Die amerikanische RAF

In den USA flammt der Kampf zwischen links und rechts wieder gewaltig auf, wobei auf beiden Seiten Ausrufe zu Gewalt, Bürgerkrieg und Revolution zu finden sind. Die extreme Rechte...

In den USA flammt der Kampf zwischen links und rechts wieder gewaltig auf, wobei auf beiden Seiten Ausrufe zu Gewalt, Bürgerkrieg und Revolution zu finden sind. Die extreme Rechte bezieht sich nach wie vor auf Bücher wie „The Turner Diaries“, in denen eine rechte Terrorkampagne in einen erfolgreichen Revolutionskampf ausartet. Die Linke hat wiederum historische linke Machtergreifungen als Bezugspunkt sowie Figuren á la Guevara, Mao, oder Lenin.

Die Wahl von Donald Trump wurde insbesondere von rechten Milizgruppen nicht als Signal verstanden, sich zu entspannen, sondern die Aktivitäten auszuweiten. Die Linken lassen inzwischen durchscheinen, dass sie ihrerseits auch vermehrt Milizen bildet.

Historisch betrachtet hatte die amerikanische terroristische Linke durch Gruppen wie die Weathermen Ende der 1960er- bis in die 1970er-Jahre ihren Höhepunkt.

1969 erschien im amerikanischen Studentenbund Students for a Democratic Society (SDS, dt. Studenten für eine demokratische Gesellschaft) ein Flugblatt mit dem Titel „You don’t need a weatherman“. Die Herausgeber dieses Flugblatts erklärten sich solidarisch mit den Kämpfern des Vietcong und der Black Panther Party und stellten die weißen Arbeiter in den USA als rassistisch und unrevolutionär dar.

Der anschließende Streit im SDS endete mit der Abspaltung der dann Weathermen genannten Fraktion, die sich selbst als eine „revolutionäre Organisation kommunistischer Männer und Frauen“ verstand.

Nach einer im Oktober 1969 von den Weathermen in Chicago organisierten Demonstration („Days of Rage“) gegen den Vietnamkrieg, die in heftigen Straßenschlachten mit der Polizei sowie einem Toten endete, erklärten sie 1970 dem Staatsapparat den Krieg und gingen in den Untergrund. Auslöser dafür war die Erschießung Fred Hamptons, des Vorsitzenden der Sektion Illinois der Black Panther Party, durch die Polizei. Dies führte in den folgenden Jahren zu einer Serie von Bombenanschlägen auf staatliche, vor allem militärische und polizeiliche Einrichtungen, bei denen allerdings nie Personen getötet wurden.

Aufgrund feministischer Einflüsse erfolgte 1970 die Umbenennung in das geschlechtsneutrale Weather People, später in Weather Underground. In den 1970ern waren die Weather People vor allem in der Drogen-Subkultur aktiv und beeinflussten dort die Yippies. Spektakulärste Aktion war hierbei die Befreiung des Psychologen Timothy Leary aus einem Gefängnis 1970.

Nach einigen internen Streitereien entstanden Mitte der 1970er legale Ableger, wie PFOC (Prairie Fire Organizing Committee), aber auch illegale Abspaltungen wie die ARU (Armed Resistance Unit). Das FBI verfasste im Jahr 1976 einen Bericht, der die Überwachung der Gruppe bezeugt. Heute beschreibt das FBI die Gruppe als „ehemalige inländische terroristische Gruppe“.[1] Der Weather Underground betrieb bis ca. Mitte der 1980er Jahre weitere bewaffnete Kämpfe und Anschläge. Ihre Spur verlor sich seitdem in legalen antifaschistischen Organisationen (gegen den Ku-Klux-Klan). Einige Mitglieder stellten sich später der Polizei. In vielen Fällen endeten die Gerichtsverhandlungen allerdings mit einem Freispruch, als bekannt wurde, dass das FBI illegale Ermittlungsmethoden gegen die Gruppe angewendet hatte (siehe dazu auch COINTELPRO).

