Keine Legitimität in der US-Politik gegenüber Libyen

Posted on Mar 5 2011 - 5:43pm by AlexBenesch

Tony Cartalucci
Prisonplanet.com
March 4, 2011

Von Anfang an entwickelte sich der von den USA gestützte Aufstand in Libyen auf eine platte Art und Weise, weitere Hilfe kam von einem Journalismus der den Namen nicht verdient hat. Eine Woche vor Beginn der Unruhen war es die National Conference of Libyan Opposition (NCLO) mit Sitz in London die den “Tag der Wut” forderte, nicht die Libyer in den Straßen von Bengasi oder Tripoli.

Die NCLO wurde 2005 in London geschaffen von Ibrahim Sahad und seiner National Front for the Salvation of Libya (NFSL), eine der führenden libyschen Oppositionsgruppen seit den 1980ern. Die Zeitungen Daily Mail und Daily Globe haben berichtet, dass Sahads NFSL in den 80ern mehrere bewaffnete Aufstände und Attentate gegen Gaddafi versucht hatte, während Aufzeichnungen in der US Library of Congress darauf hindeuten, dass die NFSL Unterstützung und Ausbildung von der CIA erhielt. Sahad leitet nun den Aufstand in Libyen von Washington DC aus während er vor dem Weißen Haus den Konzernmedien zahlreiche Interviews gibt. Sahad wiederholt exakt die Sichtweisen die in den Massenmedien herumgereicht werden.

Die ersten Berichte aus Libyen nachdem Sahads “Tag der Wut” im Gange war, handelten von grässlichen Greueltaten Gaddafis gegen “unbewaffnete Demonstranten”. Man warf Gaddafi vor, Menschenmengen mit der Luftwaffe beschießen zu lassen, Krankenhäuser erstürmen zu lassen und verwundete Patienten zu entführen und zahllosen weitere Dinge die sich die Konzernmedien ausdenken konnten. Die BBC erklärte wenigstens noch, dass fast alle eigenen Berichte letztendlich nicht verifizierbar waren und beinahe alle auf “Augenzeugenberichten” der Opposition basierten.

Russische Militärfunktionäre verlautbarten diese Woche, dass solche Luftschläge gegen Demonstranten nie stattgefunden hätten und sogar das US-Verteidigungsministerium war zu dem Eingeständnis gezwungen, dass die Luftschläge nicht bestätigt werden konnten. Verteidigungsminister Robert Gates wurde kürzlich gefragt:

“Haben sie irgendwelche Beweise dafür dass er [Gaddafi] aus der Luft auf seine eigenen Bürger hat schießen lassen?”

worauf er antwortete:

“Wir haben die Presseberichte gesehen, wir haben dafür aber keine Bestätigung.”

Admiral Mullen fügte hinzu:

“Das ist korrekt. Wir haben keinerlei Bestätigung gesehen.”

Seltsamerweise werden die Rufe nach einer militärischen Intervention lauter um nicht-bestätigte Greueltaten zu beenden. Die Bengasi-Luftwaffenbasis wurde u.a. zerstört. Sind das die unbewaffneten Demonstranten? Es hat sich nun gezeigt, dass die Demonstranten eigentlich schwerbewaffnete Rebellen sind sie sich schwerere Artillerie und gepanzerte Fahrzeuge beschafft haben und weitere Rebellen rekrutieren. Die New York Times berichtete, dass diese Waffen über die ägyptische Grenze ins Land strömen, während die Sprachrohre der amerikanischen und britischen Regierungen fordern, den Rebellen weitere Waffen und Ausbildung angedeihen zu lassen. Die New York Times zeigte in dem Artikel “Libyan Rebels Said to Debate Seeking U.N. Airstrikes” Bilder von Aufständischen, die militärisches Training erhalten und deutete an, dass die Unruhen eher das Resultat einer weiteren Militäroperation der NFSL sind als ein “spontaner” Volksprotest der gewaltsam wurde.

Die New York Times präsentiert die UN-Flugverbotszone als eine Möglichkeit, Gaddafis Streitkräfte einzudämmen und ihn zu stürzen. Da die Greueltaten Gaddafis anscheinend nie stattgefunden haben und die USA international eifrig Kriegspropaganda betrieben haben um sicherzustellen, dass ein weiterer NFSL-Aufstand nicht scheitert, liegt es nahe dass die Globalisten von Beginn an eine Intervention eingeplant hatten.

