Die stereotypen US-Großkapitalisten und der Kommunismus

Posted on Apr 5 2013 - 11:01am by AlexBenesch

Ein Kommentar von Alexander Benesch

Was ist für einen Linken das Kapitalistenklischee schlechthin neben dem Anzug tragenden Banker? Richtig: Der christliche, rassistische Ölmagnat aus den US-Südstaaten mit Cowboy-Hut auf dem Kopf und Sturmtruppen in der Hinterhand um Gewerkschaftler verprügeln und Streiks aufbrechen zu lassen. Diese Tyrannen, so der moderne Sozialist, müssten überwunden werden. Wenn man aber die betreffenden Individuen und ihre Clans mehr als nur oberflächlich untersucht, kommt man zu erstaunlichen Ergebnissen.

Von irrefühenden und einseitigen linken Investigativautoren wie Michael Moore erfahren sie über den Bush-Clan beispielsweise, dass jener mit der Bin Laden-Familie exzellente Geschäfte machte. Hätte doch im Jahr 2000 nur der letztendlich um den Wahlsieg betrogene Al Gore gewonnen, heißt es in dem Verkaufsschlager-Buch “Stupid White Men”. Zur Geschichte von Gore später noch mehr.

George Bush mit seinen Cowboy-Hüten, großen Gürtelschnallen und Stiefeln stammt nicht einmal aus dem Lone Star State, sondern von der Ostküste, wo die einflussreiche Mafia-Noblesse mit ihrem Skull&Bones-Netzwerk unter anderem die bolschewistische Revolution, den real existierenden Sozialismus und die moderne Linke im Westen mitfinanziert hatte. Auch die Banken- und Ölgiganten der Rockefellers mit ihrem Standard Oil-Imperium, das sogar der oberste Gerichtshof als “Verschwörung” tituliert hat, waren mit involviert.

Armand Hammer

Ein weiterer hervorstechender Charakter ist der ehemalige CEO der inzwischen viertgrößten amerikanischen Öl- und Gas-Firma Occidental Petroleum, Armand Hammer. Hammer wurde als Sohn von Eltern jüdischer Abstammung in Manhattan geboren. Sein Vater war Mediziner, überzeugter Sozialist und aus Odessa ausgewandert. Hammer erwähnt in seiner Autobiographie, dass sich sein Name mit “Arm and hammer” deuten lässt, ein altes Symbol der Arbeiterbewegung, ein muskulöser Arm, der einen Hammer umgreift. Dies war das Symbol der Socialist Labor Party of America, der ältesten marxistischen Partei der USA, in der Hammers Vater aktives Mitglied war.

Bereits kurz nach dem Studium ging er auf Anraten seines Vaters in die junge Sowjetunion und verhandelte dort persönlich Deals mit Lenin. In den 20er Jahren hielt Hammer sich auch immer wieder für längere Zeit in der UdSSR auf, um seine lukrativen Geschäfte zu kontrollieren. Seine Moskauer Wohnung wurde quasi zur inoffiziellen Botschaft der USA. Die Business-Allianz mit der Sowjetunion und ihren Führern behielt Hammer bizarrerweise auch über die Zeiten des Kalten Krieges bei, umgekehrt wurde der Freund Lenins und Träger des Lenin-Ordens in Moskau stets willkommen geheißen. Seine Gewinne aus dem Russland-Handel steckte Hammer ins Ölgeschäft, bis er schließlich 1957 CEO von Occidental Petroleum wurde, ein Posten, den erst in den 80ern wieder abgab.

Die Sowjets etablierten 1919 ihre US-Vertretung im World Tower Building in New York mit dem deutschen Staatsbürger Ludwig Martens in der Verantwortung. Dieser als “erste Botschafter der Sowjetunion in den USA” betitelte Herr arbeitete zuvor als Vizepräsident bei der Ingenieursfirma Winberger & Posner. Die neue Diktatur in Russland benötigte verzweifelt alle möglichen modernen zivilisatorischen Güter, im Gegenzug konnte sie Gold und Rohstoffe anbieten. Die Vertretung in New York leierte alle möglichen Geschäfte an, trotz des offiziellen Handelsembargos, und finanzierte nebenbei noch die kommunistische Partei der USA.

