Viel Wirbel um einen Bericht der „Washington Post“: Das Pentagon rechnet durch, ob man die US-Soldaten aus Deutschland abzieht oder nach Polen umzieht. Die Putin-Gläubigen reiben sich schon die Hände, obwohl es sich nur um eine Routine-Überlegung handeln kann.

Wenn 35.000 US-Soldaten nach Polen umziehen, bedeutet das, dass sie näher an Russland heranrücken. Wobei natürlich letztendlich egal ist, ob ein NATO-Soldat in Europa einen US-Pass hat. Das ändert nichts am angloamerikanischen Imperium.

Vielleicht ist das auch nur eine psychologische Operation: Die US-Soldaten gehen heim, es passiert irgendeine gruselige Grenzüberschreitung durch die Russen und dann erhöhen die EU-Staaten ihr Verteidigungsbudget auf 4% des BIP. Das bedeutet einen Vorsprung der EU ggü. Russland von hunderten Milliarden pro Jahr.

Die Trump- Administration hat übrigens für 2019 fast eine Miliarde Dollar angefordert für die Verbesserung und Erweiterung von militärischen Infrastrukturprojekten in Europa. Die Hälfte von dieser Summe ginge an die US-Luftwaffe.

Vor vor ein paar Jahren noch die US-Militärpräsenz in Europa reduziert wurde, geht es nun wieder in die andere Richtung.

Im Zuge der European Deterrence Initiative (EDI) sollen neben den militärischen Infrastrukturprojekten noch weitere Unterfangen mit zusätzlichen Milliarden gefördert werden.

Defense News berichtet, dass keine weiteren Luftwaffenbasen in ehemaligen Sowjetstaaten gebaut werden sollen, aber dass man die existierenden Basen in Deutschland oder England erneuern möchte, um die modernsten Kampfflugzeige und Drohnen einsetzen zu können.

Für die Basis in Estland sollen nach Wunsch der Trump-Administration mehr Flugzeuge verlegt werden:

  • Fairchild Republic A-10 Thunderbolt II,
  • General Dynamics F-16 Fighting Falcon
  • Lockheed Martin F-22 Raptor
  • Lockheed Martin F-35 Lightning II aircraft

Ähnliche Pläne gibt es für die Basen in Ungarn und der Slovakei.

Russland kontert mit neuen Anlagen in Kaliningrad und Iskander-Raketen.