Die “internationale Gemenschaft” hat in dieser aktuellen Darbietung intellektueller Unehrlichkeit, Doppelstandards und Aggression den letzten Rest ihrer behaupteten Legitimität eingebüßt. Die “humanitären Bedenken” sind ein blanker Hohn angesichts der Massaker im Irak, in Afghanistan und in Pakistan, wo die Zivilbevölkerung regelmäßig aus der Luft beschossen wird.

About the Author

Der in Bayern geborene und aufgewachsene Alexander Benesch startete nach seinem Abitur im Jahr 2006 die investigative Medienplattform INFOKRIEG.TV. Zwei Jahre später machte er sich zusammen mit seiner Frau selbstständig und erweiterte die Medientätigkeit um ein E-Commerce-Business für Outdoor und Survival.

22 Comments so far. Feel free to join this conversation.

  1. Hans Peter Roth 05/03/2011 at 22:38 - Reply

    Stimme mit vielem überein.
    Dennoch mutet für mich der Beitrag teilweise etwas seltsam an.
    Kann man dessen Autoren denn trauen?
    Vielleicht ist die Mega-Plattform Infokrieg/Infowars ebenso vom CIA unterwandert wie Wikileaks es (>>>angeblich<<< – wie soll ich mir denn hier auch wieder sicher sein??) ist/war?
    Hmmm…
    Gaddafi ist ganz offensichtlich ein Zombie, dem ich alles zutraue.
    Für mich auch ganz klar, dass dieser geisteskranke Ölmilliardär imstande ist, das eigene Volk mit der Luftwaffe beschiessen zu lassen.
    2006 wurde er von G.W. Bush übrigens als "Colonel Gaddafi" geadelt.
    Klar, dass Gaddafi eine willkommene Marionette im Spiel der Mächtigen um das Öl-reiche Libyen ist.
    Solche Marionetten benutzt man oder lässt sie fallen – nach Belieben. Klar.

    Trotzdem: Der vorliegende Beitrag überzeugt mich nicht

  2. Hans Peter Roth 05/03/2011 at 22:40 - Reply

    Stimme mit vielem überein.
    Dennoch mutet für mich der Beitrag teilweise etwas seltsam an.
    Kann man dessen Autoren denn trauen?
    Vielleicht ist die Mega-Plattform Infokrieg/Infowars ebenso vom CIA unterwandert wie Wikileaks es (>>>angeblich<<< – wie soll ich mir denn hier auch wieder sicher sein??) ist/war?
    Hmmm…
    Gaddafi ist ganz offensichtlich ein Zombie, dem ich alles zutraue.
    Für mich auch ganz klar, dass dieser geisteskranke Ölmilliardär imstande ist, das eigene Volk mit der Luftwaffe beschiessen zu lassen.
    2006 wurde er von G.W. Bush übrigens als "Colonel Gaddafi" geadelt.
    Klar, dass Gaddafi eine willkommene Marionette im Spiel der Mächtigen um das Öl-reiche Libyen ist.
    Solche Marionetten benutzt man oder lässt sie fallen – nach Belieben. Klar.

    Trotzdem: Der vorliegende Beitrag überzeugt mich nicht.

  3. Maria Lourdes 06/03/2011 at 12:02 - Reply

    Wahrheit oder Lüge? Man mag darüber denken was man will! Eines bleibt in diesem Artikel: die Wahrheit ist eindrucksvoll im letztem Absatz zum Ausdruck gebracht.
    Danke Alex!
    “Die “internationale Gemeinschaft” hat in dieser aktuellen Darbietung intellektueller Unehrlichkeit, Doppelstandards und Aggression den letzten Rest ihrer behaupteten Legitimität eingebüßt. Die “humanitären Bedenken” sind ein blanker Hohn angesichts der Massaker im Irak, in Afghanistan und in Pakistan, wo die Zivilbevölkerung regelmäßig aus der Luft beschossen wird.”
    Gruss Maria Lourdes
    http://www.weltkrieg.cc

  4. Freigeist 06/03/2011 at 19:07 - Reply

    Ein gemanagter Konflikt.

