Molyneuxs Manie: Der Mann hinter dem “König der Philosophen”

Posted on Jun 17 2013 - 10:47am by AlexBenesch

Ein Kommentar von Alexander Benesch

Die menschliche Psyche bestimmt meist die Dinge die der Mensch tut, bestimmt welchen Ideologien er sich anschließt. Selten ist die Logik ausschlaggebend, egal wie oft das Gegenteil behauptet wird.

Unsere Probleme entspringen unseren Gehirnen und Persönlichkeiten, und lassen sich nicht losgelöst von unseren Gehirnen und Persönlichkeiten lösen. Die eine Vermeidungsstrategie ist reine Ablenkung durch Unterhaltung und Hobbies, die andere Vermeidungsstrategie sind politische Ideologien und fanatische Religionsgemeinschaften.

Ideologien sind für den Menschen eine Mischung aus Ablenkung von der Innenwelt, Heilslehre und Sekte. Das Versprechen auf Rettung und Utopia, ohne  sich dem eigenen psychischen Ballast stellen zu müssen. Gesellschaften werden in viel größerem Umfang von den Schwächen der Individuen bestimmt als von den Stärken einzelner. Das liegt unter anderem ganz einfach daran, dass es viel leichter ist, zu zerstören als zu erschaffen, dass es leichter ist sich gehen zu lassen und den Impulsen zu folgen als an seinen Schwächen zu arbeiten und jene in Stärken zu verwandeln.

Erlittene Schäden, insbesondere aus der Kindheit, führen zu allen möglichen gesellschaftlichen Fehlentwicklungen. Klassische Narzissten und Soziopathen schwingen sich zu großen und kleinen Führern auf, andere mit unterwürfiger Persönlichkeit voller Selbstzweifel meinen, Führer zu brauchen. Diejenigen mit ausgeglichener Persönlichkeit wiederum haben oft zuwenig Wissen um die Psychologie um rechtzeitig zu erkennen, dass andere charismatische Personen gefährlich sein können.

Dinge wie unersättliche Gier, der Drang nach willkürlicher und unerbittlicher Gewalt, der Wille zur Sklavenausbeutung oder das völlige Unvermögen, sich in andere Menschen hineinzufühlen und hineinzudenken, entstehen durch Defekte in der Persönlichkeitsentwicklung und sind nicht zwingend gebunden an irgendeine bestimmte Form des menschlichen Zusammenlebens oder an Ideologien.

Viele Ideologen haben vorgetäuscht, das Wesen des Bösen erkannt und Methoden gefunden zu haben, es zu besiegen. Die Faschisten definierten initiierende Gewalt als moralisch, Moral und Logik und Belesenheit als zersetzende Seuche. Die Irren kamen an die Macht und zogen ihre Sekte auf. Wer enthüllte was auf psychologischer Ebene tatsächlich vor sich ging, war zum Abschuss frei.

Die Kommunisten behaupteten, das Böse läge in allem Privaten und Individuellem: Unternehmen, freie Tauschgeschäfte, eigener Besitz, Privatsphäre, die Familie. Die Irren kamen an die Macht und Psychologie wurde umgebogen zu einem Bestrafungsinstrument um unliebsame Menschen verschwinden zu lassen. Es überrascht nicht, dass gerade in der Sowjetunion ein Wissenschaftler heimlich Pionierarbeit über die “Ponerologie”, die Wissenschaft des Bösen, geleistet hatte.

Selbst die freiheitlichen Kreise brachten Sekten hervor: Es ist bezeichnend, dass eine SozPäd-Studierte und Romanschreiberin aus der Sowjetunion, die ihr Leben lang Libertäre verachtete, für viele immer noch als Lichtgestalt des freiheitlichen Denkens gilt und mehr Bücher verkaufte als ein Hayek oder Mises. 1972 begann der libertäre Autor Murray Rothbard, privat einen Essay zu verbreiten mit dem Titel “The Sociology of the Ayn Rand Cult”:

“[Der Rand-Kult] bewarb sklavenhafte Abhängigkeit vom Guru im Namen der Unabhängigkeit; Bewunderung und Gehorsam gegenüber dem Führer im Namen der Individualität jeder Person; sowie blinde Emotion und Glauben an den Führer im Namen der Vernunft.”

Stefan Molyneux, der kanadische “Philosophenkönig”

Ein recht neuer freiheitlicher Ideologe, der eine eigene Sekte aufgezogen hat und durch Ideologie und fehlerhafte Philosophie von seinen eigenen Persönlichkeitsproblemen ablenkt, ist der Kanadier Stefan Molyneux. Die meisten, die ab und an seine Podcasts und Schriften lesen, betrachten ihn einfach als einen witzigen, dynamischen Freiheitlichen. Schließlich predigt er viel libertäres Denken. Der dunklere Kern bleibt ihnen verborgen, auch der Fanatismus des inneren Kerns der Community.

Auch Molyneux meint, das Böse festgenagelt zu haben. Auch er meint, eine pauschale Antwort geben zu können: Der “Staat” sei es. Und so klappern die Molyneux-Anhänger die verschiedensten virtuellen und realen Räume ab wo sich Libertäre aufhalten und versuchen jene zu überzeugen, keine politische Arbeit mehr zu machen um ihre Rechte zu verteidigen. Denn der Staat sei ja böse.

Manche treiben es sogar soweit zu empfehlen, am besten noch links zu wählen damit alles immer schneller sozialistischer wird und schneller zusammenbricht, damit hinterher etwas Besseres entstünde. Sozialistische Unrechtsregime können sich zwar selbst Jahrzehnte und vielleicht Jahrhunderte lang stabilisieren durch mehr Sklavenarbeit und das Verhungern-Lassen nicht länger benötigter Bevölkerungsteile, aber soweit denken die selbsternannten Philosophenkönige nicht.

Der 1966 geborene Kanadier hatte nach eigenen Angaben eine furchtbare Kindheit auf Grund furchtbarer Eltern. Kinder reagieren unterschiedlich auf die erschreckende direkte und indirekte Botschaft der Eltern, nichts wert zu sein. Manche entwickeln sich zum latent depressiven Untertanen, andere verabschieden sich in größter Not von ihrer Gefühlswelt und erschaffen eine Fantasieversion von sich selbst, die all das ist was sie sich erträumen. Mit dieser idealisierten Fantasie-Figur und einer (falschen) Selbstsicherheit tritt man dann auf, deren Maß viele andere Leute beeindruckt.

Was sich aus der Distanz festhalten lässt, ist dass Stefan Molyneuxs Selbstdarstellung meilenweit von der Realität entfernt ist. Er bezeichnet sich selbst als “König der Philosophen”, auf einer Stufe mit den historischen Genies. Andere betrachten nüchtern seine Arbeit und stellen fest, dass er einfach die Gedanken fähigerer Männer übernommen und jenen dann eigene, teils verblüffend fehlerhafte Gedanken angefügt hat. Außerhalb seiner Gruppe werden seine Philosophien kaum bis gar nicht wahrgenommen, selbst spricht er von “der größten philosophischen Debatte der Welt”. Außerdem betrachtet er Psychologie und Philosophie als untrennbar voneinander, was logischerweise bedeutet, dass er sich auch für den König der Psychologen halten muss.

So ist es dann Teil seiner psychologischen Irrlehre, dass praktisch alle Eltern schlecht seien und man sich darüber keine Illusionen machen dürfe sondern sich aus diesem “Gefängnis”, diesem “biologischen Käfig” befreien müsse in den man durch Zufall gelandet war. Natürlich wirbt man nicht gleich nach außen so deutlich mit der Kompromisslosigkeit dieser Lehre. Nein, gegenüber den Außenstehenden wird gebetsmühlenhaft betont, dass nur in absoluten Ausnahmefällen empfohlen wird, seine Eltern zu beleidigen und jeden Kontakt mit ihnen abzubrechen. Molyneux sichert sich ab. Er pflanzt die Saat der Zersetzung und ruft nur selten jemanden direkt dazu auf, Brücken abzufackeln.

Dürfen also andere nicht das haben, was Stefan nie hatte? Eine anhaltende, konstruktive Beziehung zu den eigenen, fehlerhaften Eltern? Die führenden Kult- und Sektenexperten wie Ian Haworth vom britischen Cult Information Centre, Rick Ross sowie die anerkannte  International Cultic Studies Association (I.C.S.A.) haben alle längst begonnen, Molyneux und seine FreeDomain-Community zu beobachten. Das I.C.S.A. schrieb:

Rob Griesbach aus Virginia, der FDR [FreeDomain Radio] mit 16 Jahren kontaktierte, sagt: “Ich benutzte FDR als eine Flucht vor der Realität.” Ein ehemaliges Mitglied aus Arizona sagt: “Er [Molyneux] versucht immer, Missstände und Gründe dafür herauszupicken, um wütend zu sein. Was auch immer für ein Problem man hat, er führt es auf deine Eltern zurück.” Der Vater einer weiteren Person berichtete, dass “Mitgliedern eingetrichtert wurde, jede Kritik an [FDR] durch Eltern als einen persönlichen Angriff auf das Kind zu bewerten, was jene noch weiter davontreibt.” Eine Tochter die die Princeton-Universität verlassen hatte, anwortete einfach nicht mehr auf Telefonanrufe und Emails, sagt ihr Vater. “Wir wussten nicht ob sie krank oder tot war.” Nach zwei Jahren Ehe beendete Molyneuxs Frau, die auch seine Mitstreiterin ist, den Kontak zu ihren Eltern. Molyneux, der sich auch von seinen Eltern abgewandt hatte, entwickelte und codifizierte eine Philosophie und Psychologie um diese Herangehensweise zu stützen.

Alle neuen Mitglieder werden angehalten, das Machwerk namens “On Truth—The Tyranny of Illusion” über Eltern zu lesen. Freilich ist die Chance, Eltern ohne größere Mängel zu haben, recht dünn. Auf der anderen Seite sind Kinder lange Zeit extrem egoistische Wesen, die den Eltern die Lebenskraft aussaugen ohne große Rücksicht. Insbesondere als Teenager oder junger Erwachsener, bevor man in eine vollständige gereifte Persönlichkeit hineingewachsen ist, will man seinen Eltern deren Fehler heimzahlen, ihnen alles vorwerfen und sich abgrenzen, absondern. Molyneux riet einem seiner jungen Hörer tatsächlich, überfallartig seine Eltern mit krassen Vorwürfen zu konfrontieren. Dass die junge Person natürlich ungelenk und chaotisch vorging und damit eine negative Reaktion hervorrief, wurde als gutes Ergebnis gewertet. Aus der Sicht der Eltern, die viel für ihre Kinder geopfert haben, erscheint ein solcher Überfall natürlich wie Irrsinn.

