Evakuierung in Augsburg wegen brit. Weltkriegsbombe, Elsässer brachte 1995 Toast auf Bomber-Harris

Über 50.000 Menschen in Augsburg werden evakuiert wegen einer britischen „Wohnblock-Knacker“-Fliegerbombe aus dem zweiten Weltkrieg, fast 2 Tonnen schwer. Jürgen Elsässer von der COMPACT hatte die Bombenkampagne angesprochen in...

Über 50.000 Menschen in Augsburg werden evakuiert wegen einer britischen „Wohnblock-Knacker“-Fliegerbombe aus dem zweiten Weltkrieg, fast 2 Tonnen schwer. Jürgen Elsässer von der COMPACT hatte die Bombenkampagne angesprochen in einer Veröffentlichung von 1995 aus dem konkret-Verlag zu mit dem sarkastischen Titel „Wenn das der Führer hätte erleben dürfen – 29 Glückwünsche zum deutschen Sieg über die Alliierten“:

„…im Februar werden wir einen Toast auf Sir Arthur Harris ausbringen, dessen Luftflotte den sowjetischen Panzern ihren Vormarsch nach Berlin freibombte. Und am 8. Mai würden wir uns gerne von Spezialisten des Mossad zeigen lassen, wie man deutsche Tornados sprengt. Just in case.“

Sir Arthur Travers Harris gehört wegen der von ihm angeordneten Flächenbombardements deutscher Städte zu den umstrittensten Personen des Luftkriegs im Zweiten Weltkrieg. Er war der Ansicht, allein durch die Flächenbombardierungen der Städte das Deutsche Reich zur Kapitulation zu zwingen.

Harris unterstützte maßgeblich die Entwicklung eines geplanten Feuersturms (Zitat A. Harris bei den Planungen des Luftangriffs auf Lübeck am 29. März 1942: „Historischer Stadtkern brennt gut“). In der ersten Welle wurden neben Spreng- und Brandbomben vor allem große Luftminen (Blockbuster – „Wohnblockknacker“) abgeworfen, die die Dächer abdeckten und Fenster zerstörten, um den Kamineffekt zu verstärken. In einer zweiten Welle wurden Brandbomben abgeworfen, die in kürzester Zeit einen Flächenbrand entstehen ließen.

Bei den Flächenbombardements wurden – neben den im Stadtgebiet befindlichen Industrieanlagen – die Zivilbevölkerung und die Infrastruktur der Stadt primäres Ziel der Angriffe. Seiner Meinung nach sollten ganz bewusst zivile Ziele angegriffen werden, um die Moral und den Widerstandswillen der deutschen Bevölkerung zu brechen.

Auszug aus wikipedia unter der Lizenz „Creative Commons Attribution/Share Alike“

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Politik
4 Comments on this post.
  • MR.Cuppycake
    26 Dezember 2016 at 10:25
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    Was treibt den Autor dazu am 2. Feiertage einen Artikel über Weltkrieg zu schreiben und dann gleich die Aufmerksamkeit auf Elsässer zu lenken?
    Cui bono?

  • abgelehnt83
    25 Dezember 2016 at 15:41
    Leave a Reply

    So ist das mit den 150 %igen halt

  • Mark
    25 Dezember 2016 at 13:15
    Leave a Reply

    Nicht einmal die Briten waren auf Arthur Harris stolz, so viel Verehrung können nur Antideutsche ihm entgegen bringen.
    Curtis LeMay, der die Bombardierung japanischer Städte organisierte sagte nach dem Krieg:
    „I suppose if I had lost the war, I would have been tried as a war criminal.
    Read more at: https://www.brainyquote.com/quotes/authors/c/curtis_lemay.html

    „Ich nehme an, hätte ich den Krieg verloren, wäre ich als Kriegsverbrecher angeklagt worden“

  • Julius Fischer
    25 Dezember 2016 at 12:06
    Leave a Reply

    Was diese Feuerhölle in den Jahren 1944 und 1945 in deutschen Städte wirklich bedeutete, wurde zumindest mir in der Schule nicht vermittelt. Langsam verstehe ich allerdings diese entsetzliche Grausamkeit der Kriegsgegner gegenüber den deutschen Bürgern von damals.
    Zu Compact:
    Ich weiß immer noch nicht, was ich von der Compact halten soll. Ich finde Elsässers Schreibstil und die etwas reißerische Aufmachung der Zeitschrift nicht gut. Inhaltlich kommen aber ab und zu interessante Beiträge von bspw. Wolfgang Eggert, Kutschera, Janich, Roewer etc. Es fehlt einfach auch an einem publizistischen Gegengewicht zur Lumpenpresse, daher sei es Elsässer überhaupt gedankt, dass er eine Zeitschrift lanciert. Falls Compact allerdings nur kontrollierte Opposition darstellt, aus welcher Richtung auch immer, wäre es natürlich fatal als Leser auf Compact zu setzen. Compact ist inhaltlich zumindest besser als es die Aufmachung verspricht. Um der Lumpenpresse auf Augenhöhe zu begegnen, würde ein boulevardeskes Magazin nicht ausreichen, im Gegenteil.
    Die höchste Glaubwürdigkeit als Alternative auf dem Printmarkt genießt für mich immer noch aktuell die Junge Freiheit sowie Tichys Einblick.

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