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Handfeuerwaffen für Prepper

Alex Benesch

Ein Prepper hat anders gewichtete Ansprüche als ein Sportschütze oder ein Schießstand-Pimp.

Wichtig für den Schießstand-Pimp sind:

  • Exotik und Exklusivität, Sammeln und Seltenes! Ob ranzige Vintage-Schießprügel aus dem 19. Jahrhundert, Erbstücke die vielleicht 3 Experten im Land genau zuordnen können, oder aus Absurdistan importierte moderne Sonderfertigungen, der Pimp hat es. Versuchen sie mal, in der Krise Ersatzteile oder Munition in obskuren Kalibern heranzuschaffen oder jemanden zu finden, der die kruden Eigenheiten der Waffe kennt und sie reparieren kann!
  • Hohe Preise. Diese garantieren Exklusivität und neidische Blicke. Dumm nur dass man für den gleichen Preis 3 oder 5 wertige Gegenstände hätte erwerben können.
  • Verzierungen, Edel-Griffschalen, Signature-Gravierungen

Wichtig für den Sportschützen ist:

  • Genauigkeit
  • Genauigkeit
  • Genauigkeit

Wichtig für den Prepper ist:

  • Dass die Waffe in hohen Stückzahlen gebaut wurde, was eine hohe Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit von Teilen garantiert
  • wenig Abnutzung vom Griffstück und lange Wartungsintervalle. Bei manchen Modellen sind erst nach 20.000 bis 30.000 Schuss Ersatzteile notwendig
  • einfaches Zerlegen und Reinigen ohne extreme Zeitverplemperung
  • wenig Funktionsstörungen bei unterschiedlichen Munitionssorten, insbesonders Typ billig oder Eigenbau
  • gängige Kaliber anstatt Exoten
  • Formfaktor mit Kompatibilität für Zubehör wie Holster

Video: Jack Bauer Gun (Heckler & Koch USP in 9mm) sowie Yankee-Prügel (Colt 1911 in 9mm)

12 Comments on this Post

  1. Jefferson

    Die beste Wahl ist wohl eine Glock 17 oder 19 in 9mm.

    Bestes Preis-Leistungsverhältnis, hohe Qualität, simple Wartung, hohe Magazinkapazität, Ersatzteile und Munition gut verfügbar.

  2. Ist man in DE gezwungen nach jedem Schuss die Waffe zu senken oder ist dies nur der Fehler des Schützen?

    Um sein Heim zu verteidigen, ist ein Gewehr immer besser:
    https://www.youtube.com/watch?v=BBLBAQ4wySM
    https://www.youtube.com/watch?v=hrxkjRXk7m8
    https://www.youtube.com/watch?v=NuW-eoDIGps

    • Hallo Alain,

      In D darfst Du als Sportschütze nur Deine
      Unfähigkeit in Bezug auf Selbstschutz trainieren.
      Die Waffe fast noch im Schuß runterzunehmen, ist allerdings noch nicht vorgeschrieben :) Kommt vllt noch..
      Wenn der Alex mal in seinem Shop den Siegfried Hübner
      mit Henning Hoffmann (“Feuerkampf und Taktik”)
      ergänzen würde, wär ihm vermutlich auch klar, welche Bedeutung das Nachzielen und eine saubere
      Abzugskontrolle haben.

      Viele Grüße, Ben
      PS:
      Ich schwöre bei meinem Leben und meiner Liebe zum Leben, dass ich niemals um eines anderen Menschen willen leben werde noch von einem anderen verlangen werde, um meinetwillen zu leben.

  3. Porno Pommes

    Da in DE bei einem Jagdschein in der Regel nur 2 Handfeuerwaffen erlaubt sind, würde ich hierbei auf eine Glock in 9mm, sowie auf einen Smith&Wesson Revolver in .357 Magnum setzen.
    Beides sind extrem zuverlässige Waffen, deren Munition in großer Stückzahl vorhanden ist.

    (Bei Langwaffen sind es ein AR-15 oder M4 Nachbau in .223, ein .22 lfb Halbautomat und ein Vorderschaftrepetierer in 12/76. Evtl noch etwas in Richtung 8×57 IS wäre interessant)

  4. Bei Handfeuerwaffen würde ich ebenfalls zu Glock raten. Hab mit meiner schon über 6000 Schuss und keine einzige Waffenstörungen! Man braucht sie nur selten reinigen. Sie schiesst immer, es gibt das meiste Zubehör, Ersatzteile auf der ganzen Welt vorhanden. Zu der Konkurrenz relativ günstig . Bester triggerreset ab Werk, ausser vielleicht der Wahlter PPQ.

