Tyler Durden (Zero Hedge)

In China ist die Geldschöpfung noch konfuser und undurchsichtiger als bei uns; niemand weiß genau wer die Geldmenge erhöht: Private oder staatliche Stellen? SOEs, die PBOC, regionale Banken, Schattenbanken oder der Nachbar?

Es ist zwar bekannt dass die Schulden von Konzernen in China einen größeren Anteil am Bruttosozialprodukt ausmachen als in irgendeinem aderen Land, der Rest des Bildes ist jedoch nebulös. Es gibt keine vernünftigen Standards für die Statistikführung und die Regierung lügt ganz einfach über ihre Bilanz.

Eine Abkürzung um zu einem repräsentativen Bild zu gelangen, ist der Blick auf die Passiva des Jahresabschlusses, insbesondere die Einlagen. In den USA ist das Schneeballsystem stärker denn je, in China geht es um Cash. Der Großteil des neu geschaffenen Geldes geht zurück zu dem Bankensektor als Einlagen. Es sind längst keine realen Assets mehr da die hinter all dem Geld stecken, deshalb bezieht man sich inzwischen jedes Mal wenn die Inflation in China über 5% geht, auf Kupfer der noch nicht einmal aus der Erde geholt wurde.

China hat genügend Cash in die Wirtschaft gepumpt um sogar Ben Bernanke erröten zu lassen. Zwischen Januar 2005 und Januar 2013 stiegen die Bankeinlagen in China um geschlagene 11 Billionen Dollar! Wir wissen nicht was das reale Bruttosozialprodukt ist aber diese Ausweitung entspricht rund 200 und 300 des BSP.

Die Einlagen in den USA haben sich im gleichen Zeitraum nicht einmal verdoppelt und stiegen von 5 Billionen auf knapp über 9 Billionen. In den USA geht der Großteil des neuen Geldes in den Aktienmarkt. Der Shanghai Composite in China ist hingegen hauptsächlich eine Ablenkung.

Selbst die China Times gibt dies in einem Artikel zu.