Warum Deutschland tatsächlich eigene Atomwaffen braucht

Kommentar Das öffentlich-rechtliche Panorama-Magazin informierte kürzlich die Bevölkerung über eine Diskussion der hohen Politik hinter verschlossenen Türen über ein mögliches deutsches Atomwaffenprogramm. Natürlich will Brüssel in Wirklichkeit wieder nur deutsches...
A Polaris missile lifts off after being fired from the submerged British nuclear-powered ballistic missile submarine HMS REVENGE (S-27) off the coast of Florida near Cape Canaveral Air Force Station. This the 10th in a series of Polaris test flights.

Kommentar

Das öffentlich-rechtliche Panorama-Magazin informierte kürzlich die Bevölkerung über eine Diskussion der hohen Politik hinter verschlossenen Türen über ein mögliches deutsches Atomwaffenprogramm. Natürlich will Brüssel in Wirklichkeit wieder nur deutsches Geld für Brüsseler Atomwaffen, ohne jede echte deutsche Kontrolle. Vor wenigen Jahren redeten die Brüsseler Bürokraten noch davon, eine gemeinsame Zone zwischen EU und Russland zu schaffen. So gab man den Russen Zeit, zu regenerieren und ein Modernisierungsprogramm für die Streitkräfte im Umfang von hunderten Milliarden Euros anzuschieben. Wir Deutschen haben mit Brüssels Segen unsere Behausungen mit Russengas geheizt und damit die russische Bedrohung bezahlt.

Jetzt, wo die russische Bedrohung gereift ist, schreit Brüssel nach Geld für Atombomben. Als besonderer Anlass wird Gerede des US-Präsidenten Trumps genannt, dass Europa zuwenig für Rüstung ausgebe und man sich unter diesen Voraussetzungen nicht einfach so auf die USA verlassen könne. In Wirklichkeit hat Trump von Atomwaffen und von Streitkräften keinen blassen Schimmer, sondern verlässt sich wie üblich auf seine etablierten Berater wie General Flynn. Das Wahlkampf-Gesülze über “America First” bedeutet nach dem Wahltag wenig.

Wir sind angeblich in Europa umgeben von Freunden. Wie aber werden unsere “Freunde” reagieren, wenn Deutschland sich nicht länger ausbeuten lässt? Deutschland ist eines der am wenigsten militaristischen Länder der Welt und gleichzeitig eine fette Beute für potenzielle Gegner und allerhand falsche Freunde. Über Brüssel werden wir ausgenommen wie eine Weihnachtsgans von unseren europäischen Nachbarn. Wir müssen die absurdesten Zahlgarantien übernehmen für Griechenland und den Rest der Eurozone. Frankreich und Großbritannien schielen immerzu neidisch auf die deutsche Wirtschaft und holen sich indirekt über das Eurosystem und Brüssel, was sie wollen. Russland würde am liebsten über Europa hinwegfegen und sich die gesamte deutsche Industrie einverleiben.

Die Deutschen sind heuzutage so ziemlich die allerletzten, die einen Angriffskrieg beginnen würden. Wir haben aber praktisch keine eigene Verteidigungsmöglichkeit und keine Abschreckung mehr. Wir haben alles dem Outsourcing überführt, soll heißen Amerikas Streitkräfte. Dummerweise gehen Militärexperten davon aus, dass im Zweifelsfall Europa gewaltsam an die Russen fällt und Amerika einen Rückzieher macht.

Deutschland hätte sich schon zu Zeiten des Deutschen Reichs zu einer Festung verwandeln müssen: Keine außenpolitischen Abenteuer, keine Aggressionen. Einfach nur uneinnehmbar. Hätte die Bismarck-Politik länger gehalten, hätte Deutschland mit Radar, Überschallflugzeugen, Raketen und Atomsprengköpfen den ultimativen Schutz besessen. Wäre die deutsche Führung damit verantwortungsvoll umgegangen, oder wäre der kalte militärische Opportunismus durchgebrochen? Die anderen Mächte entwickelten ihr eigenes ABC-Potenzial, was bedeutet dass niemand es sich leisten konnte, es offensiv einzusetzen. Alle wären “gezwungen” gewesen, zivilisierte Wege zu finden um miteinander klarzukommen. Außerdem sind Briten, Deutsche und große Teile der amerikanischen Bevölkerung sowieso verwandt genug, um ein konstruktives Zusammenleben führen zu können.

Deutschland heute hat lächerlich wenige Truppen, fast keine Panzer, eine ärmliche Luftwaffe und natürlich kein ABC-Abschreckungspotenzial.

Im Prinzip existieren heute nur zwei bedeutende Atommächte, Russland und die USA. Gemeinsam verfügen Sie über rund 15.000 Sprengköpfe und besitzen wer weiß wie viele weitere in geheimen unterirdischen Anlagen, die niemals ein gegnerischer Inspekteur im Zuge des Abrüstungsvertrags zu Gesicht bekommen wird. Gemeinsam könnten die beide Großmächte damit die Welt regieren, was eigentlich seit den 1950er Jahren bereits der Fall ist. Trotz des allgegenwärtigen Kalten Kriegs gab es eine gemeinsame Struktur von Geheimverträgen und man teilte sich die Welt auf und konnte die gewaltigen Atomarsenale anlegen.

Israel kann sich mit ein paar Hundert geschätzten Sprengköpfen die Ambitionen seiner Gegner vom Hals halten. Frankreich und Großbritannien zusammen verfügen nur über etwa 500. Chinas Arsenal ist lächerlich klein, wie auch die von Pakistan und Indien.

Deutschland wäre eine der ersten Nationen, um “Game Changer” zu entwickeln in Form von besseren Raketen, günstigeren Herstellungsverfahren und Abwehrsystemen für feindliche Raketen.

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