Politik

Neue CDC-Zahlen deuten auf fast eine halbe Million bisheriger US-Coronavirus-Tote hin

Daten der amerikanischen Centers for Disease Control deuten darauf hin, dass sich die tatsächliche kumulative Zahl der COVID-Todesopfer in den USA einer halben Million nähert. Letzte Woche gab es zwei neue Rekordtageszahlen von bestätigten Covid-Todesfällen von über 3.700, und am Freitag betrug die offizielle Zahl der Todesopfer in den USA 347.870. Dies geht aus dem Zentrum für Systemwissenschaft und -technik (CSSE) des COVID-19-Dashboards der Johns Hopkins University hervor, das allgemein als offizielle Quelle für bestätigte Coronavirus-Zahlen gilt.

Nach den neuesten verfügbaren Zahlen des Zentrums für die Kontrolle und Prävention von Krankheiten (CDC) ist die derzeitige Zahl der Todesopfer jedoch wahrscheinlich viel höher – und könnte in wenigen Wochen eine halbe Million überschreiten. Das CDC verfolgt die Anzahl der Todesfälle, die über die durchschnittliche Anzahl der erwarteten Todesfälle in den Vorjahren hinausgehen, und die neuesten Zahlen zeigen, dass seit Beginn der Pandemie 431.792 mehr Menschen als erwartet gestorben sind. Diese Zahlen messen jedoch nur die Zahl der Todesfälle in der Woche bis zum 19. Dezember. Seitdem wurden weitere 31.000 Personen zur offiziellen Zählung hinzugefügt. Die Zahl der überzähligen Todesfälle während der Pandemie lag bei rund 20 Prozent, was bedeutet, dass in den letzten zwei Wochen wahrscheinlich weitere 6.000 Todesfälle unterzählt wurden – was bedeutet, dass die derzeitige Zahl der übermäßigen Todesfälle bei rund 470.000 liegt.

Wenn man sich wundert, weshalb es angesichts 120.000 Hospitalisierungen in den USA nicht mehr schockierende Bilder gibt über den Kampf gegen die Pandemie inmitten von zu wenig Personal und Maschinen, dann muss man sich nur die Richtlinien anschauen, mit denen die Trump-Administration effektiv eine Medienzensur eingeführt hat. Gleichzeitig lief eine Kampagne von republikanischen Politikern und Medien, die die Pandemie als eine Art Luftnummer und linke, verschwörerische Inszenierung darstellte. Wären Bilder aus den Krankenhäusern in den Medien gelandet, hätte dies die Wahrnehmung der Bürger deutlich verändert.

Die Richtlinien gehören zu dem als HIPAA bekannte Gesetz zum Schutz der Privatsphäre und geben einen nahezu unmöglichen Standard für Journalisten vor: Bevor Journalisten in die Covid-19-Stationen gelassen wurden, benötigten Krankenhäuser die vorherige Genehmigung der spezifischen Patienten und praktisch jedem anderen, der irgendwie vor der Kamera landen könnte. Krankenhäuser fürchten Strafzahlungen der Regierung und lehnen deshalb massenweise die Anfragen von Journalisten einfach ab.

Die Richtlinien wurden am 5. Mai von Roger Severino herausgegeben, der bei der konservativen Heritage Foundation arbeitete, bevor Donald Trump ihn zum Leiter des Amtes für Bürgerrechte im Ministerium für Gesundheit und menschliche Dienste (HHS) ernannte. Die Heritage Foundation ist eine Kaderschmiede, die schon für Ronald Reagan, George H.W. Bush und George W. Bush Personal lieferte. Heritage befürwortete die Kriege in Afghanistan und Irak und bei diesen Kriegen wurden Journalisten „eingebettet“ und an der kurzen Leine gehalten, sodass die TV-Sender das Elend des Krieges nicht in einer repräsentativen Weise senden konnten.

Die von Severino im Mai angekündigten Medienrichtlinien verschärften die Beschränkungen der HIPAA und warnten Krankenhäuser, dass Verstöße Geldstrafen in Millionenhöhe nach sich ziehen könnten.

Selbst Getty Images konnte kaum COVID-Bilder beschaffen:

„Für jeweils tausend Anrufe oder E-Mails erhalten Sie möglicherweise drei Ja-Antworten“, sagte Sandy Ciric, Director of Photography der Agentur.

300.000 Todesfälle durch den Coronavirus haben deshalb eine geringere nationale Reaktion ausgelöst als der Verlust von Menschenleben bei früheren Katastrophen. Die Opposition gegen den Vietnamkrieg war geprägt von Bildern von US-Soldaten sowie vietnamesischen Zivilisten.

Die vom Pentagon verwendeten Einbettungsrichtlinien für Journalisten im Irak und Afghanistan enthielten eine Klausel über die vorherige Zustimmung, die den Anforderungen der HIPAA oder des Gesetzes über die Portabilität und Rechenschaftspflicht von Krankenversicherungen ähnelt. Die Richtlinien untersagten Kriegsjournalisten, Bilder oder Videos von verwundeten Soldaten zu veröffentlichen, es sei denn, sie hatten zuvor eine schriftliche Genehmigung der Soldaten. Eine praktische Unmöglichkeit auf dem Schlachtfeld.

https://www.cdc.gov/nchs/nvss/vsrr/covid19/excess_deaths.htm

https://www.hhs.gov/sites/default/files/guidance-on-media-and-film-crews-access-to-phi.pdf

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5 comments

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Müller von der Heide 4. Januar 2021 at 1:31

@Alex Benesch

Sie waren ja stets ein Kritiker der großen Pharmakonzerne und besonders auch der regulären Impfungen im allgemeinen. Wie steht es jetzt mit dem aktuellen Covid Impfstoff? Lassen Sie und ihre Familie sich impfen? Vorausgesetzt diese an Unfähigkeit kaum zu überbietende Dödelregierung bekommt noch Impfdosen für sie? Oder haben Sie persönliche Bedenken sich und ihre Familie impfen zu lassen?

