Evakuierungen, Bundeswehr-Truppen und ein Schwinden der Trinkwasserversorgung im Zuge des Rekord-Hochwassers in Deutschland – gelten Prepper immer noch als schräg? Ganze Ortschaften werden evakuiert, Stromausfälle wie in Passau und ein Ausfall der dortigen Trafostation haben die Pumpen des Wasserwerks auf der Insel Soldatenau lahmgelegt.

Moderne Großstädte sind Konstrukte die wie für einen Kollaps geschaffen sind:

  • Großstädte haben oft unzureichende Trinkwasser-Reserven und gleichzeitig enormen Bedarf. Ohne funktionierendes Stromnetz gibt es kein Trinkwasser mehr
  • Die wenigen Hauptverkehrsadern reichen oft nicht für größere Evakuierungsoperationen.
  • An Verkehrsadern und dem Strom hängen die Nahrungsmittellieferungen
  • Die extrem hohe Bevölkerungsdichte führt bei Verteilungskämpfen schnell zu Panik und Gewalt.
  • Die organisierte Kriminalität würde bei Überforderung der Polizei Weihnachten und Ostern gleichzeitig feiern

Als Individuen und als Gesellschaft sollten wir Notfallvorsorge betreiben um unsere Freiheit zu bewahren. Ohne Selbstständigkeit bereiten wir den Boden für unser Scheitern. Sogar einige derjenigen, die völlig informiert sind über die realen und unmittelbaren Gefahren für unsere Wirtschaft und Nation, lassen sich ablenken von stumpfen Arbeitsumgebungen, oberflächlichen Familiendramen, Fernsehen, Facebook-Narzissmus und der vermeintlichen Verbesserung des eigenen sozialen Status. Hier sind ein paar der typischen irrationalen Argumente gegen Suvival-Vorbereitungen:

“Prepping ist für Verrückte und Angsthasen.”

Prepper werden schief angesehen weil sie nicht die gleichen törichten Annahmen machen wie der Rest der Gesellschaft. Von der großen Depression bis zur Weimarer Zeit, dem Kollaps der Sowjetunion, Bosnien, Argentinien usw. finden sich genügend historische Beispiele die einen Bezug zur Realität vermitteln. Die mit Abstand größten Prepper sind Regierungen. Sie kaufen die meisten und krassesten Waffen, bauen die größten Bunker und trainieren am diszipliniertesten. Die Vorbereitungen dienen vorgeblich zur Sicherheit der Bürger, sollen im Notfall jedoch eigentlich nur den Fortbestand der Regierung sichern.

“Prepping bedeutet, Politik zu vernachlässigen oder ganz aufzugeben.”

Politisch seine Interessen mit anderen zu verhandeln, setzt voraus dass man zu essen hat, Trinkwasser und Heizung gesichert ist. Kollektive Aktionen sind schwieriger als individuelle Handlungen. Ein Prepper muss nicht mit 50 oder 100 anderen Menschen erst einen Konsens in endlosen Debatten erreichen, um Vorbereitungen zu treffen. Ein Prepper ist nicht unbedingt angewiesen auf ein bestimmtes Kollektiv.

“Prepping hat unangenehme Assoziationen.”

Die Establishment-Medien und die Unvorbereiteten versuchen permanent, die Survival-Kultur anzugreifen und zu marginalisieren. Dazu zieht man unendliche falsche Assoziationen mit rassistischen, extremistischen Gruppen.
Prepper sollten sich nicht ständig darum sorgen, was jeder andere denkt, sondern das tun was notwendig ist.

“Meine Familie ist nicht an Bord.”

Das höre ich ständig und letzten Endes ist es egal. Wenn man keine Vorbereitungen treffen kann ohne den ständigen Zuspruch seiner Familie, dann sollte man vielleicht die Familiendynamik überprüfen anstatt seine Survivalpläne zu beenden. Prepping ist es Wert, Debatten zu führen und sarkastische Kommentare auszuhalten. Bleiben sie sachlich und behalten sie ein Lächeln. Überlegen sie sich vorher, wer von den Klugscheißern ihnen später in der Not auf der Tasche liegen will.

“Ich habe immer zuviel zu tun.”

Schalten sie den Fernseher aus, lassen sie ein paar Parties aus, überdenken sie die Karriere die sie hassen und lassen sie die Augen von ihrem iPhone. Alle Bequemlichkeiten die man im Moment noch für selbstverständlich hält, können sehr schnell verschwinden.

“Ich kann mir Vorbereitung nicht leisten.”

Manchmal stimmt dies tatsächlich, in der Hälfte aller Fälle jedoch nicht. Geld für Zigaretten, Alkohol und andere Drogen wäre besser in Nahrungsmittel angelegt, ditto Unterhaltungselektronik und schicke Klamotten. Selbst die besser Informierten sind meist weitaus stärker von den Massenmedien beeinflusst als sie denken. Die Zaunhocker werfen ab und zu einen Blick in alternative Medien und auf den Mainstream. Ebben die negativen Meldungen auf den großen Sendern wieder ein paar Wochen lang ab, sind sie beruhigt und haben wieder einen Vorwand, Geld zu verplempern.

In der US-amerikanischen Sendung Doomsday Preppers sah man sogar einen 15-jährigen mit einem Jahresvorrat an Nahrungsmitteln, Waffen und Fluchtplänen. Ebay ist dein Freund – online findet man für fast nichts Gegenstände die andere beinahe weggeworfen hätten. Kann man sich Neues nicht leisten, lässt sich hier Nützliches abgreifen. Sind sie Sozialhilfeempfänger, warten sie nicht darauf, dass sich durch Politik und Online-Aktivismus etwas für sie verbessern wird. Hängen sie nicht auf Teufel komm raus an einer bestimmten Stadt und einem bestimmten sozalen Umfeld, das sie unten hält. Suchen sie sich die Möglichkeiten und vielleicht bessere Freunde.

“Ich mag die Großstadt.”

Die Stadt ist ein Paradies für Ablenkungen. Es gibt rund um die Uhr etwas das sie unterhält. In der Stadt ist die Illusion von Wohlstand und Überfluss am Größten. Die Restaurants, Clubs und Läden, die Teil von ihrer Identität geworden sind, können morgen bereits für immer geschlossen sein. Mehr Menschen bedeuten mehr Probleme.

“Was nützt das denn, wir gehen sowieso alle drauf.”

Das nihilistische Argument ist das erbärmlichste. Innerlich schämen sich Nihilisten für ihr Unvermögen, Vorbereitungen zu treffen, projezieren ihre Wut jedoch nach Außen. Wenn sie es schon nicht können, dann darf es jemand anderes auch nicht.

“Leg die Furcht ab und die Lösung wird kommen”

Dies ist wohl die idiotischste Philosophie die herumgereicht wird. Ich nenne sie “wahnhaften Optimismus”. Manche reagieren mit Fantasievorstellungen auf Bedrohungen. Sie meinen es werde keine Konsequenzen geben wenn sie in den Abgrund stürzen und mittendrin ihnen jemand das Fliegen beibringen wird. Diese Selbsttäuschung manifestiert sich auf vielerlei Formen, eine davon ist die Hoffnung auf wundersame neue Technologie.