Kommentar
Wir hatten ja damit gerechnet, dass das notorische COMPACT-Magazin merken wird, dass ĂŒber politisch rechte Bahnen die erhofften groĂe Wendungen zugunsten von Russland nicht eintreten und dass die COMPACT es wieder mal damit probieren wird, eine Querfrontstrategie zu bewerben. So wie zu Beginn des Magazins; vor der neurechten Trendwelle, Trump und der AfD. Jetzt gibt es dort BeitrĂ€ge wie âGenossen und Kameraden: Die Geburt der Querfrontâ. Es soll so aussehen wie eine historische Abhandlung:
âKommunisten und völkische Rechte diskutierten ĂŒber ein gemeinsames Vorgehen gegen das verhasste System und warben fĂŒr ein BĂŒndnis mit der Sowjetunion.â
Man benutzt auch einen ganz speziellen Begriff:
âWeil ihnen die Sowjetunion nicht als Feind galt, wurden auch die Tat-Vertreter mitunter als Nationalbolschewisten bezeichnet.â
Die AfD hatte sich ertrĂ€umt, bis zu 20% der WĂ€hlerstimmen bundesweit einzusacken, und danach sogar noch zu einer Art Volkspartei aufzusteigen. Manche FunktionĂ€re planten, die politische Mitte thematisch zu besetzen nachdem man die rechtskonservative Trendwelle ausgereizt hat. Andere wollten immer weiter nach rechts, komme was da wolle. Gerade die COMPACT förderte den Kurs des rechten AfD-FlĂŒgels, weil man befĂŒrchtete, dass eine zu angepasste Partei die revolutionĂ€re Gesinnung verliert und Teil des „Systems“ wird; so Ă€hnlich wie einst die Wirkung der radikaleren Linken verpuffte. Allerdings begrenzte sich die AfD mit dem radikalen Kurs, sodass es sich um ein Sammelbecken handelt. Die radikale Linke in Deutschland steckt derweil in der Voll-Krise, weil die Menschen heute den Sinn nicht verstehen von staubigem Marxismus-Leninismus.
So mĂŒssten die Hobby-ChĂ©-Guevaras von den Linken sich verbrĂŒdern mit den verhassten Rechten und einem pro-russischen Teil des gewöhnlichen BĂŒrgertums. Und dann? Ein einzelnes Bundesland aus der BRD herausbrechen, fĂŒr unabhĂ€ngig erklĂ€ren und dann die diplomatische Anerkennung erhalten von Russland und China? Und dann? Politische VerteilungskĂ€mpfe? Russische Vorherrschaft?
Die deutsche Linke hatte nicht nur den Untergang der Sowjetunion und den Verlust der DDR zu verkraften, sondern auch den Verrat der SowjetfĂŒhrung an groĂen Teilen der ostdeutschen Spionage. Stasi-Netzwerke wurden im Zuge der Wiedervereinigung enttarnt, dafĂŒr gab es im Gegenzug keine juristische Vergeltung fĂŒr den vergangenen Stasi-Terror.1 ZunĂ€chst hatten die Linken noch gehofft, sie dĂŒrften ihre DDR behalten und mĂŒssten diese nur etwas umbauen, dann folgte allerdings die groĂe EnttĂ€uschung, weil die SowjetfĂŒhrung mit den Amerikanern eine Wiedervereinigung aushandelte.
