Share

Russland und der Westen im Bankerhimmel

Alex Benesch

Putins Agenda für die G20 im Jahr 2013 bezieht sich mehrfach auf das neue Financial Stability Board, welches ironischerweise dasselbe Kürzel hat wie Russlands Geheimdienst: FSB. Von den G20-Führern im Jahr 2009 geschaffen, soll es vorgeblich den kleinen Mann vor einer Eskalation der Wirtschaftskrise schützen. Der Hauptsitz befindet sich in der verschlossenen Bank für internationalen Zahlungsausgleich im schweizerischen Basel.

Putins Regime ist vertreten durch Vizefinanzminister Sergey Storchak, den ersten Vizevorsitzenden der Zentralbank der russischen Föderation Alexey Ulyukaev sowie den Chef des Federal Financial Markets Service Dmitry Pankin.
Das kommunistische China ist repräsentiert durch Vizefinanzminister Li Yong, den Gouverneur der Volksbank Chinas Zhou Xiaochuan und dem Vorsitzenden der Banking Regulatory Commission Shang Fulin.

Für die Vereinigten Staaten nehmen Teil:  Under Secretary for International Affairs Department of the Treasury Lael Brainard, Governor of the Board of Governors of the Federal Reserve System Daniel K Tarullo und Chairman of the Securities and Exchange Commission Elisse B. Walter. Brainard und Tarullo sind beides Mitglieder des Council on Foreign Relations (CFR).

Zu den Mitgliedsinstitutionen zählen die Zentralbanken der G20, der Internationale Währungsfonds, die Weltbank, die EZB und weitere. Die geforderte Internationale Finanzarchitekturreform soll eine globale Federal Reserve ins Leben rufen.

Der wichtigste Architekt der UN Bretton Woods-Konferenz war der sowjetische Agent Harry Dexter White aus dem US-Finanzministerium. Der erste Vorsitzende des IWF war der kommunistische Agent Virginius Frank Coe aus der berüchtigten Silvermaster-Zelle.

Moskau teilt das Interesse seiner westlichen Partner an einem globalen System der Finanzkontrolle. Ein Gastartikel in der Ausgabe vom 25. November 2012 der Gulf News mit der Überschrift “Need for Europe-Russia institutional integration” (Notwendigkeit einer Integration russischer und europäischer Einrichtungen) vom ehemaligen russischen Außenminister und überzeugten Globalisten Igor S. Ivanov enthält die vehemente Forderung nach einer Ost-West-“Konvergenz”.

“Ohne einen fundamentalen Neustart werden sich die Beziehungen zwischen Russland und Europa weiterhin verschlechtern, bis hin zu einer Art passiven Vernachlässigung.”

Um diese Situation zu ändern, müssten “Russland und Europa identifizieren wo die eigenen Interessen zusammentreffen”, eine “politische Kooperation” anstreben sowie “politische Integration.”

1969 schloss Iwanow ein Studium der spanischen und englischen Sprache am Moskauer Maurice-Thorez-Institut für Fremdsprachen ab. Danach war er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Weltwirtschaft und internationale Beziehungen der Sowjetischen Akademie der Wissenschaften (IMEMO). 1973 trat er in den diplomatischen Dienst der Sowjetunion ein, ging an die Handelsabteilung der russischen Botschaft in Spanien. 1983 wechselte er als Berater, später Assistent des Ministers in das Außenministerium in Moskau. 1991 wurde er russischer Botschafter in Madrid. 1994 übernahm Iwanow das Amt des Ersten Stellvertretenden Außenministers. Vom 11. September 1998 bis 8. März 2004 war er Außenminister Russlands. Gewöhnlich ist eine solche Karriere von Anfang an eng mit dem KGB verbunden.

“Konvergenz” ist ein Schlüsselbegriff für politische Eliten weltweit, besonders jene die verbunden sind mit dem Royal Institute for International Affairs (RIIA), dem Council on Foreign Relations (CFR), World Policy Conference (WPC), Trilateral Commission (TC), Carnegie Endowment for International Peace (CEIP) und Bilderberg (BC).

Mr. Iwanow hat Vebindungen zu all den genannten Organisationen und ist einer von immer mehr “ehemaligen” Kommunisten, die ohne mit der Wimper zu zucken als Globalisten unterwegs sind und sich sowohl mit milliardenschweren russischen Oligarchen, als auch westlichen Konzernchefs, Wall Street-Bankern, Vorsitzenden von einflussreichen Stiftungen und Lichtgestalten der elitären Think Tanks abgeben.

Die Konvergenz-Strategie wurde in deutlichen Worten vom ehemaligen Präsidenten der Ford-Stiftung und Mitglied des Council on Foreign Relations, H. Rowan Gaither, ausgesprochen. Er gestand dem Ermittler des US-Kongresses Norman Dodd im Jahr 1953, dass er und weitere Personen innerhalb und außerhalb der Regierung zusammenarbeiten “um das Leben derart in den Vereinigten Staaten zu verändern, dass wir bequem mit der Sowjetunion verschmolzen werden können.”  (William H. McIlhany’s The Tax-Exempt Foundations, Arlington House, 1980).

