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GdP: Nationales Waffenregister wird zum „Schuss in den Ofen“

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Berlin. Das seit 1. Januar geführte Nationale Waffenregister (NWR), in dem alle in Deutschland in Privatbesitz befindlichen Schusswaffen zentral registriert werden sollen, droht nach Recherchen der Ge-werkschaft der Polizei (GdP) zu einem „Schuss in den Ofen“ zu werden.

GdP-Bundesvorsitzender Oliver Malchow:

„Die bislang bei den bun-desweit über 500 Waffenbehörden gespeicherten Daten der Waffen waren bereits fehlerhaft. Bei der Übertragung dieser Angaben zum Nationalen Waffenregister beim Bundesverwaltungsamt in Köln wurden weitere Fehler gemacht. Das stellt den Nutzen des NWR als Ermittlungs- und Fahndungsinstrument in Frage und es beschert den Waffenbesitzern möglicherweise sehr unangenehme Folgen.“

Damit verliert nach Auffassung der GdP auch die von den Innenministern angestrebte, besondere Schutzfunktion des NWR, dessen Einrichtung auch den Sinn haben sollte, dass Polizeibeamte bei Einsätzen in Häusern und Wohnungen zuvor den möglichen Waffenbesitz am Einsatzort abfragen können.

Auch könne jemand, so befürchtet die GdP, der eine bestimmte Waffe schon vor Jahren verkauft hat, in den Fokus einer Ermittlung geraten, indem er als amtlich registrierter Besitzer der gesuchten Waffe natürlich dringend verdächtig erscheint. Oliver Malchow:

„Das wird viel Ärger geben.“

Deutschland setzt mit dem neuen Register eine EU-Richtlinie um, die vorsieht, dass spätestens bis 31. Dezember 2014 ein zentrales Waffenregister eingeführt werden muss. Die Forderung nach einem Waffenregister war unter anderem nach dem Amoklauf von Winnen-den aufgekommen.

5 Comments on this Post

  1. vollbremsung

    Ist häufig so, gerade was Behörden in Angriff nehmen dauert drei mal so lange, wird sechs mal so teuer und zwölf mal so fehlerhaft – siehe Flughafen BER, Stuttgard21, usw…

    In diesem Falle ist das zentrale Waffenregister sogar 24 mal unnötig;-) und verfolgt irgendeine Agenda, die letztlich aber irgendwie auf Verbieten hinausläuft – mehr können die Zentralplaner der EU-Junta nicht.

    Viele Großunternehmen sind übrigens ähnlich reine Verwaltungsapparate wie Behörden. Hier gilt dann vor allem die “Champignon -Strategie”: alles was in der Verwaltung zum Licht (Sinnvolles) aus dem dunklen Erdreich hervorbricht, dem wird der Kopf abgehauen. Halt wie bei der Pilz-Ernte….

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  2. abgelehnt83

    Hat diese sog. Regierung eigentlich all die Jahre auch nur EINE SACHE durchdacht und dann zum Wohle der Bevölkerung umgesetzt?! Nur eine? (oh, und gerne auch freiheitlich wenn’s geht, aber ich will nicht frech werden..)

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  3. beewhyz

    Alles Teil von Indect.

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