Wolfgang Eggert

“Okay, Okay, reicht, krieg ich jetzt meine Waffen zurück? ”
(Ayoub El-Khazzani bei seiner “Festnahme”)

Die Kalaschnikow des Täters klemmte, in der Pistole fehlte das Magazin.

Dass Muslime gern rumballern, mit Teppichmessern bewaffnet sind und – trotz gültigem Ticket- öffentliche Verkehrsmittel entführen, kennt man spätestens seit dem 11. September 2001. Dass sich in diesem Fall “heldenhafte Amerikaner” sofort freiwillig bereit finden, den Spuk zu beenden “lehrte” uns damals Flug “Let´s Roll” 93, Shanksville . Von daher werden bei Bekanntgabe des französischen Zug-Terror-Zwischenfalls gar nicht wenige Zeitgenossen gedacht haben: “Och, warum auch nicht, den Plot kenn ich”. Dass laut FAZ das eigentlich unkaputtbare “russische Schnellfeuergewehr des Täters vom Typ Kalaschnikow geklemmt” hat, geschenkt! “Der bewaffnete Mann” (immer noch FAZ) “habe offenbar nicht gewusst, wie er das Problem beheben könne.” Dass das einem mit allen Wassern gewaschenen Syrienkämpfer passiert…, naja, gut, aber wir wollen nicht kleinlich sein, in dieser Aufregung. Also, auch ich, selbst ich war gern bereit die ganze Story zu schlucken. Wenn, Blick aufs Foto bitte, wenn da nicht dieses frisch gebügelte Shirt in der Mitte wäre. Ich meine, hallo….? Das ist doch MEIN MIGRANTENVEREIN auf amerikanischer Heldenhaut: Bayern München! Und in genau dem Moment begann ich angesichts einer gefluteten Willkommenskultur der durchaus charmanten Medienoffensive (“US-Helden retten Europa vor Radikal-Migranten”) langsam aber sicher Zweifel entgegenzubringen. Und ich interessierte mich für kritischere Kommentare unter den ersten transatlantischen Rosinenbomber-Berichten.

In der Tat fanden sich bereits unter der ersten journalistischen Luftbrücke des SPIEGEL einige schöne Leserbriefeinwürfe:

Wozu Geheimdienste

“Nach ersten Ermittlungen handelt es sich um einen 26-Jährigen marokkanischer Abstammung, über den eine Geheimdienstakte vorliegt. Er habe zeitweise in Spanien gewohnt. Laut der spanischen Zeitung “El País” war er vom spanischen Geheimdienst als radikal islamistisch eingestuft und den französischen Behörden gemeldet worden.” Wie ist es möglich, dass jemand, der geheimdienstlich als religiöser Fanatiker bekannt ist, sich unbemerkt ein ganzes Waffenarsenal zulegt und bis an die Zähne bewaffnet einen Zug besteigt? Da fragt man sich doch, wozu Geheimdienste überhaupt zu gebrauchen sind – geschweige denn Vorratsdatenspeicherung und Massenüberwachung – wenn noch nicht mal die einschlägig bekannten Gefährder davon abgehalten werden, mit Kalaschnikows durch die Gegend zu spazieren.

Wie kommt man mit einem Sturmgewehr …

… in einen Zug ? Der Thalys hält nur an Großstadtbahnhöfen. Dort sollte es eigentlich patroulliernde Polizeikräfte geben. Ein Sturmgewehr lässt sich auch nicht so einfach unter der Jacke verstecken. Wie kommt man mit einem Sturmgewehr in einen Zug?

Das nenn ich mal Zufall!

Ganz zufällig sind 2 US-Soldaten gerade genau da, wo ein Amok-Schütze loslegen will? – Ganz zufällig hören die, genau im richtigen Moment, wie der Killer seine Waffe heimlich im Klo lädt? (Wie kann man so was überhaupt hören, selbst wenn man direkt an der Toilette lauscht?) – Und der Täter, der die Sache scheinbar geplant hat, kann dann gerade mal einen Schuss abgeben und etwas mit dem Messer rumfuchteln? Eine deratige Aneinanderreihung von extremen Zufällen ist die Sensation des Jahrhunderts, sowas dürfte während der gesamten Existens des Universum höchstens einmal passieren…Respekt!

Er hatte Kalaschnikow, Pistole und Teppichmesser?

