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Crypto-Coins sind NFTs in einem legalen Schneeballsystem

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Kommentar

Kryptos hatten ein begrenztes Potenzial, den staatlichen Währungen Konkurrenz zu machen. Man stelle sich vor, man könnte einen Teil seines staatlichen Geldes in eine super-stabile Kryptowährung konvertieren, die nicht laufend entwertet wird über künstliche Vermehrung der Geldmenge. So umgeht man die Abzocke durch die Regierung, die mit schönen Begriffen wie „Quantitative Easing“ umschrieben wird. Es war immer klar, dass die Regierungen irgendwann zur Jagd blasen würden auf die Kryptos und die Bürger.

Krypto-Währungen in der Praxis waren aber einfach nur NFTs (Non-fungible tokens) in einem legalen Schneeballsystem. Es ist egal, ob es sich um eine digitale Tulpenzwiebel handelt, einen virtuellen Gegenstand in einer virtuellen Umgebung oder um die dreihundertste Kryptowährung. Insider, die mit der Schaffung der Kryptowährung zu tun haben, können sich gegenseitig Coins verkaufen und damit den Preis künstlich nach oben treiben. Dann erfolgen stärkere Verkäufe an gewöhnliche Trader, der Kurs sinkt und es finden sich neue mutige Trader, die zum günstigen Kurs kaufen, in der Erwartung dass der Kurs steigen wird.

Es grenzt an ein Wunder, dass die Regierungen noch nicht völlig die Kryptos abgewürgt haben. Es gibt natürlich längst neue Offensiven der Finanzämter und Steuerfahnder und immer mehr Regulierungen. Immerhin bedrohen ja Kryptos das Geschäft der Privatbanken mit schlechten Aktien-Fonds und überhöhten Gebühren/Provisionen. Die Privatbanken gelten als systemrelevant. Und Mega-Konzerne wollen ihre eigenen Blockchain-Währungen etablieren, was das Ende der Wildwest-Phase für Kryptos bedeuten könnte.

Aktuell crashen die Kryptos und das übliche Prozedere findet statt auf den Sozialen Medien: Die HODL-Fraktion predigt HODL, als handle es sich bei Kryptos um einen S&P500-ETF, bei dem man wenigstens noch Anteile an richtigen Konzernen hat die reale Güter herstellen. Keiner weiß, ob Kryptos nächstes Jahr tot sind oder in fünf Jahren.

Die Hyper hypen Kryptos, weil das die Kurse nach oben treiben könnte. Der Crash gilt als tolle Gelegenheit, insbesondere für neue Investoren. Der Kurs würde steigen auf eine Bazillion Dollar und letztendlich den Dollar ablösen. Wenn aber die Kurse nach unbestimmten Mustern in begrenztem Rahmen hin und herschwanken, dann sind gewöhnliche Investoren bald genervt, weil man letztendlich die Muster nicht vorhersehen kann und entweder ohne Gewinne rausgeht oder sogar mit Verlusten wie bei einem Glücksspiel.

Die Mega-Tech-Firmen verloren deutlich an Börsenwert, was natürlich den Wert der ETFs fallen ließ. Falls Leute die Geduld verlieren mit ETFs, was bleibt dann noch? Das Glücksspiel mit Einzelaktien?

AlexBenesch
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