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Seth McFarlane – bester Oscar-Moderator

Alex Benesch

Für die Moderation der Oscar-Verleihung, eine überbewertete Veranstaltung überbezahlter Primadonnas bei der immer die Falschen ausgezeichnet werden, wählte die Academy ausgerechnet Seth McFarlane, am bekanntesten für eine animierte Serie die endlich den Simpsons die Zähne eintrat: Family Guy.

Seine härtesten Gags hätte natürlich niemand in die Teleprompter gelassen. Mein ewiger Favorit aus Family Guy stammt aus der Episode Boys Don’t Cry:

Meg: Wow, look at this! I can’t believe that Mrs. Bush kept all of these Planned Parenthood receipts.
Chris: Holy Cow! She’s been scraped more times than a fisherman’s knuckle!

Da bekamen andere schon für Suff-Fotos der Bush-Töchter Anthrax-Briefe nach 9/11! Dem gewaltsamen Tod ist er schon einmal entronnen, was auch irgendwie mit den Bushes zusammenhing: 2001 hatte McFarlane ein Ticket gebucht für einen der 9/11-Flüge, worüber er in einer Folge von Dinner for Five sprach.

Bei den Oscars demonstrierte er dass er seine Art von Humor salonfähig, in den Mainstream getragen hat. Hätten die Family Guy-Fans die Sendung all die Jahre nur runtergeladen und nicht auch gekauft, wäre sie nie wieder nach der frühzeitigen Absetzung produziert worden. Also ein hurra auf den Kapitalismus!

Immer noch unterstellt man ihm zynische Boshaftigkeit, dabei sind die Gags über prügelnde Promis, übertriebenes Method Acting in Sklavenbefreiungsdramen, braune Sockenpuppen und Mel Gibsons Voice Mails einfach nur genau das, was jeder mit einem Sinn für Humor zu seinen Freunden sagen würde.

“Quvenzhané Wallis ist die jüngste jemals Nominierte für Beste Schauspielerin. Falls jemand anderes von ihnen nominiert worden ist: Wow, das ist etwas das eine Neunjährige kann. Sie ist wundervoll. Sie sagte zu mir hinter den Kulissen: Ich hoffe wirklich dass ich nicht gegen diese alte Dame verliere, Jennifer Lawrence. Um ihnen zu demonstrieren, wie jung [Wallis] tatsächlich ist: Es wird 16 Jahre dauern bevor sie für George Clooney zu alt ist.”

12 Comments on this Post

  1. yup, die simpsons sind kontinuierlich schlechter geworden seit immer mehr promis (tony blair!!!!!!!) dort aufgetreten sind, bis es nur noch das selbst schema war; homer baut mist und versucht innerhalb von 30 minuten (inklusive werbeblock) seine ehe zu retten.. äh langweilig?
    southpark und family guy leisten gute wachablösung ;)

  2. Porno Pommes

    southpark ist anti-kapitalistische propaganda. alle wichtigen themen, die dort aufgegriffen werden, sind pro-establishment dargestellt, hinter vorgehaltener hand wird sich über alle anderen denkweisen lustig gemacht.

    family guy ist da an vielen ecken auch nicht besser.
    natürlich steckt auch immer viel gute, aber dennoch oberflächliche gesellschaftskritik dahinter.

    aber hey, es ist ja nur comedy und soll “spass” machen.

  3. Ich kann nur den Comedian “Patrice O Neal” (war auch mal bei Alex Jones) und die Show “Tough Crowd” empfehlen, politisch unkorrekt to the fullest

  4. LibertarianJahbulone

    Das in Seth Shows oft ziemlich menschenverachtende Witze über Behinderte, Juden und andere ethnische Minderheiten, Frauen etc. gemacht wird, scheint euch wohl nicht zu stören. Die werden übrigens meist zensiert in den deutschen Versionen. Ausserdem scheint er ins Establishment eingebunden zu sein, sonst wäre er nicht soweit gekommen. Und seine Jokes lässt er sich sicherlich auch von anderen Schreiben, er erscheint eher wie eine gut erzogene Marionette.

    Traurig undifferenzierter Kommentar…

    • Viele an der Sendung Beteiligte sind jüdisch, das nimmt niemand krumm.

      • LibertarianJahbulone

        Was erstaunlich ist, in D. würde sofort der jüdische Zentralrat auf den Plan stehen. Wie auch immer, FamGuy ist ein Teil der Establishment Mind Control Agenda. Nur American Dad zeigt wenigstens ein wenig Stil.

        Mich würde auch mal sein Stammbaum interessieren, ich weiß, es gibt viele McFarlane Familien, aber ich muss immer an Reagans Sicherheitsberater und Iran-Contra Akteur Robert McFarlane denken. Ich vermute da Geheimdienstkontakte.

      • Bei viel von dem Humor musste ich auch erstmal schlucken, aber es scheint sich ein Trend manifestiert zu haben, dass sich über diejenige lustig macht, die dem typischen Klischee vom Juden aufgesessen sind.

        Z.B. Famaly Guy Folge: Famaly Goi.
        “Pharao macht Juden froh” haha Witz komm raus.

        McFarlane klingt so garnicht jüdisch…
        Wahlberg hatte ich auch nicht für einen Juden gehalten,
        aber zu meiner Scham hielt ich Augstein bis vor kurzem für einen. Peinlich peinlich… :-)

        Das Alex koscher ist sollte man eigentlich wissen als Stammhörer. Er weiss doch, das auch Juden seine Sendungen und Artikel verfolgen. Ohne seine gradlinige Berichterstattung und seinem offentsichtichem Religions.- und Ethnienübergreifendem Verständnis, könnte Er z.B. nicht so einfach mit Begrifflichkeiten wie “Minderwertigen Menschen” im Bezug auf psychophatische Eliten schreiben. Ich, für meinen Teil, wusste sofort was Er damit meinte ohne gleich angepisst zu sein…War aber dramatisch in der Kommentarsektion.

        Na gut, meiner alten Mame hätte ich besagten Artikel(Geburtstag) jetzt nicht so ohne weiteres und ohne Erklärung zum lesen geben können.
        Alex, nur zu Info…
        (Kennt Dich ja nicht jeder und Vorurteile im Bezug auf Antisemitismus sind in Deutschland vorprogrammiert.)

        Kennst das ja…

        Aber wer seine Arbeit regelmäßig verfolgt, der weiss auch das Er soweit koscher ist.
        Er steht auf der Seite… Der Leute.

        Anders als z.B. so ein Honigmann… der hat ne tolle Schublade für uns aufgemacht. Du liebe Zeit.

      • LibertarianJahbulone

        Die Serie hat einfach zu kranke Elemente (sehr heftig: Verhamlosung von Pädophilie und Vergewaltigung) und widerspricht auch ansonsten oft den Positionen von Recentr, deswegen wundert mich der Zuspruch. Krasses Beispiel die neueste Folge: http://en.wikipedia.org/wiki/Turban_Cowboy (Zum Schluss die Rede von Peter, wo er die freiheitlichen Prinzipien der amerikanischen völlig auf den Kopf stellt. Wer dahinter keine Agenda vermutet und das für nen Witz hält, ist schon ziemlich ahnungslos).

      • Ich erwarte keine Weiheit von einem Entertainer. Nur Entertainment.

  5. witze über jüdische dominanz in hollywood haben tradition bei den oscars. dieses jahr wars mark wahlberg.

  6. Nicht dass es für mich eine größere Bedeutung hätte, aber alle, die in Hollywood was zu melden haben sind jüdisch.

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