Wer frĂŒher nicht fĂŒr die Stasi arbeitete, sondern fĂŒr den tschechischen Geheimdienst oder den sowjetischen KGB oder den sowjetischen GRU, hatte nach 1991 oft weit bessere Karten. Aus der SED wurde die PDS und schlieĂlich âDie LINKEâ. Stalinistische Ăberzeugungen wurden in die Besenkammer verbannt. Eigentlich mĂŒsste nacktes Entsetzen herrschen ĂŒber die Wandlung Russlands hin zu einem neokonservativ-faschistoiden Raubtierkapitalismus, angefĂŒhrt von Möchtegern-Adeligen. Nichtsdestotrotz existieren alte LoyalitĂ€ten noch immer und Russland gilt nach wie vor als FĂŒhrungsmacht im internationalen Kampf gegen den imperialistischen angloamerikanischen Block. Wenn Putins Regime bald (gezwungenermaĂen) eine sozialistische Planwirtschaft einfĂŒhrt und es der Propagandamaschinerie gelingt, die Sympathien der auslĂ€ndischen Linken auf sich zu ziehen, dann erleben wir ein ganz neues Bedrohungspotenzial in Deutschland und anderswo. Die deutschen Nationalkonservativen befinden sich anfangs 2016 zwar auf einem gewissen Höhenflug, trotzdem wĂ€re es naiv und fatal, die Linken und den Sozialismus fĂŒr abgehalftert zu erklĂ€ren. Genauso wie die Russen den deutschen Nationalkonservativen Versprechungen machen, so macht man auch den deutschen Linken Versprechungen. China ist immer noch sozialistisch, wenngleich auch eher ein nationaler Sozialismus mit rassenideologischen Elementen. Nordkorea ist immer noch sozialistisch und verfĂŒgt ĂŒber eine riesige Armee, SĂŒdamerika wird immer kommunistischer und russenfreundlicher, und weitere BRICS-Staaten wie Indien können der Planwirtschaft etwas abgewinnen.2 Bereits kurz nach dem Fall der Sowjetunion versuchten es die deutschen Kommunisten mit einer Querfront.3 Christine Ostrowski, Vorsitzende der PDS in Dresden, traf sich 1993 mit einem AnfĂŒhrer der rechten Gruppe âNationale Offensiveâ und erklĂ€rte spĂ€ter, die gemeinsamen sozialen Forderungen seien fast identisch. Sie wollte die PDS strategisch neu orientieren und sich dabei ausgerechnet die CSU als Vorbild nehmen, wofĂŒr sie viel UnterstĂŒtzung aus der PDS-Parteibasis erhielt. Die letztendlich verbotene rechte Gruppe âWiking-Jugendâ pries 1994 Ostrowski, der rechte Volksmusikant Frank Rennicke schrieb in einem Lied ĂŒber die links-rechten Gemeinsamkeiten. Ostrowski war hauptamtliche Mitarbeiterin bei der SED gewesen und setzte sich in ihrer spĂ€teren Zeit bei der PDS fĂŒr mittelstĂ€ndische Unternehmen ein, was einige stramme Linke sehr verschreckte. Sie setzte sich ebenfalls ein fĂŒr die Betroffenen von unrechtmĂ€Ăigen Enteignungen in Ostdeutschland nach dem Krieg:
„Nicht alle Enteigneten waren Nazis und Kriegsverbrecher.“
Der SPIEGEL berichtete4:
FĂŒr die PDS gehört die durch den Einigungsvertrag von 1990 im Nachhinein sanktionierte entschĂ€digungslose Enteignung von GroĂgrundbesitzern zwischen 1945 und 1949 in der SBZ zu den absoluten Tabus.
Das Antifaschistische Infoblatt Ă€uĂerte seine Besorgnis:5
SpĂ€testens beim Aufmarsch in Rostock am 19. September 1998 wurde dies sichtbar, als einige Neonazis Transparente mit der Aufschrift: »Unser deutsches Land in Arbeiter- und Bauernhand!« und »Deutscher Sozialismus ist machbar« spazieren fĂŒhrten. In Sachsen tauchte ein Flugblatt der NPD auf, in dem die Neonazi-Partei als »Bollwerk gegen den globalen Internationalismus des GroĂkapitals« bezeichnet wird. Die DDR, heiĂt es da, sei der »bessere deutsche Staat« gewesen.
