0.2% der US-Banken halten 69% aller Assets, 212 Billionen $ Verbindlichkeiten an Derivaten

Posted on Jan 27 2013 - 11:05am by AlexBenesch

Tyler Durden (Zero Hedge)

Seit heute morgen ist Tim Geithner nicht mehr US-Finanzminister. Während seine Herrschaft die Wünsche der Banken erfüllte, litten die USA verheerende Konsequenzen. Das schlimmste an seinen Handlungen, ist dass er jene Banken die von Anfang an zu groß waren um zu scheitern, dermaßen vergrößert hat dass sie nicht einmal mehr verklagt werden können, wie das Fiasko um den scheidenden Vizejustizminister Lanny Breuer gezeigt hat. Wie groß sind diese Banken wirklich? Dallas Fed’s Disk Fisher erklärt es uns.

Im dritten Quartal 2012 gab es rund 5600 kommerzielle Bankenorganisationen in den USA. Der Großteil davon, rund 5500 sind lokale Banken mit weniger als 10 Milliarden Dollar an Assets. Diese Organisationen stellen 98.6 Prozent aller Banken dar, repräsentieren aber nur 12 Prozent der gesamten Assets der Bankenindustrie.

Rund 70 Banken, 1.2 Prozent aller Banken, mit Assets zwischen 10 und 250 Milliarden Dollar, kontrollieren 19 Prozent der gesamten Assets. Die verbleibenden Megabanken mit Assets zwischen 250 Milliarden und 2.3 Billionen Dollar, sind gerade einmal 12 Institute. Sie sind nur 0.2 Prozent aller Banken, halten aber 69 Prozent der Assets.

Die aktuelle wöchentliche Übersicht H8 zeigt 11.25 Billionen an Assets insgesamt in kommerziellen US-Banken. 12 Banken kontrollieren nun 7.76 Billionen Dollar.

Das ist Tim Geithners wahres Vermächtnis: 0.2 % kontrollieren 69% von allem.

Was ist aber mit den Verbindlichkeiten, die diesen Assets gegenüberstehen, insbesondere die Derivate?

Laut dem neuesten Q3 OCC-Bericht belaufen sich die kompletten Verbindlichkeiten im Bezug auf Derivate der 4 größten Banken auf 212 Billionen Dollar, 93.2 Prozent der Gesamtsumme.

Gratulation Mr. Geithner. Bitte übernehmen sie als nächstes den Vorsitz der Federal Reserve wenn Bernanke in einem Jahr aufhört, damit sie auch noch den Rest der USA zerstören können.

About the Author

Der in Bayern geborene und aufgewachsene Alexander Benesch startete nach seinem Abitur im Jahr 2006 die investigative Medienplattform INFOKRIEG.TV. Zwei Jahre später machte er sich zusammen mit seiner Frau selbstständig und erweiterte die Medientätigkeit um ein E-Commerce-Business für Outdoor und Survival.

4 Comments so far. Feel free to join this conversation.

  1. Jefferson 27/01/2013 at 12:54 - Reply

    Zero Hedge haben immer gute Artikel.

  2. vollbremsung 27/01/2013 at 23:17 - Reply

    Tyler Durden? Der nihilistische Primitivist aus dem Film Fight Club, der die Konsumgesellschaft verachtet? Oder der Pick Up -Star Tyler Durden, der jedes Mädel klar macht? Siehe http://youtu.be/iWoAvqhODJs
    Oder ist das so ein Ami-Allerweltsnamen? Oder ein beliebtes Synonym?

  3. Liberty 28/01/2013 at 16:29 - Reply

    Und die Megabanken werden durch staatl. Rettungsaktionen noch gestützt, damit sie zum einen nicht zusammenbrechen und zum anderen noch größer werden können. Auf einem freien Markt gäbe es so eine extreme Konzentration gar nicht. Das war übrigens auch einer der Gründe weshalb das Bankenkartell um 1910 eine Zentralbank in den USA haben wollte. Auf dem damals (relativ) freien Markt sind ihnen die Felle davon geschwommen.

  4. Soma 30/01/2013 at 14:48 - Reply

    Diese Zahlen sind einfach nur noch aberwitzig und muten schon lächerlich an. Wirkllich staunen kann ich darüber nicht und wenn sie noch mal ne 0 dranhängen.

Leave A Response