Ridley Scotts “Prometheus” und die Schöpfung

Posted on Dec 26 2012 - 2:46pm by AlexBenesch

Alexander Benesch

Die Popkultur vermag manchmal, relevante Inhalte besser und direkter zu vermitteln als verquaste, langatmige philosophische Bücher so dick wie das Telefonbuch von Tokio. Im Kern ist Ridley Scotts “Prometheus” zugleich eine Fortsetzung und ein Remake seines Klassiker ALIEN aus dem Jahr 1979. Die Story spielt allerdings zu einem früheren Zeitpunkt, an dem die Menschheit gerade erst das Tor zu echtem interstellaren Reisen aufgestoßen hat. Star Wars war das Science-Fiction-Märchen, ALIEN war ein düsterer Slasher, Sci-Fi Survival Horror mit perfektem Cast, zeitloser Musik, schockierend guten Effekten, Weltklasse-Design und kompromissloser Regie. In den Worten von Scott: Texas Chainsaw Massacre im Weltall.

Mein Lieblingsfilm seit 20 Jahren.

H.R. Giger Tattoo:

Eine Routine-Mission wird vom Bordcomputer wegen einem Notrufsignal auf halber Strecke zur Erde unterbrochen, ein Team des Raumschiffs Nostromo landet auf dem winzigen Planeten LV-426 und findet ein Alien-Raumschiff in dessen Cockpit ein inzwischen versteinerter Pilot sitzt, der von einer Parasitenart getötet worden war, die im Folgenden auch einen Menschen der Nostromo-Crew befallen wird.

Ein Twist hob auch den eher simplen Plot auf hohes Niveau: Der Mediziner und Wisenschaftler an Bord, Ash, hatte die Landung auf LV-426 heimlich eingefädelt im Zuge eines Geheimauftrags des Konzerns Weyland Yutani. Das Ziel war, mindestens ein infiziertes Crewmitglied im Hyperschlaf nach Hause zu bringen für die Biowaffenabteilung.

Ash ist ein täuschend echt aussehender humanoider Android und die Verantwortlichen des empathielosen Konzerns schufen ihn nach ihrem Abbild: Sie gaben ihm bewusst keinen Sinn für Moral. Deshalb bewundert er auch den hochgefährlichen, hyperaggressiven Xenomorph für dessen strukturelle “Reinheit” ohne moralische “Selbsttäuschungen”. Man stellte sicher dass sich die eigene Schöpfung, Ash, nicht irgendwann gegen den Schöpfer wendet und gab ihm keinen halbwegs freien Willen.

Die Menschheit in ALIEN hat sich, wie in sehr vielen Sci-Fi-Stories, in ihrem Kern kaum vom Fleck bewegt: Moralunfähige Individuen stehen an der Spitze von Megakonzernen wie Weyland Yutani und betrachten ihre Angestellten, die ihre Familien Monate lang nicht sehen um im fernen Weltall abgebaute Rohstoffe transportieren, als ersetzbare Kakerlaken. Die moralfähigen Arbeiter, Piloten, Mechaniker, Navigatoren usw., leben in weitestgehender Unkenntnis der psychosozialen Dynamiken, die den geistig kranken Abschaum nach oben treiben. Sie wollen nur nach Hause, feiern und den Gehaltsscheck einlösen. Die Haltung, einfach den eigenen Job zu erledigen und keine Fragen zu stellen, kann zur Ausrottung der ganzen Menschheit führen.

Die Xenomorph-Kreaturen betrachten ihre Kriegerdrohnen ebenso als ersetzbare Nonindividuen. Dies war bereits 1979 der deutliche Hinweis darauf, dass es sich bei ALIEN um eine Allegorie handelt über die menschliche Natur. Was die Crew der Nostromo irgendwo tief im Weltall findet, ist nicht wirklich eine total fremde grauenhafte Spezies, sondern sie entdecken was vom Menschen übrigbleibt wenn Moral und Individualität fehlen.

Die ungeklärten Fragen lauteten: Wer ist die außerirdische Rasse von der wir nur das Schiff und den versteinerten Piloten gesehen haben? Wohin ging die Reise und wo begann sie? Wie haben sie sich die Parasiten eingefangen?