Und greift dann einen Touristen mit dem Teppichmesser an? Das mag jetzt zynisch klingen, aber wenn jemand ein Blutbad anrichten will, ist das doch ein seltsames Vorgehen.

wie nach Drehbuch

Die Geschichte liest sich wie nach Drehbuch, entweder wollte der Autor eine gewisse Dramatik erzeugen, oder aber wie schon einige Kommentatoren anmerkten ist es eine recht eigenwillige Geschichte. Zwei hohe US Soldiers an Bord, dann hören sie wie der Terrorist seine Waffe auf dem WC lädt, nach einer kleinen Rangelei wird der Terrorist nach Steven Seagal Manier ausser Gefecht gesetzt, und jetzt kommt es: Am nächsten Bahnhof in Arras, wo die Geschichte ihr happy end findet stehen auch schon die Medaillen für die Helden bereit…….. eine gute Inszenierung, oder nur gut geschrieben von SPON?

Scheint etwas wie im Actonfilm!

Dass ausgerechnet zwei US Soldaten im Zivil den Klang des Gewehrnachladens wahrgenommen haben und vor der Toilettentür den Terroristen überwältigt haben scheint sehr sehr Filmreif und könnte nicht zufällig geschehen sein! Ich denke es geht bei den beiden US Soldaten um US CIA oder FBI Agenten die den Terrorist lange beobachtet hatten und von Waffen, die der Terrorist bei sich trug, wussten! Daher ist die ganze zwar eine terroristischen Akt und gut, dass es verhindert worden ist, aber man hätte den Terrorist vorher festnehmen sollen bevor er die Waffen nutzen konnte! Ich wundere mich auch, dass amerikanischen Geheimdienst ohne Hilfe oder Kommunikation mit örtlichen Polizei oder Geheimdienste in Europa so aktiv sind! Alles was unsere Sicherheit dient ist gut und willkommen, aber wir wollen in Europa keine Actionfilme wie in Hollywood! Wir haben hier auch Polizei, Geheimdienste und die Leute die im Kampf gegen Terroristen besser ausgebildet sind als diese sog. US Soldaten!

Hallo

Mir kommt die ganze Situation dort “spanisch” vor. Ein Terrorist greift zum Teppichmesser um sein Blutbad zu beginnen obwohl er einfach vom letzen Waggon an Schritt für Schritt mit seiner AK47 umherballern könnte. Nach dem letzten Schuß hätte er zur Pistole greifen können. Noch etwas verwundert mich. Wozu geht der Mann auf die Toilette um die AK47 zu laden? Er hätte das vorher tun können, eine Patrone drin lassen, Magazin entfernen, Waffe sichern. Die besagte AK47 ist durch einen recht schwergängigen Sicherheitsbügel gesichert mit dem man von Einzel auf Dauerfeuer umschalten kann oder eben sichert. Also für mich war das Verhalten dieses Terroristen mehr als fragwürdig eher merkwürdig.

Hollywood lässt grüßen

Ein Weißer, ein Schwarzer, ein Alter, allesamt hochdekorierte US-Veteranen auf Europatrip. Die drei hören im vorbeilaufen wie jemand auf der Zugtoilette schwere Waffen durchlädt und greifen sofort ein. Noch am gleichen Abend gibts Medaillen und noch am gleichen Abend ist klar, dass es sich um einen terroristischen Hintergrund handelt. Das wäre ein echtes Blutbad geworden…
Fehlt nur noch die Lovestory als Vorspann (die kommt noch bis morgen in den Medien. Schwester des Schwarzen ist die Freundin des Weißen und hatte Krebs oder ähnliches), das Happy End haben wir ja. Was sich anhört wie ein ganz übler, weil absolut unglaubwürdiger Hollywoodstreifen, wird doch tatsächlich so von den Medien als real weltweit verbreitet.

Dass sich die redaktionell Verantwortlichen im SpiegelHaus (oder die Drehbuchschreiber) angesichts derart erfrischender Einwürfe bemüssigt fühlten, dem zugereichte Plot noch ein wenig Sporen und Nachschliff zu verleihen, liegt auf der Hand. Im Ergebnis durfte die seit Jahren sieche Leserschaft des ehemaligen Investigativmagazins folgenden Artikel bewundern:

Zug-Passagiere verhindern Anschlag: “Eine heldenhafte Tat”

Passagiere haben einen Bewaffneten im Thalys-Schnellzug überwältigt, nun schildern sie Details des Vorfalls. Offenbar verhinderte auch Glück Schlimmeres: Die Kalaschnikow des Täters klemmte, in der Pistole fehlte das Magazin.