    11.Sep 2009: SAS bildet in Libyen Gaddafis Truppen aus:
    http://www.telegraph.co.uk/news/newstopics/onthefrontline/6176808/SAS-trains-Libyan-troops.html

    6.März.2011.
    ‘Eight SAS Soldiers Held By Rebels’
    http://uk.news.yahoo.com/5/20110306/twl-libya-eight-sas-soldiers-held-by-reb-3fd0ae9.html

  5. hmpf 07/03/2011 at 02:51 - Reply

    wie jetzt? dieser bericht lässt mich die sache mal aus nem ganz anderem licht sehen.. habe aber bisher nur gesehen das gaddafi kriminell ist.. würde eher als doppelte marionette reinpassen wie auch im letzten absatz geschildert wurde, wobei mir dabei neue fragen aufkommen.. wenn er doch schon eine marionette ist wieso dann ein aufstand? weitere hintergründe würde ich gerne in dieser sache erleuert haben, ein detalierterter und besser reachchaierter mit beweisen bestücktger bericht wäre über dieses thema auf der seite ne bombe!! würde aktuell einiges aufzeigen was hilfreiche im infokrieg wäre!! bitte rechachieren und berichten!!

  6. AlexK 07/03/2011 at 14:21 - Reply

    Ein Augenzeugenbericht eines Flüchtlings nach Kazachstan, Quelle rosblat.ru

    Konnte den Artikel in der Originalquelle nicht mehr finden, hier eine Kopie in einem Forum Letzter Teil:

    “????????: ??????? ??????? ? ????? ????? ?????? ?????”
    - “Den Grund für die Unruhen in Lybien sollte man ausserhelb des Landes suchen”

    http://kob.su/forum/showthread.php?t=4779

    “Alma-Ata, 3 März, Besondere Gründe für Unruhen in Lybien gab es nicht, behaupten Augenzeugen.

    Kazache Juri Balusow war vor kurzem mit Hilfe des russischen Ministeriums für Katastrophenschutz aus Lybien evakuiert. Er behauptet:

    <>

    Es gab keine vorherigen anzeichen für die Unruhen, alles kam plötzlich. Nachrichten, dass das Land am Rande des Bürgerkriegs befindet, brachten Leute aus Gasprom – so Balusow.

    <>

    Auch viele andere Augenzeugen berichten von eher Ruhigen Lage in Libyen in Gegensatz zu den Massenmedien:
    „Diese Drogenabhängige, Sie haben alle Militärbasen hier eingenommen … „ http://www.youtube.com/watch?v=Yvsh9yiyEcg

    Augenzeugin aus Ukraine: „Ich habe keine großen Unruhen in Tripolis gegeben, Tags war alles ruhig, nur nachts hört man manchmal Schüsse. KEINE Demonstrationen, keine Bombardements, oder ähnliches. Es gab zwar verwundete es sind aber Jugendlichen die gehen einfach los und machen alles platt“
    http://www.youtube.com/watch?v=T4mNCxUt36A

    Augenzeugen aus Bengazi: „Ich wohne und arbeite in Bengazi, alles ist ruhig hier, es gab zwar Unruhen die ersten 5 Tage , jetzt ist alles wieder in Ordnung. Die Leute kehren zum Täglichen Leben zurück, räumen auf, usw.“ Andere Augenzeugen aus Tripolis: „Alles ist in Ordnung, wir haben von den Nachrichten gehört, es sollen Flügzeugangriffe stattfinden, war aber alles ruhig.

    Laut eines russischen Militärs , der Lange in Libyen gearbeitet hat. besteht in Libyen ein Gegensatz zwischen den Einwohnern der Südlichen Provinzen, “Wüstenmenschen” die in dem Norden Arbeit finden und den Einheimischen, das könnte auch die Zündschnur des Konflikts sein.

  7. Caligula 07/03/2011 at 15:41 - Reply

    Wenn es keine Luftschläge gegen die Zivilbevölkerung gab, wie kam es dann, dass zwei Libysche Kampfflugzeuge desertierten und in Malta landeten?

    http://de.euronews.net/2011/02/21/libysche-kampfpiloten-fluechten-sich-nach-malta/

    http://oraclesyndicate.twoday.net/stories/14647046/

  8. AlexK 07/03/2011 at 16:39 - Reply

    Erstmal würde ich nicht alles glauben, was Euronews und andere erzählen. Aber wenn es sowas wirklich gab , können die Gründe verschieden sein. Es müssen nicht unbedingt Luftschläge sein.
    ZB könnte der Flugzeugführer bestochen werden, sowas gab es währen des kalten Kriegs , wo die Amerikaner unbedingt ein Exemplar des Flugzeugs mig-25 in die Hände bekommen wollten. In Ägypten, wo eine Einheit stationiert war, haben sie ständig in Luftfunk eine Belohnung versprochen für den der das Flugzeug auf dem westlichen Territorium, landet. Irgendwan wurde dann ein Flugzeug entführt , ich glaube nach Japan.
    Es könnte auch sein das der Pilot zu einer nicht beliebten Nationalitätsminderheit angehört.