Prometheus

Der Film Prometheus beginnt mit einer Enthüllung, anstatt diese irgendwann später nachzuliefern. Eine außerirdische Rasse von menschenähnlichen Wesen lädt einen der ihren auf der Erde ab. Er muss ein Opfer bringen um den Menschen zu erschaffen: Er trinkt eine Flüssigkeit, beginnt sich aufzulösen und fällt in einen reißenden Wasserfall in Meeresnähe. Wie es später heißt: “Um etwas zu erschaffen, muss man zuerst etwas zerstören.” Es kommt völlig auf die Interpretation dieses Satzes an. Jeder der Kinder hat, also neue Menschen geschaffen hat, weiß was es heißt, Opfer zu bringen.

Die Forscherin Elizabeth Shaw und ihr Ehemann Charlie Holloway entdecken auf einer schottischen Insel 35.000 Jahre alte Höhlenmalereien, die eine Planetenkarte zeigen welche mehrfach auf der Erde in völlig unterschiedlichen Kulturen zu finden war. Man betritt hier kurzzeitig ein Territorium, das weitläufig von gerissenen Geschäftemachern wie Erich von Däniken oder Zachariah Sitchin besetzt ist, die mehrere zehn Millionen Bücher voller erfunderer Deutungen im Stile von Sci-Fi-Groschenromanen an Leute verkauft haben, die das Ganze für echt halten.

Viele Menschen sind tief enttäuscht von den klassischen Religionen. Einerseits hat die exponentiell expandierende Wissenschaft der Moderne immer noch keine Götterwesen entdeckt sondern uns in ein gigantisches Vakuum mitten im Nirgendwo des Weltalls plaziert, andererseits führte die Ausbreitung der Lesefähigkeit und der Individualität dazu, dass Menschen immer stärker zu der Überzeugung gelangen, dass die Götter aus den einschlägigen Büchern erfundene Gestalten mit häufig grauenhaften Eigenschaften sind. Es scheint, als hätten narzisstische, grausame Männer nach ihrem Ebenbild die Götter erschaffen und nicht umgekehrt.

Der Mensch sehnt sich nach einem starken Umfeld, Sicherheit, Wohlstand, Bedeutung und einem Leben nach dem Tod. Viele stellen irgendwann fest dass Religion keine von diesen Wünschen erfüllen kann bzw. dass niemand beweisen kann was nach dem Tod geschieht, falls überhaupt irgendetwas geschieht.

Der durchschnittliche ernüchterte Mensch, der lesen kann, beschäftigt sich dann leider trotzdem nicht mit belegbaren Dingen und baut sich die Welt nach seinen Vorstellungen um, sondern er sucht in Unkenntnis seiner eigenen Psyche und der von anderen nur wieder die nächste Religion, die nächsten Hochstapler und Herrscher aus, die ihm die Erfüllung seiner Wünsche versprechen.

Gerade der 21. Dezember 2012 galt weltweit als bedeutendes, religiöses Datum. Menschen erhofften sich einen “Bewusstseinssprung” womit nichts anderes gemeint ist, als die Erfüllung eigener Wünsche und das Ende der eigenen Schwächen, Grenzen und Unzulänglichkeiten. Endlich “eins” sein mit allen anderen und dem Universum. Andere erwarteten die Rückkehr von Außerirdischen, die die klassischen Göttereigenschaften haben sollen. Der eine erwartet (erhofft) sich von den Aliens harte aber faire Herrscher, die endlich die menschlichen Tyrannen auf ihre Plätze verweisen und für Ordnung sorgen. Diese Menschen fürchten sich vor Freiheit.

Andere wünschen sich liebevolle Überwesen, die den Platz von Jesus oder anderen Erlöserfiguren einnehmen und alle unsere Probleme lösen werden. In dieser Variante wird das verloren gegangene Paradies wieder neu geschaffen. Früher, so der Alien-Vulgärmythos, war alles besser, die Hochkulturen waren glücklich und die Gottwesen aus dem All ließen Steine schweben um die großen Pyramiden ohne Mühe zu bauen.

