EU will erlauben, Tiere mit Maden aus Exkrementen zu füttern

Posted on Jun 1 2013 - 5:31pm by AlexBenesch

Alex Benesch

Gegenwärtig finden Versuche durch die EU statt, um Nutztiere im industriellen Maßstab mit Maden zu füttern, die u.a. auf Exkrementen von Kühen und Schweinen sowie anderem Müll gezüchtet wurden.

Die Nachfrage nach Soyabohnen und Fischmehl sei sowieso schon zu groß, so das Argument, deshalb erwägt man diese bisher in der EU verbotene Methode.

In “Fliegenfarmen” mischt man Exkremente mit Sägemehl und benutztem Getreide aus der Whisky-Herstellung. Im belgischen Ghent finden die Versuche statt; gewöhnlicherweise gibt es im Bezug auf Sicherheit bereits dann grünes Licht von EFSA und anderen Behörden, wenn nach 90 Tagen keine Schäden oder vermehrte Todesfälle auftreten. Die Gesetze müssten dementsprechend hinterher angepasst werden.

Dieses Jahr soll in Südafrika bereits die erste “Madenfabrik” in Betrieb gehen. Der “Ökokapitalist” Jason Drew plant die Züchtung von Maden mit Schlachthausabfällen und sogar menschlichen Exkrementen, sein Buch ist “The Story Of The Fly And How It Could Save The World”.

About the Author

Der in Bayern geborene und aufgewachsene Alexander Benesch startete nach seinem Abitur im Jahr 2006 die investigative Medienplattform INFOKRIEG.TV. Zwei Jahre später machte er sich zusammen mit seiner Frau selbstständig und erweiterte die Medientätigkeit um ein E-Commerce-Business für Outdoor und Survival.

8 Comments so far. Feel free to join this conversation.

  1. Rasta 02/06/2013 at 03:02 - Reply

    Ist doch mal positiv, wenn die EU etwas erlaubt statt zu verbieten.

    Die Tierfütterung durch Maden ist wahrscheinlich ein hygenischer Fortschritt zum heutigen Tier-Fisch-Mehl.

    Naja, wer Fleisch kauft ohne die Herkunft zu kennen ist selber schuld. Stichwort: Eigenverantwortung!

    Ich esse mir einmal die Woche Fleisch, aber dafür habe ich das Tier vorher auf der Weide gesehen.

  2. abgelehnt83 02/06/2013 at 11:10 - Reply

    Da verstehe einer die EU…

    Maden sind mal okay, mal nicht??

    http://de.wikipedia.org/wiki/Casu_Marzu

    Uralte Gerichte (und damit ein Teil einer Identität) werden verboten, aber dann misst man an anderer Stelle mit zweierlei Maß; ich sehe schon vor mir, nach dem großen Krach hocken die Armen dort und ernähren sich von ÖKO-Nährschleim chez Mama Bruxelles

    @Rasta: Absolut lebensfremd! Der Mensch von heute kann eben nicht sein Schnitzel vorher noch auf der Weide (!) streicheln, natürlich sollte man auf seine Ernährung achten (aber natürlich sollte einem auch der Metzger oder Discounter auch nicht vergiften, so als Anregung), aber was du da abgelassen hast, war selbstgerecht.

  3. kill1 02/06/2013 at 19:21 - Reply

    irgendwann essen wir uns selbst und werden es nicht erfahren, höhstens über alex :) wenns alternative nachrichten noch gibt.

    zu dem thema ist dieser film hier ausgezeichnet

    Soylent Green
    http://www.imdb.com/title/tt0070723/

    • ein mensch 03/06/2013 at 07:05 - Reply

      nicht vergessen, hollywood’s einziger sinn besteht darin mittels filme auf kommende ereignisse zu programmieren ;-)

      • kill1 07/08/2013 at 11:07 -

        das hängt davon ab aus welcher perspektive man den film sieht. ich gucke mittlerweile filme so, welche informationen über eine mögliche zukunft die uns alle erwartet kann ich rausholen. wenn man sich dessen bewusst ist kann man auch gegensteuern.

  4. vollbremsung 03/06/2013 at 12:26 - Reply

    Einen 90-tägigen Beobachtungszeitraum festzusetzen ist vor allem unternehmensgetrieben (Pharma) und dient nicht wirklich dazu Gefahren und Nebenwirkungen ernsthaft ermitteln zu wollen. Man sollte ergänzen, dass über die Methode selber und die Interpretation der Daten wahrscheinlich eh schon so ziemlich jede Untat als “weitgehend nebenwirkungsfrei” vernebeln werden kann.

    Die EU-forcierten Gesetzesänderungen bezüglich der Insektenverfütterung stehen im Kontext der Agenda 21 und einer Umwelthysterie-Agenda, die selektiv bestimmte Aspekte einer nötigen Ökologie dazu benutzt, den Menschen an falscher Stelle Verbote und Richtlinien aufzuzwingen mit dem Verweis des sonst baldigen Untergangs der Erde – oder Alternativ der schlagenden Rute von Frau Gaja. Dahinter steht nicht ein ehrenwertes Ziel einer nachhaltigen Verbesserung für Mensch und Mitwelt, sondern jenen aus der Geschichte altbekannte Gesellschaftszustand des Feudalismus: wenige unterdrücken viele:-(

    Die Beschlagnahmung der Ökologie im Sinne der Globalkonzern-Faschisten sowie Bevölkerungsreduktions-Politiker ist eine unheilvolle Allianz, die an die IG-Farben mit Adolf Hitler erinnert.

  5. prepdator 13/07/2013 at 06:21 - Reply

    Die Madenfütterung aus Schlachtabfällen ist eine uralte Methode um seine Fischteiche zu bewirtschaften. Damals wie heute werden im Teich Fleischstücke auf Holzpfosten gelegt und sich selbst überlassen. Also ein Futterautomat ;)

    Aber eine Madengewinnung aus menschlichen Exkrementen ist schon alleine wegen den Medikamentenrückständen sehr fraglich.

    Und frisst ne Kuh nicht eigentlich Heu?
    ( ja ich weiss, eine Hochgezuchtete Milchkuh würde nach ein paar Tagen ohne zugabe von Kraftfutter verhungern)

  6. Rumpelchen 19/07/2013 at 21:07 - Reply

    Ach ich find das so geil was die Leute sich alles füttern lassen ….Medikanmentenrückstände in den Maden? Spielt das noch eine Rolle? Ich würd mich lieber fragen wieviele Medikamente in euren Schnitzeln sind! Abgesehen von dem ganzen anderen Elend….
    Mittlerweile sind die Leute so verblödet, dass sie noch nicht mal ansatzweise eine Ahnung haben, was täglich auf ihren Tellern landet! Da weiß man wirklich nicht mehr ob man darüber lachen oder weinen soll….
    Sry aber ich hoffe ihr verreckt alle an dem Mist ;D So wenig Gedanken ihr euch macht und wie wenig Mitgefühl ihr zeigt gehörts euch nicht anders ;)

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