    Die westlichen Medien biegen dann alles so zurecht , damit es in ihr programm passt.

  9. AlexK 07/03/2011 at 16:54 - Reply

    Es gab Luftschläge, aber nicht so, wie es die Medien darstellen.
    Es gab Luftschläge gegen eingenommene Militärbasen mit Waffen, ja, aber nicht gegen Zivilbevölkerung in den Stätten.

  10. Isa 07/03/2011 at 23:59 - Reply

    Hallo Alex,

    fetten Dank für Deine Arbeit mal wieder! Erste Info nach dem ganzen Medienschrott. Von mir gibt´s jetzt eine Spende! Empfehle nochmal einen schönen Paypal BUTTON! ;)

    Dann geht´s noch einfacher!

    Ehrlich – danke für Deine Arbeit! Wünschte, ich könnte mehr geben.

    Alles Gute Euch!

    Isa

    Ex (Al)Isa (Forum)

  11. egalitarist 09/03/2011 at 00:13 - Reply

    “‘gaddafi kriminel’ sagt MSM und leider auch Freeman von ASR welcher jede andere Sichtweise auf seinen Kommentarspalten verhindert”

    Kann ich bestätigen.:!

    Habe an folgender Petition teilgenommen:
    Unterstützung:Unterschriftensammlung gegen ein militär.Eingreifen in Libyen

    Diesen kolossalen Unterschied zwischen ausländischer und einheimischer Monopolbourgeoisie begreifen selbst realistisch denkende Politiker aus dem bürgerlichen Lager wie Tarpley, wenn er in Politonline.ch vom 10.2.2011 unter „Tunesien und Ägypten – Aufstände und ihre Drahtzieher“ schreibt:

    „Wenn sie ( die arabischen Staaten )nicht…. die tragischen Erfahrungen vieler anderer Ländern teilen wollen,… wären arabische Regierungen gut beraten,
    umgehend sämtliche Vertreter der Weltbank, des Internationalen Währungsfonds und deren Ableger aus dem Land zu werfen.
    Arabische Länder, die zur Zeit unter den Bedingungen des IWF zu leiden haben – im arabischen Raum sind das besonders Ägypten und Jordanien, unter den muslimischen Ländern besonders Pakistan – sollten dieses Joch umgehend abschütteln und ihre nationale Souveränität zurückerobern. …..
    Die Nahrungsmittelproduktion sollte durch Produktions- und Importprämien sowie internationalen direkten Warenaustausch gefördert werden.
    Schnellstmöglich müssen in allen Ländern Getreidereserven angelegt werden. Voraussichtlich werden Kapital- und Devisenkontrollen unumgänglich sein, damit spekulative Angriffe auf Landeswährungen, die ausländische Hedgefonds mit dem Ziel lancieren, ganze Landesregierungen zu stürzen, verhindert werden.
    Die vordringliche Aufgabe besteht darin, die Zentralbanken zu verstaatlichen und sie wieder auf eine Nullzinspolitik für die heimische Infrastruktur, Landwirtschaft, Wohnungsbau und die Produktion physischer Güter zu verpflichten, wobei dem Export besondere Förderung  zukommen sollte.
    Sobald diese Reformen in Gang gekommen sind, kann man über die Integration der arabischen Welt als gemeinsamem Raum wirtschaftlichen Wachstums nachdenken, bei dem die Deviseneinnahmen der ölproduzierenden Länder zum allseitigen Nutzen für Infrastruktur und Kapitalinvestitionen in der gesamten arabischen Welt verwendet werden könnten. Die Alternative wäre eine endlose, vom Ausland gesteuerte Destabilisierung und höchstwahrscheinlich ein dauerhaftes Chaos.“

    Und der bekannte Wirtschaftswissenschaftler Chossudovsky schrieb in der internationalen Internet-Zeitung Tlaxcala vom 31.1.2011 : ebenfalls:
    „Unsere Botschaft an die Protestbewegung:
    Tatsächlich werden Entscheidungen in Washington DC, im US-Außenministerium, im Pentagon, in Langley, dem Hauptquartier der CIA, in der H Street NW, dem Hauptquartier der Weltbank und des IWF getroffen…
    ..von Brigitte Queck und Dr. Falkenhagen

    • F.B. 09/03/2011 at 09:47 - Reply

      Zitat:
      “Die vordringliche Aufgabe besteht darin, die Zentralbanken zu verstaatlichen und sie wieder auf eine Nullzinspolitik für die heimische Infrastruktur, Landwirtschaft, Wohnungsbau und die Produktion physischer Güter zu verpflichten, wobei dem Export besondere Förderung zukommen sollte.”

