen Hamilton Corporation (bekannt für Verbindungen zu 9/11 und ein Hauptkunde der Militär- Forschungsabteilung DARPA) zog aus, um dem amerikanischen Volk das apokalptische Szenario „Cybar-Armaggedon“ (wie Singel es passend beschreibt) anzudrehen. McConnell drängt darauf, dass das Internet neu entwickelt werden müsse:

„Wir müssen ein Frühwarnsystem entwickeln, um den Cyberspace zu überwachen, Störungen zu identifizieren und die Quelle des Angriffs zu lokaklisieren; mit einer Beweislage welche diplomatische, militärische und rechtliche Optionen unterstützt – und das alles in Millisekunden. Wir müssen das Internet neu entwickeln um die Zuordnung, die Lokalisierung, die geheimdienstliche Analyse und die Angriffbewertung – wer tat es von wo aus, warum und was war das Ergebnis – zu erleichtern. Die Technologien sind bereits von öffentlichen und privaten Quellen verfügbar und können weiterentwickelt werden, falls wir den Willen haben sie in unsere Systeme einzubauen und mit unseren Freunden und Handelspartnern zusammenzuarbeiten, damit sie das gleiche tun.“

„Er spricht davon, das Internet so zu verändern, das alles was jemand im Netz macht verfolgbar und lokalisierbar (GPS) wird, sodass die nationale Sicherheitsadministration User und ihre Computer für Vergeltungsschläge ins Visier nehmen kann, sollte es der US-Regierung nicht gefallen, was in einer E-Mail steht, welche Suchbegriffe eingegeben wurden, welche Filme heruntergeladen wurden,“

schreibt Singel und weiter:

„Oder die Technologie könnte nützlich sein, wenn ein Computer ohne ihr Wissen gehackt und als Teil eines Botnets verwendet wird.“

McConnell sagt, dass die Regierung einen neuen kalten Krieg erzeugen muss, „einen mit genau den Online-Gegenstücken zu den geheimen Codenamenprojekten der ICBMs und der Eisenhower-Ära.“ Dies richtet sich nicht gegen Muslime weit entfernt in irgendwelchen Höhlen, sondern gegen den wahren Feind — das amerikanische Volk, welches dank des Internets immer weiter aufwacht.

Der Geheimdienstchef der Bush-Ära bauschte die Bedrohung chinesischer Hacker in Geschichten auf, welche in der Washington Post und im Wall Street Journal erschienen. Die weltweit größten Sicherheitsfirmen McAfee und Symantec haben die Sache heruntergespielt. Singel schreibt, dass diese Angstmacherei fast vollständig jenseits der Fakten ist. In einer Rede des stellvertretenden Handelsministers Lawrence E. Strickling heißt es:

„Das Internet in Ruhe zu lassen“ war die Internetpolitik seitdem das Internet Mitte der Neunziger kommerzialisiert wurde. Die Herangehensweise der Regierung war, dem Wachstum nicht im Wege zu stehen. Die Richtlinie im „Telecommunications Act“ von 1996 sollte:

„…den lebendigen und wettbewerbsorientierten freien Markt, der derzeit im Internet und anderen interaktiven Computerdiensten existiert, von unbegrenzter staatlicher Regulierung bewahren.“

Das war die richtige Politik für die USA in den Anfängen des Internets und die richtige Botschaft an die Welt. Aber das war früher und jetzt herrscht eine andere Situation vor.

Jetzt will das Pentagon seine Gegner mit dem Online-Gegenstück einer Interkontinentalrakete aus dem Verkehr ziehen, um Cyberangriffe, Störungen der Privatsphäre und Urheberrechts- verletzungen zu verhindern (und natürlich die wahre Bedrohung auszuschalten — die alternativen Medien, welche an den Establishmentmedien vorbeiziehen).

„Wie jeder weiß, der in Sachen Internet bewandert ist, florierte das Internet, weil es von keiner Regierung kontrolliert werden kann,“

schreibt Singel.

„Aber es gibt schleichende Anzeichen von Gefahr.“

Eines dieser Zeichen ist das „Cybersecurity“-Gesetz, welches im Senat zur Abstimmung ansteht und vom bekannten Internethasser und Senator Jay Rockefeller eingebracht wurde. Falls es verabschiedet wird, wird Obama die Befugnis erhalten, „Netzwerk-Notfallpläne“ zu initiieren, welche „sicherstellen sollen dass wichtige staatliche oder private Dienste während eines Gegenangriffs nie da gewesenen Ausmaßes nicht offline gehen,“ so Tony Romm von „The Hill“.

„Es steht zu viel auf dem Spiel als dass wir uns vormachen könnten, die derzeitigen veralteten Internet-Sicherheitsregelungen seien den Anforderungen gewachsen, um die wirtschaftliche Infrastruktur unserer Nation zu schützen,“

sagte Rockefeller.

„Wir müssen es besser machen und das bedeutet, wir benötigen einen Level an Koordination und Raffinesse um unseren Gegner überlegen zu sein und die wirtschaftliche Bedrohung zu minimieren.“

Rockefeller und die Regierung haben aber einen ernsten Gegner — das amerikanische Volk, welches die Establishment-Propaganda mit Hilfe des Internet umgeht. Das kürzlich durch das Repräsentantenhaus verabschiedete und jetzt dem Senat vorliegende Internetsicherheitsgesetz wird als notwendige Aktion gepriesen gegen russische und chinesische Hacker, welche versessen darauf seien unser Strom- und Handynetz lahmzulegen. Doch in Wahrheit verschleiert all die Angstschürung nur die wahre Absicht dieser Legislatur — nämlich das freie und offene Internet zu schließen und all diejenigen zu attackieren, die es wagen, die Wahrheit auszusprechen und eine Opposition zu organisieren gegen eine räuberische und diktatorische Regierung.

Kurt Nimmo
Prison Planet.com
Tuesday, March 2, 2010

[Übersetzung: W.Scheuble]

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