Bekommt der FDR-Jünger nicht die gewünschte unterwürfige Reaktion der Eltern, muss er erkennen dass,

“es keinen Sinn mehr mach in diesem See zu fischen, weil es keine Fische mehr im See gibt. Das bedeutet dass deine Mutter einfach ein Mythologie-Roboter ist, ohne die Fähigkeit, mit dir in einer ehrlichen und verwundbaren Weise zu interagieren.

Im Prinzip existiert sie nicht.”

Woher nimmt Molyneux die Vorstellung, dass er befähigt sei, Ratschläge über Familien zu geben? Sein eigener Vater verließ ihn ihm Kleinkindalter, die Mutter vernachlässigte ihn und warf ihn mit 15 aus dem Haus. Er hat nie eine solide Beziehung zu seinen Eltern gehabt und kennt nicht die (oft komplizierte) Liebe von Eltern.

Das Marketing

Er gibt selbst zu, dass er die Hoffnung auf Glücklichsein verkauft:

“Jeder will glücklich sein und wenn sie jemanden sehen der glücklich ist, denken sie: ‘Das will ich auch!’ Ob sie es wollen oder nicht. Das ist die unwiderstehliche Quelle der Anziehungskraft von FDR. Ich weiß dass die Quelle der Anziehungskraft für Menschen Glücklichsein ist. Und deshalb bin ich ungebremst scheiß-glücklich gewesen – ehrlich glücklich – von Anfang an. Und ich weiß dass egal wieviele Leute hassen was ich sage, sie trotzdem ohne Widerstehen zu können, zu mir zurückkommen weil dies [Glücklichsein] das ist was sie wollen.”

Dabei verbirgt sich hinter der Kunstfigur, dem jovialen, immer fröhlichen Mitreißer eine desolate Innenwelt:

“Ich musste viele Dinge hinter mich bringen. Ich meine, sieh her, ich habe 20 beschissene Jahre lang versucht, dass Sachen von mir veröffentlicht werden, niemand interessierte sich für mich in der Hochschule, mein Unternehmen wurde mir entrissen und unter Wert verkauft, ich hatte viel Verbitterung, viele Vertrauensbrüche in der Familie, Gewalt und so weiter. Ich hatte viel Verbitterung.”

Seine Frau Christina gefährdete mit diesem seltsamen “Therapieansatz” ihre Zulassung als Therapeutin.

UPB: Molyneux ersetzt Gott

Der von seinen Eltern und der akademischen Welt abgelehnte Molyneux veröffentlichte mit “Universally Preferable Behavior” sein angebliches Magnum Opus mit kosmischer Bedeutung. Er möchte damit ohne Religion beweisen, dass libertäre Standards die moralischsten seien und weltweit Gültigkeit besitzen. Solche generell akzeptablen Standards wurden eigentlich längst gefunden, Atheisten wie Richard Dawkins schreiben leidenschaftlich darüber. Aber Molyneux gibt sich mit seinen engsten Mitstreitern der Illusion hin, er der “Philosophenkönig” hätte das Rätsel der Menschheit gelöst:

“Es ist der der Beweis auf den Menschen tausende Jahre lang gewartet haben. [...] Dies ist ein echter Punkt der Singularität unglaublichen Ruhms meiner Ansicht nach.”

Er ersetzt Gott einfach mit sich selbst als Maßgeber der Moral und beglückt die Welt mit dem “wichtigsten Wissen im Universum im Moment”. Dabei scheitert er an der eigentlichen Fragestellung, weshalb Wahrheit eigentlich der Lüge vorzuziehen sei, Gewaltlosigkeit der Gewaltherrschaft und so weiter. In UPB findet sich auch keine letztendliche Begründung, warum jemand moralisch handeln will. Warum Eigentumsrechte beispielsweise geachtet werden sollten. Ohne verstecktes metaphysisches “Das ist halt so” kommt Molyneux nicht aus und scheitert damit an der eigenen Aufgabe.

Christliche Libertäre wie Roland Baader geben zu dass Moral sich ihrer Ansicht nach “nun mal gehört”, manche Dinge einfach akzeptiert werden müssen und wir nicht alles unbedingt theoretisch ergründen können. Auch Ayn Rand versuchte innerhalb ihres eigenen Kultes für alle anderen festzulegen, was moralisch sei und was nicht.

Viele Denker, unter anderem der Philosophiestudent Danny Shahar, zerlegten Molyneuxs Werke und rissen damit bei ihm alte Wunden auf. Der Philosophenkönig kochte vor Wut. Immerhin dürften ihn nur “wahre historische Genies” kritisieren. Molyneux redete sich in seiner Sendung in Rage und warf dem extrem höflichen Shahar x-mal vor, beleidigend zu sein.

Die Zersetzungsarbeit in der politischen Arena

Sabotiert Molyneux bereits fleißig familiäre Bindungen weltweit, läuft er erst richtig zur Höchstform auf wenn er seine Jünger dazu ermutigt, libertäre politische Arbeit zu zersetzen. Das viel zu kurz gegriffene und unintelligente Kernargument lautet, der Staat sei nichts anderes als Gewalt und deshalb könnte keine politische Beteiligung zu etwas Gutem führen. Der Staat sei wie die Mafia und niemand könne schließlich die Mafia infiltrieren in der Hoffnung, sie irgendwann gegen ihre eigenen Interessen zu lenken.

Anders herum wird ein Schuh daraus: Der Mangel an kompetenter politischer Beteiligung hat dazu geführt, dass sich in Regierungen unmoralische Menschen ansammeln und Gewalt dazu nutzen, die Bürger auszubeuten und zu dominieren.
Gier, Ausbeutung, willkürliche Gewaltanwendung und all das gibt es auch in Privatunternehmen und Familien. Soll jetzt niemand mehr ein Unternehmen aufmachen weil das ja “sowieso im Bösen enden wird”? Soll jeder seinen Job kündigen weil Unternehmen per se böse seien? Gehören Familien boykottiert?

Dieses Schwarz-Weiß-Denken soll frustierte Leute dazu bringen, sich aus der politischen Arena stolz erhobenen Hauptes und selbstgerecht zurückzuziehen und das Feld ganz den Sozialisten zu überlassen. Selbstverständlich folgen daraus eine Verschlimmerung der Zustände und immer stärkere sozialistische Staaten. Molyneux-Anhänger und andere liberale Staatshasser meinen manchmal sogar, es sei klug selbst links zu wählen damit der totale Sozialismus schneller kommt und alles dann schneller zusammenbricht.

Das himmelschreiend Dumme an dieser Erwartung, nach dem Sozialismus und dem Zusammenbruch liberale Welten zu bauen, ist die gründlich erforschte Tatsache, dass bei einem Einbruch der Zivilisation das Faustrecht gilt solange bis sich neue, in aller Regel tyrannische Staatsgebilde entwickeln. Bei Nahrungsmittelknappheit und Wegfall der medizinischen Versorgung sind Menschen sofort bereit, eine Tyrannei zu akzeptieren die den Strom und das Wasser und alles andere wieder in Gang setzt.

Eine sozialistische Diktatur kann sich selbst stabilisieren indem man mehr Arbeitslager aufmacht, mehr Menschen erobert und notfalls Menschen verhungern lässt deren Bedürfnisse man nicht mehr bezahlen kann. Die moderne und billige Überwachungstechnologie macht es möglich, diktatorische Staaten zu schaffen die nie wieder gebrochen werden können, weder von innen noch von außen.

Kontert jemand logisch auf das “Nicht Abstimmen!”-Mantra und erklärt beispielsweise, dass die Schweizer durch ihre Abstimmung vor Monaten ihr Waffenrecht behielten, sagen die Sektierer: “Aber wenn es keinen Staat gäbe, dann hätte es gar keine Abstimmung gegeben!”

Diese Antwort ist isoliert betrachtet als Satz korrekt, im Kontext aber total kindlich-naiv. Es geht in dem Hier und Jetzt nicht darum zu handeln, als hätten wir schon das was wir wollen. Es geht darum, die Realitäten und Umstände zu realisieren und so zu handeln, dass man bekommt was man möchte.

Die Sektierer versuchen mit Infiltration und Zersetzung zu arbeiten, aber auch plakativ mit Beleidigungen und falscher Logik.

Foto: Molyneux lacht sich krumm über politisch aktive Libertäre

“Wähler” seien schlecht, heißt es. Libertäre Parteistammtische werden gezielt aufgesucht um dann stetig Missmut und ein Gefühl der vermeintlichen Sinnlosigkeit des Tuns zu verbreiten. Man will politisch aktive Libertäre aus ihrem Umfeld herausbrechen und isolieren, integrieren in die Sekte.

Irgendwann sitzt das FreeDomain Mitglied dann weitgehend alleine herum, hat keinen Kontakt mehr zu den Eltern. Die einzigen “Freunde” sind Online-Bekanntschaften aus dem FDR-Zirkel. Keine politische Macht. Machtlos und den Sozialisten ausgeliefert. Aber voller Stolz und Selbstgerechtigkeit.

About the Author

Der in Bayern geborene und aufgewachsene Alexander Benesch startete nach seinem Abitur im Jahr 2006 die investigative Medienplattform INFOKRIEG.TV. Zwei Jahre später machte er sich zusammen mit seiner Frau selbstständig und erweiterte die Medientätigkeit um ein E-Commerce-Business für Outdoor und Survival.

54 Comments so far. Feel free to join this conversation.

  1. ozelot 17/06/2013 at 12:10 - Reply

    Molyneux konnte ich noch nie länger als 30 Sekunden zuhören oder ansehen.
    Aber nochmals zu Ayn Rand:
    Was zum Teufel hat Ayn Rand mit diesem Irren oder mit Sekten zu tun? Was hab ich verpasst über Ayn Rand?

    Es ist aber natürlich völlig verfehlt, die eingeschworene [kultmässige] Rand-Gemeinde um das Ayn Rand Institute als typisch für die Freunde der Bücher dieser Schriftstellerin anzusehen. Das Phänomen zeigt lediglich, dass kein noch so rationales Ideengeflecht davor gefeit ist, der Neigung der Menschen zu widerstehen, sich bei Gleichgesinnten am wohlsten zu fühlen und diese Verbundenheit rituell zu untermauern.

