Gesundheit

Kreml: Situation „alarmierend“, gravierender Personalmangel, 80% von Corona-Betten sind belegt

Das WallStreetJournal berichtet über die Realität in Russland:

Olga Iljinas Ehemann hatte Atembeschwerden, als sie einen Krankenwagen rief. Nachdem sie fast 24 Stunden auf einen Krankenwagen gewartet hatte, benutzte sie die Telegram-App, um um Hilfe zu betteln. Schließlich wurde ein Krankenwagen losgeschickt, der ihn in dasselbe Krankenhaus hierher brachte, 40 Meilen von Moskau entfernt, wo sie bereits nach einem weiteren Tag Wartezeit mit Atembeschwerden eingeliefert worden war.

Die durchschnittliche Wartezeit für einen Krankenwagen in der Region Moskau beträgt nach Angaben der Gewerkschaften, die das Gesundheitspersonal vertreten, derzeit 24 Stunden, und in vielen anderen Teilen des riesigen Landes ist die Situation ähnlich schlimm. In der Region Moskau beispielsweise stehen derzeit rund 4.000 Ärzte und Sanitäter im Krankenwagen zur Verfügung, etwa die Hälfte der 8.000 Mitarbeiter, die laut der Gewerkschaft Action am Arbeitsplatz sein sollten.

Die Coronavirus-Situation in Russland ist nach wie vor alarmierend, aber die Behörden schenken denjenigen Regionen besondere Aufmerksamkeit, in denen das Gesundheitssystem überlastet ist, sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow am Montag vor Reportern.

Nach Angaben des Kreml-Sprechers werden in verschiedenen Regionen „im Rahmen der Sondervollmachten, die zuvor den Chefs der Regionen eingeräumt wurden“, gewisse selektive Beschränkungen auferlegt. Etwa 260.000 Krankenhausbetten für Coronavirus-Patienten seien in ganz Russland bereitgestellt worden, von denen 82% bereits belegt seien, sagte der russische Gesundheitsminister Michail Muraschko am Montag.

Überlastete Krankenhäuser und Mangel an medizinischem Personal seien Schlüsselprobleme im Kampf gegen die Ausbreitung der neuartigen Coronavirus-Infektion in Russland, sagte die Direktorin der Abteilung für medizinische Notfallversorgung und Gesundheitsrisikomanagement des russischen Gesundheitsministeriums Inna Kulikova am Dienstag.
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„Die Hauptprobleme sind die Überlastung der Krankenhauskapazitäten, die notwendige Betonung der ambulanten Arzneimittelversorgung, Personalmangel und Diagnosemangel“, sagte sie auf einer Sitzung des Ausschusses für Gesundheitsschutz der Staatsduma.

Sie betonte, dass die Belastung der Infrastruktur und der Ressourcen des häuslichen Gesundheitssystems exponentiell zugenommen hat.

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