Neben Ford wurden auch die Rockefeller- und Carnegie-Stiftungen untersucht, weil es offensichtlich geworden war dass zahlreiche subversive Gruppierungen, Individuen und Bewegungen finanziert wurden.

Vor seinem Tod im Jahr 1987 wurde Dodd interviewt vom Autor und Filmemacher G. Edward Griffin für einen Dokumentarfilm mit dem Kongressabgeordneten Lawrence P. McDonald (R-Georgia) als Produzenten.

Genosse Iwanows Gastartikel in der Gulf News erschien ursprünglich bei Project Syndicate, ein Projekt des Globalisten George Soros und dessen Open Society Foundation. Der Milliardär verfügt über beinahe 500 Zeitungen in über 150 Ländern und ist Mitglied bei TC, WPC, CEIP und Bilderberg.

Iwanow nahm jahrzehntelang an Treffen des CFRs teil, schrieb für das CFR-Journal Foreign Affairs, war im Vorstand der Euro-Atlantic Security Initiative (EASI) des Carnegie Endowment, saß im Vorstand von Ted Turners United Nations Foundation, sprach zum World Economic Forum und verkehrte mit vielen Weltregierungsbefürwortern des Royal Institute for International Affairs (RIIA). Inzwischen wurde er Präsident des Russian International Affairs Council (RIAC), der russischen Roundtable-Gruppe.

Einer seiner alten Kumpane im britischen diplomatischen Corps ist Sir Roderic Lyne, ehemaliger britischer Botschafter für Russland und großer Befürworter der Ost-West-Konvergenz, insbesondere einer Integration von Russland und der EU. Lyne ist inzwischen Vizepräsident des RIIA, Vorstandsmitglied der russisch-britischen Handelskammer und Berater für JP Morgan Chase. Sein Artikel in der Publikation Europe’s World von 2006 hatte den Titel “Russland in der EU? Wir sollten niemals nie sagen.

Lyne war zusammen mit Strobe Talbott (CFR) und Koji Watanabe Autor des bedeutenden Berichts der Trilateral Commission “Engaging with Russia: The Next Phase”, in dem mehr Konvergenz und Integration gefordert wird.

5 Comments on this Post

  1. Alex-Power

    Alex, hast du in deinem Shop auch Sowjet-Mützen und Klamotten für das bevorstehende Blend-In?

  2. vollbremsung

    Was treibt diese Nationallosen mit ihrem Sinn für das Hässliche und Böse an? Vielleicht der anerkennende “Klappser” auf die Schultern eines ihrer Cliquenmitglieder? Oder ist es die selbstherrliche Erkenntnis, der “Klügste” zu sein, weil man es schafft 99% der Bevölkerung hinters Licht zu führen? Was für erbärmliche Gestalten!

    • Daily Observer

      Hallo @vollbremsung!

      Frage: Was treibt die Perveliten an?
      Antwort: Ihre abnorme Psyche.
      Hinweis: Nimm den Begriff “Machtgeilheit” wörtlich!

      Vermutung: Dich interessiert eigentlich vielmehr folgende…

      Frage: Wie kann ich deren Psyche emotional nachvollziehen?
      Antwort: Das kannst du nicht wirklich.
      Hinweis: Ab dem Moment wo du sie nachvollziehen kannst, bist du selbst pervers.

      Übrigens: Unser Mitkommentator “Freigeist” hatte bereits ein ähnliches Problem.
      Tipp: Macht euch nichts draus, diese Verständnisschwierigkeit ist ein Zeichen von seel. Normalität!
      Also: Willkommen bei den Gesunden! ;-)

      • vollbremsung

        Hat wahrscheinlich was vom Film “Die Glücksritter”. Um einen lumpigen Dollar wetten die beiden Wallstreet-Eliten darum, ihren ergebenen Mitarbeiter in Pfanne zu hauen und ihn zum Schluss in den Wahnsinn zu treiben. Auf der anderen Seite bescheren sie sich selbst gottgleicher Gefühlswallungen, indem sie einen Obdachlosen zum angesehenen Millionär pushen. So beweisen sie sich ihre angebliche Allmacht. Und warum? Ja, wahrscheinlich weil sie machtgeil sind und sich selbst im Glanz ihrer eigenen Herrlichkeit sehen.

  3. “Putins Regime ist vertreten durch” …..”Das kommunistische China” ……….und Achtung “Für die Vereinigten Staaten nehmen Teil”……schon wieder Russland ist Putins Regime und Das kommunistische China aber die USA bleiben bei Alex Benesch immer nur die USA American Fanboy.

Comments are closed.