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Mannheim-Täter Sulaiman A. war offenbar motiviert durch ISIS-K

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Sulaiman A., der eine Veranstaltung des Islamkritikers Stürzenberger attackierte und einen Polizisten tötete, wurde nun als ein „islamistisch radikalisierten Einzeltäter“ beschrieben, der sich orientierte an einem Taliban-Führer, dessen Propaganda besonders stark geteilt wird durch ISIS-K.

Er kam 2013 laut Behörden als unbegleiteter minderjähriger Flüchtling nach Deutschland. Damals soll er nach Angaben in seinem afghanischen Reisepass 13 Jahre alt gewesen sein. Er lernte schnell Deutsch und wurde als „gut integriert“ beschrieben.

Weder der Verfassungsschutz noch die Polizei hatte ihn auf dem Radar. Eine bis 2026 befristete Aufenthaltsgenehmigung erhielt er anscheinend nur, weil er Vater eines Kindes ist, das in Deutschland geboren ist und die deutsche Staatsangehörigkeit hat.

Vor einer Weile ließ er sich einen Vollbart im Stil der Islamisten wachsen und gab sich nach Außen hin verschlossen. In der Presse heißt es, er habe vor einigen Monaten begonnen, im Internet islamistische Videos hochzuladen von dem afghanischen Prediger und Taliban-Kommandeur Ahmad Zahir Aslamiyar, populär bei der Terrororganisation „Islamischer Staat Provinz Khorasan“.

Die amerikanische NSA und der britische GCHQ haben kaum irgendwelche Hürden, wenn es darum geht, Personen in Deutschland und anderswo zu überwachen. Es kam mehrfach vor, dass Informationen mit den deutschen Behörden geteilt wurden in anderen Fällen, bei denen Personen entweder Waffen beschaffen oder sich mit anderen Gläubigen zusammentun wollten. Jeder Kontakt birgt die Gefahr, erwischt zu werden. Einen spontanen Anschlag können die Behörden nicht vorhersehen, aber wir wissen derzeit noch nicht, ob er in Videochats in Kontakt stand mit ISIS oder ähnlichen Gruppen.

ISIS-K ist anscheinend verantwortlich für den Anschlag kürzlich in Russland. US-Beamte – die sagten, sie hätten Russland Anfang des Monats vor Geheimdienstinformationen gewarnt, die auf eine drohende terroristische Bedrohung hindeuteten – sagten, sie glauben, dass ein in Afghanistan ansässiger Ableger des Islamischen Staates, bekannt als ISIS-K, hinter dem Angriff steckte.

Europäische Sicherheitsbeamte sagen, dass Europa seit fast zwei Jahren einer wachsenden Bedrohung durch ISIS-K ausgesetzt ist, und US-Geheimdienstmitarbeiter warnen seit 2022 vor den Plänen der Gruppe für Selbstmordanschläge und andere Terrorakte, auch in Russland.

Man nennt ISIS-K auch „Islamischer Staat – Provinz Khorasan“ (ISPK). Khorasan ist die Bezeichnung für eine historische Region, zu der Gebiete der heutigen Staaten Afghanistans, des Iran, Turkmenistans und anderer Teile Zentralasiens gehörten hatte.

Die russische Führung hatte vor dem Rückzug der USA aus Afghanistan 2021 die Taliban immer wieder zu Gesprächen getroffen und auch nach Moskau eingeladen.

Seit der Invasion Afghanistans durch die Sowjets ist das Land durchsetzt von russischen Spionen.

AlexBenesch
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