Am 12. Juni 1919 folgte eine Durchsuchung der Räumlichekiten der Vertretung und förderte einen Briefverkehr mit rund 1000 US-Firmen zu Tage. Ein britischer Geheimdienstbericht hielt fest, dass Martens mit allen prominenten Führern der amerikanischen Linken in Kontakt stand. Neben den Briten fand auch eine amerikansiche Untersuchungskomission den Namen des aus Russland stammenden Linksaktivisten “Julius Hammer”. Ein Brief der National City Bank von New York und dem amerikanischen Finanzministerium listet einen Dr. Julius Hammer als Figur des Sowjetbüros, er finanzierte auch den linken Flügel der sozialistischen Partei in Amerika.

1920 bekam Hammer von New Yorker Behörden eine Haftstrafe aufgebrummt für die Durchführung illegaler Abtreibungen. Lenin vermutete jedoch dessen kommunistischen Hintergrund als Ursache dieser Verurteilung.

Martens sollte in einem Unterausschuss des Senatsausschusses für ausländische Angelegenheiten wegen seinen sowjetischen Aktivitäten aussagen, worauf er zuerst diplomatische Immunität behauptete und später vor den Medien und dem Kongress mit den Umsturzplänen für die USA prahlte. Man hätte sowieso schon riesige Handelspartner gefunden, meinte er, wie die United States Steel Company, Rockefellers Standard Oil und viele weitere.

Die Geschäfte mit Kohle ließ Arman Hammers Firma Occidental lange Jahre von dem Anwalt und ehemaligen US-Senator Albert Gore Sr. handhaben, dem Vater des späteren Linksidols, Klimaschwindlers und Präsidentschaftskandidaten Al Gore jr.

About the Author

Der in Bayern geborene und aufgewachsene Alexander Benesch startete nach seinem Abitur im Jahr 2006 die investigative Medienplattform INFOKRIEG.TV. Zwei Jahre später machte er sich zusammen mit seiner Frau selbstständig und erweiterte die Medientätigkeit um ein E-Commerce-Business für Outdoor und Survival.

4 Comments so far. Feel free to join this conversation.

  1. benjamin 05/04/2013 at 14:49 - Reply

    so ist es, bei meinen versuchen linke zu überzeugen, dass die aus funk und fernsehen bekannten “kapitalisten” mit anhang ohne staatsmacht und mafia nie weit gekommen wären, bleibt man eisern – vor allen dingen bei altlinken – beim dogma: “der markt” beherrscht den staat und da müsse man gegensteuern.
    auf meinen einwand, dass das schwachsinn ist einerseits beamte und korrupte politiker zu hassen, aber mehr staat zu wollen (selbst wenn dieser dann von “den richtigen” regiert würde) bekomme ich als antwort: wirrkopf

    oh und keine angst ich beleidige niemanden (nicht ohne grund) und auch das mit der okkulten weltverschwörung klemm ich mir (meistens)

    weil: alles was über das “links” versus “rechts”-denken hinausgeht -> VERSCHWÖRUNGSTHEORIE!

    *müde*

  2. Gerd-Lothar 11/04/2013 at 15:56 - Reply

    Hallo Freunde,

    wie es aussieht hat es Erfolg euch in die rechte Ecke zu stellen, da ihr euch ständig gegen “Linke” glaubt zur wehr setzen zu müssen.

    Für Herrn Benesch habe ich noch folgenden Rat:
    http://www.youtube.com/watch?v=HYf-7CC71CQ

    LG

  3. Geass 12/04/2013 at 15:16 - Reply

    Und noch mehr Schwachsinn.
    “Bolschewismus ist böse” heul “Kommunismus ist böse” heul “Sozialismus ist böse” heul
    Klar, die Superreichen sind alle samt Sozialisten!
    Wer soll bitteschön diesen Schwachsinn glauben.
    Rechtsextreme? Ist wohl deine Zielgruppe was? Willst wohl in die Fußstapfen von Adolf Hitler treten.

    • alex 12/04/2013 at 15:47 - Reply

      Ne wirklich? Hitler? Danke für die Selbstdemontage. Troll FAIL und Perma-Ban.

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