      Wer will, daß Umverteilung und Enteignung mit staatlich verordnetem “risikolosem” Zwangsgeld weitergeht, sollte Herrn Tarpley zustimmen.

      Denn genau so funktioniert sie.
      Mit Zentralbanken, die Geld
      einfach drucken.

      Wer in Freiheit leben will:

      Die vordringliche Aufgabe besteht darin, die Zentralbanken
      abzuschaffen!

      In diesem Zusammenhang empfehle ich
      Oliver Janichs Buch “Das Kapitalismus-Komplott” zu lesen.

      Bücher an sich bringen noch keine Lösung.

      Sie können jedoch zu Lösungen beitragen.
      Mit Ihren Fakten und durch die Tatsache,
      daß sie Themen komplexer beleuchten können, als ein Blog- oder Filmbeitrag.

      Bücher erweitern damit auch unsere
      Fähigkeit komplex zu denken.

      Dadurch wird es zunächst u.U.sogar schwieriger zu einer gewünschten Lösung zu kommen.

      Schwieriger im Vergleich wozu?

      Im Vergleich zu dem Zustand, als es uns durch fehlendes Wissen und
      ungeschultes Erkenntnisvermögen
      wesentlich einfacher schien, zu belastbaren Aussagen zu kommen?

      Ich denke, so ist es.
      Und dann?
      Resignation?
      Nein, sondern weitermachen!

      Am Beispiel des Geldsystemes
      kann die obige Entwicklung eines
      interessierten Menschen gut nachvollzogen werden.

      Es könnte sich so zutragen:

      Zuerst empfinden alle die Welt als ok. – tolle DM.
      Dann kommt der Euro und erste Zweifel
      kommen auf.
      Wer erfährt, daß die FED gar nicht staatlich ist, sondern ein Kartell von Privatbankern, meint seine
      Lösung gefunden zu haben:
      Geld muss der Staat drucken.
      Zinsen in einem Schuldgeldsystem
      werden als zusätzlich pervers erkannt.Lösung:
      Weg mit den Zinsen.
      Dann sind die Meisten fertig.
      Zusammenfassung der Lösung:
      Zinsfreies Geld vom Staat.

      War nicht ganz so einfach, aber endlich geschafft.

      Wer da aufgibt, befördert die geplante Lösung des Club of Rome.

      Wer weiter recherchiert, findet
      das eigentliche Problem:

      In Wahrheit gibt es keinen risikolosen Zins!

      Jeder Verleiher von Geld geht das Risiko ein, daß er nicht nur seinen
      Zugewinn nicht erhält, sondern
      auch, daß er die gesamte geliehende
      Summe nie wieder sieht.
      Bei echtem Geld (z.B.Silber) wäre das für alle so.Im Papiergeldsystem
      ist das für Dich und mich auch so.
      Aber nicht für die Banken.

      Die Höhe des Zinses sollte sich nach der Risikoeinschätzung für den Geldverleih richten – im Zweifel wird nichts verliehen.
      Klingt eher nach einer Einzelfallentscheidung, oder?

      Nicht so die Zentralbanken -egal ob staatlich oder privat – die kennen
      das Risiko aller Geldverleihungen
      gleich für ganze Länder bzw. Kontinente.

      Sie suggerrieren einen risikolosen
      Zins.
      Die Geschäftsbanken verzehnfachen
      diese “risikolosen” Kredite durch Ihre Giralgeldschöpfung.