Seinerzeit wurde nichts aus dieser Querfront. Aber die Zeiten haben sich geĂ€ndert. Man zelebriert in Russland nach wie vor jĂ€hrlich mit einer gigantischen MilitĂ€rparade den historischen Sieg der Sowjetunion ĂŒber den deutschen Nazi-Faschismus. In der heutigen Russenpropaganda stehen klassische linke Slogans wieder im Mittelpunkt, wie z.B. der âKampf gegen den NATO-Faschismusâ. Moskaus MilitĂ€raktionen in der Ostukraine wurden kurzerhand umgedichtet als Ăberlebenskampf von Ukrainern gegen faschistische Horden aus Kiew. Es gab diese faschistischen Horden zwar gar nicht wirklich, aber dennoch pumpte man diese Interpretation pausenlos aus allen Medienorganen in die Welt hinaus. In der deutschen Politik hört man verblĂŒffend Ă€hnliche KlĂ€nge. Sahra Wagenknecht, Vizechefin der deutschen Partei âDie LINKEâ, erklĂ€rte zur Ukraine:6
âEine Putschregierung, der Neofaschisten und Antisemiten angehören, kommt mit dem Segen von Merkel und Steinmeier ins Amt, das VerhĂ€ltnis zu Russland hat sich dramatisch verschlechtert, in der Region droht ein BĂŒrgerkrieg, die US-Diplomatie reibt sich die HĂ€nde.â
Sie war in ihrer FrĂŒhzeit noch Stalin-Versteher und beteiligt an der Kommunistischen Plattform, zu deren Anliegen der âAntifaschismusâ gehört.7 FunktionĂ€re der LINKE sympathisieren mit der Abspaltung der Krim von der Ukraine und bewerben eine deutsch-russische AnnĂ€herung.8 Rechte und Linke benutzen inzwischen identische Slogans wie âAmi go homeâ und fordern gleichermaĂen die Loslösung Deutschlands aus westlichen BĂŒndnissen. Eine groĂe Show wurde auf der russisch besetzten Krim aufgefĂŒhrt und in ganz Russland im Fernsehen ĂŒbertragen: Die âMaidan-Faschistenâ tanzen in der Hakenkreuzformation, kĂ€mpfen irgendwann mit Panzern und Kalaschnikows, werden dann von russischen Truppen geschlagen. Am Ende gewinnt Russland, es ertönt die Hymne der Sowjetunion und ein Feuerwerk umspielt die alten Symbole wie den roten Sowjetstern und das Emblem der Sowjetunion, in dem Hammer und Sichel durch den doppelköpfigen Adler ersetzt sind.9 Putin und âneurechteâ Gruppen in Deutschland wie Hogesa wurden von JĂŒrgen ElsĂ€sser bezeichnet als âpatriotische Antifa gegen den NATO-Faschismusâ.10 In den 90er Jahren veröffentlichte er mit Sahra Wagenknecht noch ein gemeinsames Buch im konkret-Verlag ĂŒber die âAktualitĂ€tâ des Kommunismus. Mit 38 Jahren sang er noch das âLoblied auf die Fremdherrschaftâ ĂŒber Deutschland, sympathisierte mit Bomber-Harris und war dermaĂen straff kommunistisch, dass ihm selbst die DDR nicht antideutsch genug schien. Heute will er als deutscher Patriot und Querfront-Mann wahrgenommen werden und leitet das putin-konforme COMPACT-Magazin. Heute lobt ElsĂ€sser die französische Front National. 