    Der allergrößte Teil der Rand-Leser in Amerika goutiert jedoch die Kernaussagen der Rand-Prosa, ohne die Verfasserin gleich zur Göttin zu erheben. Wer „Atlas Shrugged“ liebt, der befürwortet den freien Markt und das freie Unternehmertum. Für den Rand-Leser sind nicht Politiker und Feldherren die Helden der Geschichte und der Gegenwart, sondern Erfinder und Unternehmer. Seine Wertschätzung gilt denjenigen, die Wohlstand schaffen, nicht denjenigen, die ihn umverteilen und zerstören.

    (Ausschnitt aus einem sehr empfehlenswerten Text zu Ayn Rand und ihrer kulthaften Anhängerschaft)

    http://lichtschlag-buchverlag.de/programm/david-schah/ayn-rand/Leseprobe/44

  2. ozelot 17/06/2013 at 12:13 - Reply

    Ayn Rand gehört mit den Millionenauflagen für ihre Werke heute noch zu den meistgelesenen Autoren in den USA und hat viele Menschen stark beeinflusst, weit über die Anhänger des Objektivismus hinaus. So geben viele später prominente Figuren der libertären Bewegung an, in ihrer Jugend maßgeblich von Rands Büchern beeinflusst worden zu sein.

    Heute wird Rands Philosophie in den USA von zwei Institutionen vertreten: Erstens vom Ayn Rand Institute (ARI), das nach ihrem Tod gegründet wurde. Zweitens von „The Atlas Society“ (TAS), dem früheren The Objectivist Center (TOC), das sich vom als zu dogmatisch empfundenen ARI abgrenzt und den Objektivismus als „offenes System“ versteht.

    Deutliche Meinungsunterschiede zwischen den beiden Lagern gibt es zum Beispiel in der Einschätzung der libertären Bewegung: Während das ARI die „libertarians“ entweder ignoriert oder negativ bewertet, sieht das Objectivist Center die libertäre Bewegung als eine im Allgemeinen positive Bewegung an. In einem Aufsatz für die TOC-Zeitschrift „Navigator“ stellt David Kelley, der Gründer des Objectivist Center, fest, dass der Libertarismus die objektivistische Position in der Politik sei. Dabei schließt er allerdings den Anarchokapitalismus aus, wie er vor allem von Vertretern des Ludwig von Mises Institute und von Wirtschaftsprofessoren wie Hans-Hermann Hoppe und David Friedman vertreten wird. Da auch Ayn Rand einen Minimalstaat für unausweichlich hielt, lehnen heutige Objektivisten zumeist die Vorstellung ab, dass durch konkurrierende Gerichtshöfe und gewinnorientierte Polizeiagenturen ein nicht-monopolistisches Rechtssystem etabliert werden könne.

    Den orthodoxen Rand-Anhängern rund um das Ayn Rand Institute werfen Kritiker vor, dass sie nicht nur eine Weiterentwicklung des Objektivismus durch ihren sturen Dogmatismus behindern, sondern sogar einen sektenähnlichen Kult um die Person Ayn Rand betrieben. So stylen sich einige Rand-Fanatiker nach den Romanhelden, die dem „ideal man“ entsprechen. Selbst die erotischen Praktiken von Rand und ihren Romanfiguren werden nachgeahmt, beispielsweise ungestümer und explosiver Sex zwischen einem glattrasierten Idealmann sowie einer pagenköpfigen und goldschmuckbehangenen Frau im Pelzmantel, währenddessen Bach und Ragtime-Lieder laufen sollten und man sich anschließend bei einer Zigarette über das Briefmarkenalbum hermacht.

    Viele Randianer haben, so Murray N. Rothbard, tatsächlich ihr gesamtes Sexualleben nach den Randfiguren ausgerichtet, wobei der Liebesakt nicht um seiner selbst willen genossen werden dürfe, sondern als Widerhall und Bekräftigung der Werte der Vernunft genommen werde. Bei so manchen Hochzeiten in der Objektivisten-Hochburg New York sei aus der Heiligen Schrift, nämlich „Atlas Shrugged“, vorgelesen worden. Und so manche Ehe sei daran gescheitert, dass einer der Ehepartner sich nicht „randig“ oder „rational“ genug verhalten habe.

    Loyalität zu Rand zeigte sich auch darin, dass man seinen Namen objektivistisch frisierte. Rands junger Freund Nathaniel hatte die Richtung vorgegeben, als er seinen Nachnamen Blumenthal in Branden änderte, möglicherweise ein Anagramm aus „Ben Rand“, was auf hebräisch „Rands Sohn“ bedeutet, was wiederum der Affäre zwischen dem jungen Psychologen und der reifen Philosophendame eine inzestuöse Note geben würde. Namen wie Grand oder Grant waren unter Objektivisten besonders beliebt. Und auch heute noch gibt es Fälle, in denen Rand-Freunde ihren neugeborenen Töchtern Zweitvornamen wie „Ayn“, „Alissa“, „Randy“, „Dagny“ oder in China auch „Yan“ und „Yawen“ geben.

    So wie Sektenmitglieder, ob Davidianer oder Manson-Family, meistens die räumliche Nähe zueinander suchen, so tendierten auch die New Yorker Objektivisten dazu, sich möglichst nahe beieinander einzumieten. Ein Großteil der Randgemeinde lebte nur wenige Blöcke voneinander entfernt in Manhattans „East 30“, und die führenden Köpfe der Bewegung ließen es sich nicht nehmen, sogar im gleichen Appartment-Gebäude wie Ayn Rand Quartier zu beziehen.

    Die Rand-Bewegung war stets streng hierarchisch geordnet. Nach Rand kam ihr „intellektueller Erbe“ Branden bis zu seiner Verbannung auf Platz zwei. Danach kamen die Jünger, die vor der Veröffentlichung von „Atlas Shrugged“ dazugestoßen waren und sich bereits seit der Lektüre von „The Fountainhead“ als Teil der Bewegung fühlten. Frappierend ist laut Murray N. Rothbard, dass die meisten orthodoxen Jünger mehr oder weniger miteinander verwandt oder verschwägert waren, wobei ein großer Teil aus dem Dunstkreis der kanadisch-jüdischen Familie von Nathaniel oder Barbara Branden stammte. So ist Leonard Peikoff ein Vetter von Barbara Branden, und Joan Mitchell war die Frau von Nathaniels Bruder Allan Blumenthal. Alan Greenspan wiederum war der Ex-Mann von Joan Mitchell.

    Es wäre aber natürlich völlig verfehlt, die eingeschworene Rand-Gemeinde um das Ayn Rand Institute als typisch für die Freunde der Bücher dieser Schriftstellerin anzusehen. Das Phänomen zeigt lediglich, dass kein noch so rationales Ideengeflecht davor gefeit ist, der Neigung der Menschen zu widerstehen, sich bei Gleichgesinnten am wohlsten zu fühlen und diese Verbundenheit rituell zu untermauern.

    Der allergrößte Teil der Rand-Leser in Amerika goutiert jedoch die Kernaussagen der Rand-Prosa, ohne die Verfasserin gleich zur Göttin zu erheben. Wer „Atlas Shrugged“ liebt, der befürwortet den freien Markt und das freie Unternehmertum. Für den Rand-Leser sind nicht Politiker und Feldherren die Helden der Geschichte und der Gegenwart, sondern Erfinder und Unternehmer. Seine Wertschätzung gilt denjenigen, die Wohlstand schaffen, nicht denjenigen, die ihn umverteilen und zerstören.

  3. ein mensch 17/06/2013 at 12:21 - Reply

    “Die Kommunisten behaupteten, das Böse läge in allem Privaten und Individuellem: Unternehmen, freie Tauschgeschäfte, eigener Besitz, Privatsphäre, die Familie. Die Irren kamen an die Macht und Psychologie wurde umgebogen zu einem Bestrafungsinstrument um unliebsame Menschen verschwinden zu lassen.”

    apropos, heute vor 60 jahren, volksaufstand im “real existierendem sozialismus” ;-)…ich denke das ganze war auf jeden fall authentischer als das von ’89 da diese inzenierung ja ’88 mittels bilderberg in telfs (österreich) abgesegnet war…’88 war ja auch birne dabei ;-)

  4. Guido 17/06/2013 at 14:00 - Reply

    “Die Kommunisten behaupteten, das Böse läge in allem Privaten und Individuellem: Unternehmen, freie Tauschgeschäfte, eigener Besitz, Privatsphäre, die Familie.”

    Die Libertären behaupten, das Böse läge im Kommunismus.

    • Liane 17/06/2013 at 14:46 - Reply

      Kommunismus ist schon in seiner theoretischen Überlegung intrinsisch menschenverachtend. Ob man das als “das Böse” ansieht, ist Geschmackssache. Wenn “böse” etwas beschreiben soll was Menschen schadet, ist die Behauptung bei Kommunismus nicht einfach nur eine Behauptung, zumal der Schaden bewusst herbeigeführt wird. Wie freie Tauschgeschäfte jemanden schaden sollen, musst du mir mal erklären. Das konnten schon die Kommis nicht.

  5. Liane 17/06/2013 at 14:08 - Reply

    “Dabei scheitert er an der eigentlichen Fragestellung, weshalb Wahrheit eigentlich der Lüge vorzuziehen sei, Gewaltlosigkeit der Gewaltherrschaft und so weiter. In UPB findet sich auch keine letztendliche Begründung, warum jemand moralisch handeln will.”

    Ich müsste mal schauen, was da so in UPB steht. Aber sicherlich kann man der Frage, warum Gewaltherrschaft nicht allgemein akzeptiert werden könne und man selber moralisch handeln wollen will, den kantischen ‘kategorischen Imperativ’ zugrunde legen. Da ist leicht erkennbar, dass auch der Mörder seine Tat nicht für ethisch korrekt halten kann, selbst wenn er keine Schuldgefühle hätte.

    Wenn jemand einen Mord begehen möchte, solle er sich fragen, ob die Maxime dieser Handlung ein allgemeines Naturgesetz werden solle, seine geplante Handlung also ebenso unausweichlich werden soll wie zum Beispiel Essen. Jeder Mensch dieser Erde wird zu dem Schluss kommen, dass er das unmöglich wollen kann. Es würde schließlich bedeuten, dass er der Natur des Menschen wünsche, in ihr läge die Notwendigkeit, andere zu töten, was den Mörder selbst zu einem potentiellen Opfer machte. Das ist die praktische Vernunft, die Kant beschreibt, wenn er den kategorischen Imperativ als Maßstab ethischen Handelns begründet.