      Was nun, wenn ein Kredit platzt,
      weil der Kreditnehmer durch falsche Entscheidungen pleite ist?
      Was eigentlich ein Totalverlust wäre,
      wird für die Banken “nur”zu einer Kreditgeldmenge, die ohne zusätzliche Warenmenge
      die Gesamtgeldmenge aufbläht.
      Folge:
      Zwar risikolos für die Bank, da die sich die vorher schon vorhandenden
      Sicherheiten des zahlungsunfähigen
      Schuldners krallt, aber (Verzeihung)
      Scheiße für uns, da eine leistungslose Geldmengenerhöhung
      zum Kaufkraftverlust unseres “Geldes” führt.
      So ist das nun mal, wenn
      immer mehr Papiergeld eine
      gleichbleibenden Warenmenge
      nachfragt.

      So zahlen wir das angeblich Risikolose am Zins durch Inflation.
      In der beliebigen Geldvermehrung, die wir!! durch die Entwertung unseres Zwangs”geldes” zahlen,steckt soviel Profit für die Schöpfer dieses Betruges, daß man auf den Zins
      als Bauernopfer zukünftig sogar verzichten will.

      Und dann sind wir doch glücklich.
      Wirklich?

      Dieser Betrug wäre mit echtem Geld
      (mit innewohnendem Wert) nicht
      möglich.

      Das Geld wäre weg. Risiko.
      Und wegen dieses Risikos, würde
      außer im Familien- und Freundeskreis
      keiner Geld verleihen, ohne für den eigenen Konsumverzicht und das Risiko, das Geld nicht zurück zu erhalten, eine Gegenleistung zu fordern.
      Diese Gegenleistung heißt Zins.

      Mein Fazit:

      Laß die Leute selbst entscheiden, was sie als Geld verwenden wollen
      und welchen Zins sie verlangen.

      Laßt endlich Wettbewerb zu, damit
      sich das durchsetzt, was den Menschen am Meisten nützt.

      Leistungsloses Papier”geld”
      braucht nicht verboten zu werden.
      Es gäbe keine Nachfrage danach.

      An unsere Volksvertreter:

      Hört auf uns mit Gesetzen zu zwingen, an diesem Betrug
      teilnehmen zu müssen!

      Wir wollen frei sein, daß heißt alles tun dürfen, was einem Anderen nicht schadet.

      An dem Beispiel wollte ich zeigen,
      daß sich dem, der durchhält
      eine verblüffende Einfachheit offenbart, die aus sich heraus
      jeder Prüfung standhalten kann.

      Viele Grüße, F.B.

  12. Maria Lourdes 09/03/2011 at 10:24 - Reply

    ich hab da was entdeckt, sehr guter Artikel: Der wirkliche Grund der “Libyschen Revolution” – die gigantischen libyschen Wasserreserven
    http://www.politaia.org/kriege/die-libysche-revolution-und-die-gigantischen-libyschen-wasserreserven-politaia-org/
    Gruss Maria Lourdes
    http://www.weltkrieg.cc

  13. AlexK 09/03/2011 at 10:46 - Reply

    http://nstarikov.ru/blog/8406

    “Die zwei “entlaufenen” Flügzeuge waren französische auch die Piloten. Sie hatten in Lybien an Militärübungen teilgenommen und sollten laut Vertrag das Land in Richtung Malta verlassen im Falle von irgendwelchen Probleme, was sie auch gemacht haben. Es sind keine Bomber sondern, Jagdflieger, deshalb hat man dann in den Schlagzeilen “Bevölkerung Bombardieren” auf “Auf Zivile schiessen geändert[ läßt sich das überprüffen? hat es jemand gemerkt? ]. Bezeichnend ist, dass es keine Interviews mit den Piloten gezeigt wurden”

  14. AlexK 09/03/2011 at 10:54 - Reply

    auch dort :
    “Keiner der Flüchtlinge, die aus Lybien wollen, its ein Lybier. Es sind hauptsächlich Gastarbeiter aus Tunesier und Ägypten, die nach Hause , wollen, da sie schwierigkeiten mit der Arbeit haben. Auch viel Schwarze sind dabei, die die Unruhen ausnutzen um nach Europa zu gelangen”

  15. madurskli 10/03/2011 at 11:41 - Reply

    Religion befeuert die Libysche Revolution:

    Unter diesem Titel habe ich das Auftauchen der alten Königsflagge aufgearbeitet:
    http://www.erinnerungsforum.net/forum/sehenswertes/gegen-das-vergessen/msg30183/#msg30183

    Religiöse Exilextremisten sind nicht unwesentlich am befeuern der Putschisten beteiligt!
    Der in der Flagge enthaltene weiße Halbmond mit Stern auf schwarzem Hintergrund ist der Banner der Sanussiya.
    Die Sanussiya, auch Senussi-Orden genannt, ist eine sufistische islamische Bruderschaft (Tariqa) in Libyen.