Prominente Mitglieder des Weather Underground waren Kathy Boudin, Mark Rudd, Matthew Steen, Bernardine Dohrn und Bill Ayers.

Während des US-Präsidentschaftswahlkampfes 2008 kam Bill Ayers in die internationalen Schlagzeilen, als Sarah Palin, die Vizepräsidentschaftskandidatin der Republikanischen Partei, den Präsidentschaftskandidaten der Demokratischen Partei Barack Obama bezichtigte, Kontakte zu Terroristen – nämlich Bill Ayers – zu pflegen.

Als man erfuhr, dass Obamas umweltpolitischer Berater Van Jones in einer Umweltschutzorganisation zusammen mit einem Gründungsmitglied der Weathermen, Jeff Jones, arbeitete, löste dies erneut einen Skandal aus.[2] Konservative Republikaner begannen eine Kampagne und schafften es, dass er im September 2009 zurücktreten musste.

SLA

Die Symbionese Liberation Army (SLA) war eine terroristische Guerillagruppe in den USA, die sich selbst als dem Maoismus nahe Befreiungsarmee in der Tradition von Robin Hood sah. Sie führte mehrere gewalttätige Aktionen durch, u. a. Banküberfälle, Entführungen und Morde. Die SLA wurde 1971 von Russell Little und Robyn Sue Steiner in San Francisco gegründet. Anführer war ab 1972 Donald DeFreeze, weitere Mitglieder waren William Wolfe und das Ehepaar Harris.

Das Logo der SLA stellt eine siebenköpfige gewundene Schlange dar.

Die SLA wurde durch die Entführung von Patty Hearst, der damals 19-jährigen Enkeltochter des Verlegers William Randolph Hearst und Tochter des Milliardärs Randolph Apperson Hearst, am 4. Februar 1974 international bekannt. Zusammen mit ihrer Entführung sollte ein Hilfsprogramm in Höhe von 6 Mio. Dollar zur Ernährung der Hunger leidenden Bevölkerungsgruppen in den USA erzwungen werden. Patty Hearst wurde zunächst gefangengehalten, danach Geliebte eines Gruppenmitglieds, schließlich Mitglied der Gruppierung; sie nahm sogar an einem Banküberfall teil. Es konnte nicht abschließend geklärt werden, ob ihr Verhalten auf eine vorgetäuschte Entführung hindeutete, wie die Gerichte später glaubten, oder es sich um einen Fall des Stockholm-Syndroms handelte.

Am 17. Mai 1974 kamen bei einer Schießerei mit der Polizei Donald DeFreeze und fünf weitere Mitglieder der SLA ums Leben. Am 18. September 1975 wurde Patty Hearst (neben SLA-Mitgliedern) verhaftet und 1976 von einem Gericht in San Francisco zu 35 Jahren Haft verurteilt. In einem Berufungsprozess wurde die Strafe auf sieben Jahre herabgesetzt. Nach 21 Monaten wurde Hearst vom damaligen US-Präsidenten Jimmy Carter begnadigt und am 1. Februar 1979 aus dem kalifornischen Bundesgefängnis bei San Francisco entlassen. 2001 erhielt sie ein „presidential pardon“ (vollständige Begnadigung) durch Bill Clinton.

Mit Auszügen aus wikipedia

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One Comment
  • Marcus
    23 August 2017 at 4:55
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    Aufrüstung der Nationalgarde, und der Polizei, die vermeintlichen FEMA camps, alles vorhanden. Jetzt muss man nur noch die Soldaten darauf vorbereiten auf die eigenen Leute zu schiessen. Die meisten Soldaten werden sich mit einer der verhassten Gruppen identifizieren, auf die andere Gruppe kann hemmungslos eingedroschen werden. Wenn sich die Lage weiter zuspitzt, und der Hass zwischen Links und Rechst weiter wächst werden wir an einem Punkt ankommen wo eine entscheidende Menge der Soldaten bereit ist gegen Zivilisten vorzugehen, solange diese nicht dem eigenen Lager angehören.

    Alles scheint nach Plan zu laufen.

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