    Ein zentrales Problem verschiedener Ethiken ist ihre nicht existente Widerspruchsfreiheit zueinander. Sie kann – und das denke ich wirklich -, nur gewährleistet werden, wenn jede Ethik durch das was sie postulierst, sich gleichzeitig selbst zur Disposition stellt. Das kann sie aber nur, wenn sie zulässt, dass jeder Einzelne für sich entscheiden kann, sich ihr anzuschließen oder nicht. Und diese Voraussetzung wiederum kann nur erfüllt werden, wenn sich die Ethiken widerspruchsfrei zueinander verhalten, was notwendigerweise das Eigentum des Einzelnen an sich selbst voraussetzt.

    Solange diejenigen Ethiken, auf die sich andere Menschen berufen, nicht für diejenigen zur Sklaverei wird, die sich nicht auf sie berufen, ist dagegen auch nichts einzuwenden. Eben deshalb muss die Fundierung einer Ethik widerspruchsfrei zu jeder anderen Ethik sein.

    Eine Ethik ohne sichere Grundlage ist wertlos. Dass sich aufgrund einer bestimmten Grundlage verschiedene Ethiken entwickeln können, mag durchaus sein – und es ist mit Sicherheit auch fruchtbar -, jedoch ist völlig klar, dass eine Ethik, die fundamentalerweise die Existenz einer anderen Ethik infragestellt, illegitim ist. Und deshalb muss sie sich auf ein Prinzip berufen können, welches keinem Menschen vorenthalten bleiben kann: und dieses Prinzip ist das natürliche Eigentum an sich selbst.

    Das Eigentum an sich selbst ist nicht einfach nur ein Axiom, sondern es ist auch begründet und evident. Daraus ergeben sich die Ableitungen der natürlichen Rechte. Das libertäre axiomatische System ist widerspruchsfrei. Darum ist es richtig.

    Wie natürlichen Rechten Geltung verschafft werden, sind praxeologische Probleme, die sich nicht aus der spezifischen Eigentumskonzeption ergeben, weil es immer die Möglichkeit zum Widerspruch gibt.

    Beweisen kann man dann lediglich, dass man sich über die natürlichen Rechte von anderen hinwegsetzen kann, nicht aber dessen Nichtexistenz.

    Ich kann mir schwer vorstellen, dass in UPB keine Begründungen bemüht werden. Ich habe es nicht gelesen, aber ich kann es momentan nur als Behauptung abtun.

  6. nwo-movies@gmx.de 17/06/2013 at 15:49 - Reply

    Was ihr alles für Leute kennt…

  7. Tedd 17/06/2013 at 18:09 - Reply

    Interessanter Artikel. Habe auch schon ein, zwei Videos von diesem Herrn gesehn mit seinem Namen konnte ich aber zu Beginn wenig anfangen, also vielleicht das Bild ein bisschen weiter nach oben bitte :)

    Mit seiner Wahlkritik hat er nicht ganz unrecht, denn Schweizervolksabstimmungen sind ja keine Wahlen auch wenn man etwas wählt.
    Gerade bei den binären Wahlentscheidungen in den USA, die immer die selben Mächte gewinnen, stellt sich schon die Frage, ob wählen etwas bringt.

    Natürlich hast du recht, würden bzw. hätten sich die Menschen in der Vergangenheit mehr für die Politik interessiert und sich weniger vorlügen lassen, dann wäre es heute nicht so schlecht um die Demokratie bestellt.

    @Liane
    “Da ist leicht erkennbar, dass auch der Mörder seine Tat nicht für ethisch korrekt halten kann, selbst wenn er keine Schuldgefühle hätte. [..] Es würde schließlich bedeuten, dass er der Natur des Menschen wünsche, in ihr läge die Notwendigkeit, andere zu töten, was den Mörder selbst zu einem potentiellen Opfer machte.”

    Doch er kann seine Tat für ethisch korrekt halten, siehe Todesstrafen. Das ganze kommt dadurch, dass der kategorischen Imperativ auch an Bedingungen geknüpft werden kann, Also von: “Ich töte keinen, weil ich nicht getötet werden will.” zu: “Ich töte niemanden es sei denn er bricht bestimmte Gesetze und weil ich diese nie brechen werde, werde ich nie getötet.”

    So kann es auch gehen.

    • Liane 17/06/2013 at 21:11 - Reply

      “Doch er kann seine Tat für ethisch korrekt halten, siehe Todesstrafen. Das ganze kommt dadurch, dass der kategorischen Imperativ auch an Bedingungen geknüpft werden kann, Also von: “Ich töte keinen, weil ich nicht getötet werden will.” zu: “Ich töte niemanden es sei denn er bricht bestimmte Gesetze und weil ich diese nie brechen werde, werde ich nie getötet.”

      Ein Mörder hat das Recht am eigenen Leben eines anderen abgelehnt. Insofern ist eine Bestrafung durch die Todesstrafe nicht gleichzusetzen mit “Mord”.

      Sofern das Leben des Menschen ein universeller Wert an sich sein soll, ließe es sich kaum erklären, dass ausgerechnet diejenigen, die diesen Wert durch ihre Tat in Frage stellen, sich anschließend darauf berufen können sollen.

      Der springende Punkt ist nicht das Zugeständnis dieses Prinzips, sondern die in Frage stehende Reaktion darauf, nachdem es in der Tat hintergangen worden ist, obwohl es unhintergehbaren Charakter hat. Der performative Widerspruch ergibt sich aufseiten des Mörders und nicht aufseiten desjenigen, der den Mörder tötet.

      Das Argument, die Ausführung der Todesstrafe sei Mord, ist nicht eingängig. Jemand, der tatsächlich einen Menschen getötet hat, ist ja nicht deshalb zum Tode freigegeben, weil es ein anderer sagt, sondern weil dieser seinem Opfer durch die Tat ein Recht abgesprochen hat, das er für sich selbst aus diesem Grund nicht mehr in Anspruch nehmen kann. Als würde ein Dieb sagen: “Du darfst mir die Brieftasche, die ich Dir gerade gestohlen habe, nicht wegnehmen, da dies Diebstahl wäre.”

      Der Fall ist zwar schon annahmelogisch eindeutig zu entscheiden, da Eigentum und Besitz voneinander verschieden sind; worauf ich hinaus möchte, ist aber die Rolle, die ein Richter in diesem Fall einnimmt: nämlich die Rolle desjenigen, der die Tat und den Urheber der Taten, d.i. der Schuldige, feststellt.

      Pointierter: Man kann einen Dieb genauso wenig bestehlen, wie man einen Mörder ermorden kann.

      Der Mörder erkennt Eigentum und die Rechte dazu nicht an? OK, wie er wünscht. Ein Eigentümer seiner selbst, ist dazu befähigt, Rechte an seinem Körper festzulegen. Recht kann man beanspruchen/sich auf sie berufen, oder man kann es sein lassen. Der Mörder hat sich für letzteres entschieden und somit ist der Vollstrecker der Todesstrafe auch nicht mehr darauf angewiesen, sich nicht-existente Rechte des Mörders einzuholen.

      PS: Nochmal

      “Ich töte keinen, weil ich nicht getötet werden will.” zu: “Ich töte niemanden es sei denn er bricht bestimmte Gesetze und weil ich diese nie brechen werde, werde ich nie getötet.”

      Klingt ziehmlich unterbestimmt. [Töten, Gesetze]

      Wie wäre es damit:
      “Niemand hat das Recht mich zu ermorden ->
      Aus dem gleichen Grund darf ich niemanden ermorden.”

      Ist nicht so unterbestimmt, vorallem auch, weil hier von ‘Mord’, und nicht ‘Tötung’ die Rede ist. Ist ja nicht beides ein- u. dasselbe. Dieses Theorem kommt dann nämlich auch ohne dein “es sei denn” aus. Theoreme basieren auf Axiomen und axiomatische System müssen widerspruchsfrei sein, damit sie als gültig/valide/richtig erkannt werden können.

      • Liane 17/06/2013 at 22:36 -

        PS: Ich bin übrigens nicht für die Todesstrafe.
        Aber nur aus dem Grund, weil Fehlurteile (warum auch immer) per se nicht ausgeschlossen werden können. Auch ist die Methodik einer Justiz nicht immer einheitlich. Beispielsweise wird mir ganz schlecht, wenn die Unschuldsvermutung hintergangen wird und ein Angeklagter “nicht glaubhaft seine Unschuld beweisen könne”. Der Tod hat absoluten Charakter und ein Fehler kann daher nicht wieder gut gemacht werden.

        Ansonsten kommt immer der Einwand, man würde sich “auf das Niveau des Mörders” begeben? – Ahja? Welches Niveau genau?
        Oder es sei eine Sanktionsform von Barbaren. Nun angesichts der Verbrechen, die überhaupt nur mit dem Tod geahndet werden, könnte man mit derselben Logik sagen: “Die Todesstrafe sei eine Sanktionsform für (!) Barbaren.”

        Aber im Prinzip ist die Sache ganz einfach: Wer nicht hingerichtet werden möchte, sollte keine Verbrechen begehen – und alles ist gut. Daran ist nichts barbarisches.

      • ein mensch 18/06/2013 at 07:49 -

        and again i kiss you for this KLARTEXT!…tja, der kant war schon klasse…wobei wenn mir jemand ernsthaft das licht ausknipsen will kann ich nicht nach kant handeln da allein mein gegenüber schon nicht nach kant handelt ;-)

      • Chris 27/07/2014 at 21:13 -

        Klasse Kommentar, sehr vernünftig und logisch aufgebaut!!!

  8. DerLangi 17/06/2013 at 18:49 - Reply

    “Unsere Probleme entspringen unseren Gehirnen und Persönlichkeiten, und lassen sich nicht losgelöst von unseren Gehirnen und Persönlichkeiten lösen. Die eine Vermeidungsstrategie ist reine Ablenkung durch Unterhaltung und Hobbies, die andere Vermeidungsstrategie sind politische Ideologien und fanatische Religionsgemeinschaften.”

    und was – guter alex – ist deine vermeidungsstrategie?

