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In Deutschland kursieren laut neuem Waffenregister rund 5,5 Millionen “legale”, also gesetzeskonform angemeldete Waffen, in den Händen von 1,4 Millionen “berechtigten” Personen wie Sportschützen, Jägern und Sammlern.

Nach Schätzungen des Bundesinnenministeriums sind aber bis zu 45 Millionen Waffen in Deutschland im Umlauf. Die unteren Schätzungen betragen immer noch mindestens 20 Millionen. Dies würde bedeuten dass nur rund ein Viertel bis ein Achtel der Waffen registriert sind. Im Klartext: Die Deutschen pfeifen auf die Regulierungen und diejenigen, die sich daran halten, fühlen sich völlig diskriminiert durch ständige Überprüfungen, Gebühren und den drohenden Verlust der teuren Waffen durch neue Verbote.

 

Unterschlagene Altbestände aus der DDR-Volksarmee

Die Bundeswehr hatte mit der Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990 das komplette Arsenal sowie die Technik der NVA übernommen. Eine genaue Statistik über Verkauf und Abgabe gebe es nicht, sagte der Sprecher. Die Gewehre  waren auf jeden Fall sehr viele, rund 1,7 Millionen plus 300.000 Tonnen Munition:

Die Bewachung der Bestände an Waffen und Munition stellte daher für die Bundeswehr zunächst das größte Problem dar. Durch die große Anzahl von Soldaten, die in den Monaten vor und nach der Wiedervereinigung aus der Armee ausschieden, verschärfte sich das Problem. Auch wurden die Elektrozäune, die die Waffendepots sicherten, aus ethischen Gründen von der Bundeswehr abgeschaltet.

Neue Erkenntnisse legen auch überzeugend dar, dass die NVA im Gegensatz zum Verteidigungscharakter der Bundeswehr eine offensive Ausrichtung hatte. Vorrangiges Planungs- und Übungsziel (bis 1989/90) war die Vernichtung der NATO-Streitkräfte auf westeuropäischem Gebiet. Marschallsuniformen, Kriegsorden und Besatzungsgeld lagen schon in Depots bereit.[31] Die NVA verfügte zur Erfüllung ihres offensiven Auftrags über riesige Mengen an Waffen, wie sich nach der Wiedervereinigung zeigte. […] In der NVA herrschte eine Kriegsmentalität vor, geschürt durch eine Hasserziehung gegen den „Klassenfeind“ im Westen.[34] Ausdruck dieser Ausrichtung war der permanente 85prozentige Bereitschaftsgrad, denn die Waffensysteme mussten binnen weniger Stunden einsatzbereit sein.[35] Ein derartig hoher Bereitschaftsgrad wurde bei der Bundeswehr nicht einmal während der Kubakrise erreicht.

Wieviele gläubige Kommunisten deckten sich ein? Man weiß es nicht. Wieviele Konservative in Westdeutschland kauften den Leuten aus dem Osten Waffen ab? Das weiß man auch nicht.

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2 comments

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michail 8. April 2015 at 14:14

Man sagt 15 Jahre. Munition sollte kühl und nicht feucht gelagert werden. Danach, 20 Jahre plus, begänne das Nitrozellulosepulver sich zu zersetzen.
Tatsächlich schießen auch viele Jahrzehnte alte Patronen meist noch einwandfrei.

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Jörg 8. April 2015 at 2:16

Ist denn die Munition aus DDR-Altbeständen heute noch zu gebrauchen?

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