(Ausschnitt) … “Wie wussten nicht, ob seine Waffe funktioniert. Spencer ist einfach losgelaufen, und wenn jemand erschossen worden wäre, dann wäre das sicher er gewesen”, sagte Skarlatos. … Dabei habe er bemerkt, so Skarlatos auf Sky News, dass das Sturmgewehr “zum Glück” klemmte – der Angreifer habe den Abzug bereits betätigt gehabt. “Er wusste nicht, wie er das reparieren sollte, was ebenfalls großes Glück war.”
Bei der Kontrolle der Pistole sei ihm dann aufgefallen, dass kein Magazin in ihr war… (Ausschnitt Ende)

Wieder hagelte es Widerspruch, ja Häme. O-Töne aus dem Kommentarbereich.

Was ist nun der Hintergrund des irrwitzigen James-Bond-Geschehens? Fakt ist: der Terrorist stand auf den Observierungslisten des spanischen Geheimdienstes. Fakt ist: Die Spanier haben die Franzosen – und wahrscheinlich nicht nur diese – gewarnt. Fakt ist: Es wurde nicht zugegriffen; der Hochverdächtige durfte ein Interrail durch die schönsten Metropolen Zentraleuropas antreten. Schwerbewaffnet – was man durch seine Observation gewusst haben sollte! Die einzige Erklärung für “Nachlässigkeit” ist in Geheimdiensten fast immer Vorsatz. Will heißen: Ein übergeordneter Geheimdienst wollte ´seinen´ Radikalinski in Gang halten bzw., so wie es am Ende geschah, in Szene setzen. In diesem Zusammenhang legt die pässliche Herkunft der “Retter” durchaus nahe, daß die Regie hinter alledem nicht in der Strategiezentrale von ISIS&Co. lag – sondern beim US-Pentagon bzw. bei der CIA. Im übrigen stammen auch die “Hauptzeugen” aus den USA, darunter “die New Yorkerin Christina Cathleen Coons”, das “Ehepaar Amy und Joe” (https://www.youtube.com/watch?v=f-tNofcdWeE) oder der spät ebenfalls zum EinsatzHelden aufgestiegene “Mark Moogalian”, dessen Frau Isabelle Risacher bei Rothschild beschäftigt ist.

Stellt sich die Frage: Warum sollte nun ausgerechnet das weit vom Schuss befindliche Amerika im laufenden Thema “Bedrohung durch Islamisten-Tourismus” seine proEuropäische Haltung so Hollwoodesk unter Beweis stellen? Die Antwort – dem angehängten Quellenkatalog sei kurz vorgegriffen- ist angetan, den transatlantischen Freundschaftsbegriffs von Grund auf in Frage zu stellen. Und lautet: Weil die US-Regierung exakt in dieser Frage brandgefährlich in Verruf gekommen war. Aufsehen erregende Enthüllungen über “amerikanische Migrations-Schleusertätigkeiten­ gegen Europa” hatten es dabei bis in die Mainstream-Medien geschafft.

Diese Gefahr ist nun gebannt. Dank des HighNoons unbewaffneter ExMarines gegen einen böswilligen Unterwanderer sind die USA wieder unser Helden-Land. Erst recht in Deutschland, wo WM-König Thomas Müller den sportiven Einsatz seines Trikoträgers multimedial mitfeiern “durfte”. Ein Schubiak, ja Vaterlandsverräter, der da nicht mitjubelt. Hurra!

Doch halt. Gefahr gebannt? Wirklich? Kritiker warnen: Egal wie elegant eine Agentenschaft ihre selbstgelegte FalseFlag-Granate auch zur besten Sendezeit “entschärft”, es bleibt meist ein überlebensfähiger Sprengsatz innerhalb der Bombe zurück. Und dieser entzündet sich an der Tatsache, daß sich Geheimdienste mit schlechten Inszenierungen a la Thalys erpressbar machen; denn die Schlapphüte in anderen Ländern sind ein gehöriges Stück mehr auf Zack als der glücklich in die Demenz erzogene Durchschnittsbürger.