1998 beschwerte er sich aber noch ĂŒber die Kontakte der deutschen DVU zum âfranzösischen FaschistenfĂŒhrerâ Jean Marie Le Pen von der Front National. Dessen Tochter hat die ultrarechte Klitsche inzwischen zu einer seriösen Partei der Neuen Rechten verwandelt, die begeistert von Putin ist. ElsĂ€sser ist inzwischen auch begeistert. Im Vorwort seines Buchs von 1995 feiert er die deutsche Niederlage und erinnert daran, dass Auschwitz nur deshalb gestoppt wurde, âweil die Rote Armee im Osten 14 Millionen Deutsche vor sich hergejagt und die Kollaborateure nach Westen getrieben hatâ. Es wird noch viel krasser:
ââŠIM FEBRUAR WERDEN WIR EINEN TOAST AUF SIR ARTHUR HARRIS AUSBRINGEN, DESSEN LUFTFLOTTE DEN SOWJETISCHEN PANZERN IHREN VORMARSCH NACH BERLIN FREIBOMBTE. UND AM 8. MAI WĂRDEN WIR UNS GERNE VON SPEZIALISTEN DES MOSSAD ZEIGEN LASSEN, WIE MAN DEUTSCHE TORNADOS SPRENGT. JUST IN CASE.â
In dem zweiten Aufsatz des Buches âWenn das der FĂŒhrer hĂ€tte erleben dĂŒrfenâ spricht ElsĂ€sser von der verpassten Chance der âweltweiten antifaschistischen Allianzâ nach 1945, Deutschland zu zerstĂŒckeln und zu demilitarisieren:
âWĂRE ES NICHT ZUM KALTEN KRIEG UND ZUR BIPOLARITĂT GEKOMMEN, WĂRE DEUTSCHLAND VIEL GRĂNDLICHER AUFGETEILT WORDEN. DIE STRATEGIE DER ZERSTĂCKELUNG DEUTSCHLANDS WAR AUSDRUCK DER WELTWEITEN ANTIFASCHISTISCHEN ALLIANZ, DAS BUHLEN UM DIE DEUTSCHE EINHEIT RESULTAT IHRES ZERFALLS.â
WĂ€hrend heute die österreichische NationalrĂ€tin (FPĂ) Susanne Winter zu ElsĂ€ssers âFreiheitskonferenzâ geladen wird, fand ElsĂ€sser vor Jahren den ârechtsradikalen Chefâ der FPĂ zutiefst grĂ€sslich. Er schrieb in dem linken Blatt âkonkretâ:
âŠim Kursaal von Stuttgart-Bad Cannstatt hatten sich nicht nur tumbe Skinheads und Burschenschaftler in vollem Wichs versammelt, sondern vor allem BOSS-gestylte FDP-MandatstrĂ€ger und andere BiedermĂ€nner.[âŠ] »Jene, die in einem Raum leben, haben das Recht zu entscheiden, wie viele sie bei sich aufnehmen möchten.« Der Mob, der diese SĂ€tze zwei Wochen nach »Rostock« zu schĂ€tzen weiĂ, bedankt sich mit frenetischem Beifall, den Haider mit der Formulierung weiter anheizt, Deutschland dĂŒrfe kein Einwanderungsland werden, »in dem beliebig all das abgeladen werden kannâŠÂ« â der Rest geht im Gejohle unter.
Woher kommt der Sinneswandel? Ganz einfach: Die FPĂ ist inzwischen auf Putin-Kurs. Da ist alles verziehen. FPĂ-Politiker lieĂen sich sogar bei einer Geheimkonferenz in Wien sehen, zusammen mit dem Eurasien-Fanatiker Alexander Dugin (der bereits in der COMPACT interviewt wurde) und einem Russenoligarchen.11 Die Zeitung Tagesanzeiger berichtete:
âIn einer TV-Ansprache im April schlug Dugin vor, Europa auf friedlichem Weg zu einem russischen Protektorat zu machen und es damit vor Homoehen, Pussy Riot und vor sich selbst zu schĂŒtzen: «Wir mĂŒssen Europa erobern und anschlieĂen.» Fest stehe, so Dugin weiter, «dass uns eine prorussische fĂŒnfte Kolonne in Europa unterstĂŒtzt. Das sind europĂ€ische Intellektuelle, die ihre IdentitĂ€t stĂ€rken wollen.»