Wieder andere wähnen die schlechtesten Menschen der Erde im geheimen Bund mit bösen Außerirdischen, ein Mythos der auch durch Geld des Establihsments und hochkarätige Desinformation genährt wird, und das aus einem verständlichen Grund: Wenn der unzufriedene Mensch glaubt, er habe eh keine Chance, wird er nicht kämpfen. Er akzeptiert die eigene Kapitulation, weil der Feind nun mal übermächtig sei.

In Ridley Scotts Prometehus bezahlt der “abergläubische” und uralte Großunternehmer Peter Weyland eine Unsumme, um das Raumschiff Prometheus bauen zu lassen, das eine Crew fähiger Wissenschaftler zu dem mysteriösen Planeten aus den alten Höhlenmalereien transportieren soll. Jeder hat andere Erwartungen an einen möglichen Kontakt mit “unseren Schöpfern”, auch der einzige Android an Bord, David.

David fühlt sich den Menschen um sich herum überlegen, leidet aber dennoch unter einem Pinocchio-Komplex und scheinbar weiteren, allzu menschlichen Problemen. Er wurde von Peter Weyland erschaffen, aber nur als Sohn-Ersatz, als Pflichterfüller “ohne Seele”.

Einer der Wissenschaftler meint in arrogantem Ton zu David, man hätte ihn nur erschaffen weil man sehen wollte ob man es kann. David kontert, die Menschen seien viellelleicht auch nur von jemandem als arrogantes Experiment, als Kraftdemonstration oder als austauschbare Erfüller von benötigten Funktionen erschaffen worden. Gerade diese Neugier und dieser Narzissmus ist ein ständig wiederkehrendes Motiv in Prometheus.

Man findet tatsächlich die Schöpfer des Menschen, diese sind jedoch massakriert worden von ihrer anderen Kreation, nämlich den xenomorphen Kreaturen die in Urform wie pechschwarzes Öl aussehen und in Gefäßen massenweise als Biowaffe produziert wurden mit dem Ziel, die Menschheit auszurotten. Warum diese militärische Vernichtungsoperation? Nur um die neue Waffe zu testen in einem Freifeldversuch? Oder um den Konkurrenten Mensch loszuwerden bevor er die eigenen Schöpfer übertrifft und Terraforming im Weltraum betreibt? In einer der wichtigsten Szenen spürt man förmlich die Wut in den außerirdischen “Engineers” über die zumindest technisch emanzipierten Menschen. Nicht mehr schmutzig und in Felle gehüllt auf der Erde, in Ehrfurcht vor den vermeintlichen Göttern zitternd, sondern selbstbewusst in blitzenden Raumanzügen mit ihrem eigenen Raumschiff stehen sie auf einmal auf der Matte und erwarten, wie ebenbürtige Wesen behandelt zu werden.

In der ersten Kinoadaption der berühmten TV-Serie Akte X kreiste die Handlung um das, was der unter mysteriösen Umständen verstorbene Verschwörungsauthor Bill Cooper zuerst publiziert, dann aber als clevere Täuschung des Establishments widerrufen hatte: Eine finstere Alienrasse geht einen Deal ein mit den mächtigsten Menschen auf dem Planeten um die Masse der Bevölkerung mit einer Super-Biowaffe auszuradieren. In Prometheus gibt es keinen Deal, keinen Respekt der Engineers.

Das interessanteste Motiv das im Film Prometheus mehrfach wiederholt wird, ist dass die Schöpfung manchmal besser sein kann als ihr Schöpfer. Die Außerirdischen sind keine esoterischen, liebevollen Lichtwesen, sondern arrogante Kombattanten die nicht nur ihre liebe Mühe haben mit ihrem eigenen Biowaffenprogramm, sondern sich mit dem Homo Sapiens anlegen, der auch unter extremen Bedingungen individuelle, moralische Entscheidungen treffen kann, die größte Auswirkungen haben.

