von Alex Benesch

Lord Haskins, der ehemalige Vorsitzende von Northern Foods, erklärte dass die Nahrungsmittelbranche von Betrug völlig durchsetzt sei und tausende längst im Bilde gewesen wären über das Pferdefleisch, welches nun auch vielleicht in Deutschland angekommen ist. Tengelmann nahm vorsorglich die A&P-Tiefkühllasagne aus dem Sortiment bis eine weitere Prüfung durchgeführt wird.

Hier finden sie eine Liste mit 9 legalen Dingen, die mindestens so schräg sind wie Pferdefleisch:

1. Nicht gebährfähige Mutanten-Rinder

Weißblaue Belgier haben eine Beschädigung des Gens, welches das Muskelwachstums-Hemmungs-Protein Myostatin kodiert. Das verstümmelte Myostatin ist deshalb unfähig, das Muskelwachstum zu steuern. Die Schwarzenegger-Viecher können allerdings in den meisten Fällen auf natürlichem Wege keine Kälber gebären und benötigen einen Kaiserschnitt. In einigen Ländern ist die Haltung dieser Rasse verboten. Weißblaue Belgier werden in vielen Europäischen Ländern erfolgreich als Vaterrasse in der Gebrauchskreuzung eingesetzt. 2008 entfielen mehr als ein Drittel aller Besamungen mit Fleischrindersperma in Deutschland auf die Rasse WBB.

2. Holzmehl

Die französischen Bäcker mischten bereits unter dem verschwenderischen König Louis dem 16. aus Not Brotteig mit Holzmehl, in China experimentierten die Kommunisten erfolglos an Lagerhäftlingen mit Reis- und Papierpaste. Auch heutzutage findet sich “Zellulose”, i.e. feines Holzmehl, auf Inhaltsangaben von Lebensmitteln. Es dient als Stabilisator, als Extra-Ballastsoffe in Weißmehlprodukten, es macht fettarmes Eis cremiger und vor allem: Es ist billiger als Zutaten die überhaupt irgendeinen Nährwert besitzen.

3. Ammoniak

Ein stark stechend riechendes, farbloses, wasserlösliches und giftiges Gas, das zu Tränen reizt und erstickend wirkt. Hauptbestandteil von synthetischem Dünger, manchen Sprengstoffen und Ofenreinigern. Tötet zuverlässig e.coli-Bakterien. Bei Hausrindern kommen akute Ammoniakvergiftungen vor allem bei Fütterung von Nicht-Protein-Stickstoffverbindungen (NPN) vor. Bei einem Harnstoffanteil von über 1,5 % im Futter treten zentralnervöse Vergiftungserscheinungen auf.
Die kreative Firma Beef Products Inc., die einen 70-prozentigen Marktanteil als Lieferant von Burgerfleisch in den USA hat, erfand die clevere Prozedur, um mit Ammoniak aus dem billigsten und schlechtesten Fleisch die kleinen Krabbler zu töten. Fast Food-Kunden beschwerten sich in der Vergangenheit über stechenden Geruch und Geschmack.

4. Schellack

Macht Äpfel und Süßigkeiten glänzend. Es handelt sich um eine harzige Substanz, die aus Gummilack gewonnen wird. Gummilack selbst wird aus “Ausscheidungen” der Lackschildlaus Kerria lacca (Pflanzenläuse) nach ihrem Saugen an bestimmten Pflanzen gewonnen.

5. Hühnerfleisch Plus

In den USA sind Beimischungen von bis zu 30 % Schweineabfällen und anderen geschredderten Körperteilen diverser Tiere keine Seltenheit. Besonders interessant für Moslems und Hindus die ihr Essen mit Huhn für clean hielten…

6. “Resteveredelung”

Auch bekannt als das Zusammenpappen vom dem Müll der auf dem Boden landete. Möglich macht es eine Substanz  namens “Transglutaminase.”

7. Mafia-Olivenöl

Olivenöl ist häufig in der Hand des italienischen Mobs. Joe Profaci von der La Cosa Nostra galt als der “Olivenöl-König”. In Europa wird gerne Import-Müll aus Transylvanien oder mit billigem Sonnenblumenöl gepanschte Plörre umdeklariert in feinstes Extra Vergine, sogar mit Biozertifikat…
Es sind Profite möglich wie beim Kokainhandel.

8. Frittenfett

In Frankreich, ausgerechnet wo die Pommes Frites erfunden worden sein sollen, wird häufig Pferdetalg verwendet zum frittieren.

9. Viren

2006 erlaubte die amerikanische Behörde für Nahrungsmittelsicherheit (!) den Einsatz von Viren um bestimmte Mikroben auf Würstchen und Fleisch zu töten.