  9. Soma 17/06/2013 at 21:08 - Reply

    Danke Alex!!!!
    Dein Ayn Rand Artikel und Dieser, sind mal wieder erstklassig!!!

    Du hast Rand und Molyneux damit zerstört
    und wer denen jetzt immer noch hinterher läuft,
    ist ein hoffnungsloser Fanatiker.

    @ Rasta und ST

    Der Freiheitskampf besteht nicht nur aus Kreuzchen machen, aber alleine das ist schon eine gewaltige Dimension mehr, als eure Anstrengungen.

    Also, macht mit, oder verharrt weiterhin stolz in eurer nutzlosen Selbstgefälligkeit.

    • Liane 17/06/2013 at 21:25 - Reply

      “Du hast Rand und Molyneux damit zerstört
      und wer denen jetzt immer noch hinterher läuft,
      ist ein hoffnungsloser Fanatiker.”

      Ich finde Molyneux toll. Viele seiner Themen sind hochinteressant, auch wenn ich ihm nicht überall zustimme, ganz besonders was das Politik-Thema angeht. Aber ich höre ihm sehr gerne zu, was einfach an seinen hochintelligenten Denkprozessen liegt und somit Ideeninput bei mit bewirkt. Seine persönlichen Defizite interessieren mich nicht.^^ Aber er sabotiert halt auch irgendwo, ja schade.

      PS: Hast du meine Mail bekommen? Hatte 3x eine Fehlermeldung bekommen, dass die Mail nicht angekommen und zurückgeleitet wurde, obwohl sie zuerst “erfolgreich versendet” wurde. Komisch. Verträgt sich freenet.de und live.de nicht, Postfach voll, oder was ist das für ein blöder scheiß. :D

      • Soma 17/06/2013 at 21:42 -

        Eigentlich nicht, ich halte meine Mailbox sauber….
        Ich habe Dir jetzt mal ne Testmail geschrieben…
        Bei mir ging es….

      • Liane 17/06/2013 at 21:56 -

        Hab sie. So jetzt wirds spannend.

      • Soma 17/06/2013 at 23:50 -

        Zuerst fand ich Molyneux auch gut,
        dass Interview mit dem Psychologen, war sehr aufschlussreich. Aber nach der Leistung….

        Der gehört doch zum Establishment! :-)

        Sozialisten wählen, damit das System schneller zusammenbricht…..brillant…..

        Nutten verarschen, bezahlen und weglaufen!!!

      • Liane 18/06/2013 at 00:48 -

        Gerade beim Thema ‘wählen’ steht doch Molyneux diesem Akt diametral gegenüber, somit lehnt er es dann logischerweise auch ab, Sozialisten zu wählen. Gibt es semi-geheime Aufzeichnungen, wo er ein Sozialistenschlachthaus befürwortet? Er kann ja nix für die (Ayn) Randians.

        Hast du meine Test-eMail-Antwort bekommen?

        Nochmal was bezüglich der Molyneux-Sabotage im politischen Feld. Hierzu sei angemerkt, dass diejenigen, die sich durch Ideen versklaven lassen, weil sie einem fremden Willen ihren Gehorsam übergeben, schon von ihrer Persönlichkeit her dazu neigen, dienen zu wollen. Sie hätten sich ansonsten wohl auch durch irgendetwas anderes versklaven lassen. Andererseits kann so ein Honigtopf auch nützlich sein, weil er die Kaputtniks wenigstens aus der freien Wildbahn wegfängt und somit einen Selektionsmechanismus darstellt.

        Welcher Mensch, der zu seinen Eltern eine gute Beziehung hat, gibt sie auf, nur weil jemand anderes das sagt? Richtig, Knechte,… oder Molyneux Partnerin.

      • Soma 18/06/2013 at 04:59 -

        Aber er kann was für seine Freiheitsfeindlichkeit.

        Ich denke nicht das das eine Art aussaht ist,
        viel mehr, wie Baader es beschreibt in
        “Todgedacht,…”.

        Testantwort kam, hast du die Daten bekommen?

  10. dennis 17/06/2013 at 22:34 - Reply

    Ich würde mich selbst als einen Objektivisten bezeichnen. Und diese Bezeichnung ist durchaus wörtlich zu nehmen. Aus Ayn Rands philosophischen Grundlagen geht nämlich hervor, dass Objektivität ein wichtiger Teil zum Finden der Wahrheit ist.
    Nach meiner Kenntnis, haben die meisten Liberalen und Libertäre ökonomisch und politisch argumentiert. Als einzige mir bekannte Philosophin (von Nietzsche nach einigen Interpretationen mal abgesehen) sagte Rand, dass Egoismus menschlich und damit gut ist. Denn Egoismus heißt nur, nach eigener Moral zu handeln: Individualismus also, der Kernpunkt der libertären Ideen.
    Eine Sekte ist zwar nicht gegen die objektivistische Vorstellung von Politik(wegen Vereinsfreiheit), aber sehr wohl gegen die Ethik, in der Rationalität eine Tugend ist. Wobei es natürlich eben so irrational ist, jedem Menschen immer kalte Vernunft zu diktieren.
    Ich verachte Politik nicht, kann aber die Leute verstehen, die es tun. Gleichzeitig bin ich den libertären Journalisten und zum Beispiel der PDV auch dankbar, dass sie die Dinge tun, die ich nicht tun kann (oder vor denen ich Angst habe)
    Aber dieser Artikel war nicht notwendig. Ayn Rand hatte, wenn die Fakten über Affäre und Medicare-Beanspruchung der Wahrheit entsprechen, keine weiße Lebensakte, aber jeder Mitarbeiter im Finanzamt hat sich mehr zu Schulden kommen lassen. Denn Rand hat Geld angenommen, das gestohlen wurde, sie hat es nicht selbst gestohlen.
    Mich würde auch mal interessieren, woher die Information kommt, dass Rand mehr bekommen als eingezahlt hat. Ich bin in Sachen Recherche nicht besonders gut und das würde ich schon wichtig finden. Diese Handlung ihrerseits war allerdings unobjektivistisch (wenn sie mehr Geld bekommen hat).
    Die Libertären und Objektivisten hier sollten jedoch beide beachten, das weder die eine noch die andere Seite, noch Alex Benesch ein Kollektivist ist. Und diese sind nun einmal die Feinde.
    Wir haben Unstimmigkeiten, doch die sollten wir ignorieren, denn es geht hier um mehr als die Frage, ob man politisch oder anders gegen den Kollektivismus vorgehen sollte.
    Ich glaube, dass man jede Möglichkeit ergreifen sollte. Ob Politik einen Nutzen bringt, kann ich nicht objektiv(!) beurteilen. Vielleicht sind die ARI-Anhänger tatsächlich schlauer und wissen, dass sich die Prognose in “Der Streik” bewahrheiten wird, das halte ich für zu optimistisch. Doch wie Rand sagte, ist Erkenntnis eine Fähigkeit des Individuums. Und wenn Alex Benesch, Oliver Janich oder Frank Schäffler(, dank dem ich von “Der Streik” erfahren habe,) zu einem anderen Schluss kommen, dann wird kein (wahrer) Objektivist sie dafür verachten.
    Wenn ARI-Anhänger es doch tun, dann glauben sie, dass die politischen Libertären wissen, dass sie nichts erreichen, und dennoch das Spiel um Parlamentssitze mitmachen.
    Eines ist aber klar. Solange Liberale noch gegen Kollektivismus argumentieren, hat die schleichende Unterdrückung einen gerechten Anstrich. Aber wahrscheinlich nur für die, denen es egal wäre.
    Wichtig ist aber, dass wir Anhänger der Freiheit nicht vergessen, was das Wichtigste ist:Dass wir ALLE die initiierende Gewalt, den Zwang, ablehnen. Denn, wenn alles zusammenbricht, können wir zumindest einander vertrauen. Von einem “Sekten-Objektivisten kann man sich dann immer noch eher den Rücken decken lassen, als von einem Kollektivisten.
    Und im Übrigen gilt auch: Libertäre wollen Sekten nicht verbieten und die Objektivisten wollen Journalismus und Debatten nicht verbieten. Was ist also euer Problem? Wichtig ist nur, dass keiner von uns zu dem Abschaum wird, den wir bekämpfen!

  11. ST 18/06/2013 at 01:50 - Reply

    Ich kenne die Podcasts von Molyneux schon recht gut. Wenn ich hier eine derartig verzerrte Darstellung von seiner “Ideologie” lese, frage ich mich ernsthaft wie es um den Rest der hier gelieferten Qualität steht. Ihr verkauft Langzeitnahrungsmittel und wollt dass die Menschen auf den Zusammenbruch der Gesellschaft vorbereitet sind. Warum ist das nicht sektiererisch und apokalyptisch? Der Inhalt dieses Artikels ist nur noch absurd, denn er hat zu einzigen Motivation dass Molyneux zurecht gesagt hat das Politik irrationaler Müll ist. Ich kann das auch so frei sagen weil ich es immer und immer wieder selbst erlebt hab. Das was hier über seine Ratschläge zu Familien steht, ist auch falsch und maßlos übertrieben bzw. verzerrt. Als wenn es ja nicht nur einen Kritikpunkt geben darf auf dem man rumhacken will. Von den Kommentatoren wird man dann auch noch beleidigt, obwohl sie durchgehend ihre Inkompetenz beweisen. Wenn das hier das Publikum ist das Alex anzieht, hat er definitiv was falsch gemacht. Herrje, Molyneux hat sogar selbst gesagt dass es gefährlich wird wegen dem technologischen Fortschritt! Aber nur weil er Politik nicht als den besten Weg sieht, wird er hier in bester Propaganda-Manier auseinander genommen. Ich schaue Infokrieg selbst schon seit Jahren und bin fast schon schockiert über derartige Oberflächlichkeit.
    Traurige Sache die hier läuft…

    • Soma 18/06/2013 at 05:22 - Reply

      “…frage ich mich ernsthaft wie es um den Rest der hier gelieferten Qualität steht”

      “Ich schaue Infokrieg selbst schon seit Jahren…”

      Troll woanders…Schmock….