Wenn der Kapitän der Prometheus die Befehle seiner Vorgesetzten missachtet und die Sache in die eigene Hand nimmt, fällt es schwer, nicht die Faust in die Luft zu strecken und “Yeah!!! Homo sapiens, baby!” zu rufen.

Die christliche Elizabeth Shaw stellt sogar noch vor dem Kontakt mit den außerirdischen Engineers die Frage, wer diese denn wiederum erschaffen haben soll. Selbst die Klärung der eigenen Herkunft nimmt uns Menschen nicht die Arbeit ab, uns selbst und die Welt zu verbessern.

Illuminati-Fest?

Ridley Scotts beste Filme haben einen starken moralischen Kern. Ellen Ripley würde lieber sich selbst opfern als zulassen, dass der Weyland Yutani-Konzern den Xenomorph in die Finger bekommt. Maximus im Film Gladiator legt sich nach dem Verrat an ihm mit dem neuen römischen Kaiser an und macht das Unmögliche möglich. Robin Hood kämpft für die universalen Grundrechte und die Brechung der königlichen Tyrannei, nicht nur gegen den Sherriff von Nottingham.

In diesem Kontext betrachtet ist Prometheus ein Film der sich in dieses Muster einreiht. Weyland als Rockefeller-Verschnitt wirkt nicht “erleuchtet” sondern erbärmlich und stürzt mit seiner Egomanie beinahe die gesamte Menschheit ins Verderben.

Die kranke Art Schöpfung, der zuerst eine großangelegte Zerstörung vorausgeht, erinnert an elitär-freimaurerische und illuminierte Philosophie. Aus der konzertierten Zersetzung und Vernichtung etablierter Nationen, Religionen und Organisationen soll die Neue Weltordnung folgen, eine theokratisch-technokratische Herrschaft narzisstischer Individuen, die sich gemäß ihrer gnostischen Überzeugung als neue Götter betrachten. Das Zeitalter der sog. “Singularität” und “synthetischen Biologie” soll eine Welt hervorbringen, die den althergebrachten Menschen genauso wie alle althergebrachten anderen Organismen nicht mehr braucht.

Nirgendwo in Prometheus wird der Zuschauer angehalten, mächtigen Menschen das Gottspielen zuzutrauen. Ganz im Gegenteil. Die wichtigste Protagonistin hält sogar nach all dem Wahnsinn an ihrem christlichen Glauben fest und der Zuschauer ist definitiv nicht angehalten, über sie zu lachen.

About the Author

Der in Bayern geborene und aufgewachsene Alexander Benesch startete nach seinem Abitur im Jahr 2006 die investigative Medienplattform INFOKRIEG.TV. Zwei Jahre später machte er sich zusammen mit seiner Frau selbstständig und erweiterte die Medientätigkeit um ein E-Commerce-Business für Outdoor und Survival.

32 Comments so far. Feel free to join this conversation.

  1. ein mensch 26/12/2012 at 17:02 - Reply
  2. Tony Ledo 26/12/2012 at 18:23 - Reply

    hehe – da hab’ ich auch eine:

    https://www.youtube.com/watch?v=Z41c7W0hcxY

  3. Wahnuel 27/12/2012 at 04:51 - Reply

    da setz ich doch glatt auch einen drunter: https://www.youtube.com/watch?v=gbc8ZkOk1zY

    und jetzt guck ich Alien zum zigtausendsten Mal ;)

    Guten Rutsch euch allen.

  4. Soma 27/12/2012 at 04:56 - Reply

    Das war ja insgesamt eine ganz schöne Endtäuschung.
    Weltuntergang…Bewusstseinssprung….Pah…
    Nicht mal Projekt Bluebeam war zu sehen.

    Ich habe das Ende der Welt sehr extatisch und ausgelassen gefeiert, in der festen Annahme, der Kater bliebe mir erspart. :-)
    Und Wow, als ich wieder zu mir kam, das war der Weltuntergang für mich.

    Wenn es einen Bewusstseinssprung gegeben haben sollte, ist der wohl auch wieder versoffen. :-)

    Fühlt sich von Euch einer inteligenter als zuvor?