Lassen wir es mal zu einem weiteren islamistischen Terrorszenario in Europa kommen, dessen “Täterspuren” wieder nach Syrien (oder Iran) reichen. Einziger Unterschied: die Sache klappt diesmal. Ab einer gewissen Treffer-/Opferquote wird die NATO dann zu “reagieren” haben. Merke: Israel fordert einen scharfen Waffengang in Damaskus und gegen Teheran schon lange. Während die USA sich genau hiergegen sträuben. Natürlich könnte Obama den koscher angerichteten Braten dann riechen und die NATO-Truppen zu Hause lassen. Er wird sich diesen Friedenschritt aber sehr wohl wieder überlegen, wenn sein “bester Feind” Bibi ihm steckt, er könne über die israelische Medienlobby ausposaunen lassen, wie die CIA den Thalys-Zugkrimi zu PR-Zwecken selbst gebaut hat. Die Entscheidung zum Kriegführen würde Uncle Sam umso mehr “erleichtern”, wenn sich “Umfeld-Verbindungen” des “gescheiterten Zugterroristen” zur nun akuten, neuen Mohammed-Atta-Zelle herstellen lassen.

Was dann natürlich die Frage aufwirft, welche Maulwürfe der CIA bei der just über die Bühne gegangenen Räuberpistole zur Seite standen.
Nachsatz: Ein letzter Leserbrief

Eine Vorläuferversion dieses Artikels erschien auf dem OnlineNachrichtenportal des TV-Journalisten Michael Mross (1991 RTL-Wirtschaftsmagazin „Geldmarkt“/Moderation, 1993-2000 n-tv “Telebörse”/Moderation, 2003-2008 Börse/Moderation,n24, parallel und später Moderator bei CNBC). Wer überproportional intelligente Leserbriefe sucht wird sie hier finden.
Dieser gefiel mir besonders:

könnte so abgelaufen sein: 25. August 2015 – 08:00 0
Ein paar Tage vorher: Klingelingeling, “hey Ali, kannst Du mal kommen, Du weißt schon wer ´dran ist. Wir brauchen Dich wieder mal, diesmal für ´ne kleine Sicherheitsübung, treffen uns morgen…” – “Qui -bien sûr.”

Nächster Tag: “Also hier hast Du den Kram und die Fahrkarte für morgen und die 5000 €. Es ist alles abgesprochen und vorbereitet- alle wissen Bescheid..es kann Dir nichts passieren.” – “o.k., je vais le faire..- a bientôt.”

Quellen

Quellen zum amerikanischen Migrationsprogramm gegen die EU
http://www.info-direkt.at/insider-die-usa-bezahlen-die-schlepper-nach-europa/
http://pressejournalismus.com/2015/08/bezahlen-die-usa-die-schlepperorganisationen-damit-diese-die-fluechtlinge-nach-europa-bringen/
http://pressejournalismus.com/2015/08/die-us-website-fluchthelfer-in-ruft-offen-zum-illegalen-asylantenschmuggel-nach-oesterreich-und-deutschland-auf/
http://pressejournalismus.com/2015/08/die-wichtigsten-zitate-zu-den-fluechtlingsursachen/ http://pressejournalismus.com/2015/02/der-nicht-mehr-ganz-so-geheime-globalisierungsplan-der-usa/

Quellen zur Israel/Mossad-Connection
Frau des SekundärHelden “Mark Moogalian” bei Rothschild beschäftigt
https://www.linkedin.com/in/isabellerisacher
TV-“Experte zum Fall” entpuppt sich als zionistischer Geheimdienstler
http://www.alterinfo.net/Thalys-l-expert-en-contre-terrorisme-est-un-ex-espion-ayant-vecu-dans-un-kibboutz_a116736.html
“Unabhängiges Zeugenvideo” aus dem Zug stammt von Ahmed Meguini – Zeugen zufolge US-Isr.Agent

http://www.aredam.net/dossier-ahmed-meguini-menghini.html
http://www.alterinfo.net/Kemi-Seba-est-il-tombe-dans-un-traquenard-tendu-par-les-services-speciaux_a27465.html
https://twitter.com/Meguini?ref_src=twsrc%5Egoogle%7Ctwcamp%5Eserp%7Ctwgr%5Eauthor
Frau des “Sekundär”-Helden “Mark Moogalian” bei Rothschild beschäftigt
https://www.linkedin.com/in/isabellerisacher

Liked it? Take a second to support AlexBenesch on Patreon!

Related posts

Forscher in Wuhan arbeiteten an neuen Ultra-Versionen des Coronavirus

AlexBenesch

Putins Operation Ouvertüre

AlexBenesch

Medienzensur und Wahrnehmungs-Management im Pandemiefall

AlexBenesch

Leave a Comment

Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie einverstanden sind, benutzen Sie die Seite weiter und klicken auf „OK“. Erfahren Sie mehr in unserer Datenschutzerklärung. OK Datenschutz