      • BNU 18/06/2013 at 06:03 -

        Ich persönlich halte den Artikel auch für außerordentlich Oberflächlich.
        Bin nicht der Meinung, dass das der Standart hier ist.
        Dem Autor passt schlicht und ergreifen die Tatsache nicht, dass Molyneux den “politischen” Weg kategorisch ausschließt.
        Anstatt sich differenziert mit seiner Auffassung zu befassen werden hier z.T. einfach Halbwahrheiten präsentiert. Das ist das Hauptproblem des Artikels.
        Da wird darauf herumgeritten, dass seine “Anhänger” vorschlagen, dass man sozialisten wählen sollte, was bestenfalls als schlechter Witz gewertet werden kann.
        Molyneux sagt zudem selber, wenn er die Möglichkeit hätte den Staat von jetzt auf gleich abzuschaffen würde er es nicht machen.
        Der “politische” Weg ist der falsche, weil es immer Psychopathen und Heuchler an die Spitze schaffen. Selbst auf regionaler Ebene mutieren Leute die man persönlich kennt zu den korruptesten Politikern.
        Irgendwann findet man ja den Heilsbringer, der seine Versprechen hält. Diesem irrhaften Glauben hängen die “Anhänger” Molyneux wenigstens nicht mehr an….

      • Liane 18/06/2013 at 09:14 -

        “Molyneux sagt zudem selber, wenn er die Möglichkeit hätte den Staat von jetzt auf gleich abzuschaffen würde er es nicht machen.
        Der “politische” Weg ist der falsche, weil es immer Psychopathen und Heuchler an die Spitze schaffen. Selbst auf regionaler Ebene mutieren Leute die man persönlich kennt zu den korruptesten Politikern.”

        Alles völlig richtig. Den Staat per theoretischen Knopfdruck zu entfernen, ändert rein gar nichts an den Einstellungen der Leute – man wird wohl noch am selben Abend des Tages einer neuen Staatsgründung gegenüberstehen.

        Jedoch; zu sagen, der politische Weg sei “der falsche” führt eben dazu, dass als Folge seiner strikten Ablehnung, die durchaus berechtigte Kritik zu tragen kommt, dass man damit den Freiheitsfeinden freien Lauf lässt. Genau das (!) ist der wesentliche Fehler, den Alex und Co. ansprechen. Der politische Weg ist fehlerhaft und unvollkommen. Ja! Aber “falsch”?

        Oder wie O. Janich sagen würde: “Wehr dich nicht, wehr dich nicht!” Sry, das wäre einfach völlig absurd.

      • BNU 18/06/2013 at 11:17 -

        Ja es ist der “Falsche” wenn es einem darum geht Zwang und Gewalt abzuschaffen. Denn der politische Weg beinhaltet sich Zwang und Gewalt des Systems anzueignen und dann versuchen abzuschaffen. Ich will nicht ausschießen, dass es unmöglich ist, aber es ist definitiv nicht wahrscheinlich.
        Nur weil man den politischen Weg geht, heißt es nicht, dass man sich nicht wehrt.
        Man wehrt sich indem man die Möglichkeiten/Dienstleisungen des Staates nicht beansprucht wie es einem Möglich ist und soviel es geht privat erledigt. Sovielen Menschen könnte es besser gehen, hätten sie dem Staat nicht ihre Renten usw. anvertraut.
        Es mag in der Tat ein gewöhnungsbedürftiger Gedange sein, aber meiner Meinung nach wird es am einfachste/unblutigsten, wenn man bis zu einem Gewissen grad aus dem System herauswächst bis dafür keiner mehr Verwendung hat.
        Z.b wie Alex es macht: er bietet einen Markt für unabhängige Medien, je höher die Nachfrage desto mehr wird sich das durchsetzen. Je mehr Nachfrage nach keinem Staat desto eher wird sich das durchsetzen.

      • alex 18/06/2013 at 11:40 -

        Ein Molyneux-Anhänger kann zu sich selbst und seiner Umgebung sagen: “Hah, ich spiele bei dem SPIEL namens Staat und Wahlen nicht mehr mit!” Das ändert aber nichts an der Realität, dass er sich nach wie vor in einem Staat befindet in dem nun mal unter anderem das politische Handeln große Auswirkungen hat und das Finanzamt etc. auf dich zukommt. Genauso kann jemand sagen: “Ich bin jetzt Reichsbürger/Selbstverwaltung/Aussteiger und ich spiele bei dem SPIEL namens BRD nicht mehr mit!” Derjenige befindet sich, egal was er glaubt, nach wie vor in dem Staat BRD als dessen Bürger.

        Je weiter oben man nachsieht, umso mehr verschwimmen die Grenzen zwischen Regierung und einflussreichen Konzernen und einflussreichen Privat-Dynastien. Sich nur auf “den Staat” einzuschießen und die Politik den Irren zu überlassen ist kurzsichtig und amateurhaft.

  12. alex 18/06/2013 at 06:44 - Reply

    Wenn ein Narzisst auf der Bühne auftritt, libertäre Gedanken zweckentfremdet und behauptet selbst deren Erfinder zu sein und dann Sektierer-Müll obendraufpflanzt und die Libertären beleidigt/sabotiert, der versucht, den Libertarismus mit dessen eigenen Mitteln zu zerstören.

    • ein mensch 18/06/2013 at 07:31 - Reply

      hegelsche dialektik ;-)

    • Liane 18/06/2013 at 09:43 - Reply

      Vielleicht hast du eine bessere Menschenkenntnis als (wie) ich, aber mir kommt Molyneux wirklich nicht so vor, als würde er mit Vorsatz den Libertarismus zerstören wollen. Frage wäre auch, warum er das tun wollen würde. Die libertären Themen die er anspricht, vorallem wie er sie anspricht, klingen 100% [für mich jedenfalls] nach ehrlicher Überzeugung. Es ist nicht abwegig anzunehmen, dass er bei einigen zweifelhaften Dingen tatsächlich daran wirklich selbst glaubt – dafür würde sogar deine diagnostizierte pathologische Störung sprechen. :D.

      • Freigeist 18/06/2013 at 13:52 -

        Dann erklär was es wirklich bedeutet, wenn er Libertarismus “Marxisten von rechts” nennt. Er hasst Libertäre wie die Pest und nur Voluntarismus ist gut genug. Den zehnten Schritt vor dem ersten gehen wollen, oder nur den ersten verhindern?

      • Liane 18/06/2013 at 14:06 -

        http://www.youtube.com/watch?v=50Lan71mRb4

        Entgegen des Anscheins den der Titel dieses Videos macht, argumentiert er hier GEGEN diese (debile) Aussage.
        [Libertäre = rechte Marxisten]

        Gut, ist auch nicht mehr ganz aktuell. Liegt hier mein Fehler?

    • ST 18/06/2013 at 11:59 - Reply

      @ alex: Warum argumentierst du so offensichtlich emotional gefärbt. Ein Narzisst ist nicht offen für Kritik. Ich kenne Narzissten und Molyneux ist keiner. Molyneux warnt bspw. intensiv vor Soziopathen, er beschreibt wie sie Tatsachen verdrehen und wo es möglich ist deren Werk zu sehen. Das ist von wirklich großem Wert, den du auch selbst schon erkannt hast. Molyneux hat als Botschaft wie man erst mal selbst frei wird, emotional und mental. Mit einem solch freien Menschen kann man kein Schindluder mehr treiben. Dazu gehört auch das man sich selbst soweit nicht mehr selbst ausbeutet, dass man auch aufhört ausbeuterische Menschen in seinem eigenem Umkreis zu akzeptieren. Natürlich sind wir erst auf dem weg und noch viel zu wenige, doch das Ziel ist es ein so erfolgreiches Leben zu führen, das andere fragen was man dazu braucht. Es ist wirklich nicht förderlich sich wegen einem (!) Punkt so sehr in die Haare zu bekommen und jeden Anstand zu verlieren. Die Libertären sprechen so viel sie können von Freiheit und wie sie funktioniert. Natürlich gehören da auch Taten dazu und natürlich auch sich gegen diese Gewalt zu wehren, darum geht es ja. Es gibt jedoch unterschiedliche Erfolgsaussichten. Ich wurde es ja selbst nicht gut finden wenn Molyneux so wäre wie du ihn hier beschreibst, jedoch ist diese Beschreibung unvollständig und am Ende falsch. Er hat sehr viel wertvolles zu vermitteln, was man natürlich auch woanders bekommen kann, nur halt nicht so konzentriert. Er beschreibt sich ja auch als Empirist, was bedeutet dass Fakten immer sofort seine Ansichten ändern werden. Wir sind alle in dieser Diskussion gar nicht wirklich weit auseinander, deswegen bin ich ja traurig darüber, dass es sich so verhärtet hier. Wenn ich dann noch lesen muss, dass es verweichlicht wäre eher zu reden als mit Gewalt vorzugehen, hab ich innerlich wieder das Bild vom Diktator im Kopf. Das kann nicht unser Ziel sein!

      • Freigeist 18/06/2013 at 13:54 -

        Ein Libertärer wird nie mehr zum Sozialdemokraten und alles was der Status Quo jetzt noch machen kann, ist ihn vom wählen abhalten. Das macht Molyneux. Hör endlich auf dich so anzustellen und schau dir die Früchte von dem verdammten Baum mal an!

      • ST 18/06/2013 at 21:30 -

        Selbst ein Roland Baader hat eingestanden, dass wenn es zu weniger Staat kommt, der ganze Mist wieder anfängt zu wachsen. Wenn wir den Staat jetzt klein kriegen könnten (was jetzt schon zu Aufständen führt, siehe Spanien oder Griechenland) geht die Sch… wieder von vorne los. Und selbst wenns erst in 20-25 Jahren soweit sein sollte: Bis dahin ist die Technologie soweit, dass man nicht mehr 60% des Haushalts brauch (USA) um den Rest der Welt gefährlich zu werden. Es ist viel besser wenn die Leute die immun gegen rationale Argumente sind, selbst gegen die Wand fahren und merken dass es die falschen (Staats-)Versprechen waren, die alles in den Abgrund gerissen haben. Ich kenne genug Leute die selbst dann nicht merken dass es Müll war was sie geglaubt und gemacht haben (brauch nur an Neo-Nazis zu denken). Wir kommen nicht umhin das Problem an der Wurzel zu packen, und diese ist das irrationale Handeln der breiten Bevölkerung in den wichtigsten Bereichen. Das brauch einfach seine Zeit. Wie oft rede ich mit Leuten die mir sagen: “Uns gehts doch gut.” Was soll ich da noch sagen…? Die müssen halt fühlen, da hilft nichts. Das ist verdammt traurig, jedoch bittere Realität. Da kann ich mir so oft wünschen wie ich will, es wär nicht so. Wir leben in einem Land in dem Kinder und Gewaltandrohung dazu gezwungen werden an einem bestimmten Ort für eine bestimmte Zeit zu sein und die Leute denken auch noch es würde anders nicht gehen! Kaum Empathie, kaum Logik, kaum Respekt, kaum wirkliche Verantwortung. Was erwartest du von slch einer Kultur? Das eine Wahl und Politiker fehlen um das zu ändern? Wie einfach willst du es dir denn noch machen. Du hast ja selber nicht mal Respekt vor anderen Meinungen…

  13. emarkus 18/06/2013 at 11:56 - Reply

    Alexander Benesch beschreibt in diesem Artikel, dass ihn der Erfolg des Freiheits-Denkers Molyneux stört. Er wirft ihm vor, dass er Fans hat, die ihn als “Gott” sehen. Schlimm, Schlimm. :-)

    Alexander Benesch schreibt in dem Artikel viel darüber, was andere über Molyneux sagen, kann dies aber nur Oberflächlich zitieren. Und so bleibt es Alex’s Geheimnis, in welchen konkreten Situationen Molyneux angeblich Familien zerstöre.