    Das war ne unglaubliche Party und das beste daran war, das mich ein Kumpel davon abhielt mit so nem Reptilianer ins Bett zu gehn, wie ich jetzt im nachhinein finde.
    Ich hatte den armen Kerl noch ausgelacht, weil er Kondome dabei hatte. :-)

    Genug gefaselt….

    Wie habt Ihr Euren Weltuntergang verlebt?
    Hoffentlich vernünftiger.

    Sind wir schon im Wassermann-Zeitalter, oder wann ist das?

    Auf die Neue Weltordnung ist sicher mehr Verlass.

    Und toller Artikel Alex, ich freue mich schon auf die nächsten Sendungen in der post-Weltuntergangs-Zeit.

  5. Toxi1965 27/12/2012 at 07:14 - Reply

    Sehr schöner Artikel Alex , hab das mehr mal gelesen .
    Den Film Prometheus hab hab ich mir paar mal hinter einander angesehen .

    Aber auch in den Film wie in deinen Artikel kommt die große Frage was ist eigentlich das ICH .oder anders , das Bewusstsein nicht vor.
    Die Frage wird gar nicht gestellt , man geht wie immer wie schon seit 50 oder länger
    diese Frage aus dem Weg .
    Man tut so als wäre es ein…na ja ..ist nicht wichtig Frage .Und eingetlich ist es die wichtigste Frage und nicht von welchen Bio-Haufen wir her stammen .

    Und ich kann es einfach nicht mehr hören das man mit Rechenpower das Gehirn simmulieren kann …jaaa..man muß nur genügend rechenpower haben das kommt irgend wann das ICH .
    Was für eine Farce …was für eine selbst-Täuschung ….immer und immer wieder ….
    Wie soll amn etwas beschreiben wo sogar die Begrifflichkeiten fehlen …man kann nur beobachten und staunen …und tröstet ( oder täuscht andere ) sich selber mit…ja..eines tages …wenn wir genügend Rechenpower haben …..

    Man kann nur was simmullieren wenn man etwas verstanden hat….

    Immer und immer wieder dieser selbstbeschiss … aber man wirft unterschwellig den Memschen vor die an Religionen glauben sie wären nicht objektiv…dabei funktioniert der jenige genauso..nur genau umgedreht .

    Willkommen im Club also ;)

    • beewhyz 27/12/2012 at 12:46 - Reply

      Wenn Pflanzen auf primitive Reize reagieren kann man bereits von Bewusstsein reden (sag das mal einem Veganer, die nehmen sich nen Strick).

      Die komplexität des Organismus Mensch erlaubt ein erweitertes Bewusstsein als das der Pflanze, so heben wir uns physiologisch von anderen Säugetieren vor allem durch unseren Neo Cortex ab, welcher es erlaubt höhere Bewusstseins ebenen zu erlangen.

      Wenn ein Nervengebilde oder neuronales Netz sich selbst darüber im klaren ist, dass es gerade denkt können wir annehmen, dass es sich selbst wahrgenommen hat. Jedoch wird es weniger emotional wahrnehmen, da im künstlichen Netz keinerlei Hormone aktiv sind und diese zu simulieren geht nicht ohne gleichzeitig einen vollständigen Köper mit zu synthetisieren.

      Die Annahme, dass komplexes Bewusstsein durch über-natürliche Kräfte entstehen, statt normal-natürliche Kräfte, nämlich die natürliche Entwicklung von Organismen, vom einfach zum komplexen, auch Evolution genannt, ist ein fabelhaftes Beispiel für die Ablehnung der Natur und ihrer Allmacht und die Perversion dieser Ablehnung durch die Erschaffung eines Ersatzbildes und Projektion aller Hoffnungen und Wünsche in diese. Eal ob dieses Ersatzbild ein Gott, eine Energie, Zauberei oder andere erschaffende Kräfte sind – es ist in meinen Augen eine Ablehnung der normalität der Natur.

  6. Sei's drum 27/12/2012 at 08:40 - Reply

    Sehr guter Artikel! Endlich kann das mal wieder gesagt werden. Ich frage mich gerad nur (und auch nur am Rande), warum der christliche Glaube im Artikel als sehr positiv dargestellt wird. Normalerweise müsste Alex das doch als Religion, ergo Täuschung ablehnen?