    Zu behaupten Gaddafi sei” ein krimineller Geistesgestörter” versteht gar nichts.
    Denn 1. gesehen hat niemand was! Nur gestellte “Livebilder”.

    2. Zelebriert Gaddafi Stammesführerschaft.
    Was uns als skurrile bizarre Vierkleidungsorgie vorkommt, ist in Afrik eine durchaus übliche Inszenierung aller Stammesführer.

    3.Sieht sich Gaddafi als Vertreter eines zukünftigen geeinten Afrikas.
    Ihn in als Marionette von irgendwas zu bezeichnen sollte mal dringend recherchieren!

    4.Wer ihn im LibyaTV gesehen hat, in einer Std. freier Rede ohne vom Blatt zu Lesen, kann sich vorstellen das er aus dem Herzen spricht und nicht verrückt ist.

    Man vergleiche doch das mit Gutti, der nicht mal 2min. Fehlerfrei vom Blatt lesen kann:
    http://www.youtube.com/watch?v=1TEJUoCnoWE&feature=player_embedded

  16. Tony Ledo 10/03/2011 at 13:19 - Reply

    Gaddafi läuft die Zeit davon – nicht erst seit gestern. Seine Rede vor der UNO- Vollversammlung im September 2009, bei der er ein Exemplar der UN- Charta zerriss, um danach 7,7 Billionen Dollar für Afrika zu fordern, verdeutlichte den Druck, unter dem der Mann schon damals stand. Das ist kein Zufall und auch keine Geisteskrankheit, meine ich. Gaddafi ist krank, umringt von Neidern und mit zwei nicht besonders hellen Söhnen bestückt, die ihn einst beerben sollen. Sein Erbe ist also in Gefahr: Grund genug nochmal der Welt die Kante zu geben, solange es noch geht. Wie groß dabei der Anteil der Gesichtswahrung vor sich selbst auch im Spiegel all der Zugeständniss, die er dem Westen gemacht hat, mag einmal dahin gestellt sein.

    Was derzeit läuft, ist der Versuch Gaddfi, über die Drohung Familiengelder einzufrieren, Prozesse herzubasteln, Inside-Jobs zu Lasten seiner ihm noch möglichen Verwirklichungsmöglichkeiten hinsichtlich seines Nachlasses, insbesondere der ideellen Art, zu initiieren und zu aktivieren, gefügig zu machen.

    Ich bin fast sicher, dass das auch funktionieren wird, da der Westen sich dabei auf rege Mituntestützung aus dem arabischen Raum – von Stämmen in Libyen, von Saudis – verlassen kann. Der Westen mit Militär als kriegsführende Partei in Libyen ist hingegen wenig wahrscheinlich.

  17. madurskli 10/03/2011 at 13:43 - Reply

    Seine “Zugeständnisse” werden in diesem Doku klar:

    http://www.erinnerungsforum.net/forum/sehenswertes/video-des-tages-kopfkratz/msg30217/#msg30217

    Aber kannst du belegen das seine Nachfolge (im ideellen Sinn) nicht gesichert ist?

    • Tony Ledo 10/03/2011 at 14:33 - Reply

      “you must assume both that Saif Qaddafi will be the heir to the revolution and that he’ll keep his promises to liberalize the country’s economic and political systems. Perhaps the next generation of Qaddafis WILL LOOSEN THEIR CHOKEHOLD ON POWER in exchange for a seat at the adult table of international politics. But for the long-suffering Libyans, the rehabilitation of former Al-Qaeda associates, the abandonment of its nascent nuclear program, and the release of the Lockerbie bomber have brought them NO CLOSER closer to the representative democracy Qaddafi promised 40 years ago.” Fettbuchstaben von mir, TL)

      aus dem sehr lesenswerten Artikel von Michael C. Moynihan aus dem März 2010der auch mit einigen ‘Ffalschinformationen’ über dne Lebensstandard in Libyen aufräumt:

      http://reason.com/archives/2010/02/22/a-libyan-charm-offensive/singlepage

      Das Teile des Militärs und Beduinenstämme schon seit 2009 sich verstärkt gegen Gaddaffis Politik und seinen Clan wenden, dafür lassen sich im Netz zahlreiche Belege finden.

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