    Molyneux fungiert als politischer Aggregator. Er fasst freiheitilche Ideen aus der Vergangenheit zusammen und macht es der breiten Masse verständlich. Alexander Benesch sieht darin eine Art Plagiierung. Eigene Gedanken seien kaum festzustellen. Inwiefern die Sammlung von Gedanken ein Problem ist, das bleibt offen.

    Missverständnisse, Vorurteile, Kognitive Dissonanz sowie Diffamierungen runden den Artikel schließlich ab.

    Kognitive Dissonaz tritt auf, wenn man zum Beispiel sehr lange Wähler war und jetzt aufgrund dieser Handlungen Probleme hat, neue Gedanken aufzunehmen und sich so einen Fehler einzugstehen. Damit will ich nicht sagen, dass Wählen böse ist. Aber man wird ja wohl darüber diskutieren dürfen.

  14. Georg 18/06/2013 at 17:11 - Reply

    Danke für den Artikel. Molyneux ist mir tatsächlich sehr suspekt. Und diese ganze Propaganda der Nichtwählersekte geht mir total auf den Keks. Erst reden sie von Freiheit und dann wollen sie den Leuten verbieten ihre Stimme abzugeben und beschimpfen sie als Gewaltverbrecher.
    Es ist sehr traurig das sich FreiwilligFrei dieser Sekte angeschlossen hat. Ich habe auch mitbekommen das sie jetzt verstärkt diese Nichtwählerpropaganda betreiben und jeden Kritiker – egal wie nett und sachlich er ist, einfach bannen.
    FreiwilligFrei und Molyneux sollen endlich aufhören die libertäre und voluntaristische Bewegung zu spalten und gemeinsam für tatsächliche Freiheit kämpfen. Leute propagandistisch zu zwingen nicht zu wählen zu dürfen ist einfach abartig und hat nichts mit Freiheit zu tun! Jeder sollte selber entscheiden dürfen ob er wählen geht oder nicht, das ist Freiheit.

    • Freigeist 18/06/2013 at 20:33 - Reply

      Freiwillig Frei hat sich nicht angeschlossen, FwF ist bereits so gegründet worden. Sandman’s/Haukes Youtube Kanal ist SandmanFDR, es sind von Anfang an Freedomain Radio Jünger gewesen die teils erfolgreich in der libertären Szene abgefischt haben. Haukes Familienprofil passt außerdem dazu, aber ich überlasse es euch das rauszufinden. Ich bin fertig mit diesen Vipern. Aber die streiten sich untereinander schon genug, was soll ich da noch meine Zeit verschwenden.

  15. Liane 18/06/2013 at 18:47 - Reply

    “Jeder sollte selber entscheiden dürfen ob er wählen geht oder nicht, das ist Freiheit.”

    Und diese Freiheit nimmt dir Molyneux nicht. Vermutlich wirst du aus der Community ausgeschlossen oder so, aber es bleibt deine Entscheidung. Stelle dir mal vor, jemand der leicht beeinflussbar ist, tummelt sich dann in der Politik. Genau das meine ich mit dem Honigtopf.

  16. Rasta 19/06/2013 at 11:08 - Reply

    Wer so naiv und meint mit Kreuzchen was verändern zu können, ist selber schuld.
    Ich dachte hier hätten die meisten das politische Spiel durchschaut.
    Soll ich etwa Grüne und Linke unterstützen, weil sie sich gegen genmanipulierte Lebensmittel einsetzen?
    Ja, und noch ein Kreuzchen für die Kommi-FDP damit sie wenigsten zum Schein die Steuern senken. Yeah!!

    Man könnte meinen das traurige Gastspiel der PDV hier hätte manchen die Augen geöffnet.
    Mal ganz abesehen von der Tatsache, dass uns das System ohnehin in den nächsten paar Jahren um die Ohren fliegt. Geht man von den Prognosen zu Infokriegs Anfangszeit aus ist der Zusammenbruch sogar schon überfällig.

    • Liane 19/06/2013 at 19:37 - Reply

      “Soll ich etwa Grüne und Linke unterstützen, weil sie sich gegen genmanipulierte Lebensmittel einsetzen?”

      Kommt drauf an wo deine Präferenzen liegen. Wenn du für unmanipuliertes Mampfen bist und keine andere Partei sich dafür einsetzt, ja.

      Wenn du für weniger Staat bist und keine andere Partei sich dafür einsetzt, dann unterstüzt man eben die PdV. Sie wird einem nicht den Libertarismus bringen – dazu müssen sich die Einstellungen der Leute ändern. Aber sie kann massenwirksam aufklären und vielleicht hier und da den Einfluss des Staates auf den Markt reduzieren.

      • Über Ich 25/06/2013 at 12:34 -

        Ich bin gegen die meißten genmanipulierten Lebensformen die heute am Markt erhältlich sind (und auch gegen die meißten die noch im Labor sind), aber ich stelle die Leute nicht vor die Wahl:

        [ ] Gentech subventionieren

        [ ] Gentech verbieten

        Der unmanipulierte Markt löst so ein Problem durch die Nachfrage. Mit ihr kommt dann auch das Angebot.

        Ich kaufe kein Monsanto, und ich will auch nicht daß durch meine Zwangsabgaben solche Konzerne wie Monsanto gefördert werden. Ich kaufe aber sehr wohl Käse (mmmmh… Käse…), dessen Produktion schon seit Jahrzehnten durch Chymosin-produzierende Bakterien gesichert wird. Ansonsten müsste man ja tonnenweise Kälber schlachten um an deren Mägen zu kommen in denen das Lab-Enzym Chymosin produziert wird.

        Haben wohl nicht sehr viele Leute gewusst, gell? Daß Käsefresser (wie ich auch) die Gentechnik unterstützen.

        Wie wäre es also mit dieser wahl:

        [ ] Der Kunde wählt Produkt A

        [ ] Der Kunde wählt Produkt B

        [ ] Der Kunde will grad nix

    • Liane 19/06/2013 at 19:46 - Reply

      Ich verstehs einfach nicht. Libertäre Ideen sollten einfach nur aus alles Rohren gefeuert werden. Kein Grund die Politik davon auszunehmen.

  17. Darm. 19/06/2013 at 11:58 - Reply

    ad hominem bis zum geht nicht mehr. Alex stell erstmal dar, auf welche Art und Weise der Staat eine Wohltat für die Teilnehmer ist bzw. warum staatliche Gewalt besser sein soll als freiwillige private Vereinbarungen und inwiefern ein Herrscher besser wissen kann was gut für seine Untertanen ist, als sie selbst, bevor du anfängst zu bashen, damit würdest du zeigen, dass du wenigstens etwas Anstand hast.

    • emarkus 19/06/2013 at 19:13 - Reply

      Ich glaub du verwechselst da was. Alexander Benesch beabsichtigt gar nicht über Kritik zu diskuttieren. Traurig aber wahr.

    • Liane 19/06/2013 at 19:18 - Reply

      Minimalstaatler gibt es viele unter den “Libertären” – auch traurig aber wahr. Dennoch wesentlich besser als der ganze etatistische Rest.

  18. John-Boy 20/06/2013 at 14:27 - Reply

    Ein paar Gedanken meinerseits:

    Ich muss sagen, genau das schätze ich an Alex. Seine kritische Sicht auf Dinge. (Und auch manchmal seine povokante, bissige Art.) Ich höre mir manchmal Sendungen von Molyneux an. Ein hohes Ideal zu haben ist ja auch gut und schön. Im Hinblick auf unsere Realität wirkt aber manches sehr naiv. Ich glaube Alex hat mal zitiert: “Die können sich dann im Gulag darüber streiten…”. Ich kann z.B. nicht sagen, hurra ich zahle ab heute keine Streuern mehr. Die Frage ist, was sind meine Möglichkeiten? Und was ist schlau?

    Mich politisch zurückziehen und dann irgendwie auf den Untergang des Staates warten? (das selbe dann beim nächsten Regime?) So tun als wäre der Staat nicht da, mich dann einsperren lassen und ein Held sein?
    Darauf warten, dass eine Mehrheit den Staat für obsolet erklärt?

    Nein, ich denke man sollte seine Möglichkeiten besser ausreizen. Indem man den politischen Gegnern nicht einfach das Feld überlässt. Indem man sich physisch auf die Zukunft vorbereitet, um auch auf längere Sicht überhaupt noch handlungsfähig zu sein. Freiheit wird sich immer wieder durchsetzen. Aber realistischerweise nicht durch Nichtstun, nicht schon morgen, vielleicht auch nicht zu unseren Lebzeiten, und vielleicht auch nie absolut.

  19. Bugs 20/06/2013 at 22:19 - Reply

    Molyneaux ist ein denkbar leichtes Opfer für Alex, um seinen Minarchismus zu feiern. Das Molyneaux-Bashing – zu weiten Teilen wohl völlig berechtigt !!! – sollte Alex von seiner Minarchismus-Diskussion trennen.

    Zum Minarchismus:

    Ja Alex ist Minarchist – wunderbar. Er ist trotzdem immer noch Libertarist und sollte zu den Kapitalisten daher lieb sein!

    Vielleicht sollte Alex seine Minarchismus-Auffassung den anarcho-kapitalistischen Auffassungen des Begründers der [heutigen] Österreichischen Schule, Murray Rothbard (Man, Economy & State [ein Traum das Buch] und Ethics of Liberty), gegenüberstellen.