    • Liane 27/12/2012 at 16:22 - Reply

      Alex liebäugelt halt gerne mit “christlichen Werten”.

  7. beewhyz 27/12/2012 at 12:38 - Reply

    “Most people think,
    Great god will come from the skies,
    Take away everything
    And make everybody feel high.
    But if you know what life is worth,
    You will look for yours on earth:
    And now you see the light,
    You stand up for your rights. jah! ”

    Bob Marley (Get Up Stand Up)

    • Ich 27/12/2012 at 16:46 - Reply

      All GOD cam from skies this is not a joke but only the truth

  8. Soma 27/12/2012 at 22:22 - Reply

    Alle Götter waren unsterblich.

    • Liane 27/12/2012 at 22:28 - Reply

      Wer hat sie sterblich gemacht?

      • Soma 29/12/2012 at 16:17 -

        Ich nehme an, der ausgestorbene Glaube.
        Durch Missionierung, Genozid und dergleichen.

      • Liane 29/12/2012 at 16:22 -

        Also der Mensch. Der Mensch hat “Gott” sterblich gemacht.
        Ergo, der Mensch ist Gott. ^^

      • blechtrommler 29/12/2012 at 19:13 -

        Es gab aber auch schon immer (“heilige”) Schriften,die genau vor diesen Auswüchsen (der Katholiken – Babylonischer Kult – nach Deinen Beispielen) gewarnt haben;
        der Glaube geht von sowas auch nicht “weg” – er wird eher stärker – denn, je unfähiger der Mensch (im Angesicht des “Chaos”), desto höher sein Hoffen auf einen Erlöser, und, da gehts zum Punkt: Seine Anfälligkeit für die falschen Propheten;
        wir sind in der einmaligen Lage, diese falschen Propheten vorzuführen; meiner Meinung nach liegt deren ganzes Erfolgsgeheimnis in einer ausreichend Pervertierung eines von mir angenommenen Hoffens eines jeden Einzelnen auf eine sinngebende und -erhaltende, nicht von Menschen (die irren können) manipulierbaren “oberen” Ordnung.

        Deren (annährend ausreichend, um gottgewollt – “in Ordnung” – zu sein; dass “das Leben gelingt”) Verständnis sollte man schon nachgehen? Und nicht als Hokuspokus abtun, solange “wir” (alle außer wir) nach dessen Schema ticken?

    • blechtrommler 29/12/2012 at 18:50 - Reply

      Es gibt nur einen Gott. Und der ist ohne Zeit. Ohne Anfang, ohne Ende. (Wie wär er sonst “Gott”?)

      Guten “Rutsch” – Soma.
      (lass mal eMailisch über NeuDeutschland schnaken – wenn Zeit…)

      • Liane 31/12/2012 at 14:25 -

        “Es gibt nur einen Gott. Und der ist ohne Zeit. Ohne Anfang, ohne Ende. (Wie wär er sonst “Gott”?)”

        Aha. Ja, tun wir einfach mal so, als wäre das ein Fakt. Und tun wir mal so, als ob es “dein” Erlöser/Prophet der “richtige/wahre” ist. lalala

        omg

  9. Mirko 29/12/2012 at 09:46 - Reply

    Auch die Alten haben bereits die Mythen allegorisch verstanden und sahen dabei genauso alt und albern aus wie ihr “Modernen” heute.

    Tobt euch ruhig noch ein bischen aus, deutet um, allegorisiert, jagt Kobolden und Zwergen hinterher und witzelt euch um euren Verstand. Aber vielleicht ist das ja nur das berühmte Pfeifen im Walde, das allmonatliche Apotropaion gegen das intellektuelle Fracksausen, das einem beim Gedanken von wirklichen Aliens direkt vor der eigenen Haustüre beschleicht.

    Insofern will ich euer kleines Ritual nicht weiter stören und wünsche euch ein gutes, obschon gar nicht so selbstverständliches Neues Jahr 2013.