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AlexBenesch
AlexBenesch 4. Januar 2021 at 8:16

Wir lassen uns nicht impfen. Und lass die Paranoia gegen mich. Ich habe den Hintergrund der Pharmakonzerne über die Royal Society aufgedeckt. Eine Pandemie ist eine sehr komplizierte Angelegenheit. Und nein, es ist keine Fake-Pandemie, die sich wegreden lässt.

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Müller von der Heide 4. Januar 2021 at 19:30

Ähm, also ich weiß jetzt beim besten Willen nicht wo Du in meinem Kommentar „Paranoia gegenüber Dir“ entdeckst, aber scheinbar liegen Deine Nerven gehörig blank. Und nein, deine unterirdische Attacke bezüglich meiner von Dir herbei spekulierten Meinung über die Corona Pandemie, trifft auf mich nicht zu! Aber das scheint ja auch nicht mehr von Interesse zu sein, in diesem Land sind allgemein mittlerweile locker über die hälfte aller Menschen in eine absolut geisteskranke Angstpsychose abgestiegen. Und das trifft auf Pandemie Leugner genauso zu, wie auf die wo sie ernst nehmen, fanatisch ernst nehmen…. Da gibt es kein rationales differenzieren mehr, entweder leugnet man die Pandemie oder man frisst sämtliche Maßnahmen dagegen als beinahe schon von „Gott gegeben“. Dazwischen gibt es nur die Hölle….. Wahnsinn… Aber gut, hätte mich auch gewundert wenn Du als Impfkritiker diesem neuen, nicht in Langzeitstudien erprobten Impfstoff Vertrauen schenken würdest. Und nochmals, mein Kommentar sollte KEIN Angriff auf Dich sein…. Das sollte nicht so rüberkommen.

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AlexBenesch
AlexBenesch 5. Januar 2021 at 8:34

Ich bekam mehrere identische indirekte Vorwürfe, ich sei beim Thema impfen nun voll auf Pharma-Linie und irgendwie ein Verräter und übergelaufen zur linken Weltverschwörung. Und dann kommst du und meinst: „Sie waren ja stets ein Kritiker der großen Pharmakonzerne und besonders auch der regulären Impfungen im allgemeinen.“ Und fragst, ob wir uns impfen wollen. Und jetzt redest du von „Angstpsychose“ bei Leuten, die die Pandemie ernst nehmen. In Wirklichkeit haben die COVID-Aktivisten Panik vor der vermeintlich linken Weltverschwörung. Und wenn ich nicht deren simple Einschätzung teile, glauben sie automatisch, ich müsse Teil der linken Weltverschwörung sein. Ich empfehle folgenden Text: http://recentr.com/2021/01/05/die-vergifteten-kerndogmen-covid-ist-fuer-rechte-ein-plot-der-linken-weltverschwoerung-covid-leugnung-fuer-die-linken-ein-plot-der-rechten-weltverschwoerung/

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Hans Frans 3. Januar 2021 at 18:57

Das CDC verbreitet eindeutig Fake News:

– Obduktionsrate weltweit rückläufig und war bis vor zwei Jahren in den USA auf 5% gesunken (https://www.limmattalerzeitung.ch/limmattal/immer-weniger-leichen-werden-obduziert-der-grund-dafuer-sind-junge-aerzte-134127442)
– Das ist deshalb so wichtig, da laut „einer Stellungnahme der Bundesärztekammer gibt es in 15 Prozent aller Todesfälle eine Abweichung des Obduktionsbefundes von der Diagnose des zuletzt behandelnden Arztes. (https://www.stern.de/gesundheit/autopsie-zahl-der-obduktionen-alarmierend-niedrig-3432200.html)
– 15% sind bei 350.000 mal locker 52.500
– „Diese Zahl bezieht sich allerdings im Wesentlichen auf Erkrankungen, die während der Obduktion auffallen, die der behandelnde Arzt aber nicht wissen konnte“, sagt Professor Dietel, der als Mitglied des wissenschaftlichen Beirates der Bundesärztekammer einer der Verfasser der Stellungnahme war. (ebd.)
– laut Ärzteblatt waren bei einer Stichprobe nur 75% der Corona-Toden auch an Corona verstorben (https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/115799/COVID-19-bei-Mehrzahl-der-Betroffenen-auch-die-Todesursache)
– Dem widerspricht: In Deutschland empfiehlt das RKI keine Obduktion bei vermeintlichen Corona-Toten durchzuführen (https://www.aerzteblatt.de/archiv/214530/COVID-19-Obduktionen-Harte-Fakten).
– es gibt auch Annahmen das die geringe Obduktionsrate mit der starken Religiösität der Amerikaner zusammenhängt (https://www.lto.de/recht/hintergruende/h/corona-pandemie-obduktionen-rechtsgrundlage-infektionsschutz-religion/)

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