Image default
Globalismus Politik

Merkel und SPD-Spitze sind zu Bilderberg eingeladen

Bild: Henry Mühlpfordt/CC BY-SA 3.0

Die Huffington Post und die taz berichten übereinstimmend, dass Kanzlerin Merkel und die Spitze der SPD eingeladen sind zu der diesjährigen Elite-Konferenz Bilderberg in Dresden. Normalerweise wird versucht, die Veranstaltungsorte bis zum letzten Moment geheim zu halten, allerdings wurde in diesem Jahr überraschenderweise einen Monat zuvor die Location enthüllt, was massive Demonstrationen und eine stark erhöhte Aufmerksamkeit nach sich ziehen wird. Die Einladungen an die Spitzen der großen deutschen Parteien wird diesen Effekt noch deutlich verstärken. Eine Anfrage der Partei DIE LINKE an die Bundesregierung führte zu der Antwort, das neben Merkel auch Frank-Walther Steinmeier, Sigmar Gabriel, Peter Altmaier und die Verteidigungsministerin von der Leyen auf der Gästeliste stehen. Die komplette Liste ist noch nicht auf der offiziellen, sehr knapp gehaltenen Seite der Bilderberg-Gruppe veröffentlicht. Ob die Eingeladenen tatsächlich teilnehmen werden, oder aber stattdessen irgendwelche Stellvertreter aussenden, ist derzeit nicht bekannt.

Merkels Politik gilt als hochgradig konform zu der Bilderberg-Agenda, ob nun bei den Bankenrettungen oder den Flüchtlingsmassen. Inzwischen wollen Umfragen zufolge zwei Drittel der Bundesbürger keine weitere Amtszeit Merkels und Bilderberg kann nicht weiter für Europa planen, ohne gesichert zu haben, dass die nächste deutsche Regierung konform und stabil bleibt. Momentan kratzt in Umfragen selbst eine “große” Koalition an der 50%-Marke, während die NATO-kritischen Parteien DIE LINKE und die AfD immer mehr Gemeinsamkeiten finden und Stimmen sammeln. Bilderberg ist eine Veranstaltung des Atlantik-Bündnisses.

Dresden wird als Veranstaltungsort garantiert zehntausende Demonstranten der Linken und der „neuen Rechten“ anlocken und zu einem nie dagewesenen Spektakel mutieren, das die Massenmedien nicht ignorieren können. Bereits im vergangenen Jahr dominierten Kommunisten bei den Demonstrationen.

Die neue Rechte und die alte Linke bekämpfen sich öffentlich, haben jedoch einiges gemeinsam, nicht zuletzt die Affinität zu Putins Russland. Es wäre ein genialer Schachzug, wenn die Kritik an Bilderberg und der westlichen Globalisierung dominiert würde von Russlands fünfter Kolonne in Europa. Das primitive und irreführende Ost-West-Denkmuster wäre fest zementiert. Eine neue deutsche Teilung droht und Deutschland wäre wieder fest in der Hand der zwei Supermächte.

Die großen Medien könnten sich nicht mehr wie in der Vergangenheit herausreden mit dem Hinweis, dass man im Vorfeld den Veranstaltungsort dieser „privaten“ Konferenzen nicht kennen würde. Eine solche Veranstaltung ist schwierig zu verstecken und wenn selbst Blogger es schaffen, pünktlich vor Ort zu sein, dann müssten es die tariflich bezahlten Journalisten auch können.

Die Dreistigkeit, dass sich die für die europäischen Zustände mitverantwortlichen Bilderberger sich in Deutschland treffen, würde erhebliche Aufmerksamkeit auf Bilderberg lenken, eine Art Ausschuss von elitären Zirkeln von Adel, Geldadel und Industrie.

Während die Massenmedien die jahrzehntealten Talking Points wiederholen werden über transatlantische Zusammenarbeit für Wohlstand und Sicherheit, werden die „alternativen“ Medien einseitig auf westliche Eliten eindreschen und eine Allianz Deutschlands mit Russland bewerben, ohne zu erwähnen, dass Bilderberg-Mitglieder instrumentell gewesen waren für den Aufbau der Sowjetunion, wie zum Beispiel Henry Kissinger, die FIAT-Bosse oder die Rockefellers.

Liked it? Take a second to support AlexBenesch on Patreon!

Related posts

Stellen Sie diese Kontrollfragen bei jedem Ideologen und Youtuber

AlexBenesch

Bei der AfD regieren Talking Points, die CDU regiert mit wissenschaftlicher Meinungsforschung

AlexBenesch

Polens Präsident Tusk bekommt Morddrohungen wegen Smolensk-Flugzeugdesaster

AlexBenesch

Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie einverstanden sind, benutzen Sie die Seite weiter und klicken auf „OK“. Erfahren Sie mehr in unserer Datenschutzerklärung. OK Datenschutz