    Abraten allgemein würde ich von HK. Überteuert. Viele Sachen nur für Behörden. Ist gegen privaten Waffenbesitz. apple der Waffenindustrie, sprich nur das überteuerte Waffenlicht von HK selber passt. Scheiss triggerreset ab Werk.
    Für manche Modelle bekommt man zwei Glocks…

    https://www.youtube.com/watch?v=BQHWTfFV3Vc

    Das sollte bei uns in der Fernsehe Werbung laufen ;-)

    • Valthiel

      Es gibt Adapter für die USP um normale Lampen drauf zu montieren, aber in Deutschland wär das ja sowieso illegal.

      Aber sonst: “HK, because you suck and we hate you!” ^^

      http://www.everydaynodaysoff.com/2009/10/05/hk-because-you-suck-and-we-hate-you/

      Und die USP Match im Video ist auch ohnehin eher was für besagte Sportschützen. Das Laufgewicht macht die Waffe nur unnötig schwer und klobig was beim verdeckten Tragen (im Notfall) sehr hinderlich sein dürfte.

      Außerdem wär es doch eigentlich naheliegend zwei verschiedene Kaliber zu wählen, wenn man zwei Waffen hat. Das verdoppelt die Wahrscheinlichkeit im Notfall brauchbare Munition zu finden. (Eine 1911 ist sowieso nur “trve” im Kaliber 45 ^^)

  5. Freigeist

    Also bevor ich mir so Glock Plastik hole würde ich eher zu ner P38 greifen. Die gibts schon für unter 200 Euro und man findet in Deutschland massenweiße Ersatzteile. Wirklich, versuch mal Glock Zubehör abseits von diesem WBK sanktioniertne Scheissmarkt zu finden. Magazinkapazität spielt für mich als Prepper jetzt nicht die große Rolle, man versucht ja Konfrontationen zu meiden. Da reichen mir 8+1 Kugel um mein Haus im Nahkampf von Plünderern frei zu machen oder rumlungernde Gangs zu verjagen.
    Das wäre jetzt was ich Buget mässig anvisieren würde.

    • Hallo Freigeist,

      wenn ich die Wahl zwischen 8+1 und
      17+1, 19+1 oder sogar 33+1 habe, würde ich nicht lange zögern.

      Das wäre meine erste Wahl:
      http://de.wikipedia.org/wiki/Glock_17

      Viele Grüße, Ben
      PS:
      Ich schwöre bei meinem Leben und meiner Liebe zum Leben, dass ich niemals um eines anderen Menschen willen leben werde noch von einem anderen verlangen werde, um meinetwillen zu leben.

    • Die “plastik” Glock ist um einiges zuferlässiger als JEDE Pistole mit Hammer. Inklusive 1911, das gesamte WK2 Arsenal. Jeder dieser Waffen müssen regelmässig gereinigt und geölt werden. Meine Glock zerleg ich vielleich, wenn ich lust habe, alle 1500-2000 Schuss. Und ich schiesse nicht im Schiessstand gegen 10-Ring Scheiben ;-) Wenn ich mich nach dem Training nicht umziehen muss, weil ich vor Schweiss stinke, war es kein Training :P

      Glock oder S&W M&P (Hier in der Schweiz fast nicht zu bekommen…). Alles andere ist Spielzeug.

      In der Schweiz habe ich keine Probleme Ersatzteile für Glock zu finden, dafür für alle anderen Waffen. Ausser vielleich Teile fürs SG55x oder Sig-Pistolen. Btw. die meisten Teile stehen hier unter keiner Restrictionen (Nur Lauf, Griffstück, und noch ein paar andere), genauso wie Magazine. Nur mal so zur Info ;-)

      Und wie schon Ben gesagt hat: Je mehr Murmeln im Magazin um so besser. Selbst als reine Heimverteidigung. Wenn man von einer Gruppe von 4-8 angegriffen wird, wünst man sich am besten ein paar Betamags mit 100 Schuss. Hat man so einen Angriff abgewehrt, sollte das ein Zeichen gesetzt haben.

    • Jefferson

      Ich glaube es gibt einen Unterschied zwischen der P38 (Wehrmacht) und der P1 (Bundeswehr) was die Munition
      angeht. Heutige 9 mm Para kann man nicht im alten Modell verschießen, weil stärker. Genau wie bei der Luger 08
      aus der Kaiserzeit/WWII.

      Für den kleinen Geldbeutel tut es wohl auch ein Genosse Makarov in gutem Zustand. Typisch russische Wartung auf simpelstem Niveau. Nachteil ist die Waffe braucht ihre
      eigene Munition.

      Alternativ eine HP35 in 9×19. Hat sogar der SAS jahrzehntelang benutzt.

      Ich würde bei Waffen zur Selbstverteidigung aber lieber ein bißchen mehr auf den Tisch legen und State of the Art kaufen.

      Im Ernstfall sind Ladehemmungen sehr ungesund.

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