Der Star-Gast bei der Freiheitskonferenz ElsĂ€ssers im Jahr 2015 war der ehemalige US-Abgeordnete Ron Paul. Ausgerechnet der libertĂ€re Paul ist einer der vehementesten Verteidiger des komplett unfreien russischen Regimes geworden. Dies bestĂ€tigt leider die VorwĂŒrfe, die Paul sich immer von Konservativen und den Medien anhören musste: Er ist ein ideologisch verbrĂ€mter Fantast, wenn es um Sicherheitspolitik und die RealitĂ€t geht. WĂ€re Paul ein Putin-Kritiker, so bezweifle ich, dass er bei der âFreiheitskonferenzâ eingeladen worden wĂ€re. Ein LibertĂ€rer, der diesen Stuss nicht mehr ertragen konnte, ist ein Brite der nach Litauen ausgewandert ist und eine Facebook-Seite ĂŒber âverwirrte Pro-Putin-LibertĂ€reâ startete12:
âRon Paul sagt ĂŒberall, man âsoll sich nicht einmischenâ, aber er findet die Zeit um Putins Propaganda zu verbreiten. [âŠ] Kein LibertĂ€rer wĂŒrde jemals Putin unterstĂŒtzen. KEINER. [âŠ] Ich lebe hier zehn Jahre, schlafe mit einer ethnischen Russin, spreche russisch und litauisch, ich habe Kontakte in der Ukraine die mir die Situation erklĂ€ren. Und dann kommt irgend so ein Volltrottel aus Arizona und versucht mich zu belehren ĂŒber die Geschichte meiner Region, die er zehn Minuten lang auf Youtube ârecherchiertâ hat.â
Ron Paul erbte seine auĂenpolitische UnfĂ€higkeit von dem libertĂ€ren SĂ€ulenheiligen Murray Rothbard. FĂŒr Rothbard war Polen selbst schuld gewesen an der Invasion durch die Nazis, Finnland an der Invasion 1939 durch die Sowjets, SĂŒdkorea an der Invasion durch Nordkorea, er stellte sich auf die Seite der Vietcong und der Khmer Rouge. Er schrieb sogar einen Artikel, der die Invasion Afghanistans durch die Sowjets rechtfertigte.13
Moskaus Antifa und Hitler
Linker Terror half in den 1920er und 1930er Jahren der NSDAP, denn die Hitler-Partei brauchte dringend Elend und InstabilitĂ€t, um sich selber als Ordnungsmacht zu profilieren. Stalin mutmaĂte, dass jemand wie Hitler an der Macht Krieg gegen europĂ€ische Nachbarn fĂŒhren wĂŒrde und aus diesem Grund stĂŒtzte Stalin den Aufstieg der NSDAP. Die wirkungsvollsten Aktionen der Linken wurden abgeblasen oder auf einen unbekannten Zeitpunkt in der Zukunft verschoben. Das sowjetische Zentralkomitee lieĂ den westeuropĂ€ischen Linken vorschreiben, die NSDAP gewĂ€hren zu lassen, weil jene nicht lange Bestand haben wĂŒrde. Hitler und andere Nationalisten hatten in der Weimarer Zeit den deutschen Kommunisten, die ĂŒberall an die Macht kamen, das Ruder wieder entrissen.14
Moskau sabotierte und bekĂ€mpfte nach KrĂ€ften all jene Linke, die nicht auf Moskaus Linie waren. Viele linke KĂ€mpfer gegen den Faschismus in Nazi-Deutschland oder im spanischen BĂŒrgerkrieg oder in Italien wurden von Moskau eiskalt verraten. Im kalten Krieg pflegten die sowjetischen Geheimdienste die westeuropĂ€ischen antifaschistischen Kreise. Unter Anleitung der KGB-Abteilung D (fĂŒr Desinformation) fĂŒhrten Linke auf GeheiĂ der Ost-Agenten eine Kampagne in der Bundesrepublik durch, bei der jĂŒdische Friedhöfe und Synagogen mit Hakenkreuzen beschmiert wurden. Dadurch sollten die Linken in Westdeutschland das MĂ€rchen am Leben erhalten, dass der Faschismus immer noch eine groĂe Gefahr sei, die westdeutschen BĂŒrger immer noch heimlich Nazis wĂ€ren und deshalb die Linken die Kontrolle gewinnen mĂŒssten. Von der Stasi wurde allerhand Datenmaterial bereitgestellt fĂŒr die westdeutschen Linken, um die BRD als Staat voller Nazis zu portrĂ€tieren.15
Was hat das heutige Programm von DIE LINKE gemeinsam mit Resopal-Möbeln aus der DDR-Zeit? Es ist simpel, kĂŒnstlich, aus wiederverwerteten Resten zusammengepresst und mit einer hĂŒbschen Front beklebt.
