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Zwei Supermächte machten zusammen Lukaschenkos Regime möglich

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Bild: Asatur Yesayants/Shutterstock.com

Kommentar

Diktator Alexander Lukaschenko hätte am liebsten die UdSSR weitergeführt. Finanzielle und politische Unterstützung erhält seine Opposition hauptsächlich von Deutschland, Polen, der EU und den USA. Er ließ Operationen durchführen zur Ermordung von Dissidenten im Ausland und zur Entführung von Dissidenten im Inland.

Weißrussland war immer völlig kontrolliert durch Geheimdienste, sodass man eigentlich längst das Standardprogramm hätte durchführen können: Fake-Opposition aufbauen und dann mit dieser gesteuerten Opposition dann eine Fake-Revolution veranstalten oder zumindest einen Fake-Machtwechsel. Gesteuerte Parteien treten dann zur Wahl an und die Bürger merken nicht, wie sie reingelegt werden. Alle wirkt gemäßigt, man bekommt Business und Anerkennung von der EU. Fertig. Oder schien dieser Plan zu riskant? Genauso hätte man das in Russland machen können, in Ungarn usw. Stattdessen sahen wir nur typische Diktaturen, die beworben wurden als Gegenmodell zu dem westlichen System mit flauen ideologischen Argumenten, der Westen sei liberal und verkommen. Diese Argumente machten noch nie wirklich Sinn. Russlands Propaganda spricht immer wieder von „faschistischen“ Bedrohungen durch die NATO, beispielsweise in der Ukraine. Ist jetzt der Westen linksliberal verkommen, oder faschistisch-imperialistisch?

Supermächte reden miteinander abseits der offiziellen Kanäle. Das Gesprächsthema Nummer eins musste ja um 1990 herum gewesen sein, wie der Ostblock denn gedenkt, sich weiterzuentwickeln. Westliche Regierungsfunktionäre, Militärs usw. jammern ständig, dass die Erwartung gewesen sei, der Ostblock würde dem Westen ähnlicher werden, aber dann seien doch wieder nur Diktaturen herausgekommen im Ostblock. Aber vielleicht hatten sich die NATO und die russische Führung 1990 herum geeinigt darauf, dass es im Ostblock mit (rechts lackierten) Diktaturen weitergeht. Darauf geeinigt, dass der Westen mehr seine Bürger besteuert und reguliert und dem ganzen einen sozialistischen Anstrich gibt, während der Ostblock seiner Herrschaft einen zunehmend rechtskonservativen Anstrich gibt. 

Wenn die westlichen und östlichen Bürger weniger ideologisch geworden wären, und wenn die ganzen Bürger auch noch zuviel Freiheit und Geld gehabt hätten, dann bestünde eine erhebliche Gefahr für die Oberschichten der beiden Supermächte.

Die Situation wurde immer so hingedreht, dass beide Supermächte einen Vorwand hatten für Regulierung und Besteuerung. In Sowjetzeiten hieß es im Osten: Wir brauchen diese Kontrolle um uns zu schützen vor den faschistischen West-Imperialisten, die uns einkreisen. In der NATO hieß es: Wir brauchen Kontrolle über die Menschen, um uns zu schützen vor den Kommunisten da drüben.

Heute benutzen sich die zwei Supermächte wieder als Vorwand gegenseitig.  

Es gab im kalten Krieg mächtige US-Stiftungen, die nur deshalb Sozialismus förderten, weil sie eine Fusion mit den Sowjets in der weit entfernten Zukunft anstrebten. Das linke Publikum in den USA wurde gezielt manipuliert. Dann gab es ein CIA-Projekt, das die Linken ansprechen sollte: Werbung für einen „sanften“ Sozialismus und eine Ablehnung von hartem Sowjet-Stalinismus. George Orwells „1984“-Roman war beispielsweise Teil dieser CIA-Kampagne.

Und jetzt sehen wir konservative Atlantiker-Kreise, die mehr oder minder subtil Eurasien bzw. eine Annäherung an Russland fordern, unter der Bedingung, dass Putin verschwindet und das russische System unserem ähnlicher wird. Von der russischen Seite aus betrachtet, ist bekannt, dass Putin nicht ewig regieren soll. Man würde Jahre vor seinem Abdanken strategisch Propaganda machen für Eurasien ohne Putin. Was die Russen und die Atlantiker jeweils bzw. zusammen letztendlich konkret machen werden mit all dieser jahrelangen propagandistischen Vorbereitung, ist nicht vorherzusehen. Aber wir kennen die verschiedenen Optionen.

AlexBenesch
AlexBenesch
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2 Kommentare

  1. Ganz leise war Russland nicht. Eine Chefpropagandistin von Russia Today freute sich auf Twitter über die erzwungene Landung.

    Übrigens wird keiner der scheinheiligen Journalisten den Fall mit dem außerplanmäßigen Zwischenstopp des bolivianischen Präsidenten Evo Morales 2013 in Wien vergleichen, wo man Edward Snowden verhaften wollte.

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