    Rothbard legt nämlich im Detail – und mit Quellenangaben und namentlichen Danksagungen :o))) !!! – dar, warum es sich beim Staat definitiv um eine Mafia handelt und warum ein Staat mit politischen Mitteln noch nie nachhaltig zurückgebaut worden ist, sondern immer an seiner eigenen Last zu Grunde geht.

    Ja Rothbard ist das richtige Kaliber für Alex, nicht Molyneaux.

    Auch wichtig: Die Unterschiede zwischen Minarchisten und Anarchokapitalisten sind für Außenstehende kaum zu erkennen! Wer hier eine Diskussion lostritt, sollte sich nur an den hellsten und ehrlichsten Köpfen reiben und immer im Kopf behalten, dass es sich dabei im Grunde um Friendly Fire handelt.

    Viel Glück!

  20. Über Ich 25/06/2013 at 09:16 - Reply

    Man muß hier klar zwischen einer Regierung und der Idee vom Staat unterscheiden.

    Eine Regierung ist eine Organisation die gewisse Dienste leistet, und kann freiwillig geregelt werden.
    Eine Regierung besteht aus Individuen, Leuten wie Bürokraten, Politikern, Polizisten, Beamten, eine Armee an freiwilligen Wohltätern, etc.

    Der Staat (nicht “ein Staat” wie z.B. die BRD) ist die Idee, daß es okay ist Leute zu zwingen gewisse Dienste zu bezahlen.
    Der Staat besteht aus… ganz klar difiniert ist nicht woraus der besteht. Es heißt “wir alle sind der Staat”, aber der Staat kann Sachen machen die “wir alle” nicht machen können: Rauben, Kidnäppen, Morden, etc.

    Mehr dazu:

    http://www.badquaker.com/archives/587

  21. polpkorn 28/06/2013 at 14:53 - Reply

    http://www.freiwilligfrei.info/archives/4654

    Ich glaub das ist eine Antwort von Freiwillig frei auf diesen artikel,
    Ihr habt auch einen artikel von Peter Böhringer, den ich jetzt nicht finde.

  22. Robert 05/07/2013 at 10:24 - Reply

    Servus! Harsche Kritik, ist was dran bezüglich der Eltern-Gesichte.
    Aber ich stimmte dem reißereischen Ton bezüglich politischem Engagements nicht zu. Es gibt hier einen Wettbewerb der Ideen, was soll man tun wenn man libertär ist? Du hast deine Ansicht, politisches Engagement ist sinnvoll und bringt etwas, sonst droht die Übermannung der Politik durch Sozis.
    Er sagt politischen Engagement füttert das System, Wahlen haben keine moralische Legitimation und Veränderungen kann man als Individuum (ohne ein Buch o.ä. zu schreiben) lediglisch in Rufweite, bzw. über das persönliche Umfeld und Ausschluss von Freunden/Familie am eigenen Leben erreichen (sozialer Zwang). Zwei unterschiedliche Ansätze finde beide durchaus möglich.

    By the way bin ich über Molyneaux zum Libertarismus gekommen, und organisiere den Stammtisch der Münchner Libertarier. Von daher kann ich deinen letzten Seitenhieb nicht bestätigen.

  23. zapway 17/07/2013 at 15:36 - Reply

    Ich finde es echt schade Alex , dass du so persönlich beleidigend bist, gegen jemanden, der niemanden zwingt, irgendetwas zu tun. Man kann über das Wählen denken wie man will und jeder soll doch seine Meinung dazu haben. Egal ob man den Kanadier gut findet oder nicht.
    Alles hat sein für und wieder, und nichts ist rein schlecht oder gut.

    Alex ich halte einiges von dir, obwohl ich oft nicht deiner Meinung bin, aber ich würde dich nie persönlich derart beleidigen, wie du es hier mit Stefan Molyneux machst. Dein Artikel ist ein reiner Diffamierungsartikel und könnte ohne weiteres vom Spiegel oder einem anderen Mainstreammedium sein. Erst wird der Autor schlecht gemacht, er kommt aus einer gestörten Kindheit etc ihm werden narzistische Motive unterstellt, er sieht sich als Gott etc.. geht niemals auf seine Argumente ein, denn er betreibt Gehirnwäsche etc… ganz beliebt im Mainstream ist der Sektenvorwurf oder der Vorwurf verrückt zu sein. Als Quelle werden dann Sektenbeauftragte oder irgendwelche Beobachtungsinstitue wie Esowatch etc benannt. Was hat denn das mit der Philosophie von Moleneux und den Voluntaristen zu tun ? Sei doch mal einfach nur inhaltlich. Ist doch egal, ob Molyneux dir sympthatisch ist oder nicht. Als ich diesen Artikel gelesen habe, war ich total enttäuscht von einer solchen Respektlosigkeit und fehlender Diskussionskultur. Lieber Alex, merkst du eigentlich nicht, dass du hier die gleichen Totschlagsargumente konstruierst wie der Mainstream, um Meinungen zu unterdrücken ? Kontroverse Meinungen sind wichtig und Produktiv, solange man sich respektiert und das Selbstvertrauen hat sich einem echten Diskurs zu stellen, und dort seine Argumente zu bringen. Du hast doch Selbstvertrauen oder ? Weder die Hetzartikel gegen Wähler von Freiwilligfrei oder Molyneux, noch dein Hetzartikel gegen Anarchisten ist hier produktiv, sondern das nützt nur dem Establishment. Ich habe mit Freiwilligfrei auch gesprochen und finde es echt schade, dass Wähler dort so beschimpft werden. Ein Armutszeugniss ! Als Oliver Janich seinen Video Beitrag über das Wählen in Youtube veröffentlicht hat:

    https://www.youtube.com/watch?v=EVyzFrN4xzU

    habe ich mit freiwilligfrei gesprochen und darum gebeten, diesen Artikel von Oliver auf Freiwilligfrei zu posten, und dort inhaltlich zu diskutieren. Leider ist es nicht dazu gekommen. Also auch hier der gleiche Mangel an Selbstvertrauen und Dikussionskultur.

    Alex, wach auf , merkst du nicht, wie wichtig es ist miteinander reden zu können, wenn man sich weiterentwicklen will ? Es ist wichtig seine Position klar zu vertreten wie du, aber das mit Respekt und Argumenten. Es ist nicht wichtig wer etwas sagt , sondern was jemand sagt. Ich hoffe du hast soviel Selbstvertrauen in deine Vorstellungen und bist seriös genung um diesen rein konstruktiv gemeinten Leserbrief der Recentr Comunity zu posten. Liebe Grüsse, zapway

  24. rider650 22/07/2013 at 06:06 - Reply

    “Der Mangel an kompetenter politischer Beteiligung hat dazu geführt, dass sich in Regierungen unmoralische Menschen ansammeln und Gewalt dazu nutzen, die Bürger auszubeuten und zu dominieren.
    Gier, Ausbeutung, willkürliche Gewaltanwendung und all das gibt es auch in Privatunternehmen und Familien.”

    Von Stefan Molyneux kenne ich zu wenig, als daß ich mir über den Gesdamttenor des Artikels ein Urteil erlauben kann. Diese Passage allerdings kann ich nicht unkommentiert lassen, denn der fundamentale Unterschied zwischen Staaten und Unternehmen sollte eigentlich jedem Libertären klar sein.

    Der Staat darf Zwang und Gewalt zur Durchsetzung seiner Ziele einsetzen, ein Unternehmen nicht – es sei denn es wählt den korporatistischen Weg und spannt den Gewaltstaat für seine Ziele ein. Deshalb sollte auch offensichtlich sein, daß eine Entität mit der Lizenz zum Rauben, Stehlen, Morden und Fälschen wie der Staat ungleich mehr Verbrecher anzieht, als eine Entität, die keine dieser Lizenzen besitzt. Insbesondere wenn, wie in unseren Demokratien, der Eintritt in den Staat jedem offen steht – ja sogar noch alle paar Jahre ein Wettbewerb abgehalten wird, wer der beste Räuber, Dieb, Mörder und Fälscher ist, und dieser dann als Hauptgewinn eine Legislaturperiode lang ungehemmt seinen Neigungen nachgehen darf. Was nach Ablauf der Legislaturperiode übrigbleibt, bekommt eventuell sein Nachfolger, deshalb ist beim Zusammenraffen der Beute Eile geboten – Erhalt des Kapitalstocks ist eher weniger gefragt.

    Keiner dieser Mechanismen trifft auf ein Unternehmen zu. Ein Unternehmen ist auf freiwillig eingegangene Verträge zur Umsetzung der Unternehmensziele angewiesen, Verbrechen des Unternehmers werden als solche geahndet, das Verzehren des Kapitals führt zum Bankrott. Zu sagen, man können sich genauso gut vor “bösen Unternehmern” wie vor “bösen Staaten” fürchten, bedeutet in meinen Augen ein krasses Ignorieren der Realität.

    Klar kann man nun beim Wettbewerb der Gauner mitmachen und versuchen, als einziger dabei ehrlich zu bleiben und die Fahne der Freiheit hochzuhalten – allein wie wahrscheinlich ist der Erfolg? Jeder kann sich ausrechnen, daß ein Politiker hätte, der sich hinstellt und sagt “Leute, meine verbrecherischen Vorgänger haben euch alle ruiniert, deshalb liegt ein langes Tal des Leidens vor euch, bevor es besser wird”, zwischen all den “von nun an geht es steil bergauf, ihr kriegt alle alles vom Staat, Freibier für alle!”-Politikern, die unsere Bühnen bestimmen, ungefähr null komma null Chancen hätte. Ich bin mir sicher, der Grund warum wir nur Verbrecher in Ämtern haben, ist nicht, daß es noch kein Ehrlicher versucht hätte (wie Alex uns erzählt)!

  25. Richard Koechli 05/12/2013 at 13:43 - Reply

    Das Krankhafte und Gefährliche an Molyneux zeigt sich einzig in der Tatsache, dass er nicht in der Lage und nicht willens ist, Widersprüche in seiner These auszuhalten. Das muss nicht heissen, dass alle Aspekte seiner Lehre wertlos sind! Doch es macht ihn trotzdem gefährlich … – und deshalb an dieser Stelle herzlichen Dank an Alexander Benesch für diesen entlarvenden Artikel!

Leave A Response