Quellen:
[1] Terrorismus-LĂŒgen, Regine Igel
[3] http://jungle-world.com/artikel/2014/21/49893.html
[4] http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-16358455.html
[5] https://www.antifainfoblatt.de/artikel/pds-auf-dem-weg-zu-russischen-verh%C3%A4ltnissen-0
[6] Linke Wagenknecht verschreckt SPD und GrĂŒne
[7] Sahra Wagenknecht, Marxismus und Opportunismus www.glasnost.de/pol/wagen.html
[8] Linkspartei in der Krim-Krise: Die Putin-Versteher
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/linkspartei-in-der-krim-krise-putins-freunde-in-berlin-a-959041.html
[9] WATCH this to understand the level of Russiaâs sickness.
This show was staged in the occupied Crimea on August 9, 2014 and was shown on the major Russian TV channel âRussia 2â nationwide.
[10] Putin mit HoGeSa: Das ist die patriotische Antifa! https://juergenelsaesser.wordpress.com/2014/10/27/putin-mit-hogesa-das-ist-die-patriotische-antifa/
[11] Gipfeltreffen mit Putins fĂŒnfter Kolonne
http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/europa/Gipfeltreffen-mit-Putins-fuenfter-Kolonne/story/30542701
[12] Confused Pro-Putin Libertarians https://www.facebook.com/confusedproputin
[13] Murray Rothbard was a disaster http://pc.blogspot.de/2014/08/murray-rothbard-was-disaster.html
[14] Stalin in Power â The Revolution from Above, Robert Tucker
[15] Disinformation, Former Spy Chief Reveals Secret Strategies for Undermining Freedom, Attacking Religion, and Promoting Terrorism, Ion Pacepa
[16] Von Diktatur kein Spur? Mythen und Fakten ĂŒber die DDR, Armin Fuhrer
Querfront II
Die Russenpropaganda hat den deutschen Nationalkonservativen den Eindruck vermittelt, dass hauptsĂ€chlich Amerika schuld sei an der hohen Quote an muslimischen Migranten in der Bundesrepublik und dass bei einer stĂ€rkeren AnnĂ€herung an Russland der Einfluss der Muslime schwinden wĂŒrde. Was die Nationalkonservativen meist nicht wissen oder grĂŒndlich verdrĂ€ngen, ist der hohe Grad der Islamisierung in Russland sowie die UnterstĂŒtzung fĂŒr radikale Muslime weltweit. Die Zaren fĂŒhrten zwar im Laufe der Zeit erbitterte FeldzĂŒge gegen Muslime und deportierten einige davon, gleichzeitig agierte Russland lange Zeit als Schmutzmacht des tĂŒrkisch-ottomanischen GroĂreichs. Putin versucht, Einfluss in der TĂŒrkei und Saudi-Arabien zu gewinnen, er kontrolliert durch RĂŒstungslieferungen den Rest des Assad-Regimes, er agiert als BeschĂŒtzer des radikalislamischen Irans, er fördert radikale Gruppen wie die Hamas und die PLO und hat zu einem gewissen Grad die Finger im Islamischen Staat (IS).1 Auch hier kommen die grundlegenden Prinzipien der Geopolitik zum Einsatz: Jedem versprechen, was derjenige hören will, alle hintergehen und benutzen. Der ehemalige Colonel beim KGB, Viktor Kalaschnikow, sprach mit dem Analysten Jeff Nyquist ĂŒber diese VorgĂ€nge.
âTerror als politisches Werkzeug wurde in Russland geboren. Es ist kein Zufall, dass Russland ein enger VerbĂŒndeter des Iran, Syrien, und der Hisbollah ist. Letztere Gruppe reprĂ€sentiert einen Schritt vorwĂ€rts im Hinblick auf eine militĂ€rische Organisation. Meine EinschĂ€tzung ist, dass die Russen die Entwickler dieser neuen Organisation waren. Russland steckt hinter Syrien und Iran, sie liefern Waffen und Technologie-Experten. Sie denken, dass man mit Hilfe des orthodoxen Christentums mit dem Islam fertig wird. Auf eine seltsame Art und Weise ist der orthodoxe christliche Glaube kompatibel zum Islam. Das westliche Christentum ist viel weiter entfernt vom Islam. Wusstest du, dass es sehr starke und schnell wachsende Kontakte zwischen der russischen orthodoxen Kirche und dem Iran gibt? Das begann vor fĂŒnf oder sechs Jahren. Die Mullahs und die Orthodoxen konsolidierten ihre Freundschaft. Sie haben eine ideologische und spirituelle Plattform gemeinsam namens âAntiamerikanismusâ.