    • Tony Ledo 29/12/2012 at 15:23 - Reply

      Mirko, du nervst….. aber irgendwie gehört deine Alien-Nummer schon dazu und ich – schnüfff – würde sie richtig vermissen, gäbe es sie nicht.

      - dir ein persönlich schönes 2013.

      • blechtrommler 29/12/2012 at 18:34 -

        Warum nervt Euch ständig eine andere Auffassung? Und zu welchem Zweck müsst Ihr die ständig ausbaldowern?

        Ich zumindest – und das ist ebenso “erheblich” – will alle Eure vermeintlichen Trolle weiterhin lesen, als (auf einigen Gebieten) den Einheitsbrei einer hirnbereinigten infokriegerNeoFasc-Community!!!!!!

      • blechtrommler 29/12/2012 at 18:38 -

        Toni Ledo – ein bisschen heftig… nicht persönlich nehmen, lieber prinzipiell

    • benjamin 29/12/2012 at 16:01 - Reply

      also, eine überlegene zivilisation, welche lichtjahre durchs all reist… warum?
      sind die außerstande die eigenen problemchen zu lösen? wohl kaum.
      irgendwelcher austausch an informationen? was hätten wir zu bieten?
      unterwerfung? warum? für den kick?! ich raffs nicht..

      ich hör schon den stammtisch poltern:
      “jetzt liege uns die a scho uff da tasch! aliens naus!” ^^

    • blechtrommler 29/12/2012 at 18:22 - Reply

      “das berühmte Pfeifen im Walde, Fracksausen” beim Bewusstwerden der eigenen Obdachlosigkeit.

  10. Soma 29/12/2012 at 16:20 - Reply

    Für eine reine Menschenrasse!!!
    Kauft nicht bei Reptilianern!!! :-)

    • Liane 29/12/2012 at 16:32 - Reply

      höhöhö^^
      Irgendwann müssen sich dann die Menschen vor einem ReptiLIANEr-Tribunal verantworten. Mit globalen Reparationszahlungen – gerne in Währung “Homo sapiens” ;)

      • Soma 29/12/2012 at 17:05 -

        Oh Nein Schwester!!!!
        Du könntest Recht haben.
        Jetzt fällt es mir wie Schuppen von den Augen.
        Whawhawha :-)

  11. Soma 29/12/2012 at 16:29 - Reply

    Sin without deceivers
    A God with no believers
    I could sail by
    on the Winds of Silence
    And maybe they won’t notice
    But this time I think
    It’d be better if I swim

    http://www.youtube.com/watch?v=twE3uzDa-4s

    Dream Theater

    • Soma 29/12/2012 at 17:21 - Reply

      Das könnte Dir gefallen.
      Dein Englisch ist ja Perfekt.

      Eine etwas andere Kriminalgeschichte:

      Nikolas ist von krassen Alptäumen geplagt,
      in denen er immer ermordet wird.

      Im Traume ist er aber nicht Nikolas,
      sondern ein Mädchen Namens Viktoria.

      Er lässt sich in Regressions-Hypnose versetzen
      und geht dort dem Fall nach.

      Er stellt fest das es sich um ein tatsächliches Verbrechen handelt und er weiss, dass er nur Frieden finden wird, wenn er den Fall löst.

      Ein Hammer Album
      und man erfährt vielleicht sogar wer der Mörder ist :-)
      Gib Dir das mal, wenn Du Lust darauf hast.
      Ist echt spannend und genial.
      Hab die mal Live gesehen.

      http://www.youtube.com/watch?v=e_6KkRgQyos

      Kennst Du die?

      • Liane 31/12/2012 at 14:28 -

        Kenne ich nicht. Werd mir das mal bei Gelegenheit anhören :)

  12. Julian 01/01/2013 at 11:00 - Reply

    Noch ein kleiner Hinweis. Prometheus ist weder eine Fortsetzung noch ein Remake sondern war als Prequel konzipiert, wurde dann aber abgesehen von ein paar Hinweisen (zb die Schlussszene) als eigenständiger Film gedreht.

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