Ich bin hier in Moskau, nur 800 Meter entfernt von einer neuen Moschee die gebaut wird. Sie ist gewaltig. Die russische Polizei meint, dass dort mitten in Moskau 120.000 Moslems zusammenkommen werden. Die Zahl der muslimischen Immigranten wĂ€chst. Sie kommen seit fĂŒnf bis sechs Jahren. Die ethnische Zusammensetzung Moskaus verĂ€ndert sich.â
Nyquist fragte, ob dies nicht eine gefĂ€hrliche Entwicklung fĂŒr Russland sei.
âSicher, es ist ein riesiges Problem. Aber im Moment sind sie die Partner Russlands. Der Iran ist kein Satellitenstaat wie Kuba oder Venezuela.â
Nyquist fragte, ob Russland nicht letztendlich den Islam angreifen wird, um Europa anzufĂŒhren im Kampf gegen die islamische Bedrohung. Er betonte, dass Moskau bereits die rechten, immigrationsfeindlichen Bewegungen in Europa unterstĂŒtzt.
âSo ist es auch bei den Neofaschisten in Ungarn. Die sind Pro-Putin. Sie sind Nationalisten und natĂŒrlich völlig antisemitisch und antiamerikanisch.â
Nyquist fragte Kalaschnikow, ob Moskau verstehe, dass die Zusammenarbeit mit Faschisten und Neonazis gefÀhrlich ist. Hat Moskau nichts gelernt vom Hitler-Stalin-Pakt von 1939?
âDie absolute PrioritĂ€t ist, die Amerikaner loszuwerden, und das um jeden Preis. Das Hauptziel ist, die NATO zu spalten und aufzuteilen. Das ist der Kern der russischen Strategie in Europa. Alles was negativ fĂŒr die Amerikaner ist, ist positiv fĂŒr Moskau. Die amerikanische Gesellschaft und Ideologie â die meisten amerikanischen Werte â sind uns absolut fremd und zuwider. Deshalb suchen wir verzweifelt neue Partner und Freunde jedweder Art.â
Es ist kein allzu groĂes Geheimnis, dass die US-Regierung VorlĂ€ufer-Gruppen des Islamischen Staats gegen das syrische Regime finanziert und gerĂŒstet hatte. Warum aber kĂ€mpfte der Islamische Staat letztendlich aber nur recht sparsam gegen Assads Truppen, sondern viel eher gegen die US-gestĂŒtzte Freie Syrische Armee und gegen die Partner der Amerikaner im Irak? Der unbequeme strategische Analyst Michael Ledeen, der in der Vergangenheit den National Security Council, das US-AuĂenministerium und das Pentagon beraten hatte, erklĂ€rte:
âIch denke die Russen sind involviert, zusammen mit den Iranern, die jahrelang ihre eigenen Truppen auf dem Schlachtfeld in Syrien hatten.â
Aufgrund der Massenverhaftungen und Ermordungen durch den IS unter den syrischen Aktivisten und Rebellen, der extremen Islamauslegung sowie der mangelnden Beteiligung an KĂ€mpfen gegen das Regime wurde dem IS von zahlreichen Rebellengruppen unterstellt, von KrĂ€ften des Regimes unterwandert zu sein und gegen die Revolution zu arbeiten. Der Islamische Staat hat einen Mann namens Omar al-Schischani2 als leitenden AnfĂŒhrer fĂŒr militĂ€rische Operationen, der in der Sowjetunion geboren worden war. DarĂŒber hinaus soll es inzwischen tausende russisch-sprechende MĂ€nner geben, die beim IS mitkĂ€mpfen, die besten davon aus Tschetschenien. Diese kampferprobten GuerillakĂ€mpfer sollen essentiell gewesen sein bei den militĂ€rischen VorstöĂen von IS.3
âRusslanddeutscheâ
âRusslanddeutscheâ ist ein Sammelbegriff fĂŒr deutschstĂ€mmige Einwohner von Nachfolgestaaten der Sowjetunion, insbesondere Kasachstan. Einer Berechnung von Aleksandr Arefjew zufolge, dem stellvertretenden Direktor des soziologischen Forschungszentrums des russischen Volksbildungsministeriums, lebten in der Bundesrepublik Deutschland im Jahr 2007 etwa sechs Millionen Russischsprecher, darunter angeblich drei Millionen ethnische Russen, die aus den Nachfolgestaaten der Sowjetunion zugewandert sind. Dies ist eine erhebliche Macht. Die meisten reisten als Russlanddeutsche bzw. als deren Familienangehörige ein, darunter viele Russen, Ukrainer, WeiĂrussen und Menschen aus anderen Völkern der ehemaligen UdSSR. Oft waren die Russlanddeutschen in der Bundesrepublik unzufrieden, sozial schwach gestellt und irgendwie zwischen den Welten.
Der russische PrĂ€sident Putin gibt heute vor allem den jungen, frustrierten MĂ€nnern eine neue IdentitĂ€t und Aussichten auf groĂe UmwĂ€lzungen.
Durch das Internet, Satellitenfernsehen, BĂŒcher und durch diverse Gruppen können Russlanddeutsche konstant untereinander in Verbindung stehen und russische Staatspropaganda ĂŒber eurasische GroĂreichsfantasien konsumieren. Nach Recherchen der Welt am Sonntag kĂ€mpften in der Ostukraine im Jahr 2015 mehr als 100 junge Russlanddeutsche auf der Seite der prorussischen Separatisten. Das Bundesjustizministerium bestĂ€tigte den Bericht zunĂ€chst nicht. Dem Generalbundesanwalt lĂ€gen keine belastbaren Informationen vor, dass Deutsche in den Kampfeinsatz gezogen sind, hieĂ es. Dennoch sei ein PrĂŒfvorgang angelegt worden. Der Unionsinnenexperte Stephan Mayer von der CSU will solchen Kriegstourismus unter Strafe stellen und denjenigen mit doppelter StaatsbĂŒrgerschaft die deutsche Staatsangehörigkeit entziehen.
Bei Konflikten wie etwa mit Georgien gab Russland schon im Vorfeld einfach russische PĂ€sse an diejenigen aus, die russische Wurzeln haben. In der Zeit der Sowjetunion wurden viele russische BĂŒrger strategisch in Satellitenstaaten angesiedelt. Selbst wenn diese heute keine russische StaatsbĂŒrgerschaft mehr haben, könnte Moskau ihnen einfach russische PĂ€sse geben und argumentieren, diese âRussenâ mit allen Mitteln beschĂŒtzen zu mĂŒssen. Auf der Webseite des russischen Verteidigungsministeriums findet man die benötigten Informationen darĂŒber, wie man auch aus dem Ausland ein russischer Soldat werden und dadurch die StaatsbĂŒrgerschaft erlangen kann. Anfang Januar 2015 unterzeichnete PrĂ€sident Putin ein dementsprechendes Gesetz.4 Mit einem einfachen Federstreich könnte Putin heute also in Deutschland Millionen Menschen zu russischen BĂŒrgern und Soldaten erklĂ€ren.
Quellen:
[1] The Secret Russian Role in Global Conflict http://www.aim.org/aim-column/the-secret-russian-role-in-global-conflict/
[2] https://de.wikipedia.org/wiki/Abu_Omar_al-Schischani
[3] https://www.enca.com/world/thousands-russians-fighting-islamic-state
[4] How Foreigners Can Help the Russian Military https://www.stratfor.com/analysis/how-foreigners-can-help-russian-military#
What You Need to Know About Joining the Russian Army
www.themoscowtimes.com/business/article/what-you-need-to-know